Ein kleiner, aber durchaus frecher Fauxpas der Unterföhringer

Für die Organisation des Spiels in Heimstetten bekam der FC Unterföhring ein großes Lob von Seiten der Vereinsführung des TSV 1860 München. So zumindest äußerte sich der Pressesprecher bei der anschließenden Pressekonferenz. Allerdings, das muss man doch sagen, waren die Einlasskontrollen nicht optimal organisiert. Das Spiel musste um 15 Minuten verlegt werden, weil viele um 14.00 Uhr noch gar nicht im Stadion waren. Im Prinzip gab es nämlich für den Block C der Ultras einen eigenen Eingang und schließlich für alle anderen Blöcke einen Weiteren. Definitiv zu wenig. Dort bildeten sich große Schlangen. Der Anpfiff musste verschoben werden. Auch hätte man den Verkauf von Fleisch und Wurst vom Bier- und Getränkeverkauf trennen sollen. Dann hätte man auch dort kleinere Warteschlangen gehabt. Ansonsten zeigte sich der FC Unterföhring jedoch als guter Gastgeber und man konnte sich durchaus wohlfühlen in Heimstetten.

Einen Fauxpas leistete sich der FC Unterföhring dann aber in jedem Fall. Wer eine Tasche mit hinein bringen wollte, der musste diese natürlich kontrollieren lassen. Und bekam schließlich ein Einlassband. Auf dem war ausgerechnet das Logo des FC Bayern zu sehen. Im Endeffekt ein absolutes No-Go. „Restbestände“, wie uns einer der Securitys kleinlaut erklärte. Eine Verantwortliche des FC Unterföhring schüttelte den Kopf und stimmte uns zu: „Ich habe das auch schon gesagt, das geht gar nicht. Nicht wenn die Löwen kommen!“

Ob es die Entscheidung von Franz Faber, dem Präsidenten des FC Unterföhrings, war, wissen wir nicht. Klar ist, dass er ein bekennender FC Bayern-Fan ist. Vor dem Spiel hat er das auch klar zum Ausdruck gebracht. Absicht wollen wir ihm natürlich nicht unterstellen. Aber es hat durchaus einen Beigeschmack. Bei Spielen gegen den TSV 1860 München sollte man tunlichst einen solchen Fauxpas vermeiden. Vor allem im Hinblick auf die erhöhten Ticketpreise, hätte man sich dann doch für ein paar Euro das richtige Equipment leisten können. Das hat auch etwas mit Respekt zu tun.

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