Sie verschwanden beide ohne große Begründungen aus ihren Ämtern im Verein. Kommt es nun zum Comeback von Cassalette und Stimoniaris?

Wie die Abendzeitung berichtet, könnte der ehemalige Präsident Peter Cassalette und der ehemalige Verwaltungsrat Saki Stimoniaris zum TSV München von 1860 als Kandidaten für den Aufsichtsrat zurückkommen. Gerade bei Stimoniaris, der am vergangenen Sonntag in Abu Dhabi gesichtet worden war, schien dieser Schritt fast schon voraussehbar.

Ob es die richtige diplomatische Entscheidung aus der Sicht von Investor Hasan Ismaik wäre? Präsident Cassalette trat im Sommer zurück. Er musste sich viel Kritik anhören, da er während dem laufenden Relegationsspiel einfach verschwand und danach auch nicht mehr für Interviews zur Verfügung stand. Ein eher unschmeichelhafter Abgang des damaligen Präsidenten, der den TSV zu einer Notlösung zwang: Robert Reisinger wurde als Interims-Präsident eingesetzt. Monatelang äußerte er sich nicht, kam dann aber in der Presse zurück und kritisierte die demokratischen Entscheidungen auf der Mitgliederversammlung. Auch Saki Stimoniaris steht in der Kritik. Er trat kurz vor Weihnachten ohne große Begründung zurück. In seiner Zeit als Verwaltungsrat nahm er selten an Sitzungen teil.

Quelle: Ex-Präsident Peter Cassalette: Comeback bei 1860!

Foto: (c) TSV München von 1860

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Stepanek
Leser

Merkur und tz melden hier schon den Vollzug der Personalveränderungen:
Opposition bringt sich bei 1860 in Stellung – Görlitz unwahrscheinlich (19.01.18)
https://www.merkur.de/sport/tsv-1860/tsv-1860-guenther-gorenzel-soll-sportchef-werden-9539470.html

Sebastian Waltl
Redakteur

Ich weiß nicht, ob ich es jetzt nicht vielleicht zu optimistisch sehe, worauf ich auch bei anderen Themen bereits hingewiesen wurde. 😉
Aber ich hab mir mittlerweile meine Meinung gebildet, die wohl etwas anders ist als die der anderen Leute, die hier kommentieren.
Ich möchte vorab sagen, dass ich über diese zwei Personen im Aufsichtsrat auch nicht ganz glücklich wäre, vor allem über Casalette.

Allerdings kann man die Sache auch etwas anders sehen: Die beiden würden im Aufsichtsrat sehr wahrscheinlich die beiden Verwandten von Hasan Ismaik ersetzen. Diese sprechen kein Deutsch, haben überhaupt keine Kontakte in der deutschen Wirtschaft und sind anscheinend genau so selten anwesend wie Hasan Ismaik selbst. Es drängt sich nicht gerade der Eindruck auf, dass sie sich viel für Sechzig engagieren.
Nun sollen möglicherweise Casalette und Stimoniaris in den Aufsichtsrat kommen. Diese sprechen Deutsch und kennen sich im Gegensatz zu ihren Vorgängern wahrscheinlich deutlich besser in der deutschen Wirtschaft aus, was sich im Bezug auf Sponsoren auch positiv auswirken kann. Außerdem kennen sich beide durchaus im Verein aus, vor allem Casalette.
Stimoniaris hat zwar bisher nicht mit großem Engagement im Verwaltungsrat des e. V. geglänzt. Das er die Dokumente weiter gegeben hat, ist zwar wahrscheinlich, aber Stand heute noch nicht zu 100 Prozent bewiesen.
Bereits durch seine Bewerbungsrede für den Verwaltungsrat hat sich gezeigt, dass es ihm hauptsächlich um die KgaA geht. Wahrscheinlich ist er dort besser aufgehoben.
Außerdem kann es durchaus Vorteile haben, wenn ein Mann von einem großen Sponsor (MAN) im Aufsichtsrat sitzt. Auch um den Kontakt zu MAN zu stärken. Übrigens sitzt im Aufsichtsrat auch ein Vertreter der Bayrischen.
Während Stimoniaris momentan bei den Fans lediglich stark angeschlagen ist, ist Casalette bei großen Teilen der Fans immer noch unten durch. Allerdings hat auch er Erfahrung als Manager, die er vielleicht in der KgaA gewinnbringender einbringen kann.
Außerdem sind beide der deutschen Sprache mächtig und leben nicht tausende Kilometer weit weg. Wahrscheinlich wird zumindest Casalette und ich vermute auch Stimoniaris deutlich öfter an den Sitzungen teilnehmen als Hasan Ismaiks Verwandte.

Was ich mit diesem Kommentar sagen möchte:
Ich bin sicherlich nicht glücklich, wenn die zwei in den Aufsichtsrat kommen. Ich hätte die beiden auch nicht unbedingt als “herausragende Münchner Persönlichkeit” gesehen.
Aber man muss das ganze nicht unbedingt komplett negativ sehen. Wenn man will kann man die Sache auch ein wenig positiver sehen. Wobei ich durchaus verstehe, dass das vielen schwer fällt.
Sollten die beiden in den Aufsichtsrat kommen, dann sollten wir ihnen eine neue Chance geben. Arg viel zu sagen haben sie momentan eh nicht bzw. sie können bei der momentanen Führung des e. V. im Aufsichtsrat der KgaA “nicht viel kaputt machen”. Und es ist ja durchaus möglich, dass sie dort mehr Positives bewirken als in ihren vorherigen Ämtern.

Mit anderen Worten:
Regt euch deswegen nicht zu sehr auf und seht diese Sache nicht zu negativ. Ein echter Löwe lässt sich doch davon nicht unterkriegen. 😉

tomandcherry
Leser

Schön langsam wird’s so richtig albern?!?

Derjenige, der so schnell wie noch kein anderer amtierender Präsident bei 60 München sein Amt “zur Verfügung gestellt hat”, der noch vor nicht allzulanger Zeit in einer Münchner Boulevardzeitung davon sprach, “emotional so weit weg von 60 zu sein”, also derjenige möchte sich nun für ein AR-Amt der KGaA “empfehlen”?!?

Ist er jetzt die “Münchner Persönlichkeit”, die uns der “größte Löwenfan seit Erfindung der koffeinfreien Cola” so kryptisch angekündigt hat?

Wenn dem so wäre, dann…

Ja, dann lande ich wieder bei meiner Ausgangsfrage/-aussage in diesem Kommentar.

Konterhoibe
Leser

Ich bin ja gespannt ob, sollten die beiden für HI in den AR aufrücken, sie sich dann auch zu den Heimspielen ins Stadion trauen. Das könnte für beide, vorallem aber für Cassalette glaube ich richtig ungemütlich werden.

1860 forever
Leser

Sollen das die beiden Münchner Persönlichkeiten sein, von welchen Ismaik in seinem tollen FB Post sprach?

Landshuter Löwe
Leser

@Werner
Die sind im Aufsichtsrat der KG als Vertreter der HAM und müssen natürlich die Vorstellungen des GröFaZ (“größer Fan aller Zeiten”, sorry musste sein, ohne irgendwelche Zusammenhänge herstellen zu wollen) vertreten. Mehr Möglichkeiten gegen uns zu arbeiten haben die auch nicht.

ELIL

Frank

Werner
Leser

Wir müssen das verhindern, die werden doch nur gegen uns arbeiten

Einbegga_Loewe
Leser

Hallo Arik und Tami, ich hoffe doch eure Berichterstattungen bleiben weiterhin so neutral und sachlich, denn wenn ich seit ein paar Tagen die Kommentare hier lese, habe ich den Eindruck, dass es sich langsam genauso entwickelt wie beim anderen Blogbetreiber.Nur hier halt für die andere Seite. Es wäre schön, wenn sich ALLE Fans mal wieder vereinen würden und sich nicht ständig gegenseitig zerfleischen.Jedem seine Meinung, aber bitte ohne Hetze. ELIL

LNHRT
Leser

Der beste Präsident den wir seit Wildmoser hatten taucht wieder auf, wenn vermutlich auch meilenweit vom e.V. entfernt. Was für eine freudige Überraschung. Stimoniaris fühlt sich möglicherweise in der KGaA auch wohler als im e.V.. Oder ändert er dann auch nach sechs Monaten seine Meinung? Gut, dass Cassalette nicht vor kurzem noch schön gegen den e.V. geschossen hat. An Lächerlichkeit kaum zu überbieten, sollte es tatsächlich so kommen. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass die gestrige Stellungnahme des e.V. mit der Androhung rechtlicher Schritte nicht von ungefähr kommt. Könnte abhängig von bestimmten Aktionen bzw. personellen Entscheidungen gemacht werden…

Kranzberg
Leser

Cassalette als Ismaik-Vertrauter und -Statthalter? Da kann man ja durchaus Rückschlüsse ziehen, inwiefern während seiner Präsidentschaft e.V-Interna an den Investor weitergereicht wurden.
Wenn die Email von Drees von “Nadelstichen” sprach, darf man das getrost wieder mal als “Ismaik-Holzhammer” bezeichnen.

Baum
Leser

Naja, diese Personalwahl (sollte sie denn wirklich so stimmen) zeigt, das der Investor immer noch nichts dazugelernt hat. Casalette ist total “verbrannt” beim Verein und einem Großteil der Anhänger und Stimoniaris ist zumindest “leicht angeschlagen”.
Was will er damit erreichen? Soll das eine reine Provokation sein? Oder hofft er, mit dieser Entscheidung den Spaltkeil noch tiefer zwischen die Fans und Mitglieder zu treiben?
Für mich ist es mittlerweile absolut klar, das ein “gemeinsam” mit dem Investor definitiv nicht möglich ist. Und das ist scheinbar nicht nur vom e.V. nicht mehr gewünscht sondern auch vom Investor. Da kann er noch so scheinheilig betonen das er ja gerne mit dem Verein zusammenarbeiten möchte. Das Märchen glaubt doch (außer ein paar Verwirrte) eh keiner mehr. Das bockige Kind bekommt nicht was es will und ist jetzt in der maximalen Trotzphase angekommen.

Sebastian Waltl
Redakteur
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Muckl
Leser

Das kann doch eigentlich nur ein schlechter Scherz sein!