Du betrachtest gerade TSV 1860 München – was sind die Ziele von Gesellschafter Ismaik?Depositphotosc

TSV 1860 München – was sind die Ziele von Gesellschafter Ismaik?

  • Beitrags-Kommentare:83 Kommentare
  • Lesedauer:5 Min. Lesezeit

Ein Kommentar

Solarkollektoren auf den Dächern des zukünftigen Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße, dem Sechzger Stadion, das hätte doch was. Oder nicht? Ein Beitrag für die Umwelt und für alternative Energiequellen, die in der heutigen Zeit so wichtig sind. Das Auto soll ohnehin zuhause bleiben. Genutzt werden sollen die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Initiative „Sechzig im Sechzger“ startete gestern eine Radl-Aktion und die wurde recht gut genutzt. Am Giesinger Bräu genauso wie am Grünspitz reihten sich ordentlich Fahrräder nebeneinander. Umweltschutz ist wichtig und treibt die Menschen an. Losgelöst von der teilweise überladenen Klima-Debatte. Auf einem normalen vernünftigen Level. Ohne Walkampfgetöse oder überzogenem Aktionismus.

Umweltschutz ist einer von vielen Sehnsüchten, die mit dem Sechzger Stadion und dem TSV 1860 München befriedigt werden können. Da gibt es viel mehr. Soziales Engagement, soziale Gerechtigkeit, regionale Identifikation und Zusammengehörigkeit. Existenz- und Kulturbedürfnisse, die befriedigt werden wollen.

Genau diese Sehnsüchte könnte die bayerische Landeshauptstadt und der TSV 1860 München durchaus stillen. In Giesing. Regionalität, die überregional genutzt und geliebt wird. Ein bodenständiger Klub mit Werten und Moral. Der auf die eigene Jugend setzt. Der von einem regionalen Sponsoring profitiert und den Sport in seiner Gesamtheit fordert und fördert. Der Profifussball mit regionalem Bezug anbietet. Der sich auch mit den Großen messen möchte. Irgendwann vielleicht auch wieder mit dem großen ungebliebten roten Nachbarn aus der Seitenstraße. Aber eben nicht mit einem Sponsor, der in Katar sitzt und die Menschenrechte mit Füßen tritt. Mit einem Sponsor, dem man moderne Sklaverei vorwirft. Thematisiert wird das durchaus. Aber es ist eben der FC Bayern München. Da geht es um Luxusbedürfnisse. Und da drückt man gerne auch mal ein Auge zu, wenn jemand eine Uhr schmuggelt oder Steuern hinterzieht.

An den Sechzgern liebt man gerade das Bodenständige. Die Menschen wollen mitbestimmen. Wollen nicht nur Teil sein, sondern das Gefühl haben, dass sie etwas bewegen können. Sei es durch Stimmrecht oder durch aktives Handeln. Nicht jeder trägt diese Interessen. Manch einer will ganz schnell wieder nach oben. Möchte Champions League und Spitzenspiele vor 50.000 Zuschauern. Der Verein ist gespalten. Der TSV 1860 München hat deshalb ein „Vereinen statt spalten“ ausgerufen. So richtig funktionieren scheint das nicht.

Hasan Ismaik müsste genau in dieses Horn blasen. Er selbst kommt laut eigenen Aussagen aus einfachen Verhältnissen. Aktuell ist es unwahrscheinlich, dass sich die Wogen glätten und sich alle in den Arm fallen. Aber Ismaik tut sich keinen Gefallen, wenn er Interviews gibt in denen er sich von einem Diener Tee servieren lässt, statt von einem Angestellten. Der einst einen Löwenzoo forderte und auch jetzt wieder von neuen Stadionplänen spricht. Der sich mit der Stadt anlegt, die Vereinsführung der Löwen als Rassisten beschimpft und die Ultras des FC Bayern positiv erwähnt, weil sie nicht gegen ihre Geldgeber protestieren und sie brüskieren. Auch Menschen mit Geld können Sechzig leben und lieben. Im Stadion und auch außerhalb. Aber eben nicht in einer überzogenen Dekadenz. Ismaik möchte einer von den Fans sein. Früher hat er Erfolg versprochen. Das tut er nicht mehr. Stattdessen schürt er Ängste. Existenzängste. Mit der aktuellen Führung verliert ihr alles. Das ist die immer wiederkehrende Botschaft. „Mit diesem Konsolidierungskurs kann man keine bessere Qualität anbieten.“, so seine Worte. Er spricht nicht darüber, was unter ihm besser laufen könnte. Sondern stets davon was falsch läuft. Er präsentiert kein Konzept, sondern greift immer und immer wieder verbal die aktuelle Führung an. Stellt sie in Mißkredit. Bezeichnet Funktionäre gar als Rassisten. Brüskiert den Hauptsponsor. Im Übrigen hat auch Stimoniaris kein Konzept geliefert. Auch er hat als potentieller 1860-Präsident mehr Ängste geschürt, als Ideen präsentiert.

Ismaik schweigt über dass, was seine Absichten sind. Auch in der Stadionfrage liefert er kein Ergebnis. Stattdessen versucht er aktuelle Pläne zu blockieren und zu bekämpfen. Das kam in diesem Jahr häufiger vor. Eine Blockadepolitik. Was jedoch sind seine eigentlichen Pläne? „Lasst uns den Verein wieder groß machen“, ist eine Botschaft, aber keine wirtschaftliche Zielsetzung. Im Interview mit der Abendzeitung verspricht er die Finanzierung eines Stürmers. Ganz spontan. Als wäre die Idee gerade im Gespräch geboren. Die Taktik ist klar: ohne mich läuft gar nichts. Und auch die weitere Botschaft ist klar: ihr würdet noch viel mehr bekommen, wenn die richtigen Leute als Gegenpart im e.V. sitzen. Stimoniaris zum Beispiel, um den es ruhig geworden ist.

Hasan Ismaik scheint ein klares Ziel zu haben: den Fall von 50+1. Vermutlich hat er darauf gehofft, dass einige Investoren in Deutschland klagen. Er selbst kann dies nicht ohne den Verein. Und das ist seine große Problematik. Er muss die Führung des TSV München von 1860 e.V. stürzen. Damit ein Präsidium und ein Verwaltungsrat gewählt werden, die seine Klage gegen 50+1 mittragen. Mit Stimonaris ist man gescheitert. Wäre der Präsident geworden, wäre am nächsten Tag die Klage formuliert gewesen. Hat nicht funktioniert. Eine Wahl steht aktuell nicht aus. Also versucht man immer und immer wieder die e.V.-Führung schlechtzureden. Da scheint jedes Mittel recht. Auch die aktuelle Führung zum Beispiel als Rassisten zu bezeichnen.

Unser Partner

weidl logo

Weidl Rolladenbau GmbH

Herstellung von Rollladenkästen, Insekten-Schutz-Systemen, Dämmzargen-Systemen, Montage und Vertrieb von Rollläden, Markisen, Terrassendächer, elektr. Steuerungen, Raffstore, Rollos, Flächenvorhänge, Plissee, Dämmstoff Zuschnitte und Dämmstoff Veredelung. Beratung vor Ort, erfahrene Mitarbeiter, individuelle Fertigung.
Homepage / Instagram-Seite / Unternehmer für Sechzig
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
83 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Unsere Empfehlung

81rvh0mneol. sy522 57, 58, 59, Sechzig!

Die Fußballabteilung des TSV 1860 München feierte im Jahr 2024 das 125. Jubiläum ihrer Gründung. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten haben die Autoren Claus Melchior und Thomas Bohlender – Mitglieder der Fußballabteilung und der Abteilung Vereinsgeschichte des TSV 1860 – Anekdoten, Bilder und Erinnerungen aus der langen Historie der Löwen-Fußballer ausgegraben. Auf 256 üppig bebilderten Seiten nehmen sie die Leser mit auf eine Reise durch die eine Geschichte, die schon immer ein Auf und Ab der Emotionen war.

Erhältlich bei Amazon sowie im Buchhandel.