Ein Kommentar

Der TSV 1860 München lebt. Man ist aktuell Tabellenführer. Sportlich läuft es, auch wenn es Fragezeichen gibt. So werden zum Beispiel in der Presse mögliche Neueinkäufe in der Winterpause diskutiert. Sehr zum Ärgernis von Trainer Daniel Bierofka der klar stellt, dass kein Geld für den großen Einkauf auf dem Transfermarkt da ist und jegliche Spekulationen respektlos gegenüber der Mannschaft seien. Allerdings basiert das eher auf einem Missverständnis. Die tz München hat lediglich die einzelnen Möglichkeiten diskutiert. Niemand hat in der Presse geschrieben, dass der TSV 1860 4 oder 5 Positionen neu besetzt.

Sportpolitisch sind die Fragezeichen deutlich größer. Aktuell setzt sich der Verwaltungsrat mit dem Prüfergebnis im Hinblick auf den Hoppen-Antrag auseinander. Die Süddeutsche Zeitung spekuliert: “Dass der TSV den Kooperationsvertrag mit Investor Ismaik wirklich aufkündigt, ist unwahrscheinlich.” Wir werden es in spätestens 2 Wochen erfahren müssen. Denn im Dezember wird es höchste Eisenbahn, mehr Transparenz an den Tag zu legen. Was ist mit Markus Fauser, dem temporären Geschäftsführer? Wird er den Verein zum 31. Dezember verlassen? Wenn ja, welche Optionen sind dann geplant?

Tatsache ist: Es müssen Fakten auf den Tisch. Im Moment ist die Sportpolitik etwas, das sich in den sozialen Medien, Blogs und Foren abspielt. Das kann man nur durch eine klare Transparenz eindämmen. Die Fans wollen ihr Vertrauensverhältnis im Hinblick auf das Jahr 2018 bekräftigen. Hierfür ist es jedoch wichtig, dass einzelne Fragen geklärt werden. Offiziell und nicht über die sozialen Medien, die längst zu einem kleinen Fluch für die Löwen geworden sind. Egal wie die Ergebnisse aussehen, es ist eine schwierige Aufgabe des Präsidiums. Irgendwer ist immer gegen etwas. Alle zufriedenstellen kann man nicht.

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Sebastian Waltl
Redakteur

ArikSteen Laut Bild ist der Abschied von Fauser beschlossen und der Nachfolger steht bereits fest:
http://m.bild.de/sport/fussball/1860-muenchen/scharold-wird-nachfolger-von-fauser-53940890,view=amp.bildMobile.html

Tante Tornante
Leser

Ich denke auch es wird Zeit, dass die Fakten auf den Tisch kommen und wie man gedenkt weiterzumachen. Es müssen ja bestimmte Weichen gestellt werden…was ist für 2018 und ff geplant, wie soll es weiter gehen?

Natürlich war es wichtig und richtig, zunächst einmal Ruhe in den Klub zu bringen, das Sportliche in den Focus zu stellen.

Was die letzten Wochen so richtig war, kann sich nun aber ins Negative verkehren, wenn man weiter beharrlich schweigt. Dass einen die Presse vor sich her treibt, kann man nur verhindern, indem man selbstbestimmt vorangeht. Da sind jetzt e.V. und KGaA gleichermaßen gefragt

Tante Tornante
Leser

Wenn das so stimmt, was in der SZ von heute steht (und sie sagen ja immer, ihnen läge der Vertrag vor), dann frage ich mich schon, ob diejenigen, die den Kündigungsantrag gestellt haben, das Vertragswerk überhaupt kannten. Das ist schon alles mehr als nur ein bisschen seltsam.

Interessant auch, dass ja Ismaik seine Anteile gar nicht an jeden verkaufen dürfte ohne Mitspracherecht des e.V. , es sogar ein Rückkaufsrecht der Anteile für den Klub gäbe, sollte Ismaik verkaufen wollen. Wussten die Mitglieder das bei der Stimmabgabe?

Das wäre dann wieder Wasser auf die Mühlen der e.V. Gegner. Wie gesagt, ist ja alles (noch) Konjunktiv, dennoch finde ich das ziemlich irritierend…

buergi
Gast
buergi

Eine Zahlungsverpflichtung wäre auch eine ziemlich irre Vertragsklausel. Wäre wünschenswert gewesen, wenn man vor dem Antrag den Vertrag betrachtet hätte.

LNHRT
Leser

Ich teile die Ansicht der SZ und gehe auch davon aus, dass der Kooperationsvertrag nicht gekündigt wird. Genauso glaube ich, dass Fauser nicht mehr lange bei uns sein wird. Er hat bei seinem letzten Interview schon sehr zurückhaltend geklungen. Vermutlich werden wir uns ihn auch gar nicht länger leisten können. Spannend wird es dann tatsächlich wie es weitergeht. Wie es halt immer schon bei Sechzig ist. Langweilig wird es nie.