“Es ist ein Abschied ohne Groll!”

Sie ist nun da, die Stellungnahme des Vereins im Hinblick auf die Personalie Wolfgang Schellenberg. Sein Vertrag wird vorzeitig nach vertrauensvollen Gesprächen in beiderseitigem Einvernehmen zum 31.12.2017 aufgelöst. “Wir gehen als Freunde auseinander”, sagt Geschäftsführer Markus Fauser in der offiziellen Pressemitteilung des Vereins. Laut des Vereins erklärt auch Wolfgang Schellenberg: “Es ist ein Abschied ohne Groll!” Roman Beer, Abteilungsleiter der Fußballer erklärt: “Ich kann mir durchaus eine Rückkehr von Wolfgang Schellenberg als Trainer im Jugendbereich vorstellen!”

Jürgen Jung übernimmt vorerst. Die neue sportliche und organisatorische Struktur wird spätestens Anfang des kommenden Jahres bekannt gegeben.

Die gesamte Pressemitteilung:

Nach insgesamt 13 Jahren beim TSV 1860 München verlässt Wolfgang Schellenberg, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) und zeitweiliger Co-Trainer der 1. Mannschaft, den Verein.

Sein Vertrag wird vorzeitig nach vertrauensvollen Gesprächen in beiderseitigem Einvernehmen zum 31.12.2017 aufgelöst. “Wir gehen als Freunde auseinander”, sagt Geschäftsführer Markus Fauser. “Nach einer gemeinsamen Analyse der aktuellen Situation sind wir übereinstimmend zu dem Entschluss gekommen, dass ein Wechsel auf der Position des NLZ-Leiters zu neuen Impulsen im Verein und der Jugendarbeit führen wird.”

“Es ist ein Abschied ohne Groll”, erklärt Wolfgang Schellenberg. “Für beide Seiten ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich werde mich Sechzig immer verbunden fühlen. Die letzten Jahre waren sehr intensiv.”

“Ich kann mir durchaus eine Rückkehr von Wolfang Schellenberg als Trainer im Jugendbereich vorstellen”, so Fußball-Abteilungsleiter Roman Beer.

Geschäftsführer Fauser und der Verein danken Wolfgang Schellenberg für eine lange und überaus erfolgreiche Zeit. Bereits in den Jahren 1997 bis 1998 arbeitete Schellenberg als Jugendtrainer für die Sechziger, ebenso von 2002 bis 2007, wobei er bereits als Jugendkoordinator fungierte. In der Saison 2011/12 übernahm Wolfgang Schellenberg den Posten des Co-Trainers der Profi­mannschaft, im Februar 2012 wurde ihm die Leitung des Nachwuchsleistungs­zentrums übertragen. Unter seiner Führung schafften zahlreiche Jugendspieler des Vereins den Sprung in den Profifußball, zuletzt etwa Julian Weigl, Marius Wolf. Ebenso Florian Neuhaus, Alex Fuchs, Marin Pongracic oder Felix Uduokhai.

“Hinzu kommt, dass aktuell 16 Spieler aus dem eigenem NLZ dem Kader der 1. Mannschaft angehören und wir bei der letzten Zertifizierung das maximale Ergebnis von 3 Sternen erreichen konnten,” so Schellenberg. Als Jugendtrainer bei den Löwen brachte Schellenberg Bundesligastars wie Sven und Lars Bender, Christian Träsch und Stefan Aigner hervor und konnte 2006 mit der U17 die bisherige einzige deutsche Jugendmeisterschaft für den TSV 1860 München gewinnen.

Nach dem Zwangsabstieg in die 4. Liga half Schellenberg vor der laufenden Saison Trainer Daniel Bierofka tatkräftig bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft. “Wir verlieren mit Wolfgang Schellenberg einen Leistungsträger”, sagt Geschäftsführer Fauser.

Bis auf weiteres wird Jürgen Jung die Leitung des NLZ übernehmen. Die neue sportliche und organisatorische Struktur des NLZ wird spätestens Anfang des neuen Jahres vorgestellt. Schellenberg wünscht sich, “dass der eingeschlagene Weg der letzten Monate beim TSV 1860 fortgeführt wird und sich der Traditionsverein bald wieder in der Bundesliga findet. Natürlich mit möglichst vielen Eigengewächsen, die im NLZ ausgebildet wurden.”

Die offizielle Pressemitteilung: http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/3457.htm

Titelbild: (c) TSV 1860 München

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Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Da die meisten Talente in einem Alter angeworben werden, die in den Kompetenzbereich des eV fallen, könnte dieser Schellenberg ja weiterhin anstellen.
Fakt ist, dass viele Talente, Dank der leichten Durchlässigkeit bei 1860, den Sprung in den Profibereich schafften.
Es bleibt unklar warum er gehen mußte.
Denke Kompetenzgerangel bzw. unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung könnten die entscheidende Rolle gespielt haben.
Man wird sehen, ob ein neuer Impuls hier fruchtbar ist.
Schellenberg hat zumindest eindrucksvoll bewiesen, dass er liefern kann.
Ich würde ihn gern weiterhin bei 60 sehen.

Sebastian Waltl
Editor

Umfrage aus der Abendzeitung

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Bluemuckl
Mitglied
Bluemuckl

Ich habe keinerlei Kenntnis über interne Abläufe in unserem NLZ und kann daher auch nur mutmaßen. Allerdings stößt es mir mehr und mehr sauer auf, daß jeder Fan, jeder Internet-Kommentarschreiberling, egal auf welcher Plattform meint, hinter den offiziellen Statements irgendwelche kruden Verschwörungen wittern zu müssen.

Kann es nicht einfach mal so sein, wie es dargestellt wird? Muss man immer alles bis in’s hundertste und tausendste hinterfragen? Vor allem, was ändert dies im konkreten Fall von Schellenbergs Abschied?

Fakt ist, er wird das NLZ ab 01.01.2018 nicht mehr leiten.

Warum, wieso, weshalb?

Hat man als Fan wirklich immer Anspruch über jede Einzelheit einer Personalentscheidung aufgeklärt zu werden?

Würde man das selbst wollen, wenn es um den eigenen Arbeitsplatz ginge?

SechzgeMax
Mitglied

Eine Presseerklärung, die lauter Gründe für eine weitere Beschäftigung liefert.

“Neue Impulse” so ein Unsinn.

Genau wie die Entlassung von Tuchel beim BVB ist diese Trennung für den Fan nicht nachvollziehbar und die Verantwortlichen müssen jetzt liefern.

Giorgo
Mitglied
Giorgo

Die liefern nicht.
Die Risse werden einfach mit Farbe bemalt, dann passt das schon.
Etwas mehr Offenheit würde man sich schon wünschen.
Fauser kann oder will das eben gar nicht.
Alle können bestens miteinander.

Giggs
Gast
Giggs

Ist das wirklich so kompliziert? Schellenberg gilt als unbestritten erfolgreich, aber eben auch als ziemlicher Eigenbrötler. Bierofka konnte nicht mit ihm. Schellenbergs Vorgänger Jung hat man zurückgeholt. Jung gilt als Vertrauter Bierofkas. Dazu wurde auf Plattformen wie db24 ohne Unterlass behauptet, der Nachwuchsabteilung fehle es an Struktur und fachlicher Kompetenz, weshalb sie schnellstmöglich an Ismaik zum Zwecke der “Professionalisierung” zu übereignen sei.

GehtDiNixO
Gast
GehtDiNixO

Also irgendetwas passt da ganz und gar nicht… ich hoffe nur, dass die dicke Überaschung nicht erst kommt, wenn Fauser weg ist.

Sebastian Waltl
Editor

ArikSteen hattest du nicht gestern was geschrieben, dass sich da jemand nicht an Abmachungen gehalten hat und dass die Auflösung folgt ( #4301). Was ist daraus eigentlich geworden?

LNHRT
Mitglied
LNHRT

Das hat schon einen äußerst faden Beigeschmack. Mir gefällt das nicht wirklich. Kenn aber natürlich auch keine Internas, um das qualifiziert beurteilen zu können.

Sebastian Waltl
Editor

Mehrere Medien (z. B. Merkur, TZ, AZ, db24) zufolge gibt es einen Favoriten auf die Nachfolge von Schellenberg:

https://www.merkur.de/sport/amateur-fussball/landkreis-muenchen-stadt/geruechte-ex-loewen-schellenberg-nachfolger-9439585.html

Demnach soll Dieter Märkle neuer Leiter des NLZ werden. Er ist ein alter Bekannter bei Sechzig, da er bereits von 2008 bis 2010 die U21 trainiert hat. Außerdem war er von 2012 bis 2015 Leiter des NLZ beim FC Augsburg.
Momenten steht er noch bis Juni 2018 als Leiter der Jugendabteilung beim Regionalligisten Stuttgarter Kickers unter Vertrag.
https://www.transfermarkt.de/dieter-markle/profil/trainer/1980

Es ist wirklich sehr schade, dass Schellenberg aufhört und ich würde mich freuen, wenn er als Jugendtrainer bleiben würde.
Allerdings wenn Dieter Märkle wirklich sein Nachfolger wird, dann denke ich, dass das NLZ auch weiterhin in guten Händen sein wird