Der TSV 1860 München steht kurz vor dem Abschluss mit Hauptsponsor „die Bayerische„. Das bisherige Sponsorenpaket soll erhöht werden. Hinzu kommt ein zweites Paket.
Statt bislang 800.000 Euro zahlt „die Bayerische“ zukünftig in den kommenden beiden Jahren 1,35 Millionen Euro pro Jahr an den TSV 1860 München. Eine große Summe davon wird dabei auch für den Spieleretat zur Verfügung gestellt. Heute sollen die Verträge unterschrieben werden. Daniel Bierofka wird sich sicherlich freuen. Mehr Geld aus dem Sponsorentopf des Versicherungsunternehmens bietet mehr Spielraum für Verträge. Innerhalb des Gesamtpaketes gehen die Namensrechte des Nachwuchsleistungszentrums temporär an den Hauptsponsor. Das war Bedingung für das Sponsorenpaket II. Durchaus fair, denn bislang hat der TSV keinen müden Euro mit dem Namen des NLZ verdient.
Um den Deal abzuschließen, musste das Präsidium 50+1 ziehen. HAM International hat dem Sponsorendeal nicht zugestimmt. Stattdessen soll es ein Gegenangebot geben. Verzichtet man auf die Erweiterung des Sponsorings und stellt die Verhandlungen mit dem Hauptsponsor ein, bietet man stattdessen ein weiteres Darlehen an. Zwar niedrig verzinst, jedoch in Form von weiteren Schulden für die KGaA des TSV. Und auch nicht höher als das deutlich attraktivere Sponsoring, das man nicht zurückzahlen muss. Gerade mal 500.000 Euro bietet man an. Soviel, wie „die Bayerische“ als Sponsoring für die Namensrechte am NLZ zahlt.
Präsident Robert Reisinger hatte Hasan Ismaik angeboten, dass der Jordanier selbst mit einem Sponsoring den TSV 1860 München unterstützen könne. Zudem hätte er Genussscheine ebenfalls akzeptiert, sofern sie mit Sofortzahlung kommen. HAM International hat das abgelehnt. Wenn Geld fließt, dann nur in Form von weiteren Darlehen und einer damit verbundenen Erhöhung des ohnehin schon immensen Schuldenbergs.

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