Im April bekommt die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA vom DFB eine Antwort im Hinblick auf die Erfüllung der Lizenzauflagen der 3. Liga. Laut 1860-Geschäftsführer Michael Scharold wurden die Unterlagen form- und fristgerecht eingereicht. Natürlich sind das lediglich formale Schritte, für den Aufstieg ist die Mannschaft vor allem sportlich gefragt. Es gilt, die Tabellenführung zu verteidigen und dann die Relegation zu meistern.

KGaA darf keine weiteren Schulden machen

Laut Bild-Zeitung ist schon jetzt bekannt, dass die KGaA aufgrund des aktuellen negativen Eigenkapitals im Jahr 2018 keine weiteren Schulden machen darf. Die Frage, ob man auf weitere Darlehen von Investor Hasan Ismaik setzen soll oder nicht, ist demzufolge beantwortet. Man darf keine Darlehen mehr aufnehmen. Um den immensen Schuldenberg nicht noch weiter zu erhöhen.

Quelle: Bild – Bei Aufstieg Schulden-Verbot!

Ob der Investor überhaupt bereit wäre, weiter zu investieren, ist ohnehin fragwürdig. In der nahen Vergangenheit zog er Geld eher zurück. Zwar stundete der Jordanier bisher fällige Darlehen und bewahrte die KGaA, in der er Mitgesellschafter ist, vor der Insolvenz. Die Millionen-Ablöse für Top-Talent Felix Uduokhai, die der Profimannschaft in der Regionalliga sicherlich gut getan hätte, zog Investor Ismaik ein. Sie kam also nie bei der KGaA an und stand demzufolge auch nie zur Verfügung. Viele Fans waren damals froh, dass der Verein wenigstens die hohe Ablösesumme für Uduokhai bekam. Gestopft wurde damit jedoch nur ein Schuldenloch.

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Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

“Die Millionen-Ablöse für Top-Talent Felix Uduokhai, die der Profimannschaft in der Regionalliga sicherlich gut getan hätte, zog Investor Ismaik ein. Sie kam also nie bei der KGaA an und stand demzufolge auch nie zur Verfügung.”

Gibt es dafür eine Quelle ArikSteen ?

HHeinz
Leser

Das mit dem Schulden machen konnte man schon 2. Liga Zeiten prima umgehen. Man muss anscheinend nur mehr Altschulden in Genussscheine wandeln als man neu aufnimmt.
Beispiel: Man wandelt 10 Mio. Altdarlehen in Genussscheine und nimmt 9 Mio. frische Darlehen bei Herrn Ismaik auf. Die Darlehen haben damit um 1 Mio. abgenommen aber Herr Ismaik hat trotzdem neue Forderungen gegen die KGaA in Höhe von 10 Mio. Euro.

Genussscheine hört sich zwar besser an aber letztendlich sind auch das Gelder welche Herr Ismaik irgendwann zurück haben möchte.

Tami Tes
Redakteur

Hmmm. Irgendwie gefällt mir das nicht.
Klar – die Schulden sollen ja auch zurückgezahlt werden, ABER letzte Saison durfte Hasan Ismaik schalten und walten, wie er wollte. Wir wissen alle, wie viele Spieler, Trainer und anderes Personal 2016/17 nach seinem Wunsch zum 1860 geholt wurden und teilweise auch zu welchen Ablösesummen oder Gehälter. Wenn man dann (in der prekären Lage) die Udoukhai-Ablöse einkassiert, hat es für mich einen bitteren Nachgeschmack.
Was heißt eigentlich „sie kam also nie bei der KGaA an“? Kann denn so einfach die Kohle einkassiert werden? Es muss doch durch die Bücher durch und dann z.B. als Sondertilgung ausgezahlt werden, oder nicht?
Wie dem auch sei … dann gehe ich davon aus, dass bereits andere Einnahmen auch schon zurück an den Investor gingen, wie z.B. Ablöse für Waigl o.ä. Vielleicht schulden wir ja dem Investor weniger, als wir denken 😉

LNHRT
Leser

Das wird interessant. Wenn Spieler verkauft werden, wird der Erlös wohl weiterhin nur zum Tilgen verwendet werden. Ich hoffe, dass genug Kohle vorhanden ist, um im Falle eines Aufstiegs auch höhere Gehälter zahlen zu können. Ansonsten wird’s schnell eng werden. Grundsätzlich bin ich schon für einen sehr strengen Sparkurs. Aber ohne erzielte Verkaufserlöse nutzen zu können ist das schon ein Problem.

Stepanek
Leser

In den nächsten Jahren ist das auch der einzige Weg, keine neuen Schulden!

Diesem wirtschaftlichen Ziel muss sich ggfs. alles andere unterordnen. Aber wie man aktuell sieht ist es auch so möglich eine sportlich erfolgreiche Mannschaft und das Team dahinter zu finanzieren. Vielleicht gelingt es ja auch immer mehr regionale Unternehmen von der positiven Wirkung eines Sponsorings bei den Löwen zu überzeugen.

Und “gemeinsam erreichen wir mehr” !