Es ist nun offiziell. Der Kooperationsvertrag wird nicht gekündigt. Diese Entscheidung traf das Präsidium nach vorheriger Prüfung und Anhörung durch den Verwaltungsrat. Der Verein musste im Sinne des Vereins genau abwägen. Erst vor wenigen Minuten wurde die Stellungnahme veröffentlicht:


Kooperationsvertrag: Keine Kündigung durch die Gremien des TSV München von 1860 e.V.

Das Präsidium und der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. haben in einer Sitzung am 15. Dezember 2017 gemeinsam beschlossen, die von der Mitgliederversammlung des Vereins am 23. Juli 2017 beauftragte Kündigung des bestehenden Kooperationsvertrags mit HAM International Ltd., der Beteiligungsgesellschaft von Investor Hasan Ismaik, nicht innerhalb von sechs Monaten auszusprechen.

Im Kooperationsvertrag sind die Grundsätze für die Zusammenarbeit der Gesellschafter und ihre Rechte und Pflichten geregelt. Der Beschluss der Mitgliederversammlung am 23. Juli 2017 zur Kündigung des Kooperations­vertrags erfolgte unter dem Vorbehalt „nach Zustimmung des Verwaltungsrats“.

Die Gremien des TSV München von 1860 e.V. haben ein juristisches Gutachten eingeholt, um eine seriöse Chancen-Risiko-Analyse vornehmen zu können. Nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung von Pro und Contra gelangen das Präsidium und der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. gemeinsam zur Ansicht, dass unter den aktuellen Rahmenbedingungen und zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Umsetzung des Mitgliederbeschlusses eine Schmälerung der Handlungs­möglichkeiten und der Rechtspositionen des Vereins nach sich ziehen würde.

Das vom Verein beauftragte juristische Gutachten reicht über die unmittelbare Fragestellung zur Kündigung des Kooperationsvertrags hinaus und leistet den Gremien auch für die Zukunft in Gesellschafterfragen unverzichtbare Dienste. Die in Teilen der Presse geäußerte Vermutung hinsichtlich der Kosten ist absurd. Das Präsidium pflegt einen sorgfältigen und verantwortungsbewussten Umgang mit Vereinsvermögen. Der Aufwand beläuft sich auf einen sehr niedrigen fünfstelligen Betrag.

Unterzeichnet durch:

Dr. Markus Drees, Verwaltungsratsvorsitzender

Robert Reisinger, Präsident des TSV 1860 München e.V.


Quelle: http://tsv1860.org/2017/12/18/kooperationsvertrag-keine-kuendigung-durch-die-gremien-des-e-v/

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Marlene
Leser

Der große, intellektuelle Demokrat und Autor überragender Erotikliteratur mit dem so beeindruckenden Namen Arik Steen, der ebenso attraktiv wie Drees und Reisinger zusammen ist, löscht ganz einfach sachliche Beiträge.

Baum
Leser

Was war denn das hier gerade? Eine Fata Morgana?

Giorgo
Gast
Giorgo

Hat er sich jetzt wieder entfernt und alle seine Beiträge gelöscht?

Giorgo
Gast
Giorgo

Würde gerne ernsthaft mit dir darüber diskutieren.
Du hast ja jetzt meine Frage nicht wirklich beantwortet.
Du meinst es wahrscheinlich zynisch.
Ich hab dich aber gefragt, warum du es nicht zulässt, dass man mit dir diskutiert.
Ich hab definitiv niemanden beleidigt, weder dich noch jemand anderen.
Warum hast du mich ausgesperrt?
Warum gibst du mir keine Chance mit dir zu diskutieren?
Warum lässt du die Gegenmeinung nicht zu in deinem Forum?
Warum dürfen einige deiner Anhänger jeden Tag Hass predigen und ich darf keine sachliche Meinung äußern, warum?
Ich versteh es nicht. Magst du mir wirklich keine Chance geben????

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Interessant finde ich ja diesen Teil:

“dass unter den aktuellen Rahmenbedingungen und zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Umsetzung des Mitgliederbeschlusses eine Schmälerung der Handlungs­möglichkeiten und der Rechtspositionen des Vereins nach sich ziehen würde.”

Könnte damit evtl. gemeint sein, dass der Kooperationsvertrag zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht auch ordentlich gekündigt werden könnte? Oder gibt es sonstige Gründe, die der Kündigung zu einem späteren Zeitpunkt größere Erfolgsaussichten einräumen? Also aufgeschoben nicht aufgehoben??

Oder ist lediglich gemeint, dass der KV direkt nach der MV gekündigt werden hätte müssen um Erfolgsaussichten zu haben?

Sechzig_Ist_Kult
Leser

Auch wenn ich mir das persönlich anders gewünscht hätte, ist diese Entscheidung nachvollziehbar. Jetzt müssen wir halt hoffen, dass 50+1 niemals fällt…

Sebastian Waltl
Redakteur

Wenn das Gutachten zu dem Schluss kommt, dass eine Kündigung vor Gericht nicht bestehen würde, dann finde ich es richtig, den Vertrag nicht zu kündigen.
Ein Jahre langer Rechtsstreit hätte viele Probleme mit sich gebracht, zum Beispiel bei der Frage, ob der e. V. weiterhin ein gemeinnützigev Verein bleibt.
In dieser Stellungnahme hält man sich zudem die Möglichkeit offen, den Vertrag in Zukunft bei weiteren Pflichtverletzungen von Ismaik doch noch zu kündigen. Man könnte meinen, dass der e. V. sich diese Option offen hält, um ein Druckmittel gegen Ismaik zu haben.

Wenn (bzw. so lange) Ismaik nicht verkaufen will, dann hoffe ich, dass beide Parteien in Zukunft vernünftig miteinander umgehen.

In der Stellungnahme werden auch die im Raum stehenden Kosten für das Gutachten berichtigt, was sehr wichtig war.

Was mich übrigens sehr freut, ist die Tatsache, dass diese Stellungnahme nicht nur über die Medien verbreitet wurde, sondern auch per Mail an die Mitglieder geschickt wurde. Das sollte es meiner Meinung nach öfter geben, das die Mitglieder direkt informiert werden.

Landshuter Löwe
Leser

Interessant wäre, was in dem Gutachten steht, welche Gründe letztendlich dazu geführt haben, den Vertrag nicht zu kündigen. Steht eventuell im Vertrag mehr drin als bisher öffentlich wurde, Vertragsbestandteile, die den e.V. in ordentliche Schieflage bringen könnten?

Vielleicht könnte man ja einen Antrag auf der nächsten MV stellen, dass der Vertrag veröffentlicht werden muss.

LNHRT
Leser

Die Stellungnahme ist schon ziemlich vage gehalten. Da steht „nicht innerhalb von 6 Monaten“ und „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“. Das lässt doch einigen Spielraum für Interpretationen. Wenn da nichts weiter zu kommt, bin ich auf die Entlastung auf der nächsten MV gespannt.

jr1860
Leser

Hauptsache die finden einen gangbaren Weg relativ risikolos HI loszuwerden …

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Baum
Leser

Finde ich persönlich ziemlich schade und bin das erste mal sowohl vom Verwaltungsrat als auch vom Präsidenten ziemlich enttäuscht.