Erneut behauptet die Abendzeitung, dass das Sportbudget des TSV 1860 München bereits ausgeschöpft ist. Doch die Planung ist überhaupt noch nicht abgeschlossen. Es wird dabei durchaus der Verdacht geweckt, dass hier bewusst bei den Fans Stimmung gemacht werden soll.
„Der Verein“ (gemeint ist die Profifußball KGaA) sei mit der Vertragsverlängerung von „Verlaat an die Schmerzgrenze gegangen“, behauptet die Abendzeitung. „Im Rahmen einer seit mehreren Jahren neu ausgerufenen Gehaltsobergrenze hat Finanz-Geschäftsführer Oliver Mueller die Stand jetzt 4,5 Millionen Euro Etat mit dem Verbleib des Niederländers ausgereizt“, so das Boulevardblatt. Woher der Journalist diese Information hat, wird nicht erläutert. Von der Geschäftsführung in jedem Fall nicht. Wer hat Interesse, dass derartige Informationen gestreut werden?
Verlaat sei für die Löwen „so wertvoll, dass die Sechzger bei ihrer Kaderplanung scheinbar ins Risiko gehen und auf zahlreiche Dauerkartenvorverkäufe und gute Sponsorenerlöse hoffen“, heißt es weiter. Dieser Satz macht keinen Sinn. Denn sowohl der Ticketverkauf als auch die Sponsorenerlöse sind in den 4,5 Millionen bereits eingerechnet – auf dem gleichen Niveau wie in der Saison vorher. Sollte darüber hinaus Geld erwirtschaftet werden, müsste der Aufsichtsrat, und damit federführend HAM International, diese Mehreinnahmen freigeben. Die Geschäftsführer haben also gar keine Möglichkeit selbstständig über die 4,5 Millionen zu planen. Und es ist unwahrscheinlich, dass sie ins Risiko gehen, indem sie auf eine Sportbudget-Erhöhung spekulieren. Das wäre sogar fahrlässig.
Doch ist das Budget tatsächlich ausgeschöpft, wie die Abendzeitung behauptet? Wer auch immer diese Information an das Boulevardblatt weitergetragen hat, möchte wohl für Unruhe sorgen. Er betreibt im Endeffekt Wahlkampf für die Verwaltungsratswahlen im Juni. Es wird die Mär gestreut, dass die Löwen in jedem Fall auf eine Budgeterhöhung angewiesen sind, und dass das nur mit Leuten im Verwaltungsrat möglich ist, „die Ismaik positiv gegenüberstehen“ (Zitat des BR). Denn über die Medien wurde auch die Behauptung gestreut, dass Ismaik die Verwaltungsratswahlen abwartet und erst dann über eine mögliche Budgeterhöhung entscheidet.
Ausgeschöpft ist das Budget zumindest unseren Informationen nicht. Wir haben jedoch keinerlei Zahlen vorliegen, und das ist auch gut so. Das Budget ist vor allem auch deshalb nicht ausgeschöpft, weil im Sommer Verträge auslaufen. Bei mindestens einem Spieler wird dann ein Gehalt frei von dem man gleich zwei neue Spieler verpflichten kann. Es ist also mehr die Frage, wie die Geschäftsführung mit den vorhandenem Budget umgeht. Die Planung hierzu ist nicht einmal annähernd abgeschlossen, geschweige denn öffentlich gemacht. Demzufolge ist die Mär vom bereits ausgeschöpften Sportbudget zum einen eine Milchmädchenrechnung und zum anderen, so zumindest sieht es aus, eine Stimmungs- und Panikmache. Mit 4,5 Millionen ist definitiv ein Kader planbar.
Sollten Ismaik und die Geschäftsführung das Budget erhöhen wollen, gibt es eine faire Lösung. Er könnte rechtzeitig vor der Saison der Profifußball KGaA eine Summe x zur Verfügung stellen, die vergleichbar mit der Millionensumme ist, mit der sein Mitgesellschafter (der e.V.) das Nachwuchsleistungszentrum finanziert und die KGaA entlastet. Statt jedes Jahr die KGaA mit einer Brückenfinanzierung abzusichern und kurz vor der Saison scheibchenweise Etat freizugeben.


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