tz München: Interview mit BFV-Präsident Rainer Koch

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(c) BFV

Florian Fussek von der tz München fragt bei Dr. Rainer Koch, dem BFV-Präsidenten nach. Über die Übergangslösung zur Aufstiegsreform, über die Regionalliga und natürlich auch über die Löwen.

… über die Regionalliga-Reform

Eine Verbesserung sei mit der Übergangslösung erzielt, meint der BFV-Präsident im Hinblick auf die Aufstiegsreform. Allerdings sei nach wie vor kein Konsens für die 4 Regionalligen gefunden worden. Vergangene Woche stellte Koch klar, dass es an Bayern nicht liege. Man wäre bereit für die Reduzierung auf 4 Ligen. Auch die Möglichkeiten für Bayern stellte er noch einmal klar: “Bei einer Zusammenlegung mit Baden-Württemberg zu einer Regionalliga Süd wird es schwierig, 3 weitere, in etwa gleich große Ligen zu bilden. Wenn man mit Sachsen und Thüringen eine Liga Südost bildet, gibt es Proteste in Ostdeutschland, weil man dort die Nordostliga erhalten möchte. Bayern ist also nicht das Problem.”

… über die Hinrunde der Regionalliga

Die Regionalliga sei “sehr attraktiv” und die Zuschauerzahlen hoch. Das liegt natürlich vor allem am TSV 1860 München. Für ihn persönlich wichtig sei vor allem die Tatsache, dass die bayerischen Vereine wirtschaftlich stabil dastehen. Die Liga gewährleistet, dass sich die Vereine nicht übernehmen müssen, so Koch. Einer seiner Higlights wäre der Heimsieg von Buchbach gegen 1860 gewesen. Besonders hervorzuheben sei zudem, wie gut sich Aufsteiger Pipinsried und Eichstätt in der Liga zurechtfinden.

… über den TSV 1860 München

Es freue Koch, dass es der Vereinsspitze und der Geschäftsführung gelungen sei, unter Profibedingungen eine Mannschaft in der Regionalliga zu etablieren. Das sei nicht sicher gewesen, am Anfang der Saison. Daniel Bierofka erwähnt er in diesem Atemzug. Er habe sich dabei die “allergrößten Verdienste erworben”. Bei einem Aufstieg freue er sich mit den Löwen. An Attraktivität würde die Liga dabei nicht verlieren. Sie habe “dann halt wieder ein anderes Gesicht”.

Das gesamte Interview findet Ihr hier:

1860 nicht so weit voraus, dass sie sicher Meister werden

Titelbild: (c) BFV

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Sebastian Waltl
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“Ich bin sehr positiv überrascht, wie gut alle Spiele mit 1860 abgewickelt wurden”

Diesem Lob kann ich mich nur anschließen. Wenn man bedenkt, dass solche Vereine fast alle noch nie so viele Zuschauer hatten. Bei vielen Spielen waren etwa zehn Mal so viele Zuschauer wie bei den anderen Heimspielen der Vereine da.
Ich muss sagen, eigentlich hat das jeder Verein wirklich gut gemacht. Teilweise waren das ja Vereine in Dörfern mit um die 500 Einwohnern.
Und bis auf das Spiel in Augsburg gab es nirgendwo irgendwelche Probleme außer das mal das Bier zu früh aus war (Was man zur Not ja auch überlebt).
Man wurde eigentlich bei allen Vereinen sehr freundlich empfangen. Vor allem bei den Spielen im Sommer war die Stimmung richtig gut.

Sebastian Waltl
Editor

Er hat durchaus recht, die Übergangsregelung zum Aufstieg für die nächsten zwei Jahre erhöht die Chancen, aufzusteigen. Aber das ein Los darüber entscheidet, wer aufsteigt und wer nicht, das finde ich nicht gut Dann hätte man lieber eine Aufstiegsrunde machen sollen mit allen Meistern.

Bei einer Reduzierung auf 4 Regionalligen werden einige Vereine der momentanen Regionalliga Bayern absteigen müssen. Andere, zum Beispiel Memmingen oder Rosenheim, werden sich wahrscheinlich gut überlegen, ob das wirklich Sinn macht.
Wenn z. B. Memmingen zu Auswärtsspielen nach Cottbus, Leipzig usw. fahren muss, macht es keinen Sinn, dort ohne Übernachtung hin zu fahren. Und dadurch kommen schnell mal 3.000 bis 4.000 Euro zusätzliche Kosten für so ein Spiel zusammen. Das macht für kleinere Vereine mit einem Jahresetat von 150.000 bis 250.000 durchaus einiges aus.