Sechzig in Jena: Guad, dass um nix mehr ganga is

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Gut, dass die Mannschaft bereits am vergangenen Wochenende den Ligaverbleib gesichert hatte. Wie befürchtet, war heute in der Fremde nichts zu holen. Die abstiegsgefährdeten Thüringer zeigten von Anfang an, wer der Herr im Haus ist. Am Ende verloren die Münchner Löwen im mit 10.600 Zuschauern restlos ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld mit 4:0 (2:0). Völlig verdient, da die Thüringer über 90 Minuten hinweg die Partie im Griff hatten. Das Spiel der Löwen war von unerklärlichen Fehlern und haarsträubenden Fehlpässen geprägt.

Sechzig harmlos, Jena effektiv

Die Thüringer gingen sofort in die Offensive und durch das Eigentor von Christian Böhnlein in der 9. Minute in Führung. Florian Brügmann flankte den Ball ins Zentrum, wonach Böhnlein die Kugel nach dem Klärungsversuch ins Tor zur 1:0-Führung köpfte. Die Heimmannschaft war weiterhin in der Vorwärtsbewegung und belohnte sich in der Siebzehnten. Nach einem haarsträubenden Fehler von Marco Hiller, der den Ball beim Abschlag direkt in die Füße von Wolfram schiebt, erzielt Felix Brügmann am langen Pfosten ungehindert das 2:0.

Danach zog sich Jena zurück und überließ Sechzig das Feld. Für die Löwen, die mit dem Spielaufbau Probleme hatten, war meistens nach der Mittellinie Schluss. Jena hatte alles im Griff und die Löwen waren wohl froh, wenn sie in die Kabine durften.

Kleine Lebenszeichen brachten den Löwen keine Tore

Taktischer Wechsel in der Pause. Für Mittelfeldspieler Lacazette kam Owusu als zweiter Stürmer ins Spiel. Zuerst bot sich das gleiche Bild, bis es Steinhart in der 55. Minute mit einem Kunststück nach der Ecke versuchte, doch die Kugel nur übers Tor brachte. Die Löwen nun etwas besser in der Partie, mit kleinen Möglichkeiten. Und dann klingelte es im Tor, jedoch im Löwentor. Maximilian Wolfram schoss den Freistoß aus 20 Metern an der Mauer vorbei ins Eck, wo der Keeper hätte stehen müssen (66.). Auf der Tribüne waren wir noch am Kopfschütteln, als nahtlos das 4:0 fiel. Vom Anstoßpunkt weg nutzte Carl Zeiss Jena die nächste Unachtsamkeit der Löwen. Maximilian Wolfram zog von der rechten Seite aus spitzem Winkel ab und traf.

Ganz aufgeben wollten die Sechziger sich jedoch nicht. Owusu versuchte sich ein paar Mal durchzusetzen, auch Ziereis hatte seine Chance, doch ohne Erfolg. In der 80. Minute dann eine starke Aktion von Christian Köppel. Er setzte sich auf seiner linken Seite gegen drei Gegenspieler energisch durch, scheiterte jedoch an Keeper Coppens. Eine Szene, als wollte Köppi sich mit einem letzten Tor von seinem Herzensverein verabschieden. Mit seiner heute fehlerlosen Leistung hat er seine Drittligatauglichkeit allemal bewiesen.

Unschöne Szenen von Jena-Fans

Köppis Verabschiedung nach dem Spiel war ihm, ebenso wie der Mannschaft, nicht mehr vergönnt. Mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme und die Fans der Thüringer stürmten das Feld. Doch anstatt die eigene Mannschaft für den Klassenerhalt zu feiern, hatten nicht wenige sogenannte Fans nichts besseres zu tun, als den Anhang von Sechzig vor deren Kurve mit obszönen Gesten zu provozieren. Keine schönen Szenen. Als Fan ist man da nur noch fassungslos. Das war unterste Schublade und hinterlässt einen äußerst faden Beigeschmack.

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