Eines hat BFV-Präsident Dr. Rainer Koch mit 1860-Investor Hasan Ismaik gemeinsam: Die priorisierte Plattform für die Bekanntgabe der persönlichen Meinung ist Facebook. Gestern äußerte sich der BFV-Präsident im Hinblick auf die Thematik der “Montagsspiele. Er verstehe, dass viele Fans insbesondere wegen der Anreiseprobleme nicht glücklich darüber seien, doch es gehe bei Weitem nicht nur um die Anliegen der mitreisenden Fans.

Sein Kommentar

Zum Streitthema „Montagspiele“: Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Fans insbesondere wegen der Anreiseprobleme nicht glücklich mit dem Termin am Montagabend sind. Es gibt aber noch mehr Probleme zu bedenken, es geht bei weitem nicht nur um die Anliegen der mitreisenden Auswärtsfans. Klar ist, dass Mannschaften mit einem Donnerstagsspiel in der Europa League nicht 36 Stunden später am Samstag Bundesliga spielen können. Also bleiben als Ausweichspieltag nur der Sonntag oder der Montag. Mit Blick auf die vielen Tausend Amateurvereine in Deutschland, die am Sonntagnachmittag ihre Spiele austragen und deren Spielbetrieb und deren Interessen wir eben auch zu beachten und zu schützen haben, scheidet für mich der Sonntag Nachmittag für weitere Spiele aus. Wir dürfen nicht übersehen, dass an jedem Wochenende in Deutschland mehr als 5 Millionen Menschen als Spieler, Trainer, Vereinsverantwortliche oder Zuschauer auf Amateurfußballplätzen anzutreffen sind! Meine Meinung daher: Sport geht vor, deshalb keine Samstagsspiele für Europa League-Teams mit Spielen am Donnerstagabend! Deren (und zum Schutz der reisenden Fans nur deren) Spiele stattdessen am Sonntag spätnachmittags oder am Abend oder Montagabend, aber mit Blick auf die Millionen Amateurfußballfans nicht auch noch am Sonntagnachmittag!

Bildquelle: Bayerischer Fußball-Verband

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blau91
Leser

Es geht nur um die Vermarktung. Auch das Argument Amateurfußball muss geschützt werden ist nur vorgeschoben. Es gibt doch bereits Sonntagnachmittag-Spiele. Alles nur bla bla.

HHeinz
Leser

Da hat sich der Herr Dr. Koch aber eine schöne Argumentationskette ausgedacht.

Rechte werden ersteigert und ein Rechteinhaber möchte dann auch Spiele zeigen. So zu tun als könnte man die Montagsspiele an Donnerstags Termine in der Europaleague koppeln ist für mich ein wenig scheinheilig. Wer 10 Spieltage So/Mo ersteigert will dann auch 10 Spieltage zeigen, selbst wenn alle deutschen EL Teilnehmer bereits ausgeschieden sind.

Aber die Argumentationskette mit der Euroleague hat noch einen anderen Nachteil. Die Euroleague funktioniert meiner Meinung nach nicht. Sie interessiert weder einen Großteil der Fans noch die Vereine selbst.

Wenn man etwas für den Amateursport machen möchte dann sollte man dafür sorgen dass Profivereine im DFB Pokal wieder wie früher anfangs auch mal durch die Dörfer tingeln. Das kann man vermutlich nicht gewinnbringend auf DAZN vermarkten aber es würde dem Fußballsport an sich gut tun.