Am heutigen Sonntag, 23. September, waren die kleinen Löwen zu Gast beim TSV 1861 Nördlingen, wo es wiedermal um sehr viel ging, da die Löwen immer tiefer in den Keller abzurutschen drohten. Der Druck auf die Mannschaft und den Trainer Lubojanksi wächst.

Der TSV 1861 ist als Aufsteiger zum ersten Mal in der Bayernliga vertreten und dennoch trafen die zwei Vereine schon einige Male in der Vergangenheit aufeinander. Allerdings in der Landesliga Süd Mitte der 70er und Anfang der 80er Jahre, sowie in der Saison 1994/95, in der beide Begegnungen Unentschieden ausgingen.

Türk’s Doppelpack im ersten Durchgang

Die Partie begann etwas verhalten und ohne große nennenswerte Torchancen. Nach einer viertel Stunde wurde den Löwen nach einem Foul im Strafraum an Ekin ein Elfmeter zugesprochen, den Ugur Türk souverän ins linke Eck platzierte und den Löwen die Führung brachte. Danach waren es die Gäste, die mehr Druck aufbauten. Aus einem Konter heraus bekam Ugur Türk einen perfekten Pass von links und traf zum 2:0, was die Gastgeber immer noch nicht aus der Ruhe brachte. Im Gegenteil. Obwohl sie sich ihre Chancen erspielten, waren es die Löwen, die jubelten. In der 38. Minute wollte Felix Käser vorm Tor seiner Nördlinger klären und traf dabei das eigene Tor und erhöhte damit die Löwenführung auf 3:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Foto:T.F.

Im Vergleich zu den Spielen davor, bei denen die U21-Mannschaft gar Unterstützung von den Profi-Spielern hatten, wirkten die Löwen viel homogener und gut aufeinander abgestimmt.

Schießbude Nördlingen

In der zweiten Hälfte hatten es die Löwen etwas eilig. Nach dem Wiederanpfiff kam ein Pass weit nach vorne. 1861-Keeper stand zu weit vor dem Tor und so nutzte Marin Culjak seine Chance und stand in zwei Schritten alleine vorm Tor. 4:0 nach 51 Spielminuten. Die Löwen kombinierten sehr gut, aber der Gegner machte es ihnen in der Phase auch extrem leicht. Gleich der nächste Angriff in der 56. Minute war mit Erfolg gekrönt und Ugur Türk traf zum dritten Mal im Spiel. Weitere vier Minuten später das 6:0 durch Dennis Dressel. Die Gastgeber verloren zu viele Bälle, was die Löwen auszunutzen wussten und erneut reichte ein weiter Pass in die Mitte – der Ball landete im Tor. Bier holen ist nicht, denn gleich hinterher wurde ein weiterer Elfer den Löwen zugesprochen. Diesmal führte ihn Arif Ekin* aus und es stand 7:0 für die Löwen in der 62. Minute. Die Nördlinger schienen in Gedanken bereits unter der Dusche zu sein, denn anders kann man sich das Abwehrverhalten nicht erklären. Der achte Treffer folgte fast auf Fuß und Dennis Dressel schrieb sich erneut in die Torschützenliste mit 8:0 ein. Danach wurde – auch wegen den vielen Auswechslungen – das Tempo aus dem Spiel genommen, so passierte auch nicht mehr viel.

* bei Fupa und BFV ist zwar Türk vermerkt, doch wir sahen es anders.

Fazit

Wenn man sich die anderen Spiele anschaut, kommt berechtigterweise die Frage auf, ob es in der Vergangenheit so schlau war, auf die Unterstützung der Profis zu bauen. Sicherlich brauchen sie auch ihre Spielpraxis, aber der 2. Mannschaft kam dies selten zugute. In solchen Spielen, wie heute, merkt man, dass die eigentliche U21 gut eingespielt ist und gute Leistung abliefern kann. Sicherlich war Nördlingen nicht der stärkste Gegner, aber das war Vilzing letzte Woche auch nicht.

Die nächste Partie der U21-Löwen ist am 6. Oktober in Kirchanschöring.

Aufstellung TSV 1860: 1 T. Kretzschmar, 2 S. Buchta, 3 O. Stefanovic, 4 M. Metzger, 5 L. Siebdrat, 6 A. Spitzer, 7 S. Gebhart, 8 A. Ekin, 9 U. Türk, 10 D. Dressel, 11 M. Culjak

Tore: 0:1 Ugur Türk (15.), 0:2 Ugur Türk (27.), 0:3 Felix Käser (38. ET), 0:4 Marin Culjak (51.), 0:5 Ugur Türk (56.), 0:6 Dennis Dressel (60.), 0:7 Arif Ekin (62.), 0:8 Dennis Dressel (67.)

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ArikSteen

Sehr gut. Die Aufstellung ist durchaus interessant. Vielleicht hat man sich nun gefunden und konzentriert sich auf “eine” Mannschaft, die nicht immer Verstärkung “benötigt”.