Wochenanzeiger: Reisinger beantwortet Leserfragen

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Präsident Robert Reisinger, TSV 1860 München
Präsident Robert Reisinger (c) sampics Photographie

Fragen an den Präsidenten des TSV 1860 München

Die angekündigte Frage- und Antwortrunde des Münchner Wochenanzeiger wurde veröffentlicht. Wir wollen an dieser Stelle auch gar nicht versuchen auf die einzelnen Fragen einzugehen, da sich jeder vermutlich selbst direkt im Wochenanzeiger ein Bild machen möchte. Dort findet ihr die Fragen und Antworten ungefiltert und ohne unser Hinzutun oder unsere mögliche Meinung. Gerne könnt ihr natürlich hier im Löwenmagazin im Anschluss daran auch diskutieren.

Fragen:

  • Wird das Testspiel beim Sheffield FC im Januar stattfinden?
  • Wie kann es weitergehen, wenn jeder im Verein (KGaA, e.V., Investor, Fans) in eine andere Richtung geht? Sollten wir nicht versuchen, alle im Sinne unseres Vereins am gleichen Strang zu ziehen und unsere persönlichen Kleinkriege sein zu lassen?
  • Wieso ist der Kooperationsvertrag geheim und ist nicht, zumindest in entscheidenden Passagen, den Mitgliedern zugänglich (z.B. zur Einsicht in der Geschäftsstelle)?
  • Wieso ist für die Mitglieder das Gutachten, betreffend den Beschluss der Mitgliederversammlung zum Hoppen-Antrag, nicht einsehbar oder wird veröffentlicht, immerhin wird dadurch ja eine Vorgabe durch das höchste Gremium nicht umgesetzt. Entsprechend sollte dieses Gremium auch informiert werden.
  • Welche Nachteile konkret hätte der Verein durch die Kündigung (außer, dass diese ggf. angefochten würde)?
  • Wie ist der Stand der Zustimmung durch den Verwaltungsrat?
  • Wie werden die Spendengelder aus div. Aktionen der Fußballabteilung des TSV verwendet und um welchen Betrag (nur Spenden aus Aktionen) handelt es sich hierbei circa?
  • Was hat Sie dazu bewogen, Präsident beim TSV 1860 München zu werden? Wie wird man Präsident?
  • Wer besitzt die Markenrechte beim TSV 1860 München? Wie werden diese benutzt? Und: Wer bekommt mein Geld, wenn ich einen Schal im Fanshop des TSV 1860 München kaufe?
  • Können Sie bitte verständlich darlegen, was es mit dem Antrag von Ulla Hoppen auf sich hat, und wie der derzeitige Stand dazu ist?
  • Gerade aus einer bestimmten Richtung sind Sie immer wieder Beleidigungen und Verunglimpfungen ausgesetzt. Wie gehen Sie damit um? Und: Warum stellen Sie die ständigen Anschuldigungen nicht richtig, sondern lassen sie – quasi unkommentiert – im Raum stehen?
  • Die Stadt hat die Kapazität des Sechzger-Stadions willkürlich auf 12.5000 reduziert. Wie viele Leute dürften denn baurechtlich ins Stadion?
  • Stimmt es, dass im Kooperationsvertrag mit Hasan Ismaik steht, dass es ihm verboten ist, gegen die 50+1-Regel vorzugehen?
  • Ist die Finanzierung der Dritten Liga auch ohne Mithilfe von Hasan Ismaik möglich?
  • Haben Sie versucht, mit Hasan Ismaik direkt Kontakt aufzunehmen, oder nur über Mittelsmänner?
  • Wann hört Markus Fauser auf und wann wird bekannt gegeben, wer sein Nachfolger wird?
  • Kann der e.V. es verhindern, wenn die 50+1-Regel fällt, dass Hasan Ismaik gegen einen geringen symbolischen Betrag die KGaA übernehmen kann?
  • Warum steht der Verein nicht zu 100 Prozent zum Grünwalder Stadion, auch für die 1. und 2. Liga? In Fürth, Darmstadt etc. ist dies auch möglich. In der 1. und 2. Liga erzielt man die Haupteinnahmen nicht mit Zuschauereinnahmen. Ein Stadion mit 20.000 Zuschauern reicht 1860. Wenn 1860 ein Stadion mit 40.000 Zuschauern benötigt, bräuchte der FC Bayern im Verhältnis ein Stadion für 500.000 Zuschauer. Mir ist nicht bekannt, dass es derartige Planungen gibt.
  • Wird mit der Stadt bereits über einen dauerhaften Verbleib und dafür notwendige und zukunftsfähige Umbaumaßnahmen diskutiert, wenn unterstellt wird, dass ein Neubau auf der »grünen Wiese« mittel- bis langfristig von keinem finanziert werden kann?
  • Was mir auf der Seele brennt: ich möchte gerne Fanartikel kaufen, um den Verein zu unterstützen und Flagge zu zeigen. Wichtig wäre mir zu wissen, wie viel Geld davon der Verein erhält und wie viel der Investor. Schade, dass entsprechende Anfragen bei Facebook gelöscht und nicht beantwortet wurden.
  • Welche Kosten zu Lasten des Vereins wurden durch das Rechtsgutachten zum Antrag, den Kooperationsvertrag zu kündigen, ausgelöst?
  • Wann und in welcher Form werden die Inhalte des Gutachtens kommuniziert?
  • Warum ist die rechtliche Prüfung des Antrags nicht vor dessen Zulassung zur Mitgliederversammlung erfolgt?
  • Welche Kosten kommen durch den vor dem OLG München verlorenen Rechtsstreit (Vereinsausschlussverfahren) mit dem Mitglied Kirmaier auf den Verein zu?
  • Wann findet das von Ihnen avisierte Gespräch mit Herrn Kirmaier statt?
  • Wann ist mit der Vorlage eines tragfähigen Konzepts der Gesellschafter für die KGaA (sportlich/finanziell, 3–5-Jahresplan) zu rechnen?
  • Durch welche Maßnahmen soll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der KGaA im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die 3. Liga nachgewiesen werden (sofern die HAM keine weiteren Mittel zur Verfügung stellt bzw. der Verein einer weiteren Darlehensaufnahme durch die KGaA nicht zustimmt)?

Die Antworten findet ihr hier:

Reisinger: »Klare und ehrliche Analyse der Gesellschafter nötig«

Diskussion zu den einzelnen Antworten

Solltet ihr auf einzelne Fragen bzw. Antworten Stellung beziehen, dann markiert zitierte Absätze bitte mit Anführungszeichen und Hinweis auf den Bericht im Wochenanzeiger, damit klar ist, was ihr dem Wochenanzeiger entnommen habt.

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Sebastian Waltl
Editor

Aus der Abendzeitung:

“Unser Mitgesellschafter hat sich im Rahmen des Kooperationsvertrages zur Einhaltung der Satzungen und Ordnungen des DFB und der DFL verpflichtet”, erklärte der Unternehmensberater im Leser-Interview mit dem Wochenanzeiger auf die Frage hin, ob es Ismaik gemäß Kooperationsvertrag verboten sei, gegen die 50+1-Regel vorzugehen. Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt, dass ein Vertragsverstoß des Mehrheitseigners nicht ausgeschlossen wird.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gesellschafterstreit-bei-1860-50-1-reisinger-ismaik-hatte-sich-dazu-verpflichtet.953b0214-e91b-4a6e-9019-a09ad5ced82b.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

Der letzte Satz davon ist durchaus interessant. Um ehrlich zu sein, dass gleiche habe ich mir auch gedacht, als ich die Antwort auf die von mir gestellte Frage gelesen habe.

Kranzberg
Mitglied
Kranzberg

Sehr gute Antworten, besonders seine Darstellung zur Wichtigkeit der eigenen Identität von 1860 finde ich hervorragend.

blau91
Mitglied
blau91

“Kann der e.V. es verhindern, wenn die 50+1-Regel fällt, dass Hasan Ismaik gegen einen geringen symbolischen Betrag die KGaA übernehmen kann?”

Mal für Doofe. Hab ich die Antwort auf diese Frage richtig verstanden? Wenn 50+1 fällt ist bereits jetzt klar, dass die GF GmbH (aktuell noch 100% e.V.) zu einem symbolischen Wert an die HAM Ismaik Dingsda abgetreten wird. Sprich wir haben in der KGaA zwar immer noch zwei Gesellschafterseiten aus e.V. und Scheich, aber das Zünglein an der Waage geht sofort an die Ismaikseite. Damit hätte er frei Fahrt aus der Marke 1860 das zu tun, wonach ihm gerade der Sinn steht. Ich weiß viele User des “anderen Bloggs” wollen ja genau das. Für mich wäre das ein Horrorszenario.
Und hab ich es auch richtig verstanden, laut Kooperationsvertrag hat sich Ismaik zur Einhaltung der bestehenden Regeln, dazu gehört auch die 50+1, verpflichtet? Dann hat er mit seiner Klage quasi gegen den selbst unterschriebenen Kooperationsvertrag verstoßen. Und das ist ja neben der ausbleibenden Zahlung für die Drittliga-Lizenz genau der Aufhänger für den Antrag von Ulla Hoppen, oder?
Im Ergebnis besteht dann also die Gefahr, das 50+1 fällt und Ismaik mit dem OG als neuen Pressesprecher Sechzig übernimmt. Bitte sag mir sofort einer, dass ich Fieber hab und dringend einen Arzt aufsuchen muss.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Da hast Du leider Recht. Wurde im Kooperationsvertrag so verankert. Leider. Betrifft genauer gesagt die Übernahme von 51% der GF-GmbH für 12750 Euro

Genauso sehr wie das hier:

“Doch es geht noch weiter: Der e.V. dürfe gemäß des Kooperationsvertrages keine Lizenz für eine erste Mannschaft zur Teilnahme am Spielbetrieb einschließlich der Dritten Liga und der Regionalliga beantragen. Das bleibt auch so, falls die KGaA insolvent geht. Heißt: Der e.V. dürfte erst ab der fünftklassigen Bayernliga eine erste Mannschaft anmelden. Ein Paragraph, der die Löwen daran hindert, ohne Ismaik einen Neubeginn zu starten.”

https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/so-sehr-knebelt-kooperationsvertrag-mit-ismaik-1860-8528446.html

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“Dann hat er mit seiner Klage quasi gegen den selbst unterschriebenen Kooperationsvertrag verstoßen.”

Sehe ich anders: Dass er die Satzungen von DFB/DFL – solange sie existieren – einhalten muss, ist klar. Das heißt für mich aber noch lange nicht, dass er nicht gegen diese vorgehen kann, wenn sie gegen bestehendes Recht (also z.B. EU-Recht) verstoßen. Außerdem klagt er nicht, sondern er hat Beschwerde beim Bundeskartellamt eingelegt. Das heißt, er lässt prüfen, inwieweit 50+1 gesetzeskonform ist, um dann möglicherweise einen Gerichtsentscheid herbeizuführen, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich denke also nicht, dass Ismaik mit seiner Beschwerde gegen den Kooperationsvertrag verstößt. Er lässt lediglich prüfen, ob die 50+1 Regel mit geltendem Recht konform geht. So sehe ich das zumindest.

blau91
Mitglied
blau91

Okay, danke für deine Ausführungen. Bin ich schon wieder ein bisschen schlauer. Nach meiner Meinung gibt es weiterhin nur eine vernünftige Zukunft für Sechzig, wenn beide Seiten an einem Strang ziehen. Eine erfolgreiche Mannschaft mit einem gewohnten Support wird es ohne e.V. und nur unter der Alleinherrschaft vom Scheich nicht geben.
Aber wollen wir mal nichts herbei reden. Herr Reisinger scheint ja wirklich ein vernünftiger und kompetenter Präsident mit klare Vorstellungen zu sein.

Kranzberg
Mitglied
Kranzberg

Und genau deswegen ist der Hoppen-Antrag so wichtig, denn durch die Aufkündigung des Vertrags könnte die Übernahme durch Ismaik verhindert werden.

HHeinz
Mitglied
HHeinz

Soweit wäre es noch nicht denn eine Abhängigkeit von Herrn Ismaik besteht nach wie vor (er hat so ziemlich alle Assets in der völlig überschuldeten KGaA vereint und er hockt auf der Merchandising GmbH) aber es wäre vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung.

Sebastian Waltl
Editor

Das Problem ist halt: Wenn man den Vertrag kündigt darf Ismaik verkaufen an wen er will, ohne den Verein auch nur darüber zu informieren. Damit würde dann nämlich auch das Vorkaufsrecht vom e. V. für Ismaiks Anteil wegfallen.

HHeinz
Mitglied
HHeinz

Der e.V. dürfte die Anteile gar nicht zurückkaufen und er hat auch nicht die finanziellen Mittel dafür, zumindest wenn wir über die Summen reden welche zuletzt im Raum standen.

Dieses Vorkaufsrecht ist für mich ein Phantom, zumal für mich noch nicht geklärt ist was passiert wenn Herr Ismaik z.B. die Gesellschaft verkauft welche die 60 % KGaA Anteile besitzt (HAM International Ltd).

Nimmt man die Werte in der KGaA Bilanz dann bekommt man vielleicht mit Mühe und Not noch 5 Mio. zusammen, dem stehen aber Zahlungsverpflichtungen >= 50 Mio. gegenüber. So etwas kaufen nur Spekulanten und die bezahlen dann vermutlich einen Mondpreis.

Gedankenspiel: Was würde denn passieren wenn die KGaA, aus welchem Grund auch immer, die Spiellizenz verlieren würde (eine Frage welche ich selbst nicht vollständig beantworten kann)?

Lasse
Gast
Lasse

Verliert die KGaA die Spiellizenz, bsw. durch Insolvenz, dürfte laut Kooperationsvertrag der e.V. keine Mannschaft oberhalb der 5. Spielklasse anmelden (siehe http://www.wochenanzeiger.de/article/193688.html). Mitglied im BFV ist allerdings der e.V. und nicht die KGaA. Ob dieser Passus also in der Praxis überhaupt Bestand hätte, ist zweifelhaft.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Bin ich jetzt doof oder sind bei einer Insolvenz nicht sämtliche Verträge hinfällig?
Im realen Geschäftsleben wird eine Insolvenz abgewickelt und dann geht es weiter ohne dass man geschäftsschädigende Altverträge einhalten muss.
Bitte um Aufklärung.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Also meines Wissens wurde der Vertrag ja zwischen den Gesellschaftern geschlossen, sprich zwischen der HAM und dem e.V. Das heißt, die KGaA ist kein direkter Vertragspartner.

HAM und e.V. wären von der Insolvenz der KGaA ja nicht direkt betroffen. Und die Klausel bezieht sich ja wiederum auf den e.V.

Dass eine Insolvenz der KGaA natürlich Auswirkungen auf den e.V. (hinsichtlich der Gemeinnützigkeit) haben kann, steht dann natürlich wieder auf einen anderen Blatt.

Ist aber jetzt bloß meine Vermutung.

Sebastian Waltl
Editor

“HAM und e.V. wären von der Insolvenz der KGaA ja nicht direkt betroffen.”

Wenn man rein vom finanziellen Teil ausgeht, magst du ja recht haben, aber große Problem bei einer Insolvenz der KGaA ist ein ganz anderes:
Bei der Ausgliederung im Jahr 2002 wurde so gut wie alles an die KgaA übertragen, um ausreichend Grundkapital zu haben. Das Gebäude auf dem Trainingsgelände wurde übertragen, zusätzlich jedes einzelne Teil.
Leider finde ich für das ganze keinen Beleg im Internet, aber ich bin mir sehr sicher, dass ich da so diesen Sommer gelesen habe:
Es wurden teilweise sehr seltsame Werte für manche Dinge angenommen. So wurden z. B. Dinge wie Bürostühle, Locher und so weiter mit einem Wert von 10.000 bis 20.000 Euro in den Ausgliederungsvertrag aufgenommen.
Weitere Highlights daraus war z. B. die Übertragung des “immateriellen Wertes Thomas Häßler” für 300.000 Euro oder die Übertragung der damaligen Putzfrau, die laut diesem Vertrag 100.000 Euro wert war.
Auch der Pächter des Grundstückes ist offiziell die KgaA.
Heißt konkret: Bei einer In der KgaA gehört dem e. V. so gut wie nichts mehr. Dann hat der e. V. weder ein Gebäude, noch ein Grundstück.

Also wäre der e. V. eben sehr wohl betroffen. Wenn die KgaA insolvent ist, kann das durchaus auch das Ende des e. V. sein.
Ich meine aber, dass bei der letzten Mitgliederversammlung per Antrag der e. V. beauftragt wurde, dieses Problem zu lösen. Leider finde ich auch dafür auf die Schnelle keine Belege, aber ich bin mir relativ sicher, dass es so war.
Das Ziel war da wohl, dass das Gebäude zurückübertragen wird und der e. V. wieder Pächter des Grundstücks wird. Inwiefern das allerdings bereits umgesetzt wurde, weiß ich leider nicht. Das werden wir dann vermutlich bei der nächsten Mitgliederversammlung erfahren.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Klar, da hast du schon recht. Ist mir soweit auch klar. Das hab ich unglücklich formuliert, ist mir selber aufgefallen.

Ich meinte nur, bezugnehmend auf die Frage von Klothilde (Bin ich jetzt doof oder sind bei einer Insolvenz nicht sämtliche Verträge hinfällig?), dass die KGaA ja ohnehin nicht Vertragspartner des Kooperationsvertrags ist. Sollte die KGaA insolvent gehen, wirkt sich diese Klausel ja auch nicht auf die KGaA, sondern auf den e.V. aus, da der e.V. als Vertragspartner eben keine Lizenz oberhalb der Bayernliga beantragen darf.

D.h. wenn der e.V. bei einer Insolvenz der KGaA überleben sollte, was nicht ausgeschlossen ist, sehe ich den Vertrag auch nicht als hinfällig, weil er ja zwischen e.V. und HAM geschlossen wurde.

Nachvollziehbar, was ich ausdrücken will?

Sebastian Waltl
Editor

Ja, jetzt verstehe ich, was du gemeint hast. Da hast du natürlich (leider) recht.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Der einzige Ausweg wäre (abgesehen vom Hoppen-Antrag oder der Neuaushandlung des Kooperationsvertrags) meines Wissens wohl die Insolvenz des e.V. mit anschließender Neugründung. Das wäre natürlich aber schon heftig. Da müssten dann u.a. wohl auch Name und Wappen (zumindest marginal) verändert werden…

Sebastian Waltl
Editor

Stimmt, das wäre echt heftig. Ich hoffe sehr, dass es so weit nicht kommen muss.

Irgendwie musste ich gerade an die Geschichte von Manchester United denken. Dort haben Fans vor zehn Jahren einen neuen Verein, den “FC United of Manchester” gegründet, weil sie keine Lust mehr auf ihren Investor hatten.
Dieser Verein wird ist im Besitz aller Mitglieder, wer dort als Mitglied eintritt muss Vereinsamteile kaufen.
Und trotzdem hat es der Verein mittlerweile bis in die sechste Liga in England geschafft.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/FC_United_of_Manchester?wprov=sfla1

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Was halt echt problematisch daran wäre, ist, dass dann alle Abteilungen des e.V. betroffen wären. Das wäre ein mittelschweres Desaster. Ganz abgesehen von den inzwischen über 22.000 Mitgliedern…

Sebastian Waltl
Editor

Da hast du absolut recht. Wobei man dann fast überlegen müsste, ob man den e. V. nicht so lässt und einfach nur die Fußballabteilung in einen neuen Verein überführt.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Keine Ahnung, inwieweit sowas möglich ist. Da fehlt mir das Hintergrundwissen zum Vereinsrecht…

Und abgesehen davon, ob wir für die überführte Fußballabteilung dann tatsächlich Vereinsstatus erlangen würden? Die Probleme gäbe es dort ja nach wie vor. Ich weiß nicht…

Sebastian Waltl
Editor

Also es muss in Deutschland möglich sein. Als RB Leipzig gegründet wurde, haben die vom SSV Markranstädt die gesamte Fußballabteilung inklusive aller Spieler und der Startrechte in den jeweiligen Ligen übernommen.
Die wichtigste Frage wäre dann halt, ob man dadurch von dem Vertrag zwischen Ismaik und dem e. V. wirklich ganz weg kommt oder ob der dann immer noch greift.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Dann müssten natürlich trotzdem zunächst mal die bestehenden Probleme hinsichtlich der Gemeinnützigkeit geklärt werden… Und das ist offensichtlich nicht so einfach.

“Die wichtigste Frage wäre dann halt, ob man dadurch von dem Vertrag zwischen Ismaik und dem e. V. wirklich ganz weg kommt oder ob der dann immer noch greift.”

Mein Gefühl sagt mir, dass man damit wahrscheinlich eher nicht aus dem Kooperationsvertrag rauskommen würde…

https://www.vereinswelt.de/details/article/die-herausloesung-einer-abteilung.html

Beantwortet zwar nicht die Frage, trotzdem nicht uninteressant. Bestätigt dich zumindest, dass eine Überführung einer Abteilung aus dem Gesamtverein in einen eigenen Verein grundsätzlich möglich ist.

Darin heißt es auch unter anderem, dass mit dem Gesamtverein bestimmte Dinge geregelt werden müssen, wie Nachfolgeregelung, Übertragung der Abteilungsfinanzen, Übernahme von Nutzungsrechten… Klingt eher danach, als würden die Verträge ebenfalls überführt werden…

Möglicherweise gibt’s zu diesem Szenario auch eine Klausel im Kooperationsvertrag…

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Gemeinnützigkeit des e.V. bei einer Insolvenz der KGaA meine ich mich zu erinnern, dass insbesondere das NLZ in eine Stiftung überführt werden sollte. Dazu kann ich bloß leider auch nichts mehr finden. Ich dachte, ich hatte das mal im Wochenanzeiger gelesen… Kann aber auch woanders gewesen sein…

HHeinz
Mitglied
HHeinz

Da kam raus was zu erwarten war aber es sind gute Fragen dabei gewesen. Aber jemand der zu manchen Fragen nichts sagen will sagt halt auch nichts. Er hat sich trotzdem gut verkauft.
Der Hinweis auf Dortmund und den Roten hinkt denn die Motive für ein Investment sind komplett unterschiedlich.

Tante Tornante
Mitglied
Tante Tornante

Ich denke auch, dass er sich insgesamt gut “verkauft” hat. Wir werden halt einfach noch abwarten müssen, die Entscheidungen bzgl. Kooperationsvertrag, neuer GF usw. stehen ja bald bevor.

Wirklich interessant war die Aussage zu Anteilseigner/Sponsor bei Bayern und dem BVB und dass dort die Anteileigner auch die größten Sponsoren sind. Das war ein deutlicher Wink an Ismaik…zu Recht!

Sebastian Waltl
Editor

Da stimme ich dir zu, der Wink für Ismaik ist absolut angebracht.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Stimmt! Das habe ich mir beim Lesen des Interviews auch gedacht… 😉

Sebastian Waltl
Editor

Auch wenn ich nicht von jeder Antwort wirklich komplett überzeugt bin, muss ich doch sagen, dass Reisinger souverän geantwortet hat.

Wenn man bedenkt, dass man bis gestern Abend um 19:00 Uhr Fragen einreichen konnte, muss man feststellen, dass er für die Beantwortung der Fragen keine große Bedenkzeit hatte. Gut, er konnte sich bestimmt denken, in welche Richtung die Fragen gehen.

Es freut mich zu hören, dass wenigstens ein Teil der Gewinne aus der Fanartikel GmbH an die KgaA gehen

Aber um ehrlich zu sein freut es mich viel mehr, dass in diesem Interview zum wiederholten Mal betont wird, dass die Finanzierung ddr dritten Liga auf jeden Fall ohne Zutun von Hasan Ismaik gesichert ist.

Es freut mich zu sehen, wie Reisinger ruhig und besonnen antwortet. Ich finde mit jedem Interview mit ihm mehr, dass er absolut der richtige Mann für das Amt ist.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

“Es freut mich zu sehen, wie Reisinger ruhig und besonnen antwortet. Ich finde mit jedem Interview mit ihm mehr, dass er absolut der richtige Mann für das Amt ist.”

Das alleine von den bisherigen Interviews abhängig zu machen, halte ich dann doch für verfrüht. Warten wir lieber noch ab, welche Lösungen uns schlussendlich präsentiert werden. Momentan hat Reisinger aber mein Vertrauen und auch die Beantwortung der Fragen wirkt auf mich sehr souverän.

Aber ganz allgemein gesprochen: Geredet wird oft viel, was dann davon eingehalten wird, steht am Ende oft auf einem anderen Blatt. Wir sollten Verantwortliche schon in erster Linie an Taten messen, weniger an Worten.

Trotzdem: Reisinger hat momentan mein volles Vertrauen. Ich glaube ihm seine Aussagen uneingeschränkt. Seine ruhige und sachliche Art tut dem Verein mehr als gut.

Sebastian Waltl
Editor

Vieles von diesem Eindruck, dass Reisinger absolut der richtige Mann ist, kommt vielleicht bei mir auch dadurch, dass es nun wirklich keine Kunst ist, dass er dieses Amt besser macht als die letzten Präsidenten.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Wobei der Präsident der Löwen immer eine undankbare Aufgabe hat. Allen kann man es überhaupt nicht recht machen…

Aber stimmt schon, rein von seiner Art her finde ich Reisinger bisher auch den Angenehmsten seit Langem. Und wenn die Dinge (z.B. die Drittligalizenz) dann auch so umgesetzt werden (wovon ich fest ausgehe), haben wir da mit Reisinger einen richtig Guten!

Landshuter Löwe
Editor
Landshuter Löwe

Hmm, im Prinzip gefällt mir seine ruhige und besonnende Art. Aber ich sehe auch keine relevanten neuen Informationen. Aber die Antworten waren eine “Werbung” für die nächste MV. Ich hoffe, da kommen mehr.