Seit dem Wochenende findet man in Giesing rund um das Grünwalder Stadion eine Menge Flugblätter. Gegenüber dem Löwenmagazin spricht nun einer der Initiatoren. „Die Mitglieder unserer Nachbarschaftsgruppe haben grundsätzlich nichts gegen das Stadion“, betont er. Allerdings haben in den letzten Jahren die Veranstaltungen deutlich an Umfang und Lautstärke zugenommen, „und zwar unabhängig vom veranstaltenden Verein“. Das Ziel sei es, „dass die Betriebsvorschriften eingehalten werden“.

Die Initiatoren betonen, dass es auf ihre Aktion hin auch eMails von einigen Personen bisher gegeben habe, die keine Probleme sehen. Andere wiederrum finden ebenfalls, dass der Lärm zugenommen hat. „Das Sportamt der Stadt München ist eigentlich der Ansprechpartner, stellt sich aber bisher taub. Eingehende Beschwerden werden abgewiegelt und ernsthafte bauliche und organisatorische Maßnahmen gibt es leider nicht.“

In der Zwischenzeit liegen dem Löwenmagazin auch Äußerungen von Anwohnern vor, die vor allem die Stadt in der Pflicht sehen. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das von vielen Fans geforderte Dach das Problem lösen könnte“, schreibt einer, der direkt gegenüber wohnt, die Initiative aber nicht unterstützt. Er halte es allerdings für das gute Recht seiner Nachbarn, dass sie die Stimme erheben. Dass man neben einem Stadion einziehe sei jedoch jedem bekannt gewesen. Den Geräuschpegel im Stadion könne man aber durchaus durch entsprechende Baumaßnahmen reduzieren.

Die Initiative läuft in jedem Fall. „Da das Sportamt also offensichtlich nicht in der Lage ist, mit den Problemen angemessen umzugehen, muss das Thema auch mit anderen Referaten der Stadt München besprochen werden“, so die Initiatoren. Man sei auch bereit, nach der Auswertung der eingegangenen Meinungen mit dem Löwenmagazin ausführlich darüber zu sprechen: „Wir sind genauso wie Sie an einer fairen Berichterstattung interessiert!“

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HHeinz
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Vielleicht sollte man aus dem Grünwalder Stadion eine Dauerbaustelle machen. Bei mir wird nachverdichtet und seitdem da eine Baustelle deklariert ist geht alles:
Lärm von Mo-Sa von 07:00-20:00, über einen Zeitraum von 24 Monaten
und davon wird auch rege Gebrauch gemacht. Gerne auch mal nach 20:00 Uhr.

Das soll jetzt keine Beschwerde sein, ich kann mich mit dem Baulärm schon arrangieren (mit dem Ergebnis schon weniger). Nur was auf einmal möglich ist sofern es sich um Bauarbeiten handelt lässt mich an mancher Theorie zweifeln dass Lärm krank macht.

Zum Thema. Reden ist natürlich wichtig. Manchmal wollen Anwohner auch nur gehört werden ohne dass man hinterher gleich Millionen in die Hand nehmen muss.

Wenn es tatsächlich um die Reduktion der Spieltage geht (wobei ich nicht glaube dass das wirklich echte Probleme löst wenn die roten Amateure woanders kicken) dann lässt sich da sicherlich etwas machen. Ich finde es sowieso lächerlich dass gefühlt jedes Amateurspiel mit mehr als 500 Zuschauern in Heimstetten ausgetragen werden muss sofern Giesing nicht bespielbar ist.

Landshuter Löwe
Leser

Zudem das Thema Spielansetzungen. Freitag- und Montagabend sind sicher doppelt ungünstig.