Der TSV 1860 München ist tief zerstritten, so scheint es, wenn man die Medien und die sozialen Netzwerke verfolgt. Ein Kampf zwischen den Gesellschaftern. Zwischen HAM International und dem eingetragenen Verein TSV München von 1860. Dabei sind es nicht unbedingt die Gesellschafter selbst. Es sind überwiegend Meinungs- und Stimmungsmacher. Manch einer behauptet im Netz, dass bezahlte Lobbyisten Einfluss nehmen. Ob das richtig ist, wird sich kaum beweisen können. Demagogie wird in der Regel so gestaltet, als würde die vermeintliche „Aufklärung“ und daraus resultierende Stimmung von den Fans selbst kommen. Da einige reelle Löwen auf den Zug aufspringen, ist das sogar recht einfach. Weil die Grenzen zwischen bezahlter Stimmungsmache, tatsächlicher Nachrichtenpolitik und der Fan-Meinung verschwimmen. Aus anderen Bereichen weiß man: von Lobbyisten ist das durchaus auch so gewollt. Nun meldet sich Ismaik. Mit scharfer Kritik und einem neuen Angebot.
Die Kritik von Hasan Ismaik
Hasan Ismaik lässt über Facebook ein neues Angebot veröffentlichen. In einer ausführlichen Stellungnahme kritisiert er Präsident Robert Reisinger. Es sei zu beobachten, dass der TSV 1860 unter der Führung des Präsidenten keine positive Entwicklung nehme. Interessant dabei ist durchaus, dass kein einziger Punkt kritisiert wird, der tatsächlich im Hinblick auf Reisingers Präsidium diskussionswürdig wäre. Sei es der Vorschlag eines Sponsorings in Verbindung mit sofort gezahlten Genussscheinen, Angebote im Hinblick auf die U21 und U19 oder Ideen eines weiteren Gesellschafters. Alles Punkte, bei denen HAM International entweder abgelehnt hat oder die Antwort aussitzt. Es ist KGaA-Geschäftsführer Michael Scharold, der zum Bauernopfer wird. Das ist taktisch klug, denn Scharold muss tatsächlich mit einer berechtigten Kritik leben. Vor allem aber wird eines versucht, nämlich die Schuld Herrn Reisinger in die Schuhe zu schieben. Denn das Präsidium würde den „groben handwerklichen Fehler seines eingesetzten Geschäftsführers“ aussitzen.
Ismaik bietet weitere Darlehen
Das Präsidium hat es aus Sicht von HAM International nicht geschafft, eine positive Entwicklung herbeizuführen. Das sieht manch einer anders, aber das soll nicht das Thema sein. Es ist immer wieder die gleiche Strategie. Ein halbes Jahr lang bleibt der Investor sowohl dem TSV als auch den Fans Antworten schuldig: Wie sieht Hasan Ismaik das Angebot eines potentiellen dritten Gesellschafters? Wieso wird die temporäre Rückgliederung des Nachwuchsleistungszentrums überhaupt nicht diskutiert? Wieso blockt man ein durchaus faires Sponsoring-Angebot des Hauptsponsors „die Bayerische“?
Stattdessen kommt kurz vor 12 erneut ein Angebot über ein nicht näher definiertes Darlehen. Der Verein hat uns bestätigt, dass offiziell kein Angebot vorliegt. Sowohl für die Geschäftsführung als auch für den Mitgesellschafter TSV München von 1860 e.V. ist es deshalb überhaupt nicht möglich, auf dieses Angebot einzugehen. Das Einzige, was es gibt, ist ein Angebot über Facebook. Ob es sinnvoll ist, Darlehensverhandlungen auf Facebook zu beginnen? Sicherlich nicht.
Blockadehaltung von Stimoniaris
„Stimoniaris blockiert: Opfert die Ismaik-Seite sogar zwei Verstärkungen?„, titelt die Abendzeitung heute Morgen. Im Boulevard-Blatt wird die Erhöhung des bisherigen Hauptsponsorings von 700.000 Euro auf 1,1 Millionen Euro thematisiert. Das Geld würde sofort fließen, damit der Kader doch noch verstärkt werden kann. Saki Stimoniaris soll am Freitag eine Frist von Geschäftsführer Michael Scharold verstreichen lassen haben, so die Abendzeitung. Beim Hauptsponsor sei die Verwunderung groß. Und im Grunde ist es mehr absurd. Man brüskiert bewusst oder unbewusst den Hauptsponsor.
Wir dürfen nicht vergessen, dass das wesentliche Problem von Geschäftsführer Michael Scharold fehlende Sponsoringeinnahmen sind. Es scheinen Sponsoren abgesprungen zu sein, so hört man. Andere sollen zweifeln. Vielleicht auch deshalb, weil der TSV ein desaströses Bild abgibt?
Machtkampf um die Löwen
Fans sind verwundert. Geht es überhaupt um das Wohl ihrer Löwen? Oder geht es nur um Machtspiele? Denn eines ist klar, ein Robert Reisinger wird wohl kaum einem Darlehen kurzfristig zustimmen und dann bei der Mitgliederversammlung bestätigt werden. Das weiß Saki Stimoniaris.
HAM International macht Druck. Auf die Geschäftsführung, auf das Präsidium und auch auf den Hauptsponsor. Vor allem aber auch auf die Mitglieder. Es ist ein Untergangs-Szenario, das in den sozialen Netzwerken hochgespielt wird. Abstieg und für immer im Amateurfußball verschwinden, so die Propaganda. Wer das verhindern möchte, der soll vor allem erst mal eines: das Präsidium nicht bestätigen. Dann sieht man schon weiter.
Der TSV 1860 München ist gefangen zwischen einer Blockadehaltung und dem klubpolitischen Druck. Handlungsspielraum gibt es weder für die Geschäftsführung noch für die sportliche Leitung.
Mehr Informationen
Abendzeitung: Machtkampf beim TSV 1860 Stimoniaris blockiert: Opfert die Ismaik-Seite sogar zwei Verstärkungen?
Löwenmagazin: Hasan Ismaik: Scharfe Kritik an Präsidium und KGaA-Geschäftsführung


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