Es gibt noch keine Stellungnahme des TSV 1860 München zum Kündigungsantrag des Kooperationsvertrages zwischen den beiden Gesellschaftern des TSV 1860 München GmbH & Co. KgAA. Die tz München äußert sich am heutigen Samstag, einen Tag nach der Sitzung, dennoch. Offiziell sei es zwar noch nicht, eine Kündigung würde aber einen Rechtsstreit zwischen den beiden Gesellschaftern (e.V. und Ismaik) auslösen. Das würde an den grundlegenden Besitzverhältnissen nichts ändern.

Der Bericht: tz München – Noch keine offizielle Entscheidung, aber…

Keine Infos und dennoch etwas gesagt: Raum für viele Spekulationen, das wird man in den nächsten Stunden sehen. Man kann davon ausgehen, dass der TSV 1860 erst in der kommenden Woche eine offizielle Stellungnahme herausbringt. Bis dahin werden viele mit „wir wussten es“ oder „wir haben es ja gesagt“ ihre Argumente unterfüttern.

Gut wäre es natürlich, wenn bis dahin auch jeder im Verwaltungsrat und sonst in irgendeiner Weise Involvierter nichts gesagt hätte. Aber das ist ein grundsätzliches Problem beim TSV 1860 München.

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Giorgo
Leser

Jetzt gehen die Spekulationen wieder los.
Wie immer bei uns.
Warum war keine Information der Öffentlichkeit möglich nach der Aufsichtsratssitzung?
Die Spekulationen werden durch die Münchner Presse wieder hochgekocht, die Fans in den Blogs werden wieder aufeinander eindreschen, ohne wirklich Klarheit zu haben.

unvoreingenommen
Leser

Klasse jetzt ist der erste vom VR zurück getreten, wieviele werden wohl folgen und vor allem wer wird folgen

Stepanek
Leser

Hast Du die Info aus dem Blog? Oder hat man Dich direkt informiert?

Welche offiziellen Gründe gibt es für den Rücktritt von Stimoniaris? Oder gibt es eine „andere Wahrheit“, die dahinter steckt?

Tante Tornante
Leser

Schätze mal, das wird vor Weihnachten eher nix mehr werden. Nicht das noch das Weihnachtsfest versaut wird…

Baum
Leser

Man muss den Kooperationsvertrag kündigen, ohne wenn und aber! Es ist der Wunsch der Mitglieder laut der Abstimmung auf der letzten MV. Das Präsidium hat einen klaren Auftrag von den Mitgliedern des e.V. bekommen und es hat die Pflicht (!) diesem Auftrag nachzukommen!
Konfrontation mit dem Investor ohne „wenn und aber“! Es gibt kein „#gemeinsam“ mit Ismaik. Wer noch an sowas glaubt, hat die letzten 6 Jahre gepennt.

swaltl
Redakteur

In einem Punkt muss ich dich korrigieren. Durch den Antrag wurde das Präsidium angewiesen, nach vorheriger Zustimmung durch den Verwaltungsrat zu kündigen, unter der Bedingung, dass wirklich eine Verletzung der Hauptpflicht vorliegt.
Da ich mir da nicht mehr ganz sicher bin, könnte mir vielleicht der Sechzig_Ist_Kult oder der ArikSteen sagen, ob ich das richtig in Erinnerung habe.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann gab es keineswegs eine Pflicht, drn Antrag zu kündigen

Stepanek
Leser

Das mit der Bedingung der Hauptpflichtverletzung habe ich nicht in Erinnerung, da der Antrag davon ausgeht, dass eine solche bereits vorliegt.

Ich persönlich wäre auch für eine Trennung (Verkauf der Anteile) durch HI, eher gestern als morgen. Und wenn eine Kündigung des Kooperationsvertrages die schlimmsten Gefahren für unsere Löwen erst einmal beseitigt, soll mir das auch recht sein. Aber es würde auf gar keinen Fall Sinn machen die Kündigung durchzuziehen, wenn man davon ausgehen muss, dass diese Kündigung vor Gericht keine Chance auf Bestätigung hat.

swaltl
Redakteur

Genau die Frage, ob wirklich eine Hauptpflichtverletzung vorliegt war (so weit ich weiß) unter anderem der Grund, dass es dieses Gutachten überhaupt gab.

Leider ist dieser Auszug aus dem Artikel vom Löwenmagazin am 25.07. jetzt die einzige Quelle, die ich auf die Schnelle gefunden habe:
„Die Frage, ob tatsächlich eine Pflichtverletzung vorliegt, müssen nun Juristen klären. Wenn es tatsächlich eine Pflichtverletzung ist, dann wird es wahrscheinlich möglich, den Vertrag recht schnell aufzulösen.
In jedem Fall muss erst einmal geprüft werden, ob eine Pflichtverletzung seitens des Gesellschafters HAM International Ltd. vorliegt. Das ist eine schwierige juristische Frage. Dann muss geprüft werden, inwieweit der Kooperationsvertrag tatsächlich gekündigt werden kann.“

Link:

Bedeutung der Kündigung des Kooperationsvertrags mit HAM International

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Warum ich grundsätzlich für die Konfrontation, sprich für die Kündigung bin (aber wie gesagt nur dann, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind):

1) Wir sollten Ismaik glasklar zeigen, dass wir ihn und sein Wirken, nach alldem was passiert ist, kritisch sehen und über einen Verkauf der Anteile „nicht unglücklich“ wären (symbolische Wirkung).

2.) Die Situation im Hinblick auf 50+1 ist für mich persönlich untragbar. Dass Ismaik bei einem Fallen von 50+1 jederzeit auf 51 Prozent der GF-GmbH (und damit das alleinige Sagen) für einen symbolischen Betrag von 12.750 Euro kommen kann, ist beängstigend. Sowohl im Hinblick auf den weiteren Erfolg als auch von der moralischen Seite („Seele komplett veräußern“) gefällt mir das ganz und gar nicht. Wir sollten daher für unsere Selbstbestimmtheit kämpfen. Die Aufkündigung des KV wäre für mich dabei möglicherweise perspektivisch die letzte Chance.

3.) Die Klausel, dass der e.V. selbst bei einer Insolvenz der KGaA zukünftig keine Lizenz für die Ligen 1 bis 4 mehr beantragen darf, „fesselt“ uns bis auf alle Ewigkeit an Ismaik! Diese „Fesselung“ halte ich für untragbar. Einen Ausweg sähe ich hier nur bei Neugründung des e.V.! Und eine Neugründung kann bei über 22.000 Mitgliedern und vielen erfolgreichen Abteilungen eigentlich keiner wollen.

4.) Fakt ist, dass wir bei der Kündigung des KV ein gewisses Risiko eingehen, dass Ismaik 2019 nicht möglicherweise nicht mehr bereit dazu ist, seine Darlehen weiter zu stunden (uns sozusagen „absaufen“ lässt), was dann einer Insolvenz der KGaA und (im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit des e.V) möglicherweise auch des e.V. gleichkommt. Da Ismaik dabei jedoch ebenfalls alles verlieren würde, gehe ich definitiv nicht nicht aus, dass es soweit käme. Und dass Ismaik sein Geld nicht so unwichtig ist, hat sich ja bei den Verhandlungen mit Mey gezeigt. Oder auch darin, dass er vor dieser Saison nach langen Verhandlungen – erwartungsgemäß- doch noch gestundet hat… Sicherlich auch aus berechtigtem Eigeninteresse.

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Warum ich grundsätzlich für die Konfrontation, sprich für die Kündigung bin (aber wie gesagt nur dann, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind):

1) Wir sollten Ismaik glasklar zeigen, dass wir ihn und sein Wirken, nach alldem was passiert ist, kritisch sehen und über einen Verkauf der Anteile „nicht unglücklich“ wären (symbolische Wirkung).

2.) Die Situation im Hinblick auf 50+1 ist für mich persönlich untragbar. Dass Ismaik bei einem Fallen von 50+1 jederzeit auf 51 Prozent der GF-GmbH (und damit das alleinige Sagen) für einen symbolischen Betrag von 12.750 Euro kommen kann, ist beängstigend. Sowohl im Hinblick auf den weiteren Erfolg als auch von der moralischen Seite („Seele komplett veräußern“) gefällt mir das ganz und gar nicht. Wir sollten daher für unsere Selbstbestimmtheit kämpfen. Die Aufkündigung des KV wäre für mich dabei möglicherweise perspektivisch die letzte Chance.

3.) Die Klausel, dass der e.V. selbst bei einer Insolvenz der KGaA zukünftig keine Lizenz für die Ligen 1 bis 4 mehr beantragen darf, „fesselt“ uns bis auf alle Ewigkeit an Ismaik! Diese „Fesselung“ halte ich für untragbar. Einen Ausweg sähe ich hier nur bei Neugründung des e.V.! Und eine Neugründung kann bei über 22.000 Mitgliedern und vielen erfolgreichen Abteilungen eigentlich keiner wollen.

4.) Fakt ist, dass wir bei der Kündigung des KV ein gewisses Risiko eingehen, dass Ismaik 2019 nicht möglicherweise nicht mehr bereit dazu ist, seine Darlehen weiter zu stunden (uns sozusagen „absaufen“ lässt), was dann einer Insolvenz der KGaA und (im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit des e.V) möglicherweise auch des e.V. gleichkommt. Da Ismaik dabei jedoch ebenfalls alles verlieren würde, gehe ich definitiv nicht nicht aus, dass es soweit käme. Und dass Ismaik sein Geld nicht so unwichtig ist, hat sich ja bei den Verhandlungen mit Mey gezeigt. Oder auch darin, dass er vor dieser Saison nach langen Verhandlungen – erwartungsgemäß- doch noch gestundet hat… Sicherlich auch aus berechtigtem Eigeninteresse.

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Sorry, da ging grad was total schief, jetzt ist das doppelt und mein vorheriger „Kilometer-Beitrag“ ist weg… Mach mich nochmal dran… Damn…

ArikSteen : Den doppelten Beitrag bitte löschen. Danke 😉

Baum
Leser

falscher Beitrag, sorry.

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Jetzt ging irgendwas total schief… Nochmal: Ich zitiere hierfür mal den Kooperationsvertrag von Ulla Hoppen: Der Antrag als PDF ist leider nicht mehr verfügbar. „[…] Der Verein TSV München von 1860 e.V., vertreten durch das Präsidium, soll nach Zustimmung des Verwaltungsrats den Kooperationsvertrag mit HAM International Ltd. aus dem Jahr 2011 unverzüglich [„unverzüglich“ wurde auf der MV in „innerhalb von sechs Monaten“ geändert] nach dieser Mitgliederversammlung außerordentlich fristlos, hilfsweise ordentlich kündigen und erforderlichenfalls die Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA bzw. der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH anweisen, diesen Kooperationsvertrag ebenfalls außerordentlich fristlos, hilfsweise ordentlich, zu kündigen. Die HAM International Limited hat die im Lizenzierungsverfahren zugesagten Zahlung für die Lizenzbedingungen der DFL nicht geleistet. Dies stellt eine Hauptpflichtverletzung dar. […]“ (https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/tsv-1860-muenchen-fan-stellt-antrag-auf-kuendigung-kooperationsvertrags-mit-hasan-ismaik-8471865.html#) Was ich nun persönlich daraus schließe: 1.) Der Kooperationsvertrag SOLL nach Zustimmung des VR gekündigt werden, d.h. der Beschluss der Mitgliederversammlung wird so oder so umgesetzt, auch wenn die Kündigung schlussendlich nicht ausgesprochen wird, wenn der VR die Zustimmung dazu nicht erteilt. Ob der VR dies tun wird, ist wohl Abwägungssache der Vor- und Nachteile der Aufkündigung sowie der Chancen, die das externe Gutachten der Kündigung einräumt. 2.) Die Kündigung des Kooperationsvertrags ist (ohne dass ich es gesichert weiß) meiner Auffassung nach NICHT an den Kündigungsgrund der Hauptpflichtverletzung (Verweigerung der zugesagten Lizenzzahlungen) gebunden. Es heißt ja „außerordentlich fristlos, hilfsweise ordentlich kündigen“. Und z.B. eine ordentliche Kündigung würde ganz ohne besonderen Grund vollzogen werden. Ich denke, die Hauptpflichtverletzung ist überhaupt erst die Grundlage, warum Ulla Hoppen den Antrag gestellt hat, bzw. hier wird einfach ein möglicher Grund genannt, der die Kündigung rechtfertigen würde. Und dass der Kooperationsvertrag bezugnehmend auf den Mitgliederbeschluss nur WEGEN dieser Hauptpflichtverletzung aufgelöst werden kann, steht explizit auch nicht im Antrag. Da inzwischen von monatelangen Rechtsstreitigkeiten, die eine Kündigung zur Folge haben würde, berichtet wird, kommt eine ordentliche Kündigung aber wohl nicht infrage. Rechtsstreitigkeiten wären bei einer ordentlichen Kündigung normalerweise wohl nicht der Fall. Aber: Sollte Ismaik beispielsweise – wie z.B. die AZ oder du, swaltl , spekulieren – mit seiner Beschwerde gegen 50+1 tatsächlich gegen den KV verstoßen haben (Reisinger im wochenanzeiger: „Unser Mitgesellschafter hat sich im Rahmen des Kooperationsvertrages zur Einhaltung der Satzungen und Ordnungen des DFB und der DFL verpflichtet.“) bestünde hier möglicherweise ein weiterer Kündigungsgrund, der meiner Auffassung nach dann wohl genauso zu einer Kündigung des Kooperationsvertrags herangezogen werden könnte wie die oben genannte Hauptpflichtverletzung. Wobei auch hier – ebenso wie bei der Verweigerung der Lizenzzahlungen zu beachten wäre, dass der Eingang der Beschwerde beim Bundeskartellamt VOR der GEMEINSAMEN Sanierungsvereinbarung, die wohl eine weitere Zusammenarbeit bekundet hat, stattfand. ——————————————————————- Die Konfrontation (sprich Kündigung) würde ich nur unter zwei Voraussetzungen befürworten: 1) Das externe Gutachten räumt der Kündigung realistische Chancen ein, Ismaiks anschließende Klage zu überstehen. Hier liegt vermutlich der Knackpunkt. Die Tatsache, dass man nach dem (Zwangs-)Abstieg eine GEMEINSAME Sanierungsvereinbarung getroffen hat, steht dem durchaus entgegen, das erkenne ich schon an. Werden dem e.V. vom Gutachten ohnehin keine Chancen eingeräumt, würde nur viel Geld durch unnötige Prozesse verschleudert und… Weiterlesen »

Sechzig_Ist_Kult
Leser

unvoreingenommen
Leser

Bin ich richtig informiert das der KV zwischen TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH und HAN Inetrnational Ltd. besteht ?

Was mich interesieren würde, gab es einen Geldfluss oder sonstige materielle Leistungen zwischen der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH und der HAM International Ltd. ?