Interview mit dem langjährigen Fan und Mitglied Franz Hell

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Franz Hell, vielen Dank, dass Du dem Löwenmagazin Rede und Antwort stehst. Als was sollen wir Dich bezeichnen? Allesfahrer? Oder „Edel-Fan“?

Edel-Fan schon mal gar nicht. Das ist ein völliger Schmarrn und der Begriff passt einfach nicht. Ich weiß auch wie das kam. Die Bildzeitung hat vor 15 Jahren aus jedem Bundesliga-Verein einen möglichst repräsentativen Fan herausgesucht. Damals traf ich deren Reporter Thomas Nuggis in Südkorea und er schrieb, dass Edel-Fan Franz Hell und seine beiden langjährigen Freunde Fritz Fehling und Roman Wöll ihrem Verein sogar nach Südkorea folgen (Peace Cup 2003 / Anmerkung der Redaktion). Seitdem bekommen wir das nur schwer wieder raus. Ich sage den Journalisten auch immer wieder, sie sollen diesen komischen Begriff nicht verwenden. Wir sind Fans, aber definitiv keine Edel-Fans.

Also Allesfahrer?

Der Begriff Allesfahrer hat in gewisser Weise auch einen negativen Touch. Wobei es wahrscheinlich nur bei Sechzig so ist, dass du dich fast schon dafür entschuldigen musst, überall dabei zu sein. Aber er stimmt natürlich. Wir versuchen den Verein überall hin zu begleiten. Zu allen Spielen, zu allen Test-Spielen, zu den Trainingslagern. Wenn es uns irgendwie möglich ist, dann sind wir mit dabei.

Bleiben wir doch einfach bei Franz Hell, einem langjährigen Fan. Trotzdem möchte ich noch mal auf den Begriff Edel-Fan zurückkommen. Es gibt natürlich Fans, die da ein bestimmtes Bild haben. Du hast vorher von Fritz Fehling, Roman Wöll und Dir gesprochen. Was macht Ihr vor den Spielen? Man hat immer so ein Bild vom diskutierenden alten Herrn in der VIP-Alm. Wie laufen bei Euch Spieltage ab?

Früher hatte ich eine Business-Karte, das stimmt. Die hat auch rund 4.000 Euro pro Jahr gekostet. Aber in dieser Saison ist das anders. In die Alm gehen wir nicht. Ich gehe vor dem Spiel zum Griechen gegenüber. Dort trinken wir was, essen eine Kleinigkeit und dann gehen wir ins Stadion. Ich bin Fußballfan aus Leidenschaft. Mir geht es nicht um eine VIP-Lounge.

Du wirst in der Presse oft zitiert. Warum?

Weil man mich anspricht. Weil man mich anruft. Wenn man so viele Jahre den Verein begleitet, dann kennt man die Leute, auch die Reporter. Ich lehne es nicht ab zu antworten, wenn mich jemand von der Presse anspricht. Ich habe das bereits zu Wildmosers Zeiten gemacht und manchmal kramt man alte Zitate aus der Vergangenheit heraus. Das ist auch nicht gut. Das ist noch schlimmer.

Geben die immer alles genau so wieder, wie Du es meinst?

Ich unterstelle keinem Journalisten, dass er bewusst die Unwahrheit sagt, wenn es um meine Zitate geht. Aber manchmal wird einiges halt wirklich aus dem Zusammenhang gerissen. Ich werde seit 20, 30 Jahren von der Presse angesprochen. Einige kenne ich seit 40 Jahren. Manchmal kommt es sicherlich falsch rüber.

So wie in der ARD-Reportage „Nie wieder erste Liga?“?

Ich habe das damals im Löwenmagazin gelesen. Eure Kritik an der ARD und an der Einseitigkeit der Reportage. Da dachte ich mir dann, warum fragen sie mich nicht? Weil ich da auch nicht wirklich begeistert war.

Moment, unsere Kritik galt ja der ARD. Und die hat uns auch geantwortet.

Ja, das stimmt schon. Dennoch hätte ich mich gerne zu diesem unsäglichen Interview geäußert. Ich hätte Euch schon erklärt, dass das nicht wirklich in meinem Interesse war.

Dir hat die Berichterstattung also nicht gefallen?

Überhaupt nicht. Da wurde viel aus dem Zusammenhang gerissen. Wenn man jemand in die Pfanne hauen will, dann pickt man sich eben einige Punkte raus. Bei dieser Sendung ging es leider nur darum, Sechzig schlecht aussehen zu lassen. Das ist sehr schade. Natürlich habe ich die Punkte gesagt. Und ich habe natürlich auch Kritik geäußert. Aber die ARD hat in keiner Weise erwähnt, dass es mir trotzdem Spaß macht, im Grünwalder Stadion zu gewinnen.

Unsere Kritik war ja vor allem auch dahingehend, dass wir uns gewünscht hätten, es wäre nicht nur Franz Hell befragt worden.

Ich habe mich da nicht aufgedrängt. Meine Kontaktdaten hat die ARD vom Verein bekommen. Und ich habe eben zugesagt. Man muss auch dazu sagen, dass sich vom Verein niemand gegenüber der ARD äußern wollte.

Aber man hätte andere Fans befragen können.

Richtig und das wäre gut gewesen. Es ging der ARD, so sieht das für mich aus, wirklich nur darum, uns schlecht aussehen zu lassen. Und das ärgert mich im Nachhinein auch.

Du bist nun im Beirat der ARGE. Wie kam es dazu? Hat man Dich angesprochen?

Das ging von beiden Seiten aus. Ich habe den Vorstand angesprochen. Nach der Mitgliederversammlung war ich ziemlich enttäuscht. Erstens finde ich es schade, dass nicht einmal ein Sechstel der ARGE-Mitglieder auch Mitglieder im TSV sind. Das halte ich für nicht gut. Zweitens finde ich es auch traurig, dass von den 6.000 Mitgliedern der ARGE, die auch im e.V. Mitglied sind, nur ein paar Hundert zur Mitgliederversammlung kommen. Viele davon sind nach nur ein paar Stunden wieder gegangen. Das fand ich nicht in Ordnung, auch wenn man nicht vergessen darf, dass viele ARGE-Mitglieder eine weite An- und Rückreise hatten. Wenn man die Geschicke des Vereins mitgestalten kann, dann muss man das auch nutzen.

6.000 Fans sind also die Schnittmenge zwischen der ARGE und dem TSV?

Ich habe das mir hier sogar ausgedruckt. Ja, von 38.291 Mitgliedern der ARGE haben im Jahr 2015 insgesamt 4.594 Mitglieder eine Dauerkarte gehabt und 6.272 sind auch Mitglied im e.V.

Wobei 38.291 Mitglieder wohl sehr hochgegriffen sind, oder? Immerhin sind einige Fans in mehreren Fanclubs, oder wird das differenziert?

Das stimmt. Einige sind sicherlich Mitglieder in mehreren Fanclubs. Die exakte Mitgliederzahl der ARGE werden wir in Kürze noch genau eruieren.

Was ist Dein Ziel in der ARGE?

Meine Hauptaufgabe in der ARGE wird sich vor allem um die Frage drehen, wo der Weg überhaupt hinführen soll. Dabei interessiert vor allem das Nord-Süd-Gefälle. In den in der Vergangenheit von mir geführten Gesprächen stellte sich oft heraus, dass viele aus München und Umgebung sogar eher zum Grünwalder Stadion tendieren. Bei den ARGE-Mitgliedern hingegen, die von weiter herkommen, denke ich, geht die Tendenz meist eher zur Allianz-Arena oder zum Olympiastadion. Die kommen eben meist mit Bussen, da musst du mindestens 40 Karten besorgen, was aktuell eher schwierig ist. Auch die Parkplatzsituation ist in Giesing eher angespannt. Deshalb ist es wichtig, zu erfragen, was die Mehrheit der ARGE-Mitglieder präferiert. Viele Auswärtige sagen, dass sie keine Karten für die Heimspiele bekommen. Natürlich stimmt es, dass es vereinzelt vor dem Spiel noch Karten gibt. Aber du hast halt nicht die Möglichkeit für 40 oder 50 Leute von Haus aus etwas zu organisieren.

Es geht also auch um die Stadionfrage?

Das Grünwalder Stadion ist meiner Überzeugung nach für die 2. Bundesliga nicht umsetzbar. Das hat insbesondere auch baurechtliche Gründe. Und die Frage müssen wir uns schon stellen. Ich möchte wieder aufsteigen. Die 4. Liga ist für den Verein definitiv auf Dauer nicht gut.

Es ist ja durchaus richtig, dass die Stadionfrage eine Frage sein kann, die relevant für eine Fanorganisation ist. Aber mal Hand aufs Herz. Ist die ARGE dafür geeignet, zu eruieren, was die Fangemeinde möchte?

Das müsste eigentlich der Verein machen, das stimmt. Aber der hat bisher in dieser Hinsicht ja nichts unternommen. Meine Idee ist es deshalb, in einem 1. Schritt die Mitglieder der ARGE zu befragen. Ich möchte wissen, was die Basis denkt. Natürlich wäre es schön, wenn der Verein ergänzend hierzu alle Mitglieder fragen würde, wohin der Weg hingehen soll. Es ist wichtig herauszufinden, was die Löwengemeinde eigentlich will. Dabei sollten alle mit einbezogen werden, die Vereinsmitglieder, die organisierten Fans der ARGE und sonstiger Fanorganisationen, die Sponsoren und natürlich auch die Fans und Zuschauer, die nur zu den Spielen gehen wollen. Dabei gibt es natürlich Schnittstellen. Und daraus müsste man ein Gesamtbild machen. Ob es dann gelingen wird, alle unter einen Hut zu bringen, wird natürlich schwierig werden. Aber jede Weltreise beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt.

Ist die ARGE nicht zu politisch geworden? Wenn ich mir die Satzung anschaue, dort steht etwas von Beratung und Betreuung der Fanclubs, Unterstützung von Aktionen gegen Rowdytum, Diskriminierung, etc. Dann haben wir noch den Punkt, dass die ARGE den TSV München von 1860 e.V. zu jeder Zeit und in jeglicher der Sache dienlichen Form unterstützen soll. Die ARGE hat jedoch bei der Mitgliederversammlung klar Position bezogen. Und zwar für den Gesellschafter Hasan Ismaik.

Es ist nun mal so, dass viele den derzeitigen Kurs des Präsidiums nicht mittragen wollen. Hätten wir nach der Amtszeit von Wildmoser, die sportlich die erfolgreichste der letzten 50 Jahre war, Leute mit unternehmerischem Geschick gehabt, dann sähe alles vielleicht ganz anders aus. Dann hätten wir einen Hasan Ismaik zur seinerzeitigen Vermeidung einer Insolvenz vielleicht nicht gebraucht, wobei ich und viele meiner Freunde, insbesondere auch bei der ARGE, der Auffassung sind, dass es im heutigen Fußballbusiness ohne Investor nicht mehr gehen wird, wenn man Erfolg haben will. Vereinsverantwortliche mit den jeweiligen Geschäftsführern der KGaA haben jahrelang durch den Verkauf der unzähligen Talente des Jugendnachwuchsleistungszentrums zu Schleuderpreisen jedes Jahr von 2004 bis 2011 gerade noch die Insolvenz vermeiden können. Ehemalige Jugendspieler von uns spielen seither in großen Vereinen in ganz Europa. Bei uns wird seit 1973 jedes Jahr ein neuer Drei-Jahres-Plan aufgestellt, der nach 3 oder 4 Monaten schon wieder umgeworfen wird. Ich habe schon vor der Mitgliederversammlung Robert Reisinger, den ich im Übrigen schon seit 40 Jahren kenne, ganz klar gesagt, dass ich ihn nicht wähle, weil ich den jetzt eingeschlagenen Kurs nicht mittragen will.

Wer ist denn schuld am Niedergang in die 4. Liga?

Ja, ich weiß. Viele sagen, dass einzig und allein der Investor daran schuld ist. Aus meiner persönlichen Sicht sind aber beide Seiten irgendwie dafür verantwortlich. Beide Gesellschafter haben hoch gepokert und beide haben im Grunde verloren. Die Verantwortlichen im e.V. haben wohl geglaubt, Ismaik würde aufgeben und seine Anteile verkaufen, nachdem man in die 4. Liga absteigen würde und Ismaik dachte, er habe nach dem Abstieg das alleinige Sagen. Deshalb hat sich dann letztlich keine Seite wirklich gegen den Abstieg gewehrt. Aber selbstverständlich ist dies nur meine persönliche Meinung, die ich mir aber aus diversen Gesprächen mit den Protagonisten vor und nach dem schwarzen Freitag, an dem der Zwangsabstieg besiegelt wurde, gebildet habe.

Jetzt sind wir in der 4. Liga. Und einige Fans sind mit dem aktuellen IST-Zustand durchaus glücklich …

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Mehrzahl der Münchner Anhänger durchaus zufrieden mit der aktuellen Entwicklung und der Stadionwahl ist. Zumindest die, die Karten für die Spiele ergattern konnten. Ich habe ja auch Kontakt mit vielen Fans, die die Gesamtsituation bei uns sehr positiv sehen. Mit dem Christian Poschet war ich jahrelang im Wahlausschuss und habe vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet. Er vertritt in vielen Punkten eine andere Meinung und das ist für mich so auch akzeptabel. Es sollte jede Stimme gehört werden. Ich selbst sehe aber keinen Grund zum Feiern, das sage ich Dir ganz ehrlich. Ich habe die 4. Liga bis zum heutigen Tag nicht angenommen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht hinter dem Trainer und dem Team stehe und mir nicht alle Spiele ansehe. Das ist für mich ligaunabhängig.

Die ARGE wirkt deutlich angestaubt. Ist sie denn noch zeitgemäß?

Wir werden uns sicherlich in dem Kreis zusammensetzen. Sicher müssen sich einige Dinge ändern, das wissen wir schon. Aber dafür müssen wir erst einmal klar sein, wohin der Weg führen soll. Deshalb ist es wichtig, Grundlagenforschung zu betreiben. Unser Ziel sollte auch sein, jüngere Leute reinzubringen. Aber die ARGE hat genau das gleiche Problem wie auch der e.V. Es ist schwierig junge Leute zu finden, die ihre Freizeit opfern und nachher im Grunde nur Anfeindungen zurückbekommen.

Einer der Hauptprobleme ist doch, dass die ARGE eine recht isolierte eigene Vereinspolitik betreibt. Willst Du das ändern? Bei den “Unternehmern für Sechzig” muss zum Beispiel jedes Mitglied auch im TSV München von 1860 e.V. Mitglied sein.

Eines meiner Ziele ist es natürlich auch, möglichst viele ARGE-Mitglieder als Vereinsmitglieder des TSV zu gewinnen. Das halte ich für wichtig. Aber ich bin nicht der Heilsbringer. Die ARGE muss sich von innen heraus reformieren.

Man betitelte Dich als neuer „Brückenbauer“. Siehst Du das ähnlich?

Nein, der Begriff gefällt mir überhaupt nicht. Ist halt eine Schlagzeile, obwohl ich den Begriff in einem Interview schon mal so gesagt habe. Aber der Graben zwischen den Fans ist leider sehr groß. Ich habe vor 20 Jahren schon zu Wildmoser gesagt, dass Sechzig einen Graben in der Mitte hat. In der Zwischenzeit ist das nicht nur ein Graben, sondern schon ein Mariannengraben. Die Kluft ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Früher ging es nur darum, ob man aus dem Grünwalder Stadion auszieht oder ob ein Weiterspielen dort überhaupt machbar ist. Heute gibt es gegenseitige Anfeindungen, die äußerst übel sind.

Was es schwierig macht, zukünftig Funktionäre zu gewinnen.

Funktionäre bei 60 werden schon seit jeher von allen Seiten angefeindet. Das ist nicht schön. Ein Ehrenamt sollte auch geehrt werden. Der Vereinspräsident hat meine Zustimmung, als er in einem Interview bemerkte, man solle auf ihn zukommen, wenn man etwas auszusetzen hat und nicht anonym im Internet ständig seinen Senf abgeben. Da hat er vollkommen recht. Was auf manchen Plattformen abgeht, das ist absolut unter der Gürtellinie. Ich schätze Hans Sitzberger zum Beispiel als Menschen sehr. Er wird beschimpft bis ins geht nicht mehr. Das geht gar nicht. Er ist ein Sechzger mit Leib und Seele, auch wenn ich in vielen Punkten nicht seiner Meinung bin. Ob ein Sitz im Präsidium für ihn das Richtige ist, muss er selbst bzw. seine Wähler entscheiden. Ähnliches gilt für den Präsidenten. Meiner Meinung nach braucht der e.V. eine starke Persönlichkeit. Ich sehe allerdings im Verein derzeit auch sonst niemanden, der diese Voraussetzungen erfüllen könnte. Meiner Meinung nach plätschert bei uns alles so vor sich hin, zumindest schaut es nach außen hin so aus. Ein klares Konzept kann zumindest ich nicht erkennen. Vielleicht liegt dies aber auch nur daran, dass die Öffentlichkeit derzeit nur mäßig bis gar nicht informiert wird, was in der Zukunft geplant wird. 60 ging es immer dann gut, wenn jemand da war, der klare Ziele vorgegeben hat. Wildmoser hat einfach den Ton angegeben. Ich kann aber auch durchaus verstehen, dass sich viele vor allem junge Fans schwer mit ihm getan haben. Und auch ich habe gegen Ende seiner Amtszeit kaum mehr mit ihm geredet. Wir haben uns erst Jahre nach seinem unrühmlichen Abtritt kurz vor seinem Tod wieder ausgesprochen. Sechzig braucht wieder einen starken Mann, der den Weg vorgibt. Das müssen nicht Ismaik oder Reisinger sein, sondern es kann auch ein Verantwortlicher in der KGaA sein, wie es in den letzten Monaten Herr Fauser war. Die Einstellung dieser Führungspersönlichkeit sollte meiner Meinung nach aber von beiden Gesellschaftern der KGaA mitgetragen werden. Uneinigkeit bei Entscheidungen führt nie zu einem gewünschten Ergebnis. Das haben die letzten Jahre deutlich gezeigt.

Den Kurs des e.V. stellst Du also in Zweifel?

Robert Reisinger hat ganz klar gesagt, dass es keine weiteren Darlehen mehr geben wird. Das halte ich für den falschen Weg. Wohin soll es denn führen? Wir können aufsteigen, okay. Aber in der 3. Liga benötigen wir Geld, um dort zu existieren. Wir brauchen dort eine vernünftige Mannschaft. Das ist ohne neuem Geld nicht möglich.

Was meinst Du damit? Hand aufs Herz, weitere Darlehen von Investor Hasan Ismaik, oder wie soll ich das verstehen?

Zum Beispiel. Oder von irgendjemand anderem. Du musst mit Geld arbeiten. Das Kapital kann nur von einem Investor kommen. Ich bin absolut glücklich, dass wir in der Vorrunde eine Mannschaft hatten, die unter günstigen Konditionen es geschafft hat, sich so zu platzieren. Wobei wir, und so ehrlich müssen wir sein, uns gegen andere Profi-Mannschaften schwer getan haben. Die ganzen zweiten Mannschaften von Ingolstadt, Fürth, Nürnberg, Augsburg, das war nicht so einfach. Also muss man investieren. Du weißt selbst, in der Relegation ein blödes Elfmeter-Tor, dann war es das vielleicht. Und dann? 3 oder 4 Jahre Regionalliga, das halten wir nicht durch. Dann kippt die Stimmung. Man muss in die Zukunft investieren. Und dazu fehlt mir der Plan.

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Schönes Interwiew. Respekt vor Franz Hell “Allesfahrer”. Seine Sache. Seine Meinung. Muss ich ja nicht teilen. Aber respektieren. So viele Kommentare dazu. Und so viele Meinungen. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Auch ich habe sie nicht gepachtet. Ich verstehe aber diese Diskussion nicht. Pro e.V.; pro Investor. Was soll dass? Es geht um Sechzig. Es geht um einen, für mich und viele anderen, um den Fußballverein. Ja um einen Fußballverein. Und wenn wir es ganz genau nehmen, besteht dieser Verein aus weit mehr als nur Fußball. Schön, dass uns Herr Ismaik in einer großen, leider selbst verschuldeten, Not geholfen hat. Aber wie bescheuert ist das zwischen zwei Lagern zu unterscheiden?! Sechzig, das ist der TSV München von 1860 e.V. . Nichts anderes. Einmal Löwe immer Löwe. Aktuell in Liga 4. Wenn jemand nur Profifußball will, und dass sofort, es gibt genügend Alternativen.
Und was bitteschön ist die ARGE? Über 30.000 Fanclubmitglieder aber nur 6.000 tatsächlich Mitglieder im e.V. Alles gut, kein Problem. Wenn das so gewollt ist. Aber dann bitte auch die Klappe halten, wenn es um Vereinspolitik geht. Bitte nicht falsch Verstehen, ich bin auch nur einer von denen, der mit Herzblut Sechzig ist, ohne groß Internas zu kennen. Ihr habt mir da sicherlich alle etwas voraus, aber dieses Lagerdenken geht mir so was von auf den Kecks. Manchmal denke ich, glaubt hier jeder sein eigenes Sechzig erschaffen zu können,weil es die Vereinsoberen so gar nicht können. Wir sind nun mal vierte Liga. Aber die Jungs machen es richtig gut auf dem Platz. Und von Vereinseite sagt keiner, dass wir dort angekommen sind, wo wir hingehören. Wir wollen alle nach oben. Aber bitteschön in darstellbaren Schritten und ohne nennenswerte weitere Verschuldung.
Wie gesagt, ich hab es auch nicht mit dem Löffel gefressen, und ihr seid alle wahrscheinlich mehr Sechzig als ich, von mir aus. Mich freut die aktuelle Entwicklung. Das wäre so, nach all dem was passiert ist, bei keinem anderen Verein der Welt möglich. Und dafür werden wir auch respektiert. Lieber in Liga vier respektiert, als in Liga zwei belächelt. Wir kommen wieder. Aber nur gemeinsam. Wir sind ein kultverdächtiger Verein und keine Fußballmannschaft deren Investoren gesponsorter Fußballtempel für alle auswertigen Nichtmitglieder vor der Stadt gut erreichbar ist.
Arik, im neuen Jahr wäre eine Art Stammtisch wirklich eine tolle Sache. Ich will die Waltls, Steens, Tamis, Sechzga, Sechzigiskult, etc. endlich mal kennenlernen.

Sebastian Waltl
Editor

Deiner Meinung stimme ich absolut zu. Wäre sehr schön, wenn mehr Leute so denken würden.

Zum Stammtisch: Hast du beim Testspiel gegen Leipzig Zeit? Zumindest ein paar von den genannten werden sich da so wie es aussieht in der Stehhalle treffen. Also ich weiß es zumindest von der Tami Tes , dem ArikSteen dem Sechzig_Ist_Kult und mir. Wenn du Zeit hast kannst du ja auch vorbei kommen. 😉

Tami Tes
Editor

Unser inoffizieller Stammtisch ist vor jedem Spiel im Giesinger Bräu. Da sind Arik und ich zumindest anzutreffen.
Aber da geht es dann auch “turbulent” zu, da ja noch sicher 200 und mehr Löwen vor Ort sind.

Wenn von den Lesern ein Stammtisch tatsächlich gewünscht ist, kann ich mich gerne um eine Orga kümmern. Es sind jedoch viele ausserhalb von München, so dass ich befürchte, dass wir kaum ein Treffen zusammenbekommen, wenn kein Spieltag ist. Bin für Vorschläge und Ideen offen 😉

HHeinz
Mitglied
HHeinz

Die Fragen fand ich prinzipiell in Ordnung. Auch bei kritischen Fragen muss man berücksichtigen dass es sich um ein Interview und nicht um ein Tribunal handelt. Da sollten sich am Ende beide Seiten wohl fühlen.

Die Standpunkte von Franz Hell sind schon deutlich herausgekommen. Manches finde ich erschreckend, manches als Meinung akzeptabel. Es wird aber auch mehr als deutlich dass auch Franz Hell keine Gräben zuschütten wird sondern er reißt sie geradezu auf.

Letztendlich sind viele Standpunkte auch unvereinbar aber das sollte man meiner Meinung nach auch nicht künstlich überhöhen. Dem Spieler auf dem Platz kann es doch erstmal egal sein was ein Fan über Investorenfußball denkt.

Dass der Verein sich nicht bewegen würde ist natürlich in meinen Augen ein komplettes Fehlurteil. Manches könnte schneller gehen, manches scheitert vermutlich auch an der Realität aber zwischen dem Sechzig von heute und dem vor einem Jahr liegen Welten.

bluwe
Mitglied
bluwe

Das ist seine Meinung, und die akzeptiere ich, auch wenn ich diese (Ausnahme Mitgliederakquise) definitiv nicht vertrete.

Ich hatte während der MV ein Gespräch mit ihm und dabei festgestellt, dass er noch in einer völlig anderen Welt schwebt. Auf die Frage warum er Robert Reisinger nicht wählt, kam keine fundierte Begründung und er konnte mir auch keine besser passende Alternative nennen. Das empfinde ich als, weiter wurschteln wie bisher und wieder einen NN als Präsidenten einspannen der den Laden hinten und vorne nicht kennt und den Verein noch weiter an die Wand fährt.

Auch was ein Franz Hell nicht schaffen wird und darf ist, dass die ARGE eine einheitliche Meinung bzgl. Vereinspolitik, Stadionsituation uvm. hat. Die Sechzigwelt ist viel zu heterogen und das ist mM auch gut so und sollte im demokratischen Verständnis auch so bleiben. Sechzig braucht keine derartige Parteienpolitik ala Wildmoser und Kandiatenlisten für VR usw.!

Finger weg von allem Franz Hell, so lange du die reale Situation nicht annimmst und akzeptierst, kann Sechzig nicht mehr gesunden.
Schau lieber dass sich auch die ARGE runderneuert und die Kräfte, mit neuen frischen Köpfen, für einen Neuanfang in der RLB und im Sechzgerstadion bündelt.

Anmerkung:
Auch der jetzige Präsident will in den Profifussball zurück, jedoch nicht auf Teufel komm raus und nicht ohne jegliches Fundament!

Sechzga
Mitglied
Sechzga

die Erklärung von Hell, warum es am schwarzen Freitag schief ging, ist für mich durchaus nachvollziehbar. Auch, dass ihn die traditionelle Anfeindung von Verantwortlichen bei 1860 aufstößt, empfinde ich als eine Aussage, die man ohne Wenn und Aber unterschreiben kann.

Ansonsten sind seine vereinspolitschen Meinungen für mich als Außenstehender ziemlicher Kokolores. (Starker Mann, Darlehen, Stadion etc)
Der Mann hat keinerlei Einsicht und Gefühl dafür, warum es zu dem fortlaufendem Desaster seit mehr als 10 Jahren gekommen ist, und will trotzdem mehr oder weniger so weitermachen. Manche lernen es wohl nie…
p.s. Ich bin kein Mitglied bei Arge oder Verein, aber trotzdem seit Jahrzehnten bei fast jedem Heimspiel dabei.

Sebastian Waltl
Editor

ArikSteen Ich kann ehrlich gesagt die Kritik der anderen nicht wirklich verstehen. Mag vielleicht sein, dass mancher andere Fragen gestellt hätte bzw. die Fragen anders formuliert hätte, aber ich finde die Fragen ziemlich gut.

Und dafür, dass Hell pro Ismaik ist, kann man niemandem, erst recht nicht dir, einen Vorwurf machen. Im Gegenteil, auch wenn ich seine Ansichten größtenteils nicht teile, es ist doch trotzdem gut, die Meinung beider Seiten zu hören.

Auch dafür, dass auf anderen Seiten ein Interview mit ähnlichen Inhalten erscheint, kann doch niemand etwas dafür. Du kannst ja nicht jedes Mal vor einem Artikel erst alle anderen fragen, was sie gerade machen. Solche inhaltlichen Überschneidungen lassen sich nicht vermeiden und ich persönlich hab damit auch überhaupt kein Problem.

An alle anderen: Lasst uns doch lieber über die Inhalte diskutieren, als nur über die Fragestellungen.

A.Stronaut
Mitglied
A.Stronaut

Ich finde das Interview auch gelungen.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Ich kann das teilweise schon verstehen.

Es ist wohl so und wird in Zukunft noch deutlicher sein, dass wenn man Kontent bekommen will man neutral interviewen muss bzw. Meinungen/Aussagen des Interviewpartners größtenteils unkommentiert stehen läßt.
Die Diskussionen entwickeln sich dann unter dem Artikel und erst dort wird Kritik von den Usern geübt.
Das kann man auf ähnlichen Start ups wie z.B. der Politikerinterviewreihe “jung und naiv” oder dem Podcast “Hotel Matze” beobachten.
Man läßt die Leute zu Wort kommen ohne groß anzuecken, fertig.
Das spricht sich rum und man bekommt hochwertige Interviewpartner an die man sonst nie rankommen würde.
Diese kommen gerne weil sie wissen, dort tritt man mir nicht auf den Schuh.

Bei etablierten Medien sieht das anders aus.
Es gibt dort sehr harte Interviews und teilweise sehr kritische Fragen.
Sie können es sich leisten.
Dort muss niemand ein Blatt vor den Mund nehmen weil man etabliert ist.

Das soll kein Kritik an Arik sein, im Gegenteil, ich verstehe es heute besser als noch gestern, wo ich zuerst enttäuscht war.
Aber es ist wahrscheinlich besser man bekommt interessante Leute als dass sich 10 Hanseln hier in ihrer eigenen Welt drehen.
Hoffe man ist in 5 Jahren so etabliert das man automatisch hochwertige Interviewpartner generiert und dann auch kritischer nachfragen kann.

Sebastian Waltl
Editor

Einerseits verstehe ich deine Meinung durchaus. Das Problem ist halt teilweise, dass wenn der Arik so kritisch nachgefragt hätte, wie er es vielleicht selbst sieht, dann wären wieder einige aus ihren Löchern gekrochen und hätten hier geschrieben, dass das Löwenmagazin dem e. V. nahe steht oder gar, wie auch schon behauptet wurde, vom e. V. kontrolliert wird.

Das ist gerade mit den bei uns vorherrschenden extrem unterschiedlichen Meinungen glaube ich ein sehr schmaler Grad, da Neutralität zu waren. Und bisher finde ich, dass genau das dem Löwenmagazin sehr gut gelingt.
Ich halte es auch für sehr wichtig, sich nicht auf eine Seite schlagen zu lassen. Wobei das momentan echt schwierig ist. Gerade deshalb finde ich Ariks Ansatz sehr gut, neutral zu berichten und die Bildung bestimmter Meinungen seinen Lesern zu überlassen.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Dito. 😉

Sebastian Waltl
Editor

Und wie wir sehen funktioniert das Löwenmagazin ja trotz neutraler Berichterstattung bzw. meiner Meinung nach gerade deswegen. 😉

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Eben. Wir kritisieren OG (für mich zurecht) sehr häufig dafür, dass er auf db24 überhart mit unseren e.V.-Verantwortlichen umgeht. Dann sollten wir quasi dasselbe allerdings auch nicht von Arik gegenüber dem Investoren-Lager fordern.

Arik macht das trotz erkennbarer Nähe zum e.V. Lager für mich hervorragend. Wie gesagt: Über die Inhalte können wir ja hier diskutieren. Nur mit gegenseitigem Respekt (v.a. auch ggü. Andersdenkenden) kann man die Situation unter uns Fans verbessern. Da helfen zu kritische Fragen an einen Fan (!) mit Sicherheit auch nicht weiter… Wie du sagst, der Grat ist schmal, wenn man neutral und fair (gegenüber allen Beteiligten) bleiben will. Vor allem bei Sechzig.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Naja, dass der Arik dem eV nahe steht weiss sogar meine Großmutter.
Und dass jetzt die Ismaik-Anhänger ihn und das Löwenmagazin anders sehen wegen der Interviews wage ich auch zu bezweifeln.

Denke das ist ein frommer Wunsch, es geht hier wohl eher um (zukünftigen) Content.

Sebastian Waltl
Editor

Das streite ich auch nicht ab, dass das bekannt ist. Aber ich finde, dass man es in seinen Artikeln erfreulich wenig merkt, was er persönlich denkt.
Und ich wage zu bezweifeln, dass er mit dem Interview erreichen will, dass jemand das Löwenmagazin anders sieht. 😉

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Eine gewisse Tendenz zur e.V.-Freundlichkeit erkennt man natürlich schon raus. Trotzdem ist Arik jederzeit sachlich, fair und respektvoll gegenüber Andersdenkenden. Da könnte sich manch einer eine Scheibe abschneiden. Die überzogene Kritik, die teils am LM geübt wird, kann ich nicht im Entferntesten teilen.

Wir sollten von Arik auch keine Dinge fordern, die wir beim anderen Lager dann kritisieren…

Tami Tes
Editor

Eines wird hier verkannt… wir mögen eher “e.V.-lastig” sein (ich bin es definitiv). Was wir uns zumindest auf die Fahne geschrieben haben, ist neutral zu bleiben (so weit es geht). Wir wollen nicht hetzen und auch niemanden unsere eigene Meinung aufzwingen. Wir gehen nämlich davon aus, dass jeder selbständig denken kann und sich seine eigene Meinung bilden kann. Abgesehen davon, wessen Meinung ist schon wirklich richtig?
Wir verdrehen keine Worte im Mund um, reißen nichts aus dem Zusammenhang. Das wird jeder Interviewpartner bis dato bestätigen können. Ob man das für andere sagen kann, kann ich nicht beurteilen. Ob Benny alles genauso gesagt hat in seinem Interview? Keine Ahnung.

Sollte unser Investor auch mal was Sinnvolles und Richtiges machen, werden wir das auch anerkennen. Auch investornahe Personen können hier zu Wort kommen, ohne sie zu zerreißen. Es gibt viele Meinungen und jede hat seine Berechtigung. Sie sind ja subjektiv.
Uns geht es um Sechzig. Wie euch auch!
Aber um Klickzahlen zu generieren, werden wir nie auf Hetze, Diffamierung oder Ähnliches zurückgreifen. Weil wir das bei anderen verurteilen.

Wir denken, dass dies der richtige Weg für uns und das Löwenmagazin ist.

Sebastian Waltl
Editor

Da stimme ich dir absolut zu. Meiner Meinung nach macht ihr das genau richtig, ich würde sogar sagen, dass sich manche andere Seite von euch in der Hinsicht einiges abschauen kann. Und ich muss sagen, dass man eure Haltung (zum Glück) in den Artikeln kaum merkt.

Zu manchen Themen lese ich mittlerweile gar nicht mehr alle Artikel. Bei manchen Autoren merkt man nach drei Zeilen, in welche Richtung es geht. Das ist leider auch bei der TZ oder Abendzeitung manchmal der Fall. Bei euch hingegen nicht.

Ich finde es sehr gut, dass ihr beide Seiten bei Sechzig kritisch hinterfragt. Und auch, dass ihr die anderen Medien hinterfragt, ist sehr gut. Zum Beispiel als die TZ die Kosten für das Gutachten zum Kooperationsvertrag in den Raum gestellt hat, da haben andere Medien die Zahl übernommen, teilweise ohne sie zu hinterfragen. Ihr hingegen habt diesen Artikel hinterfragt und damit die falschen Spekulationen zumindest verringert.

Ich könnte hier noch viele Beispiele aufzählen, aber ich glaube, man versteht schon, was ich meine. Ich kann nur für mich sprechen, vielleicht haben andere User andere Meinungen, aber bitte macht genau so weiter.

löwengraetscherR
Mitglied
löwengraetscherR

2 Sachen verstehe ich nicht:
– Man brauch Geld für Profifußball –> Das Geld muß/soll über Darlehen kommen? Wieso?
Wenn ich jedes Jahr mehr Schulden mache, dann kracht irgendwann alles zusammen. Im Privatbereich ist das so wie bei Unternehmen (sogar Staaten können sich nicht endlos verschulden). Wenn man das negiert, kann man sich auch gleich eine Traumwelt aus Kobolden und Elfen zusammen bauen.

– Wir/Hell/60 wollen zurück in den Profifußball, mind. Liga 2. Bei welchen Clubs kann man denn bitte einfach mal so 40-50 Karten kaufen? Bei unserem Nachbarm aus der seitenstraße schon mal nicht. Bei zig anderen auch nicht. Wir hatten jahrelang mit die niedrigste Auslastung eben weil wir über unsere Verhältnisse lebten. Im Oly war das auch so, aber damals noch eher üblich.

Wenn ich Verkäufer im Supermarkt bin, in einer Villa wohnen möchte, um 2-3 Mal im Jahr alle Freunde beherbergen zu können und mir das ganze von der Bank finanziere, dann mag das eine zeitlang gut gehen. Aber ist das ein tragfähiges Konzept?
Hell wird doch privat in solchen Fällen auch anders agieren…!? Wieso sollen denn normale Gesetze (übrigens hat die DFL auch Bedingungen für die Lizenzierung) für alle gelten nur für 60 nicht?
Ich verstehe das nicht aber vielleicht kann jemand, der schlauer ist als ich, mich hier aufklären.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Da muss man nicht schlauer sein sondern einfach nur Realitäten anerkennen.
Aber die Träumerei ist im Umfeld von 1860 jahrzehntelang gepflegt worden.

3und6zger
Mitglied
3und6zger

“Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden, sich zu äußern!” – Rosa Luxemburg.
In diesem Sinne, Glückwunsch zum gelungenen Interview, Arik!
38000 Mitglieder in der ARGE und ein Zuschauerschnitt von max. 25000 in der Allianzarena. Das passt irgendwie nicht! War es eine der Hauptzielsetzungen der ARGE, günstig an Eintrittskarten für einen schönen Ausflug nach München zu kommen? Ein Grund für das Defizit in der AA lag ja daran, daß pro Karte nur 9-11€ (?) Zuschauereinnahme im Durchschnitt erzielt wurde. Ich versehe das mal mit einem Fragezeichen, aber bis jetzt hat mir noch niemand bei dieser Rechnung widersprochen. Für jemand wie mich, der immer den vollen Preis bezahlt hat, wäre es mal interessant von der KGaA eine Aufstellung zu sehen, wie die Karten verteilt wurden und zu welchem Preis? Und wieviele Freikarten und an wen?
Ist das Jammern “der Ausgesperrten” nur Eigennutz?

Tante Tornante
Mitglied
Tante Tornante

Ich finde es gut, dass es hier auch einmal ein Interview mit einem Fan/Mitglied gibt, das eher investorenfreundlich ist, auch wenn ich das alles so nicht unterschreiben würde.

Ich habe das Interview zweimal gelesen. Polemik ist das Bloßstellen, das Anzweifeln der Reputation und Integrität einer Person oder Sache, nicht selten mit den Mitteln der Ironie, des Sarkasmus, der bewussten Übertreibung. Polemik konnte ich in den Äußerungen nicht erkennen, wohl aber eine andere Sicht auf die Dinge.

Kleiner Vorschlag – und jetzt werd ich auch amal a bisserl polemisch 🙂

Es kann ja jeder mal für sich selbst überprüfen, welche Teile seiner Antwort hier unter dem Interview nach der oben stehenden Definition polemisch sind… 😉

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Wiki sagt zum Thema Polemik auch:
Polemisieren heißt, gegen eine (bestimmte andere) Ansicht zu argumentieren.
Der Polemiker sucht nicht zwingend den Konsens, sondern versucht im rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum Durchbruch zu verhelfen.
Es bezeichnet einen meist scharfen Meinungsstreit im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen.
……keineswegs jedoch den Verzicht auf sachliche Argumente.

niedabaya
Mitglied
niedabaya

Einen wie Franz Hell zu diffamieren, weil er Mitglieder akquirieren möchte und darüber hinaus (Neu-)Mitglieder als Stimmvieh zu bezeichnen, ist absurd und beschämend bzw. deutlicher ausgedrückt, dumm und niveaulos.

Es scheint aber ganz offensichtlich dem Geist dieser Plattform zu entsprechen.

Landshuter Löwe
Editor
Landshuter Löwe

Neue Mitglieder für die ARGE und den e.V. zu werden ist legitim und befürworte ich auch. Die bisherigen und die neuen als Stimmvieh zu betiteln passt nicht. Wenn es so wäre, hätte die ARGE mit Sicherheit auch die Mehrheit der anwesenden Mitglieder auf der letzten e.V. stellen können. Das hat sie nicht geschafft. U.a. weil sich einige Fan-Clubs komplett oder in großen Teilen gegen den von der ARGE vertretenen Weg gestellt hat (durch Abwesenheit oder anderem Wahlverhalten). Neue, durch die ARGE geworbene Mitglieder werden ihre eigene Meinung haben und sich entsprechend verhalten. Ich sehe nicht, dass jedes neue Mitglied auch eine Stimme für den ARGE-Kurs ist.

“Es scheint aber ganz offensichtlich dem Geist dieser Plattform zu entsprechen.” Sorry, ich glaube, Du hast den Geist dieser Plattform nicht verstanden.

ELIL

Frank

Baum
Mitglied
Baum

Ich fand bisher ziemlich viele Beiträge und auch Interviews vom Löwenmagazin sehr gut. Bei dem hier fehlen mit allerdings entschieden die kritischen Fragen. Was war mit den Emails die er auf der MV verlesen hat? Wer hat ihm diese zugespielt? Desweiteren finde ich persönlich diesen Aufruf das doch mehr Mitglieder der ARGE auch Mitglieder im Verein sein sollen dubios. Natürlich wäre es wünschenswert, aber nicht nur weil die ARGE sie dazu aufruft und als weiteres Stimmvieh zur MV gekarrt werden. Das Szenario hatte man früher bereits und wo es hingeführt hat, kann sich jetzt jeder selbst anschauen.
Das Thema mit den Darlehen, da kann ich nur den Kopf schütteln. Der Mann hat einfach den Schuss nicht gehört. Widerlich. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

niedabaya
Mitglied
niedabaya

Die Ansichten und Einschätzungen von Franz Hell teile ich zu 100 %.
Als e.V.-Mitglied seit mehr als 25 Jahren gehöre ich aber weder der ARGE noch sonst irgendeinem 60er-Fanclub an, wie übrigens alle die mir persönlich bekannten Löwenfans.

Eine Dauerkarte war für mich früher selbstverständlich, jedoch seit der AA nicht mehr notwendig. Trotz intensivem Bemühen habe ich heuer keine Dauerkarte bekommen, was ich sehr bedaure, weil ich dadurch nicht mehr regelmäßig, sondern nur ab und an ein Spiel im TV verfolgen kann.
Selbstverständlich ist daher die Stadionfrage nicht nur für mich und ebenso meinem 60er-Freudeskreis von elementarer Bedeutung. Und egal, ob nun für 12.500 oder 20.000 Besucher zugelassen, das GWS bleibt stets einem “elitären Fankreis” vorbehalten.

Tabellenführer in der Regionalliga zu sein, mag für den einen oder anderen lustig, geil oder zufriedenstellend sein, mir erscheint das für unseren Traditionsclub und seine treuen Anhängeschaft als wenig befriedigend. Das stete Streben nach höheren Zielen verleiht dem (Fußball)Sport erst seine Leidenschaftlichkeit, weshalb eine Amateurliga nicht den Ansprüchen eines TSV 1860 München entsprechen kann und darf, weil dies sicher auch nicht nachhaltig zukunftsfähig ist.

Im Vergleich zur großen Zahl von Löwenfans in München, ganz Bayern und darüber hinaus, ist die Anzahl der Internet- und Forums-Fans, welche sich gegenseitig auf´s Übelste beschimpfen, bedrohen und beleidigen (obwohl sie ein gemeinsames Interesse/ziel haben sollten) doch recht klein und keinesfalls repräsentativ.
Ich kann daher den Vorschlag von Franz Hell nur uneingeschränkt unterstützen, die gesamte Löwen-Fangemeinde (Mitglieder, organisierte und nicht organisierte Fans, Sponsoren, etc.) nach deren Meinung zu fragen, wohin der Weg des TSV 1860 führen soll.
Eines sollte jedem klar sein: Erst wenn man das Ziel kennt, braucht es ein Konzept um dort hinzukommen. Für einen Weg ohne Ziel braucht es auch kein Konzept.
Zumindest den Veröffentlichungen nach scheint die aktuelle Vereinsführung kein konkretes Ziel zu verfolgen. Es sei denn, dass der Weg, den Investor aus KGaA und Verein rauszudrängen, das erwählte Ziel darstellt.
Nun ist jedoch (leider) so, dass Profifußball enorm viel Geld erfordert, was Sponsoren nur in den seltensten Ausnahmefällen bereit sind, dauerhaft breitzustellen. Ob nun HI der geeignete Investor für 1860 ist, mag vielleicht diskussionswürdig sein. Ohne Investor wird Profifußball auf Dauer jedoch nicht funktionieren. Alles andere ist realitätsfremd.

Es wäre daher schön und wünschenswert, wenn Franz Hell ein Brückenschlag gelingen würde. Nicht Partikulärinteressen, sondern die Gesamtheit der Fans, die den Mythos “1860” ausmachen und leben, sollten befragt werden und über die Zukunft des Vereins entscheiden. Die Vereinsverantwortlichen und der Investor sind dann gefordert, dafür ein Konzept zu erstellen und dieses umzusetzen.

Ich jedenfalls wünsche Franz Hell die notwendige Energie und Beharrlichkeit und am Ende den gewünschten Erfolg!
ELIL

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

“….das GWS bleibt stets einem “elitären Fankreis” vorbehaltenwas ich sehr bedaure,…… weil ich dadurch nicht mehr regelmäßig, sondern nur ab und an ein Spiel im TV verfolgen kann”

Tut mir leid, dass kann ich so nicht stehen lassen weil es nicht der Wahrheit entspricht.
Gerade Du als eV-Mitglied hättest zu mindestens 10 Spielen “locker” Tickets bekommen können.

Sebastian Waltl
Editor

Ganz genau. Ich zum Beispiel bin zwar Mitglied, hatte bisher aber keine Dauerkarte. Und war bei jedem Heimspiel dabei.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Wie jetzt, DU hast keine Dauerkarte!??? Was geht jetzt ab? 😆
Aber zum Thema, absolute Zustimmung!

Sebastian Waltl
Editor

Ja, ich hab keine Dauerkarte. Einfacher Grund. Als ich meine Ausbildung gemacht habe hat es sich wegen Schichtarbeit nicht wirklich gelohnt.
Und diese Saison hätte ich gerne eine gehabt, aber weil ich davor keine hatte hab ich keine bekommen. Aber trotzdem war ich jedes Mal dabei.

pele60
Gast
pele60

ich bin rollstuhlfahrer und mitglied. nix mit karten. siehe oben. dr. rumpels….

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Wenn Du Mitglied im eV bist kommst Du an Tageskarten, sogar ermäßigt, stell dir vor.
Wie es im speziellen um die Rollstuhl-Tauglichkeit des GWS (Sicht) und der Parkplatzsituation bestellt ist, müßtest Du vlt. mal bei der Stadt München erfragen die ja Vermieter ist.
Diese dominante Selbstverständlichkeit die Du einforderst (Tickets von Ismaik gratis, weniger zahlen als Nichtbehinderte) sehe ich als Diskriminierung Nichtbehinderter.
Das der Verein im Sommer nicht auf alles Rücksicht nehmen konnte, um z.B. ein Wohlfühlpaket für die Rollifahrer wie in der AA zu stricken, solltest Du ihm nicht vorwerfen, es ging in 1. Linie ums überleben von 1860 und die Fortführung des Spielbetriebs.

Baum
Mitglied
Baum

Und? Weiterhin in einer total überteuerten Arena spielen lassen, nur damit du und deine Spezln Karten kriegen? Das kanns doch nicht sein oder? Mir liegt der Verein am Herzen, da kann ich gerne auch mal verzichten. Ja, auch für mich als Auswärtiger ists manchmal blöd. Aber ich war jeher Gegner der AA und des Oly. “Frag nicht was der Verein für dich tut, frag was du für den Verein tun kannst” sollte das Motto sein.

BruckbergerLoewe
Mitglied
BruckbergerLoewe

Die Kartenlüge der angeblich ewig Ausgesperrten kann ich nicht mehr hören.
Es gibt genug Karten zu kaufen, auch noch kurz vor dem Anpfiff.
Und Karten für die Spiele gegen BSG Chemie und in Bayreuth gibt’s sogar noch im 1860 Ticketshop online zu kaufen.
Oder doch alles nur Ausrede oder bla bla ?

pele60
Gast
pele60

karten bekommen nicht alle. rollstuhlfahrer bekommen keine jahreskarten. keine ermäßigung für eine tageskarte, im gegenteil erhöht. arena pro heimspiel 5,– mit begleitperson im gws 14,– euro mit begleitperson. man muss sich anmelden und wird dann mit glück berücksichtigt. man kann nicht das ganze spielfeld einsehen, sehr schlechte sicht. z.b. ismaik sponserte die eintritte im letzten jahr. keine parkplätze am gws. nur im weitem umkreis, wenn man glück hat. das sehe ich als diskriminierung einer gesellschaftsgruppe. im ticketing sind wir gesperrt. man muss sich selbst an die stadt wenden, denn vom verein kam nichts und es gäbe durchaus möglichkeiten was zu ändern. war dann mit dem verein im kontakt, mal sehen was raus kommt. so siehts aus.

Landshuter Löwe
Editor
Landshuter Löwe

Beim Problem mit den Rollstuhlfahrern und den anderen Behinderten gebe ich Dir recht. Das ist untragbar und muss schnell geändert werden.

Nur um die geht es hier nicht. Die “Ausgesperrten” sind Fans wie Du und ich. Und hier ist es doch so, dass jeder sich um Karten bemühen kann. Klar werden Mitglieder bevorzugt, das halte ich aber für legitim. Und dass Fan-Clubs nicht immer Karten für einen kompletten Bis bekommen ist ärgerlich, aber der aktuellen Situation geschuldet. Trotzdem scheint das doch bei manchmal zu klappen, da doch einige Busse anfahren. Und da hat mit Sicherheit nicht jeder eine Dauerkarte.

ELIL

Frank

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Die Sehnsucht nach DEM starken Mann ist so alt und einfältig, leider geschichtlich meist auch schief gegangen.

Wenige kritische Fragen Arik, dachte Du nimmst ein paar der User?
Naja…….so konnte sich Herr Hell präsentieren ohne wirklich in die Diskussion zu kommen oder sich zu Gegenargumenten äußern zu müssen.

Keinerlei Kritik zu Wildmoser (Bau der AA)?
Ismaiks Erpressungsversuchen, die nicht erfüllt werden konnten, ja es gibt Regeln (50+1)!

Wenn ein Ismaik-Interview in Zukunft ähnlich abläuft kann man sich das schenken.
Da hatte selbst Reisinger mehr Gegenwind in der Fragestellung.

Der User HHeinz hat schon (wie so oft) vor 7 Tagen eine passende Analyse zum Herrn Hell geliefert.

Franz Hell lädt das Löwenmagazin zum Gespräch ein

Tami Tes
Editor

Ganz ehrlich… man muss nicht die ARGE Mitglieder fragen, was SIE wollen und ins welche Stadion SIE wollen. In den letzten Jahren haben sie genug Möglichkeiten gehabt, die AA zu füllen. Wie oft standen wir drin bei 10-15.000 Fans. Wo waren sie da? Vorm sky gesessen.

Wenn, dann müssen alle befragt werden, ob Fanclubs, Mitglieder und “einfache Fans”, Stadionganger und alte Dauerkartenbesitzer. Und das ist die Aufgabe der KGaA.

Und Schuster bleib bei denen Leisten!

Man muss sich im Moment damit abfinden, dass wir nicht mehr der deutsche Meister sind und dass wir nicht mehr erste Liga sind und auch keine Quali für die CL spielen… und das alles, weil u.a. “starke Männer” wie Wildmoser größenwahnsinnig geworden sind und über die Verhältnisse gelebt und gewirtschaftet haben. Schulden aufgebaut und alles was nicht nagelfest war, verkauft haben…
Misswirtschaft, die uns dann noch die Arenaanteile und eben nun KGaA-Anteile und Marktrechte gekostet haben, um dann noch mehr Schulden aufzubauen.
Nein danke!!!

Jeder von uns will wieder in die 1. Bundesliga, aber nicht um jeden Preis. Jetzt haben wir jahrelang diesen Weg ausprobiert und es wurde immer schlimmer. Fremdes Geld, gerne… aber dann muss es auch über Sponsoren und Mazäne gehen, mit Ausbildung und Verkäufen eigener Jugend usw.
UND… auch ARGE-Mitglieder können helfen. Der e.V. hat schon 22.000 Mitglieder, wenn alle ARGE-Leute auch Vereinsmitglieder werden würden und noch einige andere Löwenfans, könnte der Verein mehr als 4 Mios einnehmen. Geld, dass auch zum Teil vielleicht dem Profifußball zugutekommen kann.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Sehr guter Kommentar Tami Tes , kann ich alles 100% unterschreiben.
Die Leute können nicht unterscheiden, dass uns der “starke” Herr Wildmoser viele Jahre sportlichen Erfolgs auf Kosten von vielen Jahren negativem in allen Bereichen kostete und bis heute kostet.

Tami Tes
Editor

Tja. Den Genick hat uns KHW damals gebrochen. Alles was hinterher passierte, war um den Tot bzw. die Insolvenz zu verhindern, die durch seine Misswirtschaft entstanden war. Wie wurde Ziffzer beschimpft, als er die Arenaanteile unter Wert verkauft hatte?! Hätte er es aber nicht gemacht, wären schon 2006 die Lichter ausgegangen. Usw. usf.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Keine Bank der Welt hätte uns ohne den FCB diesen Kredit gewährt.
Allein dass man vergessen hatte einen Abstieg in die 2. Liga mit einzukalkulieren war mehr als fahrlässig.
Er wollte unbedingt auf Augenhöhe mit den Roten sein, statt den eigenen erfogreichen Weg weiter zu gehen.

Tami Tes
Editor

Wenn es nur die Arena gewesen wäre… aber seine Hire & Fire Politik (ala Ismaik) hat auch enorme Kosten verursacht. Über komische Verträge bei Transfers muss man nicht reden. Wenn ich an Shao denke z.B. In der Hoffnung, den chinesischen Markt zu erschließen, unterzeichnete er einen Vertrag, der den Verein noch viele Jahre dazu verpflichtete hohe Summen an den chinesischen Verband zu zahlen. Shao war schnell weg, wir bald abgestiegen und die Verpflichtungen blieben.

Da war viel Dreck im Keller als er gegangen ist, der uns lange an den Schuhen klebte.

Eine endlose Geschichte…

Sebastian Waltl
Editor

Das stimmt absolut. Ich muss zwar sagen, dass ich als Wildmoser noch im Amt war noch zu jung war, um alles mitzubekommen, aber im Nachhinein habe ich den Eindruck, dass es besser gewesen wäre, wenn er ein oder zwei Jahre früher aufgehört hätte. Ich glaube, das wäre für alle Beteiligten besser gewesen.

Tami Tes
Editor

Absolut!

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Dann sind wir hier zu viert mit dieser Meinung… 😉
Sehe ich auch so.

Sebastian Waltl
Editor

Da stimme ich dir absolut zu. Eine Befragung aller Mitglieder würde wirklich was bringen. Dann weiß man wenigstens, woran man ist. Und auch ansonsten stimme ich dir absolut zu.

A.Stronaut
Gast
A.Stronaut

Du kannst also anhand des Äußeren erkennen, ob jemand ARGE-Mitglied ist… Woher weißt Du denn, wer von den 15.000 bei der ARGE ist, und wer nicht. Man müsste dann genauso die vielen AA-Verweigerer erwähnen. Die haben jahrelang kein Spiel besucht, und machen sich jetzt wieder wichtig. Das sind meiner Meinung nach keine Fans. Fan von 1860 sein, sollte nicht stadionabhängig sein. Egal welches. PS: Ich bin nicht bei der ARGE.

löwengraetscherR
Mitglied
löwengraetscherR

Deine Meinung in Ehren wer ein Löwenfan ist/sein soll!? oder nicht.
Es kann und darf aber doch jeder selbst entscheiden ob er Fan ist oder nicht und ob bzw wie oft er Spiele besuchen möchte oder nicht. Dazu bedarf es keine Instanz, die das definiert.

Sebastian Waltl
Editor

Da stimme ich dir absolut zu. Es geht uns nichts an, wieso jemand nicht zu den Spielen kommt. Aber es wird seine Gründe haben. Vielleicht gibt es ja für manche Leute auch wichtigeres als Fußball.
Ich persönlich verstehe es zwar auch nicht wirklich, wieso man seinen Verein weniger unterstützt, weil einem das Stadion nicht gefällt.
Deswegen ist jemand, der das getan hat, für mich noch lange kein schlechterer Fan. Zumindest für mich gibt es unter den Fans unserer Löwen, man könnte fast sagen unter den “Leidensgenossen”, keine guten oder schlechten. Für mich ist jeder, der einmal im Jahr kommt gleich gut wie ein Franz Hell zum Beispiel.
Mir geht es echt gegen den Strich, dass bei uns immer irgendwer besser sein muss. Wir sind doch alle für Sechzig, mancher vielleicht mehr als andere, aber wir haben im Endeffekt alle das gleiche Ziel, nämlich das, dass Sechzig gewinnt.

A.Stronaut
Gast
A.Stronaut

Da magst Du vielleicht recht haben. Ich finde es nur sehr seltsam, die Mannschaft ( von der ich Fan bin ), nur aufgrund der Spielstätte jahrelang nicht mehr vorort zu unterstützen. Ich verstehe halt unter einem “Fan” etwas anderes.

Sebastian Waltl
Editor

Das geht mir auch so. Ich verstehe es zwar nicht, aber trotzdem ist jemand deswegen kein “schlechter” Fan für mich. Jeder kann selbst entscheiden, zu welchen Spielen er kommt.

A.Stronaut
Mitglied
A.Stronaut

Beispiel: Vor einigen Jahren wurde unsere Sportanlage erneuert. Wir mussten/durften dann im Stadion vom Erzrivalen spielen. Das ganze dauerte ein Saison. Die Fans kamen trotzdem. Ich hätte damals als Spieler schon ein Problem gehabt, wenn ein Fan nur aufgrund der Spielstätte seine Unterstützung aufgegeben hätte.

Sebastian Waltl
Editor

Verstehe ich absolut. Die Frage ist halt, ob man den Fans weiterhin böse ist, wenn sie doch jetzt wieder kommen.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Vorweg, ich persönlich bin da, wo Sechzig spielt und hatte auch in der AA seit dem BuLI-Abstieg regelmäßig eine Dauerkarte und war nahezu jedes Heimspiel auch vor Ort.

Ich kann es allerdings durchaus verstehen, ein Stadion zu “boykottieren”, von dem man der Meinung ist, dass es dem Verein schadet, bzw. diesem finanziell das Genick bricht und einfach suboptimal für die Identität eines Vereins ist… Ein Stadionboykott muss doch nicht zwangsläufig gegen die Liebe zu einem Verein sprechen, sondern kann genau aus diesem Anlass heraus geschehen, finde ich.

Und darüber, dass die AA auf Dauer finanziell nicht stemmbar war (zumindest in Liga 2), brauchen wir eigentlich nicht zu diskutieren. Wenn man aktuell nach Lautern oder Nürnberg schaut, bekommt man schon den Eindruck, dass ein größeres Stadion langfristig nur in Liga 1 funktioniert. Und soviel wie wir für die AA gezahlt haben, zahlen weder Lautern noch der Club für deren Stadien… Lautern steht möglicherweise vor der Insolvenz, der Glubb zumindest vor einigen Spielerverkäufen…

Tami Tes
Editor

Das ist reine Mathematik… wenn ARGE 30.000 Mitglieder hat, aber nur 15.000 in der AA standen und ich kein ARGE Mitglied bin und sehr viele in der Südkurve keine ARGE Mitglieder waren und noch viele auf den Sitzplätzen genauso wenig, dann stimmt meine Aussage zu 100%… wenn sie immer brav bei den Spielen gewesen wären, dann hätten wir immer weit über 30.000 im Stadion gehabt. Und das war selten.

Sebastian Waltl
Editor

Da hast du wahrscheinlich recht mit deiner Rechnung. Die ARGE war anscheinend nur bei Topspielen wie gegen Nürnberg oder in der Relegation mit vielen Leuten dabei.

Und wie ich schon ofter geschrieben habe, wenn man die Spiele gegen Dresden und Stuttgart wegnimmt mit jeweils 20.000 Gästefans, dann hatten wir letzte Saison vier Spiele mit über 25.000 Zuschauern: Düsseldorf mit 26.000, St. Pauli mit 30.000 und Braunschweig und Bochum mit 40.000 Zuschauern. Dabei weiß ich, dass gegen Braunschweig und Bochum jeweils ca. 6.000 Freikarten von MAN dabei waren.
In den fünf Jahren davor sah es ziemlich ähnlich aus. Die Einzigen Spiele mit mehr Zuschauern waren gegen Nürnberg, also auch mit sehr vielen Gästefans. Eigentlich waren nur in den Relegationsspielen mehr als 40.000 Löwen anwesend.
Nachdem wir selbst für die Rückkehr in die zweite Liga wahrscheinlich lange brauchen und selbst in der ersten Liga nie mehr als 38.000 Zuschauer im Schnitt hatten, waren von der ARGE würde ich behaupten bei fast keinem Spiel auch bloß die Hälfte aller Mitglieder anwesend. Wahrscheinlich werden es im Schnitt eher ca. 5.000 gewesen sein.
Schon alleine deswegen finde ich es seltsam, dass gerade die ARGE so sehr an der Arena hängt. Selbst die unteren zwei Ränge der Arena wären noch zu groß für uns. Wir brauchen nicht mehr als 30.000 bis 40.000 Plätze selbst in der ersten Liga. Und meiner Meinung nach würden auch 25.000 eigentlich reichen.
Klar, ich verstehe, dass es momentan für die ARGE schwieriger ist, an Karten für große Gruppen zu kommen.
Wenn ich das richtig sehe, kommen doch viele Fanclubs der ARGE aus Niederbayern. Und wenn ich mir dann anschaue, woher die Busse kommen, die bei den Heimspielen am Giesinger Berg stehen, dann kommen davon die meisten aud Landshut, Straubing oder sonst wo aus Niederbayern. Das zeigt mir, dass es mit etwas Bemühen durchaus gut möglich ist, mit größeren Gruppen zu den Spielen zu gehen.

Tami Tes
Editor

Wie oft gab es auch Aktionen, bei denen Kinder kostenlos frei reinkamen? Oder Ähnliches. Sponsorentickets auch noch (zu der MAN Aktion)…
Wie jemand hier bereits geschrieben hat, wo sonst bekommen Fanclubs bei jedem Spiel 40-50 Tickets??

Deshalb: “Werdet Mitglied beim e.V. Und schon habt ihr Vorteile auch beim Ticketing.” … wenn nun bald auf 15.000 erweitert wird, dann sehen wir, ob jedes Spiel tatsächlich ausverkauft sein wird.

Sebastian Waltl
Editor

Da hast du absolut recht. Wie gestern schon geschrieben. Ich hab ohne Dauerkarte für jedes Spiel Karten bekommen. Zwar teilweise ziemlich weit unten in der Stehhalle, aber das stört (mich zumindest) eher weniger. 😉
Wie auch schon oft geschrieben, mich freut es sehr, dass es wieder etwas wert ist, wenn man Karten hat. Und das meine ich nicht, weil es mehr Spaß macht. Sondern weil es ein Stück weit zeigt, dass man sich bemüht hat, um die Karten zu bekommen.

Das ist zwar extrem bei mir, das gebe ich zu, aber ich war diese Saison schon für die Auswärtsspiele in Eichstätt, Rosenheim und Memmingen vorher schon mal dort, um Karten zu bekommen. Da kann man gerade bei den kleinen Stadien, so blöd es vielleicht klingt, fast schon stolz sein, bloß weil man Karten hat.

Tami Tes
Editor

Das kannst du auch sein. Ich habe dies nicht geschafft. Ich sehe schon, ich muss mich an dich wenden, wenn ich Auswartstickets brauche 😉

Sebastian Waltl
Editor

Wenn du rechtzeitig geschrien hättest, dann hätte man da schon was machen können. Aber im neuen Jahr kommen eh fast nur große Stadien. Und nächste Saison spielen wir hoffentlich, auch wenn es durchaus seinen Reiz hat, nicht mehr überall in Bayern. Aber ich seh schon, wenn ich sowas wieder mal mache (wahrscheinlich für Pipinsried) muss ich rechtzeitig bescheid sagen. 😉
Zum Derby wäre ich sogar fast zu spät gekommen, weil ich vorher noch in Rosenheim war, um Karten zu bekommen für das Auswärtsspiel. Da bin ich wirklich erst zehn Minuten vor Anpfiff im Stadion gewesen.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Ja, unser Waltl… A Hund is er scho 😉

Bei mir hat es immerhin sechs mal geklappt… Bei den kleineren Stadien Seligenporten, Eichstätt, Unterföhring und Rosenheim… Wenn man wirklich will, bekommt man schon ab und an Karten… Für Rosenheim bin ich ohne Karte hingefahren und wurde nach einigem Warten und Rumfragen schließlich belohnt… 😉

Für die Rückrunde kommen jetzt eh die größeren Stadien. Kleine Stadien sind eigtl. bloß noch Seligenporten und Pipinsried, wobei sie in Pipinsried womöglich ja sogar 7.000 reinlassen werden. Ok, in Fürth sollte man sich auch ranhalten, weil dort die Dauerkartenbesitzer der ersten Mannschaft auch für die Zweite freien Eintritt haben…

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Ok und bei den kleinen Bayern wirds natürlich auch schwer, wenn sie nicht in die AA ausweichen, was immer noch nicht entschieden ist. Aber zu dem Spiel will ich unbedingt hin! Komme, was wolle… 😉

Sollte das Derby im GWS stattfinden, würde mich auch die Blockaufteilung interessieren… Genauso wie im Hinspiel bloß andersrum? Oder bekommen die Löwen den Westen? Beim Amateurderby 2015/16 und 2016/17 waren die Löwen übrigens tatsächlich im Westen… Wäre schön, wenn das auch dieses Mal wieder der Fall wäre, bin aber nicht so sicher, ob uns die Roten da in dieser Saison Zugeständnisse machen…

Der Westen ist doch ein wenig größer als der Osten…

Kommen die Löwen in den Osten, bekommen wir wohl ein Kontingent von 1250 Karten, wie im Hinspiel die Roten.

Bekommen wir die West, erhalten wir wohl mindestens 12.500 (Gesamtkapazität) – 6000 (Haupttribüne und Stehhalle) – 2000 (Osten) = 4500 Karten…
(Zahlen gerundet)

A.Stronaut
Mitglied
A.Stronaut

Um das geht es doch gar nicht. Ich stand immer in der Nordkurve. Ich kenne niemanden, der bei der ARGE ist. Habe auch keinen gefragt. Ist mir auch total wurscht, ob jemand bei irgendeinem Fanclub ist. Hauptsache da. Egal was für ein Stadion.

Tami Tes
Editor

So sehe ich das auch…

A.Stronaut
Mitglied
A.Stronaut

Na dann basst`s ja.

Chiemseelöwe
Gast
Chiemseelöwe

Investieren ja, aber nicht mit neuen Darlehen. Wie sollen wir das jemals zurück zahlen?
Investieren nur, wenn es einen Sponsor und keinen Investor gibt.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Sehe ich genauso! Seine Ansicht, “dass es im heutigen Fußballbusiness ohne Investor nicht mehr gehen wird, wenn man Erfolg haben will” teile ich nur, wenn man wirklich ganz nach oben (also mindestens Championsleague) will. Und davon sind wir quasi maximal weit entfernt… Dass Profifußball auch ohne Investor funktioniert, zeigen Vereine wie Freiburg, Bremen, Mainz oder Gladbach doch jedes Jahr auf’s Neue. Aber auch Vereine, wie Heidenheim, Sandhausen, etc. sind doch trotz der Tatsache, dass wir einen Investor haben, längst an uns vorbeigezogen, und das mit ihren beschränkten Mitteln…

Erschwerend bei uns kommt halt die Tatsache hinzu, dass wir jedes Jahr einen beträchtlichen Betrag allein als Zinsen auf Ismaiks Darlehen zurückzahlen müssen. Ich tippe da ganz grob geschätzt auf ca. zwei Mio pro Saison. Und das macht die Sache natürlich schon echt schwer. Auch das Grünwalder ist bei aller Liebe keine Goldgrube, aber immer noch besser als ein Fass ohne Boden, wie die AA. Auch im Hinblick auf die Lizenz für die höheren Ligen haben wir durch den massiven Schuldenberg einfach eine erhebliche Zusatzbelastung, die andere Vereine nicht haben. Trotzdem bestehen bei einem Traditionsverein wie 1860 München natürlich auch auf der Einnahmen-Seite ganz andere Möglichkeiten, wie bei so manch kleinerem Verein. Zusätzlich muss man mit Ismaik halt so weit kooperieren, dass er bereit ist, seine Anteile weiterhin zu stunden. Durchaus eine bestehende, aber für mich eher unwahrscheinliche, Gefahrenquelle.

Ich denke auch, mit guter Arbeit, kann man auch mit einem wesentlich kleinerem Budget als in der Vergangenheit auskommen… Kiel spielt z.B dieses Saison in Liga 2 eine hervorragende Rolle mit einem Budget von gerade mal etwa 8 Mio (wenn ich richtig informiert bin), unseres betrug vergangene Saison über 20. Erfolg fußt in erster Linie eben Gott sei Dank doch auf guter Arbeit und nicht (nur) auf dem Einsatz von viel Geld. Zumindest, solange wir nicht von ganz oben sprechen!

Dass trotz hoher Investitionen der Erfolg nicht automatisch kommen muss, und man vor gar nichts gefeit ist, wenn die Arbeit nicht passt, hat man in der Vergangenheit gesehen. Mein Wunsch wäre, dass wir das ohne Investoren zusammenbekommen. Dass wir dabei kleinere Brötchen backen müssen als in den letzten Jahren ist klar. Aber damit kann ich mich als Fan dann auch wieder mehr identifizieren. Der Kurs aus den letzten Jahren, war unabhängig vom Misserfolg für mich eine Katastrophe! Aber das ist jetzt meine persönliche Meinung!

Tami Tes
Editor

Deine Meining teile ich auch.

Sebastian Waltl
Editor

Dann sind wir schon zu dritt mit dieser Meinung. 😉

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Klasse Interview. Viele gute und vor allem kritische Fragen! Auch wenn ich einige seiner Auffassungen nicht teile, habe ich jetzt doch ein etwas anderes, insgesamt deutlich positiveres, Bild von Franz Hell. 😉 Leider wird durch so manche Medien oftmals vieles verzerrt…

Danke für Eure Arbeit, Arik und Team! Und gutes Gelingen Franz Hell bei seiner neuen Aufgabe!

27.November
Gast
27.November

Franz Hell widerspricht sich. Er fordert den starken Mann, der alles erfolgreich in Eigenregie führt und im nächsten Satz bringt er selber das größte Gegenargument. Erst kurz vor dessen Tod hat er sich mit Wildmoser versöhnt. Wie konnte es überhaupt zum Streit mit Wildmoser kommen? Da war er doch, der Supermann, der für alle mitdachte und der alle Fäden in seiner Hand hielt!

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Wie gesagt, zu den vereinspolitischen Themen habe ich (größtenteils) eine völlig andere Meinung als Franz Hell. Warum der Streit mit Wildmoser allerdings ein Widerspruch zu seinem Wunsch, zukünftig einen “starken Präsidenten” zu haben, darstellen soll, kann ich gerade nicht ganz nachvollziehen. Ein Streit zwischen zwei Personen (Hell und Wildmoser) spricht doch nicht automatisch gegen einen starken Präsidenten… Ohne dass ich näheres über den Streit weiß, kann es da doch um alles Mögliche gegangen sein…

Ich sehe Wildmoser ja auch kritisch. Mit seinem Erbe (AA) hat er uns letztlich zu Ismaik und ganz letztlich auch in Liga 4 getrieben, auch wenn die Jahre zuvor, zu den schönsten Jahren überhaupt gehören. Da hat KHW als “starker Macher” genauso seinen Anteil daran. Wäre man nicht zum dämlichsten Zeitpunkt abgestiegen, hätte es mit der AA durchaus auch funktionieren können. Leider wähnte er uns halt weiter, als wir bereits waren und einen Abstieg klammerte er fahrlässigerweise offensichtlich leider aus. Ein Stadion wie die AA funktioniert halt dauerhaft nur in Liga 1. Leider waren wir da noch nicht so weit. Hinterher sind wir leider alle schlauer. Trotzdem: Etwas weniger Größenwahn hätte uns damals (und auch die Jahre danach) allen gut getan. Und mit dem Bau der Löwen-Arena in Giasing wäre wohl alles ganz anders gekommen. Unabhängig davon wäre es für die Identität unseres Vereins die wesentlich bessere Option gewesen. Da kann man rückblickend nur sagen: “Schade!”

Auch deshalb gefällt mir Robert Reisinger mit seiner wohltuend sachlichen und unaufgeregten Art sehr gut. Zudem bodenständig und realistisch! Mit Sicherheit finde ich ihn angenehmer als all seine Vorgänger zusammen. Kann sich auch mal zurücknehmen, wenn es nix zu sagen geht und trägt damit maßgeblich zur Ruhe im Verein bei. Und das bei all den Anfeindungen im Internet… Dafür gebührt ihm mein vollster Respekt. Seine Aussagen haben allerdings, wenn er dann was sagt, durchaus Substanz.

Trotzdem finde ich das Interview schon in Ordnung. Es geht ja hier um die bloße Meinung von Franz Hell. Dass er diese hier äußert ist doch ok. Da braucht es auch keine “überkritischen” Fragen, die ihm etwas in den Mund legen, was er selbst anders sieht. Es ist seine Meinung und für die braucht er sich nicht zu rechtfertigen. Auch wenn ich einige seiner Aussagen etwas unlogisch finde (z.B. die Schuldfrage: Die wohl unerfüllbaren Forderungen klammert er völlig aus) und zu vielen der vereinspolitischen Themen eine andere Auffassung habe.