1860 plant ohne Gebhart

Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat eine Entscheidung getroffen. Man wird mit Timo Gebhart nicht verlängern. Der Grund ist durchaus verständlich. Gebhart hatte in der vergangenen Saison ein großes Verletzungspech. Mit Verletzungen die schwerwiegend waren und aktuell noch sind. Der TSV 1860 München ist im Profifußball angekommen und die sportliche Führung muss gemeinsam mit der Geschäftsführung abwägen. Von allen Seiten wird nun Erfolg und dabei auch sportliche, sowie wirtschaftliche Effizienz erwartet. Da ist die Entscheidung nachvollziehbar.

Gebhart zeigt sich kämpferisch

Zweifelsohne ist es emotional natürlich schade, dass man dabei mit Timo Gebhart nicht mehr rechnet. Doch das Risiko ist zu groß, dass der draufgängerische Ex-Bundesligastar nicht mehr spielen wird. Ein Muskelriss im linken Oberschenkel war der Beginn der Verletzungsphase. Als diese verheilte, kam plötzlich eine entzündete Achillessehne hinzu. Gegenüber der Bild Online verspricht Gebhart, dass er noch lange nicht am Ende seiner Karriere ist. Er will stärker als je zurückkommen. Dass er sich kämpferisch zeigt ist gut. Die Entscheidung des Vereins ist jedoch gefallen. Das Risiko ist zu groß.

Idee der Fans: Spenden oder Crowfunding

Auf dem Informationsportal dieblaue24 kam erstmals von Fans die Idee auf, eine Aktion zu starten, um Timo Gebhart doch irgendwie weiterhin als Spieler halten zu können. Der User Beckenschlauer möchte, dass das Gehalt des aktuell verletzten Spielers von Fans übernommen wird. Die Reaktion durchaus positiv. Auch diejenigen Fans, die einem solchen Crowfunding oder einer Spendenaktion eher kritisch gegenüber stehen, sind angetan vom Engagement. “Timos Gehalt übernehmen wir Fans”, schreibt Beckenschlauer und wirbt dafür, dass möglichst viele Fans mitmachen. Angeblich habe man auch schon Kontakt mit Timo Gebhart aufgenommen. Die Idee macht in der Zwischenzeit auch in den sozialen Netzwerken die Runde.

Umsetzbarkeit eher schwierig

Ob eine solche Idee allerdings umsetzbar ist, ist eine andere Sache. Zum einen ist da die Planung von Daniel Bierofka. Er macht sich Gedanken über ein Spielsystem und um seinen Kader. Der Trainer plant aktuell ohne Gebhart und hat sicherlich eine Vorstellung wie er in Zukunft spielen lassen möchte. Würde ein Spieler wie Gebhart von Fans fremdfinanziert hinzukommen, wird das die gesamte Saison einen gewissen Druck aufbauen. Die Frage ist, ob Bierofka stets unter sportlichen Gesichtspunkten entscheiden kann. Die Erwartungshaltung der Fans, die diesen Spieler mitfinanziert haben, wird stets eine Rolle spielen. Am Ende zählt allerdings nur was Daniel Bierofka auf dem Platz entscheidet. Und das muss man auch als Fan akzeptieren.

Dann ist da die Frage, ob Timo Gebhart überhaupt wieder so schnell spielen wird. Natürlich könnte man auch hier einen leistungsbezogenen Vertrag abschließen. Die Summe kommt erst dann zum Einsatz, wenn er tatsächlich auf dem Platz steht. Doch was wenn nicht? Was passiert dann mit dem Geld? Hier muss eine Lösung her, die alle Fans gleichermaßen zufrieden stellt.

Zum Anderen sind natürlich die rechtlichen Fragen zu klären. Wer verwaltet die Crowfunding-Summe? Welche Organisation oder Person führt die Aktion, vor allem auch im Hinblick steuerrechtlicher Fragen durch? Es sind viele Rahmenbedingungen, die geklärt werden müssen. Die Umsetzung insgesamt ist also eher schwierig.

Wille und Engagement der Fans ist positiv

Der Wille und das Engagement der Fans kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Vor allem weil man spürt, dass eine solche Idee die Fans zusammenschweißt und Mauern überwindet. Recht schnell verblasst jegliches Lagerdenken und man denkt nicht mehr nur in Schwarz-Weiß. Vor allem aber begibt man sich in eine produktive Diskussion. Ideen werden weiter entwickelt und forciert. Kritik wird angenommen und entsprechend gekontert oder darauf eingegangen. Das Schwarmwissen greift um sich. Vielleicht könnte sich am Ende ein Crowfunding tatsächlich positiv auf das Zusammengehörigkeitsgefühl auswirken. Ob es im Rahmen einer Spielerweiterverpflichtung Sinn machen würde, ist schwer zu sagen. Wohl eher nicht. Dass Fans im Internet nicht nur auf sich verbal “einprügeln”, sondern auch gemeinsam an einem Strang ziehen möchten, ist ein positives Zeichen.

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3und6zger
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3und6zger

Meiner Meinung nach war Daniel Bierofka, und mit, ich glaube, 19 Operationen ist er wohl ein Experte was die Rückkehr nach Verletzungen betrifft, mit Gebharts Handhabe seiner Verletzungen nicht einverstanden. Auch das Training in Dubai (vorausgegangen die Aussage von Gebhart, dass er hier nicht gesund werden kann), das Statement, nicht noch ein Jahr in der Regionalliga spielen zu wollen und die Aussicht, daß Gebhart wohl die Vorrunde der Saison 18/19 verpassen wird haben dann den Ausschlag gegeben.
Bierofka spielt für mich in der gleichen Trainerliga wie Werner Lorant und was hätte der wohl gesagt, wenn er einen Spieler aussortiert hätte und dann einige Fans das nicht akzeptieren wollten?
Machen wir uns keine Illusionen. Hätten wir den Aufstieg nicht geschafft und Gebhart wäre gesund geblieben, wäre er ohne Ablösesumme weg gewesen und hätte das Jahr bei Sechzig zur eigenen Wertsteigerung genutzt – so funktioniert “Profifussball”!
Und trotzdem wünsche ich dem genialen Fussballer Timo Gebhart eine schnelle Genesung und das diese Verletzung hoffentlich die letzte in seiner verbleibenden Karriere gewesen ist!

Personix
Mitglied
Personix

Der “Beckenschlauer” hat jetzt das Heft in die Hand genommen bzgl. Spenden für Timo Gebhart.

https://www.gofundme.com/timomussbleiben

Jetzt gilts!!

Stepanek
Mitglied

Und was soll dann mit den verbleibenden 18.000,- Euro passieren? Wenn überhaupt so viel zusammen kommen sollte?

Landshuter Löwe
Editor
Landshuter Löwe

Die Frage ist, wie weit man mit 18000 Euro kommt. Wenn er (mal niedrig geschätzt) 3000€ bekommt plus Abgaben 1000€ kann man sich ausrechnen, wie lange er damit finanziert ist. Der Verein wird nicht einspringen, da er das sein Geld lieber für sicher spielende Spieler ausgeben wird.

Uraltloewe
Mitglied
Uraltloewe

Ja klar, die Entscheidung ist absolut nachvollziehbar.
Ich finde es trotzdem schade, weil es einfach ein Genuss ist, ihn fußballspielen zu sehen.
Aber auch bei einem stark leistungsbezogenen Vertrag wäre Kapital gebunden, dass offenbar einfach nicht vorhanden ist bzw. das man jetzt für andere Spieler ausgeben kann.
Da ja HI scheinbar eine Affinität zu ihm hat (s. Reha), könnte er ihn ja verpflichten/bezahlen. Das wär mal ein Zeichen (…man wird ja mal träumen dürfen)!
Trotzdem würde es mich schmerzen, ihn im Laufe der Saison bei einem Gegner auflaufen und zaubern zu sehen.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Möchte die Gelegenheit nutzen, das Forum mal ein bisschen zu pushen. 😉

https://forum.loewenmagazin.de/viewtopic.php?p=2567#p2567

Landshuter Löwe
Editor
Landshuter Löwe

Mal ganz abgesehen von dem Respekt gegenüber der Entscheidung von Biro und Gorenzel-Simonitsch halte ich das Crowd-Funding Potential nicht so hoch wie viele vielleicht glauben. Crowd-Funding ist in erster Linie dafür vorgesehen, Projekte zu finanzieren bzw. eine Anschubfinanzierung zu liefern. Also eine einmalige Aktion.

Im Falle TG müsste immer wieder eingezahlt werden. Was passiert, wenn der Topf leer sein sollte, der Spieler aber einen Vertrag hat? Ein Gehalt so auf Dauer vom Schwarm übernehmen zu lassen übersteigt meiner Meinung nach auf Dauer die Bereitschaft der Löwengemeinde, insbesondere sollte er nicht spielen. Ich sehe hier auch die Bereitschaft für Spenden deutlich geringer als z.B. für eine Investition ins GWS.

Eine Sammelaktion für das GWS fände ich schon charmant, aber auch hier steht wohl der Wille der Stadt entgegen. Ich glaube nicht, dass die bereit wären, das GWS herzugeben oder nur von anderen Ausbauen zu lassen. Ich schätze mal das Spenden-Potential aus der Fan-Gemeinde (ohne Sponsoren, Firmen, …) so auf max. als 2 -3 Mio. Die Frage ist, wie weit man damit kommt. Das könnte maximal ein Grundstock sein, auf den die Großen dann aufspringen. Und dann stellt sich die Frage, wohin das Geld versickert.

BruckbergerLoewe
Mitglied
BruckbergerLoewe

Was sprach dagegen, daß er einen Vertrag bekommt in dem steht, daß er nur Gled bekommt wenn er auf dem Platz steht ?
Ganz ehrlich, das Wort “Vernunft” sollte bei unserem Verein keiner in den Mund nehmen ……
Timo identifiziert sich zu 1860% mit dem Verein, ist auch zu fast allen RL Spielen auswärts privat mitgefahren.Er ist ein Kämpfer und Motivator in der Kabine,im Umfeld der Mannschaft und auf dem Platz.
Nein,wir wollen nicht vernünftig sein !
Wir sind Löwen und Löwen halten zusammen, siehe Olaf Bodden !
Biero und Gore sollen noch einmal in sich gehen , eine getroffene Entscheidung kann man auch mal revidieren ohne das Gesicht zu verlieren !

Mario Alex Rodella
Mitglied
Mario Alex Rodella

Die Stimmen die “Bedenken” äussern, haben Recht wenn man alles mit Vernunft betrachtet.
Aber als Löwe weiß ich (von mir selber), dass wir Dinge auch EMOTIONAL entscheiden und entsprechend handeln!
Deswegen würde ich dem Spendenaufruf folgen!

Ich geh sogar soweit, dass wir ein solches Spendenkonto (nicht nur Timo Gebhart betreffend)
dauerhaft, der Kaderplanung zur Verfügung stellen!

Einzige Bedingung: Das Geld darf ausschließlich für Verstärkungen und wie in diesem speziellen Fall, für das Gehalt von Gebhart, verwendet werden! Die sportliche Leitung soll darüber zweckgebunden verfügen dürfen!
Das Geld darf nicht für andere “Baustellen” verschwendet werden!

Darauf können sich sicher alle Fans einigen!

Sebastian Waltl
Editor

Es wird bestimmt einen Grund haben, dass Bierofka und Gorenzel-Simonitsch bereits jetzt definitiv gesagt haben, dass Gebhart keinen neuen Vertrag bekommen wird. Wenn es nur daran liegen würde, dass man sein Gehalt für andere Spieler einsetzt, dann hätte man ja zumindest warten können, ob nicht doch noch eine Erhöhung des Etats zustande kommt.
Dass man darauf nicht warten will spricht für mich dafür, dass entweder wegen den Verletzungen oder aus anderen Gründen eine Verlängerung mit Gebhart nicht gewünscht ist. Diese Entscheidung sollte man dann auch respektieren. Bierofka und Gorenzel-Simonitsch werden wissen, wieso sie den Vertrag mit Gebhart nicht verlängern.

Grundsätzlich finde ich die Idee sehr gut, Geld zu sammeln. Wenn man sammeln würde für das Stadion, die Jugendabteilung oder allgemein für Spielerverpflichtungen würde ich auf jeden Fall etwas beisteuern.
Aber nicht alleine für Gebhart. Zwar ist Gebhart wenn er fit ist ein sehr guter Spieler für die dritte Liga, aber durch diese Aktion würde er meiner Meinung nach noch mehr als in dieser Saison schon über den Rest der Mannschaft gestellt werden.
Mal ganz blöd gefragt: Was denken sich Spieler wie zum Beispiel Marco Hiller, die 2000 Euro im Monat bekommen, wenn plötzlich ein Timo Gebhart von den Fans 10.000 Euro im Monat bekommen würde. Da würden die Spieler, die weniger verdienen, garantiert nicht begeistert sein davon.
Außerdem würde dadurch wie bereits im Artikel geschrieben der Druck auf Bierofka sehr groß werden, dass er Gebhart auch tatsächlich aufstellt. Gerade falls Gebhart mal eine schlechte Phase haben sollte könnte das dazu führen, dass die Spieler, die wegen Gebhart nicht spielen können, ziemlich schnell unzufrieden werden.

Solange es um einzelne Spieler geht halte ich deshalb nichts davon, wenn man für sie Geld sammelt. Da ist die Gefahr ziemlich groß, dass man dann Unruhe in der Mannschaft bekommt. Und in der letzten Saison war es eben genau eine der größten Stärken unserer Mannschaft, dass sie eine gut funktionierende Einheit war. Auch in der dritten Liga wird uns diese Stärke bestimmt helfen. Das sollte man nicht aufs Spiel setzen, nur um einzelnen Spielern zu helfen.

Stepanek
Mitglied

Den Hype um Timo Gebhart kann ich an dieser Stelle nur begrenzt nachvollziehen. Ja er ist zurück gekehrt, er hat immer noch große fußballerische Fähigkeiten, er hat sich wohl sehr diszipliniert bei uns verhalten und er hat auch ein paar sehr gute Spiele für uns gemacht.

Aber…, da muss ich jetzt die ganze gesundheitliche Situation nicht noch mal aufzählen. Das ist doch leider mal so fakt. Genauso wie er ja wohl auch schon abwandern wollte, weil es ihm nicht mehr gereicht hätte in der Regionalliga zu spielen. Wir haben jetzt die ganze Saison “unserer” sportlichen und kaufmännischen Führung vertraut, sie sehr gelobt und sind doch überaus zufrieden damit. Warum also diese Entscheidung jetzt so “kritisieren”? Und wie sollten dann die Interessen des Schwarms (Eigentümer und Arbeitgeber von Timo) gegenüber der KGaA und der sportlichen Verantwortungsträger funktionieren? Gar nicht!

Sollen sich die Fans doch mal Gedanken machen und ein Crowdfunding zum Thema “Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße” organisieren. Und damit der Stadt das Stadion abkaufen, selber renovieren und dann an die verschiedenen Vereine vermieten.

jr1860
Mitglied
jr1860

da hast Du vollkommen Recht 🙂

Bluemuckl
Mitglied
Bluemuckl

Da wäre ich sofort dabei, GWS kaufen, renovieren und vermieten. Sehr geile Idee.

Die Gebhart Aktion ist emotional gesehen nachvollziehbar, da er einfach ein Typ, eine Identifikationsfigur (trotz Vergangenheit) ist.

Rational betrachtet muss man allerdings sehen, dass sowohl Bierofka als auch Gorenzel bestimmt wissen was sie tun und ein verletzter Spieler uns natürlich in der Hinrunde sicher nicht weiterhelfen wird.

Wie gesagt, emotional komplett nachvollziehbar und es zeigt letztendlich, daß die Fans bei Weitem nicht so gespalten sind, wie man manchmal zu meinen geneigt ist.

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

@ Bluemuckl

Diejenigen, die momentan einen verletzten (!) Spieler weiterverpflichten würden, sind höchstwahrscheinlich die gleichen, die bei den Herren Boenisch, Sukalo… laut protestierend auf die Barrikaden gegangen sind?

Ein Profi-Sportverein muss sich selbstverständlich sehr gut überlegen, ob er ein Risiko, das zum heutigen Zeitpunkt noch gar nicht einschätzbar ist, eingehen will, um einen 29-jährigen, ehem. Bundesliga-Spieler, dessen beste Zeiten allerdings schon einige Tage zurückliegen, noch weiter beschäftigen möchte.

Davon abgesehen, dass es fraglich ist, ob TG überhaupt nochmal auf höherem Niveau (also mind. 3. Liga) seine Leistung abrufen kann, ist er auf jeden Fall bei der Saisonvorbereitung nicht dabei. Und das ist m.E. ein ganz entscheidender Faktor bei dieser Diskussion.

Bluemuckl
Mitglied
Bluemuckl

Da ist halt auch eine “Empörungsmentalität” zu erkennen, die von gewissen Informationsplattformen freudig befeuert wird. Ich mag Timo, kann aber die Entscheidung der sportlichen Leitung nachvollziehen und akzeptieren. Du lieferst ja noch dazu einige stichhaltige Argumente.

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

@ Stepanek

Speziell Deinen letzten Absatz mit dem “Crowdfunding für das GWS” finde ich mehr als nachdenkenswert.

Das hätte m.E. tatsächlich einen gewissen Charme, wenn so ein Projekt – unter den noch zu klärenden Aspekten der Umsetzbarkeit, Rechtssicherheit, usw. – nicht gleich wieder in die nächstbeste Schublade gesteckt würde.

War es nicht bei Union Berlin und deren Stadion “Alte Försterei” so, dass die Fans mit einem hohen Anteil an Eigenleistung ihre sportliche Heimat zu einem absolut Bundesliga-tauglichen Schmuckkästchen ausgebaut haben?

Es ist zwar immer heikel, die Situationen von anderen Vereinen mit dem eigenen Herzens-Club zu vergleichen, aber grundsätzlich würde ich mich bei einer “Crowdfunding-Aktion für ein runderneuertes GWS” durchaus beteiligen.

Und ich bin garantiert weder ein “Ruinenanbeter”, noch habe ich seinerzeit “Oly” oder “AA” von vorneherein als Spielstätten für 60 München rigoros abgelehnt. Aber in der aktuellen Situation, in der sich außer dem GWS kaum eine echte Alternative als Heimspielstätte anbietet, müssen sämtliche Überlegungen ernsthaft geprüft werden.

Stepanek
Mitglied

Dann melde ich jetzt hiermit schon mal die Markenrechte an der Idee “Löwen kaufen GWS” an!

Ich hatte den Grundsatz dazu schon mal vor Monaten im Forum angesprochen, aber wurde dann eher belächelt. Und es ist wirklich kein Scherz, oder nur eine blöde Idee. Nein, ich glaube wirklich, dass man es ernsthaft prüfen sollte, ob der Kauf des GWS erst einmal möglich ist.

Löwenmagazin : Da habt Ihr ja jetzt einen Auftrag, das Crowdfunding zum Kauf des GWS zu organisieren.

jr1860
Mitglied
jr1860

da wäre ich sofort dabei 😉

Glaub aber nicht, dass die Stadt das GWS hergibt…
Aber zumindest kann man ja die Machbarkeit mal prüfen (siehe Schwabl-Projekt)

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

@ Stepanek

Die Idee als solche ist alles andere als blöd. Wenn heutzutage auf gut deutsch gesagt “jeder Schei*” eine Crowdfunding-Aktion anstoßen kann, warum dann nicht auch ein Fußball-Verein, der sich seit Jahren um finanzielle Konsolidierung bemüht und dabei in die Fänge eines dubiosen Geldgebers (Sorry, ist aber so!) geraten ist, der seit sieben Jahren nichts als Chaos und Unruhe verursacht hat und “ganz nebenbei” noch zweistellige Millionenbeträge “investiert” (besser: verbrannt!) hat, um im achten Jahr seines Engagements nach wie vor nichts dazugelernt zu haben.

Wenn die Idee des “Crowdfunding für ein Profi-Fußball-taugliches GWS ” wirklich in die Realität umgesetzt wird, beteilige ich mich auf jeden Fall mit einem entsprechenden Betrag, versprochen.

Für eine “Haltet TG unter allen Umständen”-Aktion gebe ich definitiv keinen Cent.

bluwe
Mitglied
bluwe

Diese Idee das GWS von der Stadt abzulösen und auf die Bedürfnisse von Sechzig auszurichten finde ich genial.

Sechzig als Verein hat so etwas mM nicht im Kreuz bzw. ist so etwas aktuell nicht möglich.
Aber es gibt genügend weitere Personenkreise (Bsp. FdS, Unternehmer für Sechzig, …) die derartiges sicherlich auch mit unterstützen könnten.

Wichtig wäre hier alles zu bündeln, Aktionen zu starten (sage nur Sechzgerhoibe) dann geht was!!!
Evtl. kann das LM die Plattform hierfür sein?

BruckbergerLoewe
Mitglied
BruckbergerLoewe

Ich bin dabei !
Arik + Tami auf geht’s !

SechzgeMax
Mitglied

Respektiert halt die Entscheidung von Biero und Gorenzel…

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

Die o.a. Argumente sind stichhaltig und m.E. vollkommen nachvollziehbar.

Was ich an Biero’s Stelle denken würde?

“Wieso glauben eigentlich die Fans zu wissen, dass Timo G. weiterhin für die erste Mannschaft des TSV 1860 München auflaufen muss?”

Es kann doch eine Vielzahl von Gründen dafür geben, warum man sich für keine Vertragsverlängerung entschlossen hat?

– Finanzielle?
– Sportliche?
– Zwischenmenschliche?
– Andere?

Bei allem Respekt vor dem guten Willen, der hinter den Initiatoren dieser Idee steckt, aber man sollte schon dem aktuell verantwortlichen Chef-Trainer und den anderen Mitarbeitern, die sich darüber den Kopf zerbrochen haben, ob eine Weiterbeschäftigung von TG sinnvoll ist oder nicht, so viel Sachverstand zutrauen.

Ich persönlich hätte TG ebenfalls keinen neuen Vertrag angeboten. Auch keinen “stark leistungsbezogenen”, weil so etwas immer für Probleme sorgen kann, wenn sich der Spieler “fit genug fühlt, um von Anfang an zu spielen”, weil er logischerweise dabei auch an seinen Geldbeutel denkt, während der Trainer ganz andere Überlegungen anstellt.

Buergermeister
Mitglied
Buergermeister

Das Problem mit den Spielern die spielen wollen hat man ja vertragsunabhängig….
Weiß jemand was bezüglich der U 21? Sonst hätte man ihn ja da parken können vorübergehend!

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

@ Buergermeister

Ja, das Problem mit den Spielern, die spielen wollen hat man logischerweise immer.

Aber eben keinen “Starspieler” (TG war immerhin schon Bundesliga-Kicker), der aufgrund seiner Verletzungs-Historie und seines Anspruchs “etwas beweisen will” und somit eventuell (!) eine gewisse Unruhe in das Mannschaftsgefüge bringen könnte (!).

Dass er in der Vergangenheit alles andere als ein “pflegeleichter Spieler” war, ist hinlänglich bekannt. Und Biero wird seinen (Ex-)Spieler sicherlich wesentlich besser kennengelernt haben, als wir “Internet-Fußball-Experten” vor dem Bildschirm.

Buergermeister
Mitglied
Buergermeister

Er ist aber rehabilitiert jetzt kann man ihm nicht dauernd die Vergangenheit vorwerfen. Er hat sich tadellos benommen und wäre er nicht verletzt hätte er sicher einen neuen Vertrag bekommen

tomandcherry
Mitglied
tomandcherry

@ Buergermeister

Er selbst hat in einem veröffentlichten Beitrag davon gesprochen, dass er “keinen Bock mehr auf Regionalliga-Fußball hat” – und da war nicht mal ansatzweise absehbar, ob 60 die Aufstiegsrelegation gegen Saarbrücken erfolgreich übersteht.

Das ist halt schon ein deutlicher Hinweis auf seine persönlichen Pläne, es bei 60 nur dann eine weitere Saison zu probieren, wenn der Aufstieg klappt.

Jetzt ist man – zum Glück! – in die 3. Liga aufgestiegen, aber die Verhandlungspositionen haben sich zu Ungunsten von TG verschoben.

“Pech gehabt” oder “Schlicht und ergreifend verzockt” könnte man sagen.

TG ist Profi-Fußballer und sich und seiner Familie am meisten verpflichtet. Biero und Gorenzel sind sich bzw. der Mannschaft verpflichtet. Beide Parteien haben keine Übereinkunft für eine weitere Zusammenarbeit erzielen können, dann ist es halt das Beste sich in einvernehmlicher Art und Weise zu trennen.

Danke für die (wenigen) Spiele bei uns und alles Gute für die Zukunft, Timo.

Gegen Miller habt ihr keine Chance...
Mitglied
Gegen Miller habt ihr keine Chance...

Wenn Biro ihn auch halten will wäre ich dabei!
Wie für Olaf so für Timo – wenn jeder was gibt ist vieles möglich
Z’sam hoit’n
ELIL

Personix
Mitglied
Personix

Gut geschrieben!

jr1860
Mitglied
jr1860

… wir Fans könnten auch zusammenlegen und HI seine Anteile abkaufen 🙂

… das wäre zumindest erstmal die Lösung des grössten Problems und viel Streubesitz macht unabhängig von den Launen Einzelner

Aber das ist leider illusorisch wie auch eine dann basisdemokratisch geführte KgaA

Stepanek
Mitglied

Streubesitz macht aber dann völlig abhängig von der öffentlichen Propaganda, von Fehlinformationen und der Beeinflussung durch die Interessen Dritter.

Müsste Biero dann jedes Mal eine Facebook-Umfrage starten, ob er den Spieler aufstellen darf, soll oder gar muss.

So ein Modell hätte wirklich nur dann eine Chance auf Erfolg, wenn sich der “Schwarm” dann komplett raus halten müsste.

Wie soll denn eine basisdemokratisch geführte KGaA funktionieren? Der GF muss jeden Montag eine eMail-Umfrage bei 25.000 Anteilseigner durchführen?

Sorry, aber das ist doch eher nur eine nette Idee. Und Basisdemokratie haben wir doch schon, Mitglied werden im TSV München von 1860 e. V., zur Jahreshauptversammlung gehen und dort mit entscheiden.

jr1860
Mitglied
jr1860

Ich glaub ja auch, dass das ne große Illusion ist…

Prinzipiell gibts ja einen Geschäftsführer, der nicht für jeden “Pfurz” bei den Gesellschaftern nachfragen müssen sollte, sondern im Großen und Ganzen selbstständig, im Rahmen der Vorgaben, handeln können sollte…

Deshalb versteh ich das Ganze im Moment auch nicht, da es ein (von den Gesellschaftern) beschlossenes Budget für die 3. Liga gibt…
Und da sollten Verstärkungen durchaus berücksichtigt worden sein.
Ein SPONSORING von Seiten HI wäre natürlich ein Sahnehäubchen, mit dem wir größere Sprünge machen könnten (aber das ist ja anscheinend auch ne Illusion 😉 )

Stepanek
Mitglied

So wäre doch die perfekte Vorstellung der Arbeits- und Aufgabenteilungen zwischen Gesellschaftern (ist doch bei Aktienunternehmen so) und der Geschäftsleitung.

Die Eigentümer (Gesellschafter) treffen sich alle 3-6 Monate, besprechen die grundsätzliche Unternehmenspolitik, die Zukunftsstrategien, den Finanzrahmen.

Die Geschäftsführung hat dadurch “Zielvorgaben” und setzt diese im Tagesgeschäft, mit den Bereichsverantwortlichen um. Das funktioniert in zigtausend Unternehmen weltweit bestens.

Jeder hat ganz klare Aufgaben und Kompetenzen und wenn es Probleme gibt wird das erst einmal intern geklärt.

Nur dem TSV 1860 München funktioniert das nicht, weil ein Einzelner das seit Jahren nicht verstehen will.

jr1860
Mitglied
jr1860

dann sind wir ja beinander 🙂

… auch mit den Launen eines Einzelnen