“Ich hoffe, dass die Deutsche Fußball Liga die 50+1-Regel freigeben wird.”

Karl-Heinz Rummenigge (c) Michael Lucan, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Vereine sollen selbst entscheiden

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern München, betonte in einem Interview mit dem Magazin GQ, dass er ein Ende von 50+1 befürworten würde: “Ich hoffe, dass die Deutsche Fußball-Liga die 50+1-Regel freigeben wird.” Rummenigge meint, dass jeder Verein selbst entscheiden solle, ober sich für Investoren öffne oder eben nicht.

Satzung schützt FCB vor Übernahme

Im Hinblick auf den FC Bayern München ist klar, dass die 50+1-Regel nicht wirklich relevant ist. “Beim FC Bayern ist ohnehin laut Vereinssatzung festgelegt, dass maximal 30 Prozent der Anteile veräußert werden dürfen”, so erklärt der CEO des FC Bayern dem Magazin. Diese Hürde hat sich der FC Bayern München selbst in die Satzung geschrieben. Im Grunde quasi eine selbst auferlegte Schutzmaßnahme.

Rummenigge wünscht sich einen sanften Übergang

Beim TSV München von 1860 würde es nach aktueller Konstellation freilich anders aussehen. Der Verein hat unter dem Schutz von 50+1 insgesamt 60 Prozent seiner Anteile bereits verkauft. Fällt die Regelung komplett weg, dann könnte Investor Hasan Ismaik die Geschäftsführung GmbH günstig erwerben und hätte damit die volle Kontrolle über die KGaA. Es sei denn, die DFL entscheidet sich für eine sanfte Übergangslösung, die derartige Fälle berücksichtigt. Auch Rummenigge meint, dass man wahrscheinlich “Leitplanken” einbaut, denn der “Übergang soll sanft gestaltet werden”.

Der Beitrag des Magazins: Mastermind im Milliarden-Business


Titelbild: Karl-Heinz Rummenigge (c) Michael Lucan, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

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tomandcherry
Leser

Sehe es ähnlich wie KHR.

Dauerhaft wird sich diese Entwicklung hin zum „Investoren“-Fußball in Deutschland nicht mehr aufhalten bzw. verhindern lassen.

Und wenn man sich die Beispiele Bayer 04 Leverkusen, VW… Pardon… VfL Wolfsburg, SAP HoPPenheim, Red Bull… ach nee, „Rasenballsport“ (gnihihihi…) Leipzig und auch Kühne & Nagel Hamburg so anschaut, dann ist es eigentlich nur recht und billig, dass man auch anderen Vereinen die Möglichkeiten eröffnet, sich mit Hilfe von zahlungskräftigen Unternehmen/Geschäftsleuten neue Formen der Geldbeschaffung zu ermöglichen.

Bei allem Respekt vor dem „Traditionsvereins-Geschwafel“, da hat scheinbar jemand die Entwicklung der letzten Jahrzehnte verschlafen?

Als ich gestern Abend teilweise den Auftritt des „Plastikclubs“ RB Leipzig gegen St. Petersburg am TV verfolgen konnte, empfand ich die spielerische Klasse der Leipziger als wohltuend angenehm, gegenüber der sportlichen Tristesse, die so mancher „Traditionsclub“ seinen Zuschauern zumutet.

Und ich persönlich sehe lieber ansehnlichen Fußball, als sportliche Magerkost von spielerisch, technisch und taktisch limitierten Hauruck-Kickern.

BruckbergerLoewe
Leser

Warum gibt es hier überhaupt einen Artikel über die Meinung einen vorbestraften Uhrenschmugglers ?

SechzgeMax
Leser

Wieso gibts keinen Artikel, wenn sich Watzke oder Eberl gegen die 50+1 Regel aussprechen???

HHeinz
Leser

Der Herr Rummenigge möchte also anderen Vereinen etwas ermöglichen für das er selbst eine Bremse in die Satzung eingebaut hat!?

Zynismus wie er zum FCB passt. Ich würde mir wünschen dass der FCB den Herrn Rummenigge bald freigeben wird denn er repräsentiert die hässliche Seite des Profisports.

Gleichzeitig fordert er natürlich ein funktionierendes Financial Fair Play. Möglichst alle Proficlubs in den Händen privater Investoren, welche dann durch ein funktionierendes Financial Fair Play möglichst wenig Kapital einsetzen müssen um die fette Kuh Fußballfans zu melken.

Das Schöne am Herrn Rummenigge ist dass man sich wirklich nicht anstrengen muss um ihn nicht zu mögen. Da ist mir persönlich sogar der Herr Honig noch lieber, und das ist immerhin einer der größten Steuersünder der Republik.

Landshuter Löwe
Leser

Muss das Bild sein??? Augenkrebs!