Staantribune” ist ein niederländisches Magazin über Fußballkultur. Es geht um schöne Geschichten, humorvolle Noten, Interviews und interessante Hintergründe über die Supporterkultur, so zumindest die übersetzte Beschreibung.

Ein Reporter des Magazins hat uns Fragen gestellt, die wir versuchsweise an unsere Leser weitergeben, weil das eine recht spannende Sache sein könnte. Er selbst war beim abgesagten Buchbach-Spiel und von unserer Szene begeistert. Obwohl das Spiel abgesagt wurde.

Einige Fragen sind Faktenfragen, sind also recht leicht zu beantworten. Andere wiederrum, vor allem Frage 1, sind rein subjektiv zu betrachten. Gerne könnt Ihr mithelfen und die Fragen beantworten.

Fragen des Reporters

(1) Was bedeutet für Euch Fans, dass die Spiele im Grünwalder Stadion stattfinden?

(2) Warum ist Giesing so ein Sechzig-Viertel? In der Vergangenheit spielten auch die Bayern dort, aber es scheint jetzt alles Sechzig zu sein. Ich habe nur Aufkleber des TSV 1860 München gesehen.

(3) Gibt es andere Viertel in München, die so stark Sechzig-geprägt sind?

(4) Wenn es ligamäßig nach oben geht, könnt Ihr dann in diesem Stadion bleiben, oder müsst Ihr in ein anderes Stadion (z.B. das Olympiastadion) wechseln?

(5) Ich habe gesehen, dass Teile des Stadions noch gesperrt sind, aber es soll daran gearbeitet werden. Wird es in dieser Saison bereits geöffnet?

(6) Hätte der TSV 1860 München auch bei einem Abstieg in die 3. Liga im Grünwalder Stadion gespielt?

Wenn Ihr Fragen beantwortet, nutzt bitte für jede einzelne Frage einen eigenen Kommentarbereich und setzt davor die jeweilige Nummer der Frage.

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Sebastian Waltl
Redakteur

(4) und (5) Block J unten wird zur Winterpause geöffnet, die restlichen Blöcke zur neuen Saison. Dann dürfen auch 15.000 Zuschauer ins Stadion. Ein weiterer Ausbau soll geprüft werden, damit die Sechzger in Giesing dauerhaft eine Heimat haben:

https://www.tz.de/muenchen/stadt/untergiesing-harlaching-ort43350/gruenwalder-stadion-sanierung-westkurve-und-erweiterung-perfekt-9406577.amp.html

LNHRT
Leser

(1) Für mich ist es großartig. Zu Bayernliga Zeiten war ich als Kind schon in der Westkurve gestanden. Bei mir kommen auch einige emotionale Erinnerungen mit dazu. Mein Opa hat nach dem Krieg mitgeholfen, das Stadion wieder aufzubauen. Er hat selbst bei Sechzig gespielt und war viele Jahre Ehrenmitglied.

LNHRT
Leser

(2) Sechzig war schon immer in Giasing zu Hause und daher stark verwurzelt und verbunden. Nicht umsonst sind die Roten nur in einer Seitenstrasse 😉

LNHRT
Leser

(3) In dem Viertel in dem ich wohne (Westen) sind schon seeeeeehr viele Blaue zu Hause

LNHRT
Leser

(4) Bis es mal soweit ist, wird es noch dauern. Bis dahin kann noch so einiges passieren was aktuell eh nicht vorhersehbar ist.

LNHRT
Leser

(5) Geöffnet werden die Ränge in der Westkurve wohl noch diese Saision. Die Kapazität wird aber frühestens in der Saison 2018/2019 erhöht.

LNHRT
Leser

(6) Ich denke auch, dass wir dann noch am Müllberg gespielt hätten

Tami Tes
Redakteur

Mein Wunsch zu Frage 4 …
Ich bin überzeugt, dass man das Sechziger auch für die 1. Liga umbauen kann. Ich würde mir wünschen, dass jemand das Stadion der Stadt abkauft und daraus ein kleines aber feines Stadion macht. 25.000 – 30.000 Plätze, kleine VIP Tribüne, Lärmschutz, Sicherheitskonzept usw. Parkplätze oder Parkhaus sehe ich als das größte Problem, aber der Rest müsste möglich sein.
Wird aber wahrscheinlich ein Traum bleiben.

Tami Tes
Redakteur

4) und 5) sind Fakten, die Du kennst…
6) Ich denke nicht. Dritte Liga hätte bedeutet, dass Ismaik gezahlt hätte, Peter Cassalette wäre weiterhin Präsident geblieben und man hätte wieder von einem direkten Wiederaufstieg geträumt, was wiederum bedeutet, dass wir einen Auszug aus der Arena nicht hätten verwirklichen können (auch wenn die Stadt zum GWS JA gesagt hätte).

Tami Tes
Redakteur

2) und 3) … Ich weiß nicht, ob das nur der Eindruck ist, dass Giesing Sechzig ist, oder ob es so stimmt. Ich kenne genügende Bayernfans, die in Giesing wohnen und genauso kenne ich genügend Löwen, die mit Giesing als Viertel nichts zu tun haben (also nicht in der Gegend geboren oder auch nicht wohnhaft). An den Spieltagen übernehmen die Löwenfans den Viertel und machen ihn zu seiner Heimat. Und auch wenn man eben kein Giesinger ist, fühlt man sich dann als solcher 😉

Tami Tes
Redakteur

1) Für mich hat die Rückkehr ins Grünwalder eine große Bedeutung. Es ist die Heimat, hier kann ich mich wieder vollkommen mit 1860 identifizieren und fühle die Verbundenheit zum Verein und den Fans. Oly und die AA waren ok, aber das war nicht Sechzig, das hat zu Sechzig nicht gepasst.
Auch wenn es eine “Bruchbude” ist, kann kein Stadion dieses Gefühl vermitteln, wie das Sechziger… Und diese Emotionen fangen schon lange vor jedem Heimspiel statt. Während man sich draußen in Fröttmaning „verlaufen konnte“ (weitläufig, anonym, unpersönlich und ungesellig), trifft man nun im Viertel Leute, die man jahrelang nicht mehr gesehen hat. Man feiert vor und nach dem Spiel – vor Ort. Das ist unbezahlbar… Früher sind wir kurz vorm Spiel hin und hinterher nach Hause, da es wenig Möglichkeiten gab sich in Stadionnähe irgendwo auf ein Bierchen zusammenzusetzen. Auch die Tatsache, dass man wieder eine eigene Spielstätte hat – ohne den Stadtrivalen, dem man dankbar sein muss, dass wir seinen Rasen zertrampeln, ist viel Wert.
Ich genieße diese Saison in vollen Zügen.

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Dann mach ich mich auch mal ans Werk… 😉 1) Ich finde es fantastisch. Heimat, Identität, Atmosphäre… Heimspiele machen nach einer langen Zeit des Trübsals wieder Spaß. Ein Stadion mitten in der Stadt bietet zudem viele Möglichkeiten zum Feiern vor und nach den Spielen. Unbeschreiblich! Auch wenn das jetzige Sechzgerstadion wenig mit dem vor 20 Jahren zu tun hat, ist es ein tolles Gefühl heimzukehren (coming home 😉) 2) Ich denke mal, weil Sechzig dort “groß geworden” ist. Das Stadion wurde ursprünglich von den Löwen errichtet. Zudem feierten die Löwen ihre größten (und eigentlich auch einzigen großen Erfolge) in Giasing! Die Bayern werden ja sowieso jedes Jahr Meister. Da spielt das jeweilige Stadion also keine große Rolle. Vor allem denke ich auch, Heimat und Identität spielen bei Sechzig eine viel größere Bedeutung als bei den Roten. Der FC Bayern stehen dafür Kommerz und Event viel stärker im Fokus. Dafür benötigt es auch eine größere und modernere Arena. Und diese wäre mitten in Giasing gar nicht möglich. 3) NEIN! Ich kenne definitiv keines! 4) Darüber streiten sich die Fans seit Langem. Ich persönlich hoffe es, aber das hängt maßgeblich von der Bereitschaft der Stadt ab. Meine Meinung: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Momentan ist die Stadt immerhin bereit die Fankurve (Westkurve) wiederherzurichten, Große Teile sind derzeit noch gesperrt. Für die dritte Liga ist das Sechzgerstadion mit einer zukünftigen Kapazität von 15.000 Zuschauern definitiv ausreichend und geeignet. Ab der zweiten Liga würde es kritisch werden. Hier fordern die Statuten der dfl eine Vollüberdachung des Stadions. Zudem sind für einen Verein wie Sechzig München 15.000 Plätze dann eigentlich zu wenig. 20-25.000 Zuschauer halte ich für mindestens erforderlich. Derzeit ist die Stadt nicht gewillt solche Ausbaumaßnahmen zu genehmigen. Bisher hat sich das Sechzgerstadion allerdings bewährt und die Fans verhalten sich ausgezeichnet. Theoretisch sind Kapazitäten um die 25.000 Zuschauer kein Problem. Dazu sind allerdings neue Baugenehmigungen und Lärmschutzmaßnahmen notwendig. Außerdem müssen alle im Verein an einem Strang ziehen und für den Ausbau kämpfen! Das Olympiastadion halte ich für zu groß. Zudem muss der Architekt des Olympiastadions vor jeder Änderung (Vollüberdachung!) seine Zustimmung geben. Zudem ist das Olypiastadion ein Leichtathletikstadion und kein Fußballsatdion. Ich halte eine Zukunft im Grünwalder Stadion auch daher für wesentlich wahrscheinlicher als im Olympiastadion. Langfristig sehe ich eigentlich nur zwei Optionen: Entweder in einem modernisierten/ausgebauten Grünwalder Stadion oder in einen Neubau. Vor allem für für Zweiteres bedarf es allerdings der Finanzierung durch einen externen Investor. Und dazu müsste sich wohl zunächst etwas an der Investoren-Front ändern, da der aktuelle Investor Hasan Ismaik wohl dazu nicht bereit ist. Zudem müsste zunächst ein passender Standort gefunden werden. Persönlich präferiere ich klar die Zukunft im Sechzgerstadion. 5) Zu Beginn der Rückrunde wird der untere Teil von Block J wieder geöffnet sein. anschließend auch die oberen Bereiche von den Blöcken F1, F2 und J, sodass dann die komplette Westkurve wiederhergestellt ist. Allerdings werden die Fans dann stärker verteilt und die Kapazität lediglich (um 2.500 Zuschauer) auf eine Kapazität von 15.000. Theoretisch wären dann… Weiterlesen »

Tante Tornante
Leser

(1) Football is coming home!

Tante Tornante
Leser

(2) Giesing ist Heimat wegen des Stadions, der Trainingsplätze (gaaaanz früher mal die Schyrenwiese in Untergiesing), Arbeiterviertel zu Arbeiterklub.

Tante Tornante
Leser

(3) Eher nicht, aber wirklich wissen tue ich es nicht.

Tante Tornante
Leser

(4) Ab der II. Liga hätten wir ein Problem, da die Stadt sich weigert das Stadion zweitligatauglich zu machen.

Tante Tornante
Leser

(5) Ja, ein Teil wird wieder eröffnet.

Tante Tornante
Leser

(6) Wahrscheinlich wären wir in der Arena geblieben

Sechzga
Gast
Sechzga

(1)für mich ist das GWS auch Erinnerung an alte Zeiten, ein Stück Heimat. Ich brauch keinen Schnickschnack im Stadion mit Logen, gepolsterten Sesseln, Parkplatz vor der Tür, Restaurants etc.
Ich bin froh, dass mich Tram, Bus oder U-Bahn(alle 3 Verkehrmittel hab ich schon genutzt) direkt zum Stadion bringt, dass man im Stadion zusammensteht, egal ob Student, Senior, Großkopferter oder Arbeiter, dass man vor oder nach dem Spiel mitten in der Stadt mit Boazn, Kneipen etc ist und man alle Möglichkeiten hat, den Stadionbesuch abzurunden.
Der Stadtteil Giesing bietet mit den ganzen weissblauen Fans trotz der sehr limitierten Zuschauerzahl eine unvergleichliche friedliche!!! “Heimspielatmosphäre” und ein Flair, welches man in der AA oder im Oly nur allerseltenst hatte (bei den ganz großen Spielen) und man dort immer mit einer großen Zahl Gästefans teilen musste.

Sebastian Waltl
Redakteur

(6) Die Antwort auf diese Frage werden wir wohl nie erfahren. Ich persönlich glaube, dass wir in der Dritten Liga in der Allianz Arena geblieben wären.