Am vergangenen Freitag hatte die Abendzeitung Robert Reisinger (Präsident TSV 1860 München) und Manni Schwabl (Präsident SpVgg Unterhaching) im gemeinsamen Interview. Die Fragen stellten Patrick Mayer und Matthias Eicher.

„Wir planen nicht mit dem Aufstieg, aber wir müssen für den Fall gerüstet sein…“

Dass man die Stadiondiskussion öffentlich nicht diskutieren möchte stellte Robert Reisinger bereits vergangene Woche gegenüber dem Löwenmagazin klar. Verständlich ist jedoch, dass die Boulevard-Zeitung genau auf diese Fragen eine Antwort möchte. Denn es ist das Reizthema Nummer 1. Präsident Robert Reisinger antwortet, wenig überraschend, relativ nüchtern und besonnen. Zuerst widerspricht er der Schlagzeile der Abendzeitung von vergangener Woche. Die AZ hatte behauptet, 1860 plane bereits den Durchmarsch. „Wir planen nicht mit dem Aufstieg, aber wir müssen für den Fall gerüstet sein, sollte er uns in den Schoß fallen. Alles andere wäre aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Wahnsinn“, sagt der Löwen-Präsident. Er betont, dass die Wurzeln in Giesing liegen. Der Verein arbeitet an diesem Thema intensiv: „Wir arbeiten derzeit ein Konzept aus, damit die Stadt weiß, was ein Umbau kosten würde und wir wissen, woran wir uns als Mieter beteiligen können. Es kann jedenfalls nicht kleingeredet werden, dass wir ein Stadtteilverein sind.“ Reisinger stellt klar, dass er die Stadt in keiner Weise in einer Bringschuld sieht: „Wir dürfen nicht vergessen: 1860 hatte 20 Jahre lang kein Interesse, im Grünwalder Stadion zu spielen. Wir sind es, die zuerst aufzeigen müssen, was wir wollen und wie wir es umsetzen können. Dann ist die Stadt gefragt.“

Das Interview ist in zwei Teile aufgegliedert. Wir gehen davon aus, dass morgen der zweite Teil veröffentlicht wird.

Den ersten Teil findet Ihr hier:

Schwabl: „Es geht um dreieinhalb Punkte – mindestens“

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jr1860
Leser

irgendwie fehlt da das Wichtigste…
„In welcher Größenordnung könnte sich die Kapazität bewegen?
Momentan läuft ja ein Antrag, der eine Kapazität von 18.600 Zuschauer prüft. Ich finde, 20.000 Zuschauer inklusive Modernisierungsmaßnahmen und einem VIP-Bereich wäre eine Hausnummer für uns.“

wie schon im andere Thread geschrieben:

Finde und fand Reisinger schon immer gut, aber er wird immer besser 🙂
Weiter so! In kleinen Schritten zum grossen Erfolg

PS: Nur die Anzeigentafel muss bleiben, die ist Kult und gehört zum Inventar!
Kann man ja vors Polizeigebäude eine 2. Tafel hinschrauben…

Reisinger ist einfach der perfekte Präsident in der gegenwärtigen Situation. Vielen Dank für das Engagement

Tami Tes
Redakteur

Oh ja… ich würde die Anzeigetafel auch vermissen. Es ist klar, dass sie eine brauchen, weil man da noch einiges an Werbung laufen lassen kann. Von mir aus können sie sie ans/aufs Dach der Stehhalle oder Haupttribüne anbringen und eine Werbe-Dauerschleife laufen lassen… solange die alte Tafel bleibt und per Hand die Zahlen getauscht werden. Sie ist einfach Kult und hat einen Charme, der nicht ersetzbar ist.

Kranzberg
Leser

Die neue Anzeigetafel würde die alte nicht ersetzen, sondern wäre eine zusätzliche Lösung.

United Sixties
Leser

So ist es. Da haben die verbliebenen Verwaltungsräte nach dem Rücktritt der Marionette im Juni 2017 doch eine gute Wahl aus eigenen Reihen getroffen, die ja von den Mitgliedern deutlich bestätigt wurde. Dieses Präsidium wird hoffentlich in nächster MV 2019 noch deutlicher wiederbestätigt für einen konstant neuen bodenständigen Löwenweg.
Dies gilt auch zum weiteren Ausbau GWS!

Serkan
Leser

Reisinger, dieser blutige Amateur, hat doch keine Ahnung wie man in der Zeitung richtig fett Sprüche reißt. „Reiter muss jetzt liefern“ oder „Ein Ultimatum für die Stadt“ oder „Wir bauen ein eigenes Stadion im Gewerbegebiet von XY“ oder „50.000 Zuschauer, darunter brauchen wir nicht anfangen“, sowas in der Art. „Team Profifußball“-Style. Stattdessen muss ich mir jedes Mal verwundert die Augen reiben, wenn ich von ihm lese, weil ich mich nicht erinnern kann, wann wir zuletzt einen Präsidenten hatten, der derart bodenständig, ruhig und unaufgeregt seinen Kurs verfolgt. Ich gebe aber zu, ich hab den anfangs auch brutal unterschätzt, war eher skeptisch.

tomandcherry
Leser

@ Serkan

Ein sehr guter Kommentar.

Ich kann es ebenfalls nur begrüßen, dass ein Präsident des TSV München von 1860 e.V. mit realistischer Einschätzung der Situation, bodenständigem Auftreten und nachvollziehbaren Aussagen das Image unseres von ehem. „Präsidenten-Darstellern“ (die Namen sind hinreichend bekannt) ruinierten Herzensvereins wieder in ein besseres Licht stellt.

Leider gibt’s immer noch genügend „Durchblicker“ und „echte Fans“, die natürlich ganz genau wissen, dass es ein anderer Präsident wesentlich besser, erfolgreicher, etc. gemacht hätte. U.a. dieses „Team Profifußball“ mit seinen „Experten in jeder Beziehung“.