Dr. Markus Drees
1860 Verwaltungsrat Dr. Markus Drees

Der kicker veröffentlichte in seiner heutigen Montagsausgabe nicht nur die Zahlen der KGaA im Hinblick auf die Abwendung der Insolvenz, sondern auch ein pikantes Detail aus dem Verwaltungsrat. So soll der Verwaltungsratsvorsitzende Drees in einer Mail geschrieben haben, dass man eine “Politik der Nadelstiche gegen Ismaik” fahre. An wen diese Mail gegangen sein soll, ist nicht bekannt. Sie liegt jedoch der Zeitschrift kicker vor. Auch wer dem kicker die Mail zugespielt hat, wird nicht erwähnt.

Dr. Markus Drees ist für seine kritische Haltung gegenüber dem Investor bekannt. Ob eine derartige Äußerung politisch geschickt ist, muss man bezweifeln. Vor allem aber sollte sich der Verwaltungsratsvorsitzende fragen, an wen er welche Mails versendet. Gerade im Hinblick auf die Zukunft des Vereins bedarf es sinnvoller Strategien und keine Polemik.

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Kranzberg
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Friedberger
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Ja und? Man muss sich doch mal gegen diesen verlogenen, arroganten und selbstgefälligen Möchtegerninvestor stellen. Der macht mit uns was er will und anders als mit “Nadelstichen” kann man derzeit keine Paroli bieten. Staffelführer Grissmaik sieht das natürlich als gefundenes Fressen an

steven
Gast
steven

koennte man Herrn Drees bitte mal befragen, was er sich bei so einer email denkt?

3und6zger
Leser

Hab mir auf dem Nachhauseweg den Kicker gekauft, um den Artikel selbst lesen zu können. Dort wird nur im Zusammenhang der Nichtverlängerung des Vertrags von Lina Aubaumer von dieser Politik gesprochen. Aber braucht’s das überhaupt. Die Dame hat als Personalchefin bei Eichin, Runjaic und Jaekel (mindestens) die Gehälter nicht weitergezahlt und keine rechtsgültigen Kündigungen ausgesprochen, so daß die KGaA vorm Arbeitsgericht hochkantig verloren hat. Da brauchts keinen Nadelstich, die hätt’ im Sommer schon entlassen werden müssen. Hätt ‘nen Haufen Kohle gespart.

Und BTW, der “4”-SMS-Dolchstoß stellt bis jetzt noch alles in den Schatten.

HHeinz
Leser

An mich hat er sie jedenfalls nicht geschickt 😉
Es ist noch gar nicht so lange her da hat Herr Ismaik (s)einen Butler mit Robert Reisinger verglichen. Zumindest wenn man den Aussagen von Herrn Mey Glauben schenken soll. Aber bei Ismaik ist es wie bei Trump. Der darf alles, auch weil man ihn oft einfach nicht mehr für voll nimmt.

Natürlich ist es vielleicht unglücklich wenn so etwas Thema der Öffentlichkeit wird aber ich bin des Taktieren inzwischen auch ein wenig müde. Schon Cassalette hat ja seinen angeblich quasi erzwungenen Rücktritt nach dem Relegationsspiel mit Aussagen u.a. von Verwaltungsräten unterlegt. Das ist auch meines Wissens nach nie öffentlich dementiert worden.

Ich finde man darf auch einfach mal festhalten dass Herr Ismaik letzte Saison eine dicke, fette Chance hatte. Er hätte alle seine Kritikern Lügen Strafen können und auch damals sass ein Dr. Drees schon im Verwaltungsrat und hat vermutlich all den Wahnsinn unter Cassalette mit durchgewunken. Da jetzt einfach weiterzumachen wäre doch glatter Selbstmord, zumal schon wieder eine ganze Latte an neuen Forderungen im Raum stehen.

Ich gebe aber gerne zu dass ich eine “Politik der Nadelstiche” für kein probates Mittel halte um Herrn Ismaik loszuwerden aber ich kenne auch keine Interna.

Garry
Gast
Garry

Drees, Reisinger und weitere sollten mit offenem Visier kämpfen. Aber schon ihre Körpersprache zeigt das Gegenteil. Und somit sind sie als Vereinsführung nicht tauglich. Unabhängig von dem teilweise wirren Mehrheitsgesellschafter.

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Natürlich alles unter der Voraussetzung, dass das alles so stimmt:

Solche Äußerungen schriftlich als E-Mail festzuhalten ist in der Tat unglücklich hoch drei. Sowas kann ich mir im Stillen denken oder meinem besten Freund erzählen, aber es schriftlich zu fixieren, finde ich wirklich unklug. Auch wenn ich Drees nach all den Jahren inhaltlich absolut verstehen kann, finde ich diese Mail in unserer ohnehin angespannten Situation zwischen den (Fan-)Lagern absolut gar nicht weitsichtig. Die Gefahr, dass schriftliche E-Mails ans Tageslicht kommen, ist leider immer gegeben. Dass eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Ismaik über annähernd sieben Jahre bei sehr vielen verschiedenen Verantwortlichen auf e.V. Seite nie gelang, ist dennoch Fakt.

Ein bisserl mehr Diplomatie als VR-Vorsitzender wär dann schon echt ned verkehrt… Egal, wie man persönlich zum Investor steht.

Dass das Ganze nach außen gelangt ist natürlich ebenfalls “unglücklich”. Ich persönlich stelle mir da die Frage, ob es nun Zufall ist, dass dies jetzt rauskommt, mehr oder weniger kurz nachdem zwei Verwaltungsräte zurück getreten sind… Aber das ist natürlich nur persönliche Spekulation von mir. Unterstellen will und werde ich das niemandem, solange es nicht zweifelsfrei klar ist.

Auf jeden Fall bietet man den Kritikern des aktuellen Kurses damit natürlich viel “Wasser auf die Mühlen”. Dass das kritisiert wird, kann ich absolut verstehen, auch auf Reisingers Aussage hin, man müsse das Verhältnis zu Ismaik neu justieren. Was dann teilweise daraus gemacht wird, überschreitet die Grenzen leider trotzdem erheblich.

Aber ein Wort trifft es wirklich gut: Unglücklich!

tomandcherry
Leser

Zumindest wird ein solches unprofessionelles Vorgehen wieder Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, die den aktuell beim e.V. Verantwortlichen an die Karre fahren wollen.

Ich hab’ bislang keine Meinung über die Arbeit des Verwaltungsrates bzw. des e.V.-Präsidiums gehabt, weil ich sie schlicht und ergreifend nicht beurteilen konnte.

Die im “anderen Blog” gegen die Herren Reisinger, Dr. Drees und Beer hervorgebrachten Anschuldigungen waren für mich in erster Linie billige Polemik bis hin zu unverschämten Beleidigungen, die teilweise sogar schon die Grenze des Zumutbaren überschritten hatten.

Dass man sich in seiner Eigenschaft als Verwaltungsrats-Mitglied bzw. in diesem Fall sogar als dessen Vorsitzender etwas diplomatischer verhalten sollte, ist hoffentlich nicht meine exklusive Meinung?

Sebastian Waltl
Redakteur

Unabhängig vom Inhalt: Solche Mails dürfen definitiv nicht an die Öffentlichkeit geraten. Man sollte im e. V. dringend nachforschen, wie solche Mails nach außen geraten. Ich weiß ja nicht, ob es jedes Mal die gleiche Person ist, aber irgendwo im Verein gibt es immer noch ein Leck, dass man schnell schließen sollte.
Die Wortwahl war sicherlich nicht gerade diplomatisch und politisch nicht gerade sinnvoll. Aber der große Ärger kommt nur dadurch auf, dass die Mail an die Öffentlichkeit geraten ist.

Landshuter Löwe
Leser

Wenn das wirklich so war wäre das natürlich ziemlich dumm. Ist aber die Authentizität gesichert?