„Der TSV 1860 München ist die mediale Schlachtsau des Boulevards“

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Die Abendzeitung benotet Funktionäre und Amtsträger des TSV 1860 München. Schulnoten für die „Löwen-Bosse“. Ein seltsam anmutender Vergleich, den man durchaus hinterfragen muss. Denn ein Vergleich zwischen sportlicher Leitung und Geschäftsführung ist schwer möglich. Zu unterschiedlich sind die Aufgabenbereiche und auch die mediale Wirkung in der Öffentlichkeit. Parallelen in den Tätigkeitsfeldern gibt es so gut wie nicht.

Und auch ein Vergleich zwischen den Angestellten der KGaA und gewählten ehrenamtlichen Amtsträgern oder auch dem Gesellschafter ist im Endeffekt absurd. Robert Reisinger als Präsident des TSV München von 1860 und Hasan Ismaik als Gesellschafter in Form von HAM International sind wohl kaum mit der operativen Ebene, der Geschäftsführung, vergleichbar. In der Auflistung der „Löwen-Bosse“ fehlt zudem Saki Stimoniaris, der medial sehr intensiv aufgetreten ist.

Der TSV 1860 München fährt in einem unruhigen Gewässer. Vor allem mediale Wellen schlagen mit brachialer Gewalt gegen die Schiffswand. In der Hoffnung, irgendwo ein Leck zu finden. Nicht um die Löwen zum Kentern zu bringen. Dafür sind die Sechzger medial viel zu wertvoll. Es geht darum, Schwachstellen zu finden und diese auszuschlachten. Die Benotung von Funktionären passt da sehr gut hinein.

Note 5 bekommt der ehrenamtlich agierende Präsident des TSV München von 1860 von der Abendzeitung. Die Boulevard-Presse erkennt zwar Vorschläge, wie zum Beispiel die Rückgliederung des Nachwuchsleistungszentrums in den Verein, als positiv an. Sieht sie jedoch mit Kritik und Nadelstichen versehen. Wo diese zu finden sind, lässt die Abendzeitung offen.

Der TSV 1860 München ist die mediale Schlachtsau des Boulevards. Täglich treibt man sie durch München und jeder möchte ein Stück ab. Robert Reisinger wirft man mangelnde mediale Darstellung vor. Dabei greift der Präsident eigentlich nur auf einen Grundsatz zurück, auf den man sich am 11. Juli 2017 geeinigt hatte – zwischen dem Präsidium des TSV München von 1860 e.V. und den Vertretern von HAM International. Es sei erkennbar geworden, dass es wichtig sei, mit und nicht in den Medien übereinander zu sprechen, um Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.

Lange Zeit schien man sich diesem Grundsatz tatsächlich verpflichtet, bis schließlich Saki Stimoniaris zum Ende der Regionalliga-Saison mit Versprechen kam. Man wolle alle Wünsche von Daniel Bierofka in vollem Umfang erfüllen. Die Ankündigung kam, bevor man intern hierfür eine Lösung erörtert hatte. Und prompt bot man dem Präsidium ein neues Darlehen an. Nachdem man bei den Fans eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut hatte. Das Präsidium lehnte verständlicherweise ab. Weitere Darlehen waren in dem von Markus Fauser begonnenen Konsolidierungskurs nicht vorgesehen. Dafür akzeptierte man jedoch einen Kompromiss: Genussscheine in Höhe von 2 Millionen – festgelegt auf 2 Jahre.

Vor drei Wochen hatte Saki Stimoniaris betont, dass alle Jobs sicher seien. „Keiner muss sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen. Jeder Spieler, mit dem Daniel Bierofka plant und der sich mit unserem Verein identifiziert und loyal verhält, wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle beim TSV 1860 spielen“. Man sei dabei, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Ein mediales Auftreten, das ein großes Fragezeichen hinterlässt. Wirklich nachfragen tut keiner. Stattdessen gibt es Noten für die „Löwen-Bosse“.

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