Ex-Präsident Cassalette: “Wären wir nicht abgestiegen, würden wir jetzt oben mitspielen.”

10
1688
Zeitung

Ex-Präsident Cassalette meldet sich in der Abendzeitung zu Wort

Vielen wird vor allem eines in Erinnerung bleiben, wenn sie an Peter Cassalette denken. An die Flucht des damaligen Präsidenten nach dem Abstieg und das anschließende Untertauchen. Nun meldet er sich wieder zu Wort und tritt kräftig nach. Vor allem gegen den Verwaltungsrat. Aber auch gegen Abteilungsleiter Beer.

“… bekomme die Krätze”

Ins Grünwalder Stadion möchte Cassalette nicht, wie er der AZ erzählt, auch wenn man es ihm angeboten habe: “Die Wunde muss aber noch weiter verheilen.” Sponsoren und Freunde hätten ihn angesprochen. Doch der Verein habe ihm zu viel Energie gekostet. Auch seine Frau würde sagen, er wäre extrem gealtert. Für die Zukunft gibt der ehemalige Präsident eine Prognose: “Steigt man nicht auf, ist die ganze Euphorie wahrscheinlich auch schnell wieder vorbei.” Ulla Hoppens Antrag sei zudem ein Witz. Der Verein hätte es im Vorfeld verhindern müssen. Auch gesundheitlich geht es Cassalette scheinbar nicht gut. Wenn der Ex-Präsident höre, der Verein müsse sich nun wieder dem Investor nähern, dann bekomme er die Krätze. Eine durch Parasiten verursachte Hauterkrankung.

Verständnis für Ismaiks Lizenzverweigerung

Für Hasan Ismaiks Zahlungsverweigerung im Hinblick auf die Lizenz für die 3. Liga zeigt Cassalette Verständnis. “Was würden Sie tun, wenn Sie als Investor aus dem eigenen Verein heraus immer wieder angegriffen werden?”, sagt er der Abendzeitung und schimpft auf Roman Beer, der bei der Abteilungsversammlung der Fußballer Stellung gegenüber dem Investor bezog. Und auch das “Scheichlied”, von dem sich Verwaltungsratsvorsitzender Markus Drees nur “mühsam distanzierte” sei als Angriff zu werten.

“Ismaik wird seine Anteile nicht unter Wert verkaufen”, erklärt Cassalette. Er selbst wäre sogar angesprochen worden, ob er nicht vermitteln würde. Von einem anderen Interessenten.

Cassalette über seine Amtszeit

Zu seiner eigenen Amtszeit ist er weitaus weniger kritisch. “Wären wir nicht abgestiegen, würden wir jetzt oben mitspielen”, meint Cassalette. Hätte man die Klasse gehalten, dann wäre es in die andere Richtung gegangen. Auch mit deutschen Spielern aus der Bundesliga war man schon im engen Kontakt. Weil selbst Ismaik erkannt habe, dass die von ihm gewünschte Multi-Kulti-Truppe nicht wirklich funktioniere.

Das gesamte Interview findet Ihr hier: Cassalette meldet sich zu Wort

10
Hinterlasse einen Kommentar

Please Login to comment
6 Comment threads
4 Thread replies
1 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
8 Comment authors
Landshuter LoeweBanana JoetomandcherrySebastian WaltlLoewen1860 Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Landshuter Löwe
Editor
Landshuter Löwe

Ex-Präsident Cassalette: “Wären wir nicht abgestiegen, würden wir jetzt oben mitspielen.”

Sorry, aber von was träumt der in der Nacht?

Banana Joe
Mitglied
Banana Joe

Mund halten, Casanocchio!

Sebastian Waltl
Editor

Da fällt mir wieder der Spruch des Jahres von Lothar Matthäus ein: “Wäre wäre Fahrradkette”

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

@ Sebastian Waltl

Da hätte er während seiner Amtszeit besser mal den Sand nicht in den Kopf gesteckt… 😉

Sebastian Waltl
Editor

Vielleicht denkt er immer noch: “I hope we have a little bit lucky.” 😂

SechzgeMax
Mitglied

Im Forum wurde eigentlich schon alles dazu gesagt: https://forum.loewenmagazin.de/viewtopic.php?f=63&t=122

blau91
Mitglied
blau91

“Wären wir nicht abgestiegen, würden wir jetzt oben mitspielen”, 
Dass Herr C. aber Mitschuld trägt am Abstieg davon redet er nicht. Er hat den Weg der blinden Neuverschuldung des Vereins aktiv mitbegleitet. Es ging ja nicht darum in vernünftigen Schritten eine qualitativ bessere Mannschaft aufzubauen. Es musste ja der große Wurf innerhalb kürzester Zeit sein. Blind wurden Spieler aus allen Herren Länder gekauft und geliehen. Damit es auch tatsächlich klappt musste auch noch ein Starttrainer für teures Geld her. Der Ausgang ist bekannt. Herr C. war der erste der gegangen ist. Und jetzt mag er nicht einmal ins Stadion gehen. Wieder ein Heuchler mehr der auf der Strecke geblieben ist.
Zugegeben, er hatte es geschafft, dass der Investor seinen Geldbeutel aufgemacht hat. Dass er damit die Schulden seines doch so geliebten Vereins in astronomische Höhe getrieben hat, davon redet er nicht. Ich nehme es ihm durchaus ab, dass er selbst in der Zeit seines verantwortungsvollen Amtes auch viel Kraft gelassen hat. Er wird aber immer als Abstiegspräsident in Erinnerung bleiben, der am Tiefpunkt des Vereins als erster das Schiff verlassen und nur verbrannte Erde hinterlassen hat. Da wäre etwas mehr Selbstkritik durchaus wünschenswert.

Loewen1860
Mitglied
Loewen1860

Und genau das werd ich ihm niemals verzeihen, dass er dann das Boot verlassen hat! Du sprichst hier genau mit meinen Worten. Von uns wahren Fans ist übrigens keiner gegangen. Wir stehen mehr als je hinter Mannschaft u Verein.

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

blau91

“Er wird aber immer als Abstiegspräsident in Erinnerung bleiben, der am Tiefpunkt des Vereins als erster das Schiff verlassen und nur verbrannte Erde hinterlassen hat.”

Immerhin hat er dadurch ein Alleinstellungsmerkmal in der an Tiefpunkten nicht gerade armen 60 München-Historie erreicht.

Baum
Mitglied
Baum

Unglaublich der Mann. An nichts will er schuld sein. Immer sind die anderen schuld nur er nicht. Ob ihm bewusst ist wie viele Schulden er der KGaA durch sein Handeln aufgehalst hat?