Robert Reisinger meldet sich vor dem Jahreswechsel zu Wort. Im großen tz-Interview. Am heutigen Tag nach Weihnachten kam das Gespräch mit dem Löwen-Präsidenten auch in der Printausgabe des Münchner Merkurs. Sachlich, bodenständig und durchaus optimistisch.

Versöhnliches Ende nach „Schwarzem Freitag“

Von einem sportlich versöhnlichen Ende spricht Reisinger und von freigelegtem verschütteten Potential durch die Rückkehr nach Giesing. Seine Kritiker wollen das sicherlich nicht hören. Und sie interpretieren seine Worte auch anders. Aber das spielt keine Rolle. Sie fängt ohnehin keiner mehr ein.

Cassalette? Seltsames Demokratieverständnis

Kritik auch gegenüber Cassalette, dem Ex-Präsidenten. Der sich eine Woche zuvor zu Wort meldete und meinte, das Präsidium hätte den Antrag von Ulla Hoppen abschmettern müssen. Ein „seltsames Demokratieverständnis“ wirft Reisinger seinem Vorgänger vor. Nicht nur, dass Cassalette nachtritt und nach seiner Flucht als Präsident plötzlich mit skurillen Worten für Aufregung sorgt, er hat auch die Satzung nicht verstanden. Die Mitgliederversammlung ist nun mal das höchste Gremium im TSV 1860 München.

Ismaik schützt sein Investment

Zu Ismaik sagt Reisinger klar, dass die Rollenverteilung eindeutig ist. Ismaik schützt sein Investment, er als Präsident des e.V. eben den Verein. Persönlich nehmen darf man das nicht. Das Präsidium lauert auf Chancen, um die verfahrene Situation zu verbessern.

Reisinger: Medial viel richtig gemacht

Es ist wichtig, dass Reisinger spricht. Wichtig vor allem für diejenigen, die hinter ihm stehen und diejenigen, die kritisch sind. Nicht für diejenigen, die ohnehin gegen den e.V. sind. Die wird man nicht mehr ins Boot holen. Reisinger hat zumindest medial viel richtig gemacht. Wenig in der Arbeitsphase gesagt und nun zum Jahreswechsel offene Worte gesprochen. Das ist gut. Reisinger darf sich nicht verunsichern lassen, von denjenigen, die man ohnehin nicht mehr einfängt.

Wir haben nur einige wenige Punkte zusammengefasst. Es macht natürlich Sinn, dass gesamte Interview zu lesen und sich sein eigenes Bild zu machen.

Das Interview: Das muss sich bei den Löwen 2018 ändern

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Baum
Leser

Ein sehr gutes Interview wie ich finde. Und ich finds auch gut, dass er P. Casalette ein bisserl Gegenwind gibt. Ich fand dessen Aussagen einfach widerwärtig. Es ist wirklich erstaunlich das nach all den Jahren endlich ein Präsident des e.V. am Werk ist der den Namen auch verdient. Sah man sich doch meistens als Präsident der KGaA.
Vor allem nach den ganzen Anfeindungen aus der Brandbeschleuniger24 Richtung kann ich vor Herrn Reisinger nur den Hut ziehen.

Benedikt
Gast
Benedikt

Ich war brutal skeptisch. Immer wenn du als Löwe gedacht hast, es kommt nicht schlimmer, ist es schlimmer gekommen. Muss aber mittlerweile sagen, Reisinger hat eine ganz andere Klasse als sein Vorgänger. Bin überrascht. Sagt wenig, hält sich öffentlich angenehm zurück, gschaftlhubert nicht und was er sagt das passt. Man muss sich nicht schämen dafür. Der Absturz hat damit neben Negativem sogar überraschend Positives gebracht. Das Magazin hier z.B. gefällt mir. Auch die Berichte über andere Abteilungen. Weiter so! Ich war vorher oft bei DieBlaue24. Hab keine Lust mehr. Das Niveau hat sich für mich erledigt. OG kommt mir wie ein religiös Verblendeter auf einem Kreuzzug vor. Das war früher anders. Loewenmagazin finde ich eine gute Alternative.

Giorgo
Leser

An dem Interview gibt es wenig zum Aussetzen.
Sachlich fundiert und professionell.
Natürlich würde man sich noch mehr Infos, noch mehr Transparenz wünschen.
Zu Mey wollte er nichts sagen.
Ist natürlich auch nicht so einfach.
Sagst du ein falsches Wort oder ein Wort zu viel, oder versprichst du etwas, was du evtl nicht halten kannst, dann fallen sie über dich her wie die Aasgeier, einige aus der Münchner Presse, natürlich auch der Erzfeind mit dem angeblich blauen Blogg. Sie zerfleischen dich und reißen dich in Stücke (symbolisch gesprochen).

HHeinz
Leser

Interviews mit Robert Reisinger sind immer sehr professionell, leiden aber für mich darunter dass er zu vielen Themen nichts sagen möchte bzw. kann.

Der persönliche Erkenntnisgewinn ist dadurch äußerst gering, ich will aber nicht verkennen dass gegenüber den unsäglichen Statements eines Herrn Cassalette oder Mayrhofer trotzdem mehr Substanz dahintersteckt.

SechzgeMax
Redakteur

„Nicht für diejenigen, die ohnehin gegen den e.V. sind. Die wird man nicht mehr ins Boot holen.“

Die Erkenntnis hatte ich auch, als ich die Kommentare unter dem „dieblaue24“-Artikel zu dem Interview gelesen haben.

Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese in der Mehrheit sind. Im Gegenteil.

A.Stronaut
Leser

I glab scho.

Blaublut
Leser

Unser aktueller Präsident macht sehr vieles richtig – endlich mal einer!. Ich finde es besonders gut, dass er im Hintergrund agiert und seine Person in keiner Weise in den Vordergund spielt. Und wenn er dann mal öffentlich spricht, hat das Hand und Fuß und wirkt sehr professionell, weil nicht emotionsgeladen sondern sachlich. Ich habe vollstes Vertauen in seine Führung. Gebt ihm die Zeit die nötig ist, um 1860 neu aufzustellen.

Loewenfan66
Leser

absolut deine Meinung
endlich mal ein President der nicht glaubt er Nabel der Welt zu sein