Sechzig muss wieder ohne Zuschauer spielen. Sollte der DFB eine Kompensationszahlung an Mannschaften, die ohne Zuschauer auskommen müssen, in Erwägung ziehen?
„Sie sprechen mir aus dem Herzen“, meint Günther Gorenzel auf die Frage nach einer möglichen Kompensationszahlung. Die Integrität des sportlichen Wettbewerbs sei erneut gefährdet, so der Geschäftsführer Sport. Von Bundesland zu Bundesland gibt es Unterschiede im Hinblick auf die Zulassung von Fans. DFL und DFB seien gefragt eine einheitliche Regelung für ihre Ligen zu treffen, so Gorenzel.
Kompensationszahlungen seien da durchaus ein Thema. „Wir als Sechzig München, oder alle bayerischen Vereine, dass muss man ganz klar sagen, denn es betrifft ja nicht nur uns; es hat massive wirtschaftliche Auswirkungen auf alle bayerischen Fußballvereine.“ In Bayern sei man „die Leidtragenden“, so Gorenzel. Der Geschäftsführer geht davon aus, dass auch in der Saison 2022/23 die Pandemie noch Auswirkung haben wird. Man muss sich seitens der Verbände deshalb Gedanken machen. Wie genau sich Gorenzel einen finanziellen Ausgleich vorstellt, das sagt er nicht.
Ohnehin ist das Thema äußerst komplex. Gerade für den TSV 1860 München. Denn momentan haben die Löwen vermutlich die geringsten Verluste. Zum einen sind über 11.000 Dauerkarten verkauft, die meisten wurden als Herzdauerkarten ohne Rückzahlungsmöglichkeit verkauft. Das nun überhaupt keine Fans zuglassen sind, kommt den Löwen deshalb finanziell sogar günstiger als wenn man zum Beispiel nur eine 50prozentige Auslastung hätte. Tageskarten könnte man ohnehin nicht verkaufen. Bei Geisterspielen spart man sich Personal und zahlt als Miete nur die Mindestmiete von 10.000 Euro. Türkgücü München zahlt übrigens einen Festpreis von 25.000 Euro für das Olympiastadion, egal wieviel Zuschauer kommen. Von einer Kompensationszahlung würden die Löwen nur profitieren, wenn sie über die verkaufte Anzahl an Dauerkarten hinaus geht. Doch aufgrund welcher Basis sollte man dies berechnen? Denn eine Vollauslastung gibt es aktuell in keinem Bundesland. Also gäbe es auch keine reelle Chance auf Kompensationszahlungen. Möglich hingegen wäre, dass der DFB sich stets an der schärfsten Regelung orientiert. Dann wären aktuell bundesweit keine Fans in den Stadien zugelassen – nicht etwa aufgrund von behördlichen Vorgaben vor Ort, sondern seitens des Verbandes.
Was ist eure Meinung zu möglichen Kompensationszahlungen in der 3. Liga? Fällt euch ein Modell ein, bei dem ein gerechter finanzieller Ausgleich möglich wäre?


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