Seit Donnerstagabend, nach der Veröffentlichung des großen Interviews mit dem Unternehmer Gerhard Mey in der Süddeutschen Zeitung, bei dem es über sein Treffen mit dem Investor Hasan Ismaik und dem möglichen Anteilsverkauf ging sowie dem Dementi auf Facebook von Ismaik selbst, reißen die Diskussionen und Debatten in der Löwen-Fangemeinde nicht ab.

Nun veröffentlicht das Präsidium vom TSV 1860 München e.V auf der Vereins-Homepage eine Mitteilung und äußert sich zu dem Thema wie folgt:

  • Verhandlungen zwischen unserem Gesellschafter und möglichen Kaufinteressenten für seine Unternehmensanteile kommentiert das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. prinzipiell nicht öffentlich.
  • Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. begrüßt grundsätzlich Veränderungen in der Gesellschafterstruktur, wenn diese dazu dienen, die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA wirtschaftlich zukunftsfähig zu machen und den bestmöglichen sportlichen Erfolg zu garantieren.
  • Überrascht nehmen wir als Gesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zur Kenntnis, dass unser Mitgesellschafter laut einer von ihm veröffentlichten Meldung in den sozialen Medien „seit Monaten mit einer herausragenden Münchner Persönlichkeit in sehr guten Gesprächen“ sei und „demnächst Vollzug melde“ sowie „mit dieser Person einen Neuanfang zum Wohle des TSV 1860 starten wolle”. Von etwaigen Verhandlungen – mit wem auch immer – haben wir keine Kenntnis.

Dass der Verein nun dazu Stellung nimmt ist zu begrüßen und richtig, doch insbesondere der letzte Punkt wirft sehr viele Fragen auf und spiegelt auch das Verhältnis zwischen den Gesellschaftern wieder, bei dem nach wie vor eine mangelnde Kommunikation und Misstrauen untereinander herrscht.

In unseren Berichten Hasan Ismaik bereit zum Verkauf? und Gerhard Mey: Modell mit Ismaik wird es nicht geben sowie Das Dementi von Hasan Ismaik: Ist es echt? haben wir ausführlich über das Treffen vom Unternehmer Gerhard Mey und dem aktuellen 1860-Investor Hasan Ismaik berichtet und auch diskutiert.

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Brandl Tom
Leser

Es ist offensichtlich, dass es keine „herausragende Münchner Persönlichkeit“ gibt, die mit Ismaik in Kontakt steht. Genau so offensichtlich, dass nie von Ismaik eine Absicht bestand in Riem ein Stadion mit integrierten Löwenzoo zu bauen. Oder dass Mey ihm Webasto quasi auf dem Silbertablett präsentieren wollte oder dass Ismaik eine deutsche Großmutter hat. Ismaik lügt. Man muss es so hart aussprechen. Er schmeißt mit Dreck um sich, um die Glaubwürdigkeit Meys zu erschüttern, weil dieser ihn als völlig ahnungslos in der Süddeutschen Zeitung beschrieben hat.
Erst ist Ismaik 1860 München auf dem Leim gegangen und dann wir alle ihm. Das genaue Gegenteil von einer win-win-situation.

Sebastian Waltl
Redakteur

Ich finde diese Stellungnahme sehr gut. Es wird sehr sachlich gesagt, dass man über einen Verkauf nicht traurig wäre. Und mit dem letzten Absatz lässt man Ismaik ein Stück weit auflaufen.