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Würde der Freistaat das Grünwalder Stadion mitfinanzieren?

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Bayerns Ministerpräsident Söder will das Stadion in Nürnberg mitfinanzieren. Der Präsident der Löwen erklärte mit einem Augenzwinkern im Trainingslager, dass auch der TSV 1860 München gerne finanzielle Unterstützung beim Stadionbau annimmt. Allerdings ist man noch gar nicht so weit, derartige Möglichkeiten zu prüfen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im vergangenen Jahr dem 1. FC Nürnberg ein Finanzierungsversprechen für ein neues Fußball-Stadion gegeben. Dabei hat er erklärt, dass die Summe, die seitens der Stadt Nürnberg gezahlt wird, vom Freistaat drauf gelegt wird. Die Stadt Nürnberg will laut Medienberichten einen Beitrag von 30 Millionen zahlen, der Freistaat würde dann also weitere 30 Millionen dazu geben. Insgesamt schätzt man die Kosten auf deutlich mehr als 200 Millionen Euro. Die restliche Summe soll von Investoren und mit Krediten gedeckt werden.

Gernot Mang, Präsident des TSV 1860 München, hatte im Trainingslager diese finanzielle Spritze seitens des Freistaates erwähnt. Gegenüber dem Münchner Merkur macht er jedoch klar, dass er dies mit einem „Lächeln gesagt“ habe. Dennoch betont der Oberlöwe, man wolle „alles anzapfen, was geht. Genauso wie ich mit der Stadtspitze spreche, möchte ich auch mit der Landesspitze sprechen. Da geht es um Fördergelder. Es wäre falsch, da was unversucht zu lassen.“

Zu früh also, um darüber zu sprechen, ob seitens des Freistaates tatsächlich Fördergelder gewährt werden. Ein Antrag gibt es hierzu nicht, da es auch noch keine Machbarkeitsstudie seitens der Löwen gibt. Die würde auch erst mit der Stadt besprochen werden. Der Oberbürgermeister Dieter Reiter betonte erst vor wenigen Tagen, dass man hier in gutem Austausch ist. Und die Sache gemeinsam angeht.

Sonderförderung vs. Regelförderung

Das Portal db24 hat bei der Bayerischen Staatskanzlei dennoch nachgefragt. Geantwortet hat das Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration. Es lägen bislang keine Anfragen oder Anträge vor, erklärt das Ministerium. Man erläutert zudem:

„Allgemein sehen die Sportförderrichtlinien des Freistaats Bayern die Förderung von Anlagen, die im Trainings- und Wettkampfbetrieb im bezahlten Sport genutzt werden, nicht vor. Eine Regelförderung aus Sportfördermitteln kommt daher nicht in Betracht. Für eine Sonderförderung außerhalb der Regelförderung müsste der Haushaltsgesetzgeber gesondert eigene Mittel zur Verfügung stellen.“

Der TSV 1860 München kann also keine Regelförderung aus Sportfördermitteln für den Bau des Stadions an der Grünwalder Straße beantragen. Das ist aber auch nicht beim Stadionbau in Nürnberg der Fall. Ein solcher Antrag würde nämlich gar nicht an den Freistaat direkt gehen, sondern an den Bayerischen Landessportverband (BLSV). Denn der Sportverband wurde vom Freistaat Bayern mit der Aufgabe betraut, die „freiwillige staatliche Förderung für Vereinssportanlagen zu gewähren“ und an die jeweiligen Mitgliedsvereine auszuhändigen. „Durch die Gewäh­rung von Zuwen­dun­gen sollen die baye­ri­schen Sport­ver­eine in die Lage versetzt werden, selbst Sport­stät­ten zu errich­ten und zu erhal­ten, die sie für den unmit­tel­ba­ren Sport­be­trieb ihrer Mitglie­der benö­ti­gen“, heißt es seitens des BLSV. Und dafür legt der Freistaat jedes Jahr ein entsprechendes Budget fest. Für Projekte wie den geplanten Stadionbau in Nürnberg, oder eben auch in Giesing, ist dieses Budget natürlich nicht vorgesehen.

Die Löwen prüfen Fördergelder

Die Löwen müssen erst einmal gemeinsam mit der Stadt die Machbarkeitsstudie abschließen und auswerten. Daß die Löwen dann nicht über die Regelförderung an den Bayerischen Landessportverband herantreten, dürfte selbsterklärend sein. Dieser Topf beinhaltet jährliche Summen zwischen 15 und 30 Millionen. Im Jahr 2021 zum Beispiel rund 19 Millionen, im Jahr 2022 waren es rund 28 Millionen. Diese Gelder sind für alle Sportvereine in Bayern vorgesehen. Nicht für den Bau eines neuen Stadions.

Die Löwen müssten, sofern sie den Freistaat tatsächlich um finanzielle Unterstützung bitten wollen, eine Sonderförderung beantragen. Nichts anderes antwortet auch das Staatsministerium. Auf Anfrage des Löwenmagazins erklärt Gernot Mang noch einmal, dass man „alle finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen“ wird. „Dabei geht es auch darum, zu prüfen, welche Fördermittel vom Land oder auch vom Bund beim Stadionumbau helfen können. Wir werden gemeinsam mit der Stadt alle Optionen prüfen und besprechen.“ Das Ziel ist ein bundesligataugliches Stadion auf Giesings Höhen.

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Im Grünwalder Stadion

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