Die Löwen sind am Samstag, den 26. August, beim SV Seligenporten zu Gast. Anpfiff in der M.A.R.-Arena ist um 16 Uhr. Im Vorfeld zum Spiel haben wir bei den Klosterer, wie sie genannt werden, um ein kleines Interview gebeten, um den Verein näher kennenzulernen.

Unser Gesprächspartner ist Walter Eisl, erster Vorsitzender des SV Seligenporten.

Vielen Dank Herr Eisl, dass Sie bereit sind, dieses Interview mit uns zu führen und somit auch den Löwenfans einen kleinen Einblick über den SV Seligenporten zu geben.
Sehr gerne, wir freuen uns auf die Löwenfans und ein friedliches Fußballfest. 

SV SeligenportenIn der letzten Saison lief es nicht gut für den SVS. Eigentlich waren die Klosterer sportlich abgestiegen. Doch durch den Zwangsabstieg der Löwen, bei dem auch die 2. Mannschaft in die Bayernliga absteigen musste, befand sich Seligenporten plötzlich in der Relegation. Unser Pech, Ihr Segen. Zum Glück nutzten die Klosterer ihre Chance in den Spielen gegen Viktoria Aschaffenburg und schafften den Ligaerhalt. Welche Ziele haben Sie sich für diese Saison gesetzt?
Unter den gegebenen Umständen kann unser Ziel nur lauten, erneut die Klasse zu halten. Wenn das diesmal ohne den Umweg der Relegation zu bewerkstelligen wäre, würde uns das viel Nerven und Energie sparen. 

Trainer Roger Prinzen ist kurz vor dem Ende der letzten Saison von Nürnberg II zum SVS gekommen. Er kennt die Regionalliga. Prinzen trainiert nicht nur die 1. Mannschaft vom SVS, er ist als Sportchef auch für die Kaderzusammenstellung zuständig. Wir Sechziger wissen, wie schwierig es ist, sich wieder zu konsolidieren, wenn man mal unten steht. Was sind im Moment die Baustellen für Roger Prinzen, die es zu bewerkstelligen gibt, und vor allem wie läuft‘s?
Wir konnten erst verspätet in die Vorbereitung und auch in die Kaderplanung einsteigen, deswegen werden wir bis zum Transferschluss noch alles tun, um die Mannschaft sinnvoll zu verstärken. Aber auch das ist für einen kleinen Verein, wie den unseren, eben nicht einfach. Wir stehen eben am Ende der Nahrungskette. 

Sie sind mit 4 Niederlagen in Folge schlecht in die Saison gestartet. Dann kam Bayreuth, die sie mit 2:0 nach Hause schickten. Leider konnten die Klosterer die Leistung gegen Schalding nicht wiederholen. Torgefährlichkeit wird bemängelt. Ist das dem kleinen Kader und somit dem Mangel an Alternative geschuldet oder wo, meinen Sie, drückt der Schuh?
Wir haben eine junge und unerfahrene Mannschaft, die meist auf Augenhöhe agierte, sich aber noch Fehler leistet, die eine an sich ausgeglichene Partie zur falschen Seite kippen lassen. Die gilt es schleunigst abzustellen. Zudem lassen wir aktuell noch zu viele Torchancen liegen.

Kleiner Exkurs in die Vergangenheit…
Der ehemalige Löwentrainer Karsten Wettberg, auch bekannt als ‘Der König von Giesing’, trainierte den SVS von 2009-2013. Mit ihm schafften die Klosterer in der Saison 2011/12 den Aufstieg in die Regionalliga. Zum Schluss jedoch eine chaotische Zeit. Erst erklärte Wettberg im August 2011 überraschend und unmittelbar nach einem Spiel seinen Rücktritt, Tag drauf dann den Rücktritt vom Rücktritt. Dann kam der Aufstieg und Ende der Saison 2012/13 war für ihn endgültig Schluss. Gesundheitliche Probleme sollen der Grund gewesen sein. Wie sind denn Ihre Erinnerungen an die Zeit? Was war denn da los?
Dazu gibt es nicht mehr viel zu sagen. 

Damals kritisierte Karsten Wettberg auch die Lizenzvergabe für die 3. Liga. SV Seligenporten hatte ja lt. Medien keine Lizenz für die 3. Liga beantragt. Seine Aussage gegenüber kicker.de war: „Die Hürden zum Erwerb dieser Lizenz sind viel zu hoch. Darüber hinaus kann es nicht angehen, dass dort etliche Traditionsklubs von der Insolvenz bedroht sind. Wenn sich hier nicht einiges ändert und zum Beispiel die Fernsehgelder erhöht werden, verkommt die Klasse zur Spielwiese der zweiten Mannschaften der Profivereine.“
Wie sehen Sie das heute? Hat sich in den letzten Jahren für die kleinen Vereine in dem Bereich was verbessert und wenn nein, welche Änderungen würden Sie sich wünschen?
Das hat sich aus unserer Sicht nicht erkennbar verbessert. Es ist schlicht unmöglich, für Vereine wie Seligenporten, Buchbach oder auch Schalding-Heining dauerhaft mit Profiklubs zu konkurrieren, die ganz andere finanzielle und strukturelle Bedingungen haben.

Seligenporten gg. 1860 II
SV Seligenporten gegen TSV 1860 II – Regionalliga 2016/17 – 29.04.2017 (Foto: Wolfgang Zink)

Zurück in die Gegenwart…
Nun ist am Samstag der TSV 1860 zu Gast in der M.A.R.-Arena. Das Spiel ist ja ausverkauft. Auf Ihrer Vereinsseite wird es als das “Spiel der Saison” genannt. Welchen logistischen und organisatorischen Herausforderungen mussten Sie sich stellen?
So ein Ereignis bedeutet für den Verein einen immensen Kraftakt, um unsere M.A.R-Arena den Erfordernissen anzupassen. Da müssen alle mit anpacken, auch die erste Mannschaft.

Ihr Mittelfeldspieler Fotios Katidis spielte bereits für den TSV 1860 München in der U19 und in der Saison 2015/16 in der 2. Mannschaft der Löwen und somit in der Regionalliga. Seine Teamkollegen waren u.a. Weber, Köppel, Andermatt und Hiller, die in der aktuellen Löwen-Mannschaft spielen. Wir gehen davon aus, dass der Coach auf ihn nicht verzichten wird, zumal er auch schon ein Tor in der Saison geschossen hat. Was sagt denn Katidis zu der bevorstehenden Begegnung? Die Motivation ist sicher groß?
Fotios wird sicherlich hochmotiviert sein, gegen seinen alten Verein seine Qualitäten unter Beweis zu stellen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Zeit.

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1 Kommentar auf "SV Seligenporten stellt sich im Interview vor"

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