Wie viel Politik, gesellschaftliche Themen oder Religion ist sinnvoll in einer Pressekonferenz eines Drittligisten? Diese Frage kann man sich durchaus bei den Löwen stellen. Denn Chefcoach Michael Trainer äußert sich gerne mal zu Themen außerhalb des Sports. So auch nach dem Spiel gegen den TSV Havelse. Wo er nicht nur die Gefängnisstrafe von Boris Becker scharf kritisiert, sondern auch Waffenlieferungen an die Ukraine.
Ob Michael Köllner Trainer bei den Löwen bleibt? Die Diskussionen findet Köllner „Käse“. Die Begründung ist durchaus ein wenig hergeholt. „Es geht immer darum, bleibe ich jetzt Trainer. Ein Käse ist doch das. Ich hab das vor dem Spiel gesagt. Da passieren andere dramatische Dinge, da ist das doch scheiß egal ob ich vier Wochen länger hier bin oder nicht.“ Die Antwort gibt Köllner auf die Frage, ob die Mannschaft der Herzinfarkt eines Allesfahrer beschäftigt.
Kritik an Unterstützung der Ukraine
Köllner holt weiter aus: „Dann liefern wir Waffen in die Ukraine. In der ganzen Welt ist die letzten zwanzig, dreißig Jahre alles mögliche passiert. Da hat sich kein Arsch in unserer Bundesregierung dafür interessiert was in Afrika, was in Asien ist. Jetzt ist in der Ukraine was, da meinen wir, wir müssen denen jetzt besonders helfen. Das verstehe ich nicht, weil das so ein Haltungsbruch ist.“ Vor allem Waffenlieferungen kritisiert der Löwen-Trainer. „Jetzt auf einmal sind wir die Ersten, die in die Ukraine Waffen liefern. In ein Land das weder in der EU ist, noch in der NATO, noch haben wir irgendwas mit denen zu tun. Ist im Sudan irgendwas, dann juckt es uns auch nicht. Sowas ärgert mich. Wenn wir so sind, dann sollten wir uns überall einmischen. Dann mischen wir uns in Afghanistan ein, überall…, aber das machen die nicht. Das ist von unserer Bundesregierung eine Katastrophe. Wir lernen nichts draus. Wir meinen, mit Waffen können wir dieses Thema beseitigen. Wir haben im 2. Weltkrieg nichts gelernt anscheinend und jetzt fangen wir mit dem Thema wieder an.“ Beendet wird der politische Diskurs von Köllner damit, dass er zu dem Thema „weniger viel zu sagen habe“ und das eh keinen interessiere was er dazu sagt.
Boris Becker sei schlecht beraten …
Und auch ein weiteres Thema bringt Köllner: „Das sie jetzt gestern den Boris Becker einsperren mit zweieinhalb Jahren, das beschäftigt mich auch. Weil, der konnte auch nichts dafür. Der ist einfach Scheiße beraten worden. Die sollten seine Berater einsperren. Lebenslänglich.“ Boris Becker bekam wegen des Verstoßes gegen das britische Insolvenzgesetz am Freitag eine Haftstrafe.
Die Pressekonferenz findet ihr hier: 3:0 gegen TSV Havelse – die Pressekonferenz des TSV 1860 nach dem Spiel
Eure Meinung ist gefragt:
Sin derartige Themen in einer Pressekonferenz nach dem Spiel angebracht? Was haltet ihr von den Äußerungen des Löwen-Cheftrainers?
Titelbild: IMAGO / Ulrich Wagner

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