Die Lage beim TSV München von 1860 war kritisch. Nur noch 3 Spieltage vor Saisonende und man befand sich dem sportlichen Abstieg nahe. Doch Ian Ayre und die teuer eingekauften Spieler sollen den Karren noch aus dem Dreck ziehen: Löwen-Jahresrückblick 2017 – Teil 1

Was jedoch noch alles passieren sollte, damit hat kaum einer gerechnet.

Abstieg aller Mannschaften im Mai

Der Abstieg der U19-Löwen aus der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest war Anfangs Mai durch die 2:7-Niederlage nach einer 2:0-Führung in Hoffenheim besiegelt. Taggleich brachten die U21-Löwen mit einem 2:2 gegen Wacker Burghausen bereits 2 Spieltage vor Saisonende die Vize-Meisterschaft in der Regionalliga Bayern unter Dach und Fach.

Das traditionelle X-Tausend-Spiel auf Giesings Höhen fand vor 3.000 Zuschauern gegen Unterhaching statt. Die Löwen verloren mit 3:0, doch es ging eh um nichts mehr, da Unterhaching als Aufsteiger bereits feststand.

Die Profis gewannen 2:1 in Dresden und mit dem Sprung auf Platz 14 keimte auch die Hoffnung wieder auf. Doch die darauffolgenden Niederlagen gegen Bochum und Heidenheim besiegelten das Schicksal. Relegation.

Daniel Adlung wurde zum ersten Mal Papa und die Löwen mussten in die Relegation nach Regensburg, wo sie nur ein 1:1 (Tor von Florian Neuhaus) schafften. Die Fans hofften nun auf den Heimsieg, wie einst gegen Holstein Kiel.

Fanausschreitung Relegation 1860 Jahn30. Mai 2017. Nach 3 Jahren Abstiegskampf hat es die Löwen erwischt. Das Team von Trainer Vitor Pereira und seine blutleere Profimannschaft unterlagen Regensburg vor 62.200 Zuschauern in der Allianz Arena mit 0:2. Der Frust der Fans entlud sich vor dem Schlusspfiff. Stangen und Stühle flogen auf das Spielfeld. Nicht einmal Daniel Bierofka konnte die Fans beruhigen. Der Löwe ist nun nach 13 Jahren Zweitligazugehörigkeit in die 3. Liga abgestiegen. Damit stiegen alle Mannschaften von den Profis bis zur U16 in der Saison ab.

Löwen-Präsident Peter Cassalette wollte einem Neuanfang nicht im Wege stehen und erklärte unverzüglich seinen Rücktritt. Und auch Ian Ayre hatte nach knapp 2 Monaten seinen Posten als Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA zur Verfügung gestellt.

Die Ereignisse beim TSV überschlugen sich stündlich und niemand wusste, wie es nun wirklich weitergeht. So tief war der Löwe noch nie gefallen. Die Fans randalierten, die Verantwortlichen traten zurück, der Investor schwieg – und der DFB ermittelte. Unter anderem hieß es, auf das Geld von Investor Hasan Ismaik zu warten. Auf die Millionen, die die Lizenz für die 3. Liga zusichern sollen… Und die Berichterstattung in den lokalen Medien war verheerend: Der Erpressungsversuch des Hasan Ismaik.

Juni stand im Zeichen der Aufbruchstimmung, der Kontinuität und der Insolvenzvermeidung

In all dem Chaos fand Hasan Ismaik die Zeit, die Presse-Artikel zu lesen und eine Stellungnahme abzugeben, in der es unter anderem hieß: „Tatsache ist, dass der e.V. sich mit allen unseren Anforderungen einverstanden erklärt hat. Mehr noch, es wurde uns ausdrücklich bestätigt, dass die Umsetzung unserer Wünsche wesentlich für eine erfolgreiche Entwicklung von 1860 ist. Es gibt keinerlei Kontroverse über unsere Wünsche, geschweige denn einen Erpressungsversuch. (…) Zusammenfassend glaube ich nicht, dass meine Forderungen in irgendeiner Weise anrüchig sind. Was ich nicht verstehen kann ist, warum diese Probleme nicht vom e.V. angegangen werden. 1860 hat in der Vergangenheit gezeigt, dass der Verein in der Lage zu einem Comeback ist und ich kann nur wiederholen, dass ich bereit bin, meinen Teil beizutragen, um 1860 in dieser schwierigen Situation zu helfen – aber der e.V. muss zuerst seine Hausaufgaben erledigen.“

Auch Ian Ayre hatte zur Berichterstattung folgendes richtig gestellt: „Es ist nicht wahr, dass die Konten der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA leer geräumt wurden.
Alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter wurden entsprechend aller vertraglichen Verpflichtungen für den Monat Mai 2017 normal bezahlt.“

Der 2. Juni 2017 ging in die Löwengeschichte als der Schwarze Freitag ein. Der für die Lizenz notwendige Betrag für die 3. Liga war bis zum Fristende (15.30 Uhr) nicht eingegangen. Die beiden Gesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA konnten bis zu diesem Zeitpunkt keine Einigung erzielen. Für viele Fans eine herbe Enttäuschung – auch in den Investor, der noch vor der Relegation beteuert hatte, dass er mit den Löwen auch in die 3. Liga geht. Es stellte sich die Frage, wie es nun weiter geht?

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten… Während der Trainer Peirera und die teuren Profispieler den Verein lautlos verließen, krempelten die 1860-Vizes Hans Sitzberger und Heinz Schmidt sowie Daniel Bierofka und Wolfgang Schellenberg die Ärmel hoch und machten sich an die Arbeit. Es gab Entscheidungen zu treffen.

Fauser
Foto: TSV 1860

Robert Reisinger wurde übergangsmäßig zum e.V.-Präsidenten. Markus Fauser wurde zum temporären Geschäftsführer der Fußballgesellschaft mbH & Co. KGaA des TSV 1860 München bestellt, der die Insolvenz vermeiden sollte. Und die Löwen starteten in die Vorbereitung auf die neue Saison. Daniel Bierofka und Wolfgang Schellenberg sowie Löwen-Justiziar Patrick Schwarz setzten sich zusammen: „Wir sind durchgegangen, welcher Spieler überhaupt noch einen gültigen Vertrag hat.“ Schnell habe sich ein Kader mit Perspektive für die Regionalliga herauskristallisiert. „Als ich gesehen habe, wer mit dabei ist, war meine Motivation sofort wieder da.“ Der U21-Kapitän Felix Weber blieb den Löwen erhalten. „Wir beginnen mit einem Kernteam, bestehend aus U19- und U21-Spielern der vergangenen Saison“, erklärte der 1860-Cheftrainer, der in Zukunft von Co-Trainer Oliver Beer und Torwarttrainer Harald Huber unterstützt werden soll. Zum Auftakt waren es 25 Spieler, die auf dem Rasen erwartet wurden: VORLÄUFIGER KADER

Der Geschäftsführer Markus Fauser und der Verein trafen die Entscheidung, aus der Arena auszuziehen und im Grünwalder Stadion die Zelte aufzuschlagen. Und der TSV 1860 erhielt die Zulassung für die Regionalliga Bayern.

Am 20. Juni tagte der Verwaltungsrat und beschloss einstimmig, Robert Reisinger auch offiziell bei der Mitgliederversammlung am Sonntag, 2. Juli 2017, zur Wahl zu stellen. Kurz darauf wurde jedoch die geplante Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. verschoben.

Foto: TSV 1860

Nach dem Turnier in Winterlingen, das die Löwen ohne Gegentor gewonnen hatten, ging es direkt weiter nach Obertraun. Im Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) absolvierte das Team von Trainer Daniel Bierofka vom 26. Juni bis 1. Juli 2017 sein Trainingslager.

Die Aufbruchstimmung fand auch bei den Löwenfans statt. Neue Mitgliedschaften wurden abgeschlossen und für das Duell der Löwen zum Auftakt der Regionalliga Bayern am 13. Juli 2017 beim FC Memmingen waren alle 1.100 Auswärtstickets im Nu ausverkauft.

Ende Juni waren die Löwen für die anstehende Regionalliga-Saison bereit. Mit Timo Gebhart (Hansa Rostock), Aaron Berzel (SV Elversberg), Daniel Wein (SV Wehen Wiesbaden), Benjamin Kindsvater (Wacker Burghausen), Tobias Steer (SpVgg Landshut), Johann Hipper (FC Ismaning) und Sebastian Koch (SpVgg Unterhaching) standen 7 externe Zugänge zum Trainingsauftakt fest. Und Nono Koussou zog sich leider einen Innenbandteilriss zu.

Der TSV 1860 München fixierte am 30. Juni die Engagements mit Kapitän Felix Weber, Jan Mauersberger und Nico Karger sowie den Neulöwen Timo Gebhart, Aaron Berzel, Daniel Wein und Benjamin Kindsvater schriftlich. Felix Uduokhai verließ dagegen die Löwen und wechselte zum VfL Wolfsburg.

Start der Regionalliga-Saison im Juli

Anfang Juli kehrte Jürgen Jung zu den Löwen zurück und übernahm die sportliche Leitung für den e.V. im NLZ. Zudem sollte er die 1. Mannschaft von Daniel Bierofka als Chefscout unterstützen.

Zum ersten Mal brachte der Münchner Milliardär Gerhard Mey seine Person in die Öffentlichkeit und erklärte sich in der Süddeutschen Zeitung bereit, den Löwen zu helfen. Er hätte über Mittelsmänner bereits Kontakt mit Hasan Ismaik aufgenommen. „Es wäre sicher nicht das lukrativste Geschäft meines Lebens“, sagte Mey, „aber deshalb mache ich das ja nicht. Ich würde bei 1860 aus Leidenschaft einsteigen.“

SPORT1 erfreute alle Fans und meldete die Live-Übertragung des Memmingen-Auftaktspiels im TV. Auch Sascha Mölders sorgte für Freudenstimmung, denn er entschied, bei den Löwen zu bleiben und unterschrieb einen 1-Jahresvertrag. Zudem erhielt Torhüter Alexander Strobl einen Vertrag bis 2018.

Die ARGE – Arbeitsgemeinschaft aller Fanclubs des TSV 1860 München – hatte auch einen Grund zum Feiern und zwar ihren 40. Geburtstag, im Gasthaus Festner in Rudelzhausen.

Der TSV 1860 München und der FC Bayern hatten sich nach intensiven Verhandlungen über den Auszug aus der Allianz Arena geeinigt, womit eine Rückkehr für die Löwen ausgeschlossen wird… Doch auf die Blaskapelle warten die Bayernfans noch immer.
Die Bayerische hatte ebenfalls gute Nachrichten zu vermelden. Sie schloss einen neuen Sponsoring-Vertrag ab, der für alle Ligen gilt. Außerdem könnte die gewährte Brückenfinanzierung mittelfristig in Anteile an der KGaA umgewandelt werden, „aber nur, wenn das von den bisherigen Gesellschaftern sowie von den Mitgliedern des Vereins gewünscht wird“. Daneben solle innerhalb der angestrebten Strukturveränderungen ein Wirtschafts-Arbeitskreis ins Leben gerufen werden, der die KGaA berät. Dazu übernahm die Bayerische durch Thomas Heigl, ebenfalls Vorstand im Unternehmen, ein Mandat im Aufsichtsrat der KGaA. Außerdem berief das Präsidium des e.V. in Person von Karl-Christian Bay einen Beauftragten des Präsidiums, der sich um die Belange der KGaA einschließlich Kommunikation zwischen den beiden Organen kümmern soll. Bay sollte zudem dem Aufsichtsrat und dem Wirtschafts-Arbeitskreis angehören.

Am 13. Juli startete endlich der Dauerkartenverkauf und taggleich fand das erste Regionalliga-Spiel in Memmingen statt. Die Löwen gewannen mit 3:0.

Das Löwen-Ticketing war auch am Wochenende voll besetzt, um die unzähligen Dauerkarten-Bestellungen für die Saison 2017/18 in der Regionalliga Bayern rechtzeitig zu bearbeiten, denn „die Nachfrage ist überwältigend. Nahezu alle Fans, die im letzten Jahr einen Stammplatz bei den Löwen hatten, möchten uns auch in diesem Jahr unterstützen“, zeigte sich Löwen-Geschäftsführer Markus Fauser begeistert. Es lief nicht alles reibungslos, doch es war auch keine leichte Herausforderung, in der kurzen Zeit alles perfekt zu machen.

Unser Löwenmagazin – als Online-Magazin von Fans zu Fans – mit dem Leitspruch „Wir können Regionalliga“ ging an den Start.

Die neuformierte 2. Mannschaft der Löwen startete mit einem Achtungserfolg in die Saison in der Bayernliga Süd. Bei der DJK Vilzing, die zu den Favoriten um die Meisterschaft zählt, gab es ein 1:1.

MAN blieb 1860 ebenfalls treu. Das Münchner Unternehmen, das die Löwen bereits seit 2006 mit Reisebussen zu den Spielen bringt und seit 2014 als Premium Partner an der Seite der Giesinger steht, unterstützt den Klub auch in der Saison 2017/18.

Westkurve 1860 gegen Burghausen
(c) H. Hinle

Am 21. Juli war es endlich soweit und der Traum vieler Löwen ging in Erfüllung. Heimspiel der 1. Mannschaft im Sechziger. Die Löwen feierten bei der Heimpremiere einen schwer erkämpften 3:1-Sieg über Wacker Burghausen und blieben damit verlustpunktfrei. Für Fans und Spieler ein Fest ohnegleichen.

Einen Tag später trauerte die Löwengemeinde. Der ehemalige Präsident des TSV München von 1860 e.V., Dieter Schneider, verstarb. Der Unternehmer aus Dachau bekleidete das Amt von Februar 2011 bis März 2013.

Die Mitgliederversammlung fand statt und nach 5 1/2 Stunden war Robert Reisinger als Präsident von den Mitgliedern des TSV München von 1860 e.V. bestätigt. Er übernimmt die Amtszeit von Peter Cassalette, der bis 2019 gewählt worden war. Daneben wurden 4 Ersatzmitglieder nach den Rücktritten von Karl-Christian Bay, Christian Waggershauser, Beatrix Zurek und Robert Reisinger für den Verwaltungsrat gesucht. Von den 16 Kandidaten machten Sascha Königsberg, Nicolai Walch, Sebastian Seeböck und Athanasios Stimoniaris das Rennen. Ulla Hoppen stellt den Antrag zur Aufkündigung des Kooperationsvertrags zwischen dem TSV 1860 e.V. und der HAM international, der in den nächsten 6 Monaten für sehr viel Diskussionen sorgen soll.

Heiß begehrt! Die ersten beiden Spiele waren restlos ausverkauft, die Tickets für das Gastspiel beim TSV Buchbach in wenigen Minuten restlos vergriffen. Alle Sechzger, die keine Eintrittskarte ergattern konnten, mussten auf das Spiel nicht verzichten, da SPORT1.de einen kostenlosen Live-Stream anbot. Mehr noch, darüber hinaus sollten die nächsten 5 Partien live auf SPORT1.de sowie via Facebook Live und Youtube übertragen werden. Die Freude der Fans war groß.

Die Löwen kassierten beim TSV Buchbach mit dem 0:1 ihre erste Saisonniederlage. Auf dem durch Dauerregen aufgeweichten Boden fiel der Siegtreffer für die Gastgeber bereits in der 9. Minute durch ein Eigentor von 1860-Kapitän Felix Weber. Damit waren die Löwen auf Rang 2, hinter dem 1. FC Schweinfurt 05.

Sportlicher Erfolg im August

Die Löwen mussten im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg II (aufgrund von unsportlichem Verhalten in 6 Fällen im 1860-Zuschauerbereich – darin eingeschlossen die Vorkommnisse in den Relegationsspielen gegen Jahn Regensburg) – auf ihre Fans verzichten. Doch einige Fans ließen sich die Unterstützung nicht nehmen und positionierten sich vor dem GWS und jubelten den Löwen vor den geschlossenen Stadiontoren zu.

U21 TSV 1860 gegen TSV Landsberg
U21 TSV 1860 gegen TSV Landsberg. 1:1 durch Ugur Türk.

Die U21-Löwen feierten beim TSV Landsberg ihren 1. Sieg im 4. Spiel. Mohamad Awata erzielte vor knapp 1.000 Zuschauern die frühe Führung für die Weiß-Blauen und die Profis zogen durch einen 4:0-Sieg über den VfR Neuburg in die 2. Runde des bayerischen Toto-Pokals ein.

Der TSV 1860 München verstärkt sein Regionalliga-Team. Die ehemaligen Löwen Phillipp Steinhart und Markus Ziereis unterschrieben den Vertrag.

„Der Himmel ist das Limit für 1860“, meinte Gerhard May Anfang August in der SZ. Diesmal sprach er über ein eigenes Löwen-Stadion, 2 weitere Investoren und seinen Wunsch, Hasan Ismaik ein Konzept bzw. Angebot persönlich zu unterbreiten.

DFB-Pokal - TSV 1860 vs. FC Ingolstadt
DFB-Pokal – TSV 1860 vs. FC Ingolstadt – Choreo Löwen-Ultras

Das Abenteuer DFB-Pokal war für die Löwen nach dem 1:2 gegen den FC Ingolstadt 04 beendet. Die Führung der Schanzer durch Dario Lezcano konnte Kapitän Felix Weber ausgleichen. Durch einen umstrittenen Elfmeter, den der eingewechselte Stefan Kutschke sicher verwandelte, zog der Zweitligist am Ende glücklich in die 2. Runde ein. Nun galt es, sich auf die Regionalliga und auf den Toto-Pokal zu konzentrieren.

Die U18-Löwen blieben beim Turnier im chinesischen Qingdao auch im Finale ungeschlagen und sicherten sich den Pokal.

Die Profis zogen souverän mit einem 7:0-Sieg beim TSV Dorfen ins Achtelfinale des bayerischen Toto-Pokals ein. Sascha Mölders gelang vor der Pause der einzige Treffer. Nach Wiederanpfiff erhöhte der 32-jährige Mölders auf 2:0, Nico Karger stellte auf 3:0. Markus Ziereis gelang innerhalb von 60 Sekunden ebenfalls ein Doppelpack. Nicolas Andermatt machte per Foulelfmeter das halbe Dutzend voll. Den Schlusspunkt setzte Felix Bachschmid.

Löwe Christian Köppel hat die Wahl zum „Bayern-Treffer“ des Monats Juli 2017 gewonnen. Das Tor, das der Linksverteidiger erzielte, war der erste Regionalliga-Treffer der Saison 2017/18. In der ausverkauften Memminger Arena hatte Timo Gebhart nach schnellem Umschaltspiel auf den links gestarteten Köppel gepasst. Der sah, dass Torhüter Martin Gruber weit vor seinem Tor stand, hob aus 26 Metern den Ball über den Keeper zum 1:0 ins FCM-Netz.

TSV 1860 gg. FV Illertissen
Löwen lassen sich von Fans feiern

Unvergesslich war das Spiel gegen Illertissen vor der heimischen Kulisse. Die Löwen gewannen 5:0 und die Fans feierten sich selber mit lauten Gesängen und Laolas. Ausverkauftes Stadion war die Regel. Der Löwe war da, wo er hingehörte. Ende August waren die Profis mit 23 geschossenen Toren auf Platz 1 und dominierten die Regionalliga. Der Fanseele tat das gut.

Kilian Jakob wechselte zum Bundesligisten FC Augsburg und Lino Tempelmann wechselte zum SC Freiburg. Der Torhüter Hendrik Bonmann kam dagegen zu den Löwen. Der 23-Jährige wechselte ein Jahr vorm Ende seines Vertrages ablösefrei bis 2020 von Borussia Dortmund zu den Löwen.

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Von der Seite „München ist Blau“ gibt es noch ein Video mit den emotionalsten Momenten des Jahres 2017