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Der „neue“ TSV 1860 München – ein Kommentar zur aktuellen Lage der Löwen

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Der TSV 1860 München ist auf einem guten Weg. Die KGaA hatte in einigen Bereichen etwas Starthilfe benötigt, doch in der Zwischenzeit kommen immer mehr positive Signale. Wir werfen einen Blick auf den „neuen“ TSV 1860 München.

Löwen Radio

Zum Saisonstart wurde das neue Löwen Radio etabliert. Mit Gilbert Kalb hat man einen erfahrenen Reporter, der bereits Spiele beim EHC Red Bull München kommentiert hat. Auch Ex-Spieler Jan Mauersberger ist seitdem am Mikrophon. Das Radio kommt gut an. Die Moderation ist professionell und vor allem sympathisch.

Löwenstüberl

Lange hat es gebraucht, bis das Löwenstüberl eröffnet werden konnte. In der Zwischenzeit hat man einen Pächter gefunden, bei dem alle Seiten nichts mehr „zu meckern“ haben und keine Klauseln zum Beispiel im Hinblick auf Versammlungen in den Vertrag reingenommen wurden. Auf dem Trainingsgelände arbeitet der Wirt intensiv. Das Löwenstüberl bekommt einen kräftigen neuen Anstrich. Optisch macht die Klub-Gaststätte bereits jetzt ordentlich was her.

Das neue Löwenstüberl beim TSV 1860 München

Löwen TV

Pressesprecher Rainer Kmeth setzt auf eine vermehrt aktive Medienpräsenz. Auf Twitter wird das Spiel kommentiert und die wichtigsten Informationen über die Profis immer rasch veröffentlicht. Er hat zudem den Löwen TV – Sender wieder mehr Leben eingehaucht. Die Pressekonferenzen können seit einiger Zeit von allen Fans komplett angeschaut werden. Ein Mehrwert, der Transparenz schafft.

Presseauftritte

Günther Gorenzel spricht in einem ausführlichen Interview mit Journalisten. In der Pressekonferenz zeigt sich der Österreicher nicht nur souverän, sondern vor allem taktisch gut vorbereitet. Die aktuellen Probleme und Herausforderungen bringt er sachlich auf den Tisch. Provozieren lässt er sich nicht.

Günther Gorenzel / Screenshot aus Youtube-Video

#VEREINenStattSpalten

„Vereinen statt spalten“ war die Botschaft des TSV München von 1860 e.V. bei seiner Mitgliederversammlung. Gemeinsam mit den Vertretern der KGaA legte man nach. Die Geschäftsführung unterstützen die Initiative und setzen damit ein gemeinsames Zeichen. In einer gemeinsamen Stellungnahme werden sowohl der Trainer Daniel Bierofka als auch die Geschäftsführer Günther Gorenzel und Michael Scharold namentlich genannt. Ein positives Zeichen für gemeinsame Akzente.

Transferpolitik

Aus eigener Kraft hätte die KGaA die letzten Transfers für die Saison 2019 / 2020 nicht stemmen können. Externe Kräfte müssen mobilisiert werden. Und das gelingt. Sicherlich auch durch die Strahlkraft des TSV 1860 München. Da ist zum einen Hauptsponsor „die Bayerische“, die ihr Sponsoring-Volumen deutlich erhöht. Auch der TSV e.V. zeigt sich engagiert und übernimmt wesentliche Kosten am Nachwuchsleistungszentrum. Damit wird der Weg frei für die Verpflichtung von Dennis Erdmann. In enger Absprache mit Trainer Daniel Bierofka finanzieren neun private Gönner die Weiterverpflichtung von Aaron Berzel. Ihren Namen möchten sie nicht veröffentlicht wissen. Der positive Trend und die Großzügigkeit steckt an. 1860-Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik verkündet, dass er das Sponsoring für Timo Gebhart und Prince Owusu übernehmen möchte. Verpflichtet sind sie bereits, das Geld wird im Laufe der aktuellen Saison dann aus Abu Dhabi kommen. Und eine weitere Schützenhilfe gibt es. Mit dem FC Augsburg einigt man sich kurz vor Tranferschluss für eine Leihe von Abwehrspieler Tim Rieder.

Dennis Erdmann

Der Focus nun auf dem Sportlichen

Es sind viele positive Signale und in der KGaA ist durchaus ein Aufwärtstrend. Dabei darf man nicht vergessen, dass die 1860-Firma mit unglaublichen Altlasten zu kämpfen hat. Die Sünden der Vergangenheit haben noch jahrelange Auswirkung. Stillstand gibt es jedoch nicht. Und auch wenn dem einen oder anderen die klubpolitische Dramatik nun fehlt – es sind überwiegend positive Signale und die tun gut. Die aktuelle Situation sorgt dabei vor allem für eines: der Focus geht ganz klar aufs Sportliche. Dort geht es nun darum, dass man aus den deutlich verbesserten Begebenheiten auch etwas Zählbares aufs Feld bringt. Dass dabei nun vermehrt sportliche Diskussionen unter den Fans aufkommen, ist positiv. Denn darum geht es im Sport.

Bleibt zu hoffen, dass der immer wieder aufkommende Versuch den sportlichen IST-Zustand mit Klubpolitik schön- oder schlechtzureden, wenig Chance bekommt. Das sportliche Tagesgeschäft muss nun liefern. Da macht es dann auch nicht allzu viel aus, wenn man mal verliert. Die Fans wollen vor allem eines: die Löwen kämpfen sehen.

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