tz München: Unglaubliche 580000 Euro für Gutachten?

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Westkurve

Nach tz München-Informationen sollen die Kosten für den Verein im Hinblick auf das Rechtsgutachten zum Antrag der Kündigung des Kooperationsvertrages über eine halbe Million kosten. Von 580000 Euro ist die Rede.

Wer nachrechnet merkt schnell, dass der tz dabei ein großer Fauxpas unterlaufen sein muss. Bei einem anzunehmenden Tagessatz von 2500 Euro für einen Anwalt wäre dieser 232 Tage beschäftigt gewesen.

Im Internet gibt es in manchen Bereichen wieder einen großen Aufschrei. Als Fan und als Mitglied des TSV 1860 München sollte man sich auf derartige journalistische Recherchen erst einmal nicht verlassen. Leider ist der tz-Bericht ohne Namen eines Redakteurs versehen, so dass wir nicht direkt nachfragen können, woher diese angebliche Information stammen soll.

Nachtrag:

tz München hat die Summe aus dem Artikel entfernt:

“… die Kosten für den Verein, die das Rechtsgutachten zum Antrag der Kündigung des Kooperationsvertrages auslöst (Anm. d. Red.: An dieser Stelle stand zunächst die Höhe der angeblichen Kosten – den Betrag hat unsere Redaktion nachträglich entfernt): „Darüber gibt der Rechenschaftsbericht des Kassiers auf der nächsten Mitgliederversammlung Auskunft.”

Quelle: https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/robert-reisinger-ismaik-hat-sich-zu-50-1-verpflichtet-1860-muenchen-kann-sich-aufstieg-leisten-9445033.html

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Sebastian Waltl
Editor

Ich hab gestern der TZ bei Facebook eine Nachricht geschrieben, dass da schon eine Richtigstellung angebracht wäre. Das war die Antwort darauf:

“Servus Sebastian,
in der heutigen Printausgabe der tz ist auf Seite 30 im “Löwen-Magazin” unsere Richtigstellung abgedruckt. Auch im ersten Absatz des besagten Artikels ist diese zu finden.

Fehler passieren leider, auch wenn sie dies natürlich nicht sollten. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Die Kollegen der Sportredaktion kümmern sich um die (zugegebenermaßen ärgerliche) Situation.

Viele Grüße aus der Onlineredaktion”

Sebastian Waltl
Editor

ArikSteen das steht jetzt in dem Artikel drin:

“Update: Unten stehend berichteten wir über Kosten für das Rechtsgutachten zur Kündigung des Kooperationsvertrages in Höhe von 580.000 Euro. Von dieser Summe distanzieren wir uns. Tatsächlich liegt die Summe im fünfstelligen Bereich. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.”

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Hut ab an die TZ! Immerhin… 😉

Sebastian Waltl
Editor

Stimmt. Die geben es wenigstens zu, dass sie einen Fehler gemacht haben. 😉
Wobei es vielleicht tatsächlich angebracht wäre, diese falsche Zahl über Facebook oder in einem neuen Artikel richtig zu stellen. So lesen es ja viele Leute nicht. Normalerweise liest man so einen Artikel ja nicht nochmal.
Übrigens hat sogar db24 einen extra Artikel geschrieben, dass die Zahl nicht stimmt.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Hab ich Oliver Griss geschrieben, dass er das machen soll…
Ernsthaft! Gut, ob’s jetzt an mir lag…!? 😉

Sebastian Waltl
Editor

Lustig, nachdem ich ihm das bei Facebook geschrieben habe, hat er mich blockiert. 😉

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Ach weißt du, ich darf das halt 😉

Giggs
Gast
Giggs

Den Vorfall gut beschrieben hat bei Facebook dieblaue24-WATCH: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=467043897026893&id=394687430929207

Giggs
Gast
Giggs

Das ist keine Leistung, sondern eine Selbstverständlichkeit für eine Zeitung, die noch halbwegs ernst genommen werden will. Wer sowas bar jeder Realität raushaut, muss sich entschuldigen.

SechzgeMax
Mitglied

Off topic:

ArikSteen Tami Tes

Dieter Märkle hat seinen Vertrag bei den Stuttgarter Kickers aufgelöst. Wird er Nachfolger von Schellenberg?

Quelle: http://www.stuttgarter-kickers.de/verein/news/6910

Sebastian Waltl
Editor

Der wurde zumindest von Fupa und von der Tz auch schon als Nachfolger gehandelt.

SechzgeMax
Mitglied

Ja der wird wahrscheinlich Nachfolger. Alles andere wäre ein großer Zufall.

loeweuae
Mitglied
loeweuae

Aber falls der Wert nicht stimmt, warum hat Reisinger das im Interview nicht kommentiert.
Wenn so eine Zahl im Raum stehen bleibt, ist es doch klar dass es da einen Aufschrei gibt.

SechzgeMax
Mitglied

Diese Zahl war nicht Teil der Frage im Interview des “Wochenanzeiger” mit Reisinger.

Die “tz” hat das Interview zitiert und diese Zahl dann in den Raum gestellt.

Sebastian Waltl
Editor

Stimmt, diese Zahl wurde lediglich von der TZ in den Raum geworfen.

SechzgeMax
Mitglied

Das ist echt Wahnsinn wie sehr unser Verein unter der Berichterstattung leidet!

Ich hoffe auf eine Entschuldigung! Vor allem was im Kommentarbereich des Blogs abging ist wirklich erschreckend für mich!

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Mitglied
Dr. Klothilde Rumpelschtilz

Ich hab mich gar nicht getraut die Kommis da zu lesen.
Mir tun die ganzen Frustrierten sogar leid.

Sebastian Waltl
Editor

Ich kann mir diese Zahl beim besten Willen nicht vorstellen. Das Gutachten wurde wahrscheinlich Mitte August in Auftrag gegeben, das Ergebnis lag Mitte November vor. Wahrscheinlich lag es sogar schon etwas früher vor und wurde halt erst Mitte November bekannt.
Das sind ca. zweieinhalb Monate,also 11 Wochen. Sind bei fünf Arbeitstagen pro Woche 55 Tage, an denen daran gearbeitet wurde. Da käme ein Tagessatz von 10.545 Euro raus. Ganz ehrlich, das kann doch nicht sein. Da verdient ja selbst ein Markus Fauser nur einen Bruchteil davon.

Von einem Bekannten von mir weiß ich, dass es bei so langwierigen Dingen wie diesem Gutachten durchaus Nachlässe bei den Stundensätzen von 20 – 40 Prozent auf den normalen Stundensatz gibt. Und ich glaube kaum, dass sich ein Anwalt tatsächlich 55 Tage jeden Tag acht Stunden nur mit diesem Gutachten beschäftigt hat.
Selbst wenn er das getan hätte, käme bei einem angenommenen Tagessatz von 1.860 Euro bei meiner Rechnung gerade mal 100.000 Euro raus. Und dabei sind Dinge wie zwei Feiertage usw. noch nicht berücksichtigt, also wird es in Wirklichkeit noch etwas weniger sein.

Ganz ehrlich, ich würde sehr stark darauf tippen, dass an dieser Zahl eine Null zuviel dran ist

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Die Zahl wurde übrigens mittlerweile aus dem Artikel entfernt.

“… die Kosten für den Verein, die das Rechtsgutachten zum Antrag der Kündigung des Kooperationsvertrages auslöst (Anm. d. Red.: An dieser Stelle stand zunächst die Höhe der angeblichen Kosten – den Betrag hat unsere Redaktion nachträglich entfernt): „Darüber gibt der Rechenschaftsbericht des Kassiers auf der nächsten Mitgliederversammlung Auskunft”

Tja, warum wohl… 😉

Sebastian Waltl
Editor

Ganz ehrlich, so etwas tut eine Zeitung doch nur, wenn daran etwas nicht stimmt. Das verschwinden dieser Zahl fällt ja sofort auf. Für mich ist das ein Eingeständnis, dass diese Zahl falsch war.

Sollte meine Rechnung annähernd stimmen, dann muss ich sagen, auch wenn es trotzdem noch viel Geld ist, dass diese Ausgabe absolut gerechtfertigt ist. Die Kosten eines möglichen Rechtsstreits hinterher wären wahrscheinlich deutlich höher.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Für mich ist das auch deutlich zu hoch. Selbst wenn sich zwei Anwälte jeden Arbeitstag damit befasst hätten, wäre es immer noch deutlich zu hoch… Mich würde echt interessieren, wie die von der TZ auf diese Zahl gekommen sind. Dass die Zahl mittlerweile rausgenommen wurde, spricht für mich auch für ein Eingeständnis eines Fehlers. Eine Entschuldigung wäre dann halt schön. Wobei, was einige an bestimmter Stelle daraus machen, ist wirklich schockierend, finde ich…

“[…]auch wenn es trotzdem noch viel Geld ist, dass diese Ausgabe absolut gerechtfertigt ist.”

Natürlich ist sie das… Lassen die Verantwortlichen es prüfen, ist es zu teuer. Lassen sie es nicht prüfen, dann passt es auch wieder nicht. Egal was unsere Verantwortlichen tun, einige haben halt immer was zum Schimpfen… Für mich war eine vorherige Prüfung des Antrags unumgänglich. Alles andere wäre Harakiri.

Sebastian Waltl
Editor

Ich finde es absolut richtig, es prüfen zu lassen. Stell dir mal vor, man hätte es nicht geprüft und hätte den Vertrag gekündigt. Dann hätte Ismaik so oder so dagegen geklagt, da bin ich mir sicher. Und die Kosten für einen Rechtsstreit mit wahrscheinlich ein paar Berufungen wären mit Sicherheit deutlich teurer gewesen.

Und das Argument, dass man den Antrag vor der Mitgliederversammlung hätte prüfen müssen, das zählt für mich überhaupt nicht. Zum einen wurde der Antrag erst Mitte Juni eingereicht, also wäre für eine gründliche Prüfung eh nicht genug Zeit gewesen.
Und was hätte es für Geschrei gegeben, wenn das Präsidium 50.000 Euro für die Prüfung eines Antrages ausgegeben hätte, der dann von den Mitgliedern abgelehnt worden wäre. Dann hätte das Präsidium die Mitgliederversammlung wahrscheinlich nicht überlebt.

Sehr gut finde ich übrigens die Entscheidung der Mitgliederversammlung, dass Anträge für die Mitgliederversammlung in Zukunft sechs Monate im Voraus eingereicht werden müssen. Dieser Antrag kam übrigens aus dem Verein und war eine Reaktion auf den Hoppen-Antrag.

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Stimme dir uneingeschränkt zu.

Wie gesagt, was auch immer unsere Verantwortlichen tun, einige drehen sich es immer so hin, dass es am Ende ins eigene Weltbild passt…

Sebastian Waltl
Editor

In dem Fall hätte es auf jeden Fall viel Kritik gegeben, egal wie sie es gelöst hätten.

Otto
Gast
Otto

Im unsäglichen Blog von Herrn Griss rufen die Leser deshalb zum Lynchmord auf: http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=74f03f-1513175389.jpg

Was die tz macht (db24 sowieso) ist echt übel. Ludwig Krammer hab ich immer als seriösen Journalisten geschätzt. Warum begibt der sich plötzlich auf solches Terrain?

Sechzig_Ist_Kult
Mitglied
Sechzig_Ist_Kult

Und dafür doppelt so viele Likes wie Dislikes… Holla die Waldfee!

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Vielleicht wäre zu der kolporierten Zahl eine Stellungnahme des e.V. hilfreich. Da würde dann schon eine kurze Klarstellung reichen, dass die Zahl nicht der Wahrheit entspricht und viel zu hoch gegriffen ist… Diese Zahl schien mir, als ich sie gestern Abend gelesen habe, bereits astronomisch…

Würde mich echt interessieren, wie der zuständige TZ-Redakteur darauf kam…