Löwen verlieren durch das Eigentor des Kapitäns Felix Weber das “Regenspiel” gegen TSV Buchbach und kassieren so die erste Niederlage in der noch jungen Regionalligasaison.

Das waren nicht die besten Platzverhältnisse in Buchbach. Durch den Dauerregen war der Rasen vollkommen durchgeweicht und ähnelte an manchen Stellen eher einem Acker, aber es waren doch gleiche Bedingungen für beide Mannschaften und deshalb kann dies nicht als Ausrede gelten.

Von Minute Eins kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Die Löwen wirkten irgendwie planloser. Eher überraschend fällt nach der Flanke von Markus Grübl das Tor für Buchbach. Doch Felix Weber ist es, der klären wollte und den Ball am überraschten Torhüter Hiller vorbei ins Tor bugsiert. Bitter für den Kapitän. Schon wieder müssen die Löwen einem Rückstand hinterherlaufen. Buchbach denkt aber nicht daran, den Löwen das Spiel zu überlassen – sie standen gut und ließen wenig Räume zu. Richtige Chancen oder Torschüsse für die Sechziger kann man kaum verbuchen. Im Gegenteil, es wurde immer wieder gefährlich für den TSV 1860.

Daniel Bierofka konnte sicher nicht zufrieden sein, aber auch die zweite Halbzeit verlief nicht viel besser. Die Löwen wirkten zwar etwas wacher, aber der richtige Zug zum Tor fehlte, eine zündende Idee fehlte. Es war nicht viel Durchkommen, die Buchbacher haben ihre Räume nach wie vor gut verteidigt.
In der Nachspielzeit sah der kurz zuvor eingewechselte Maximilian Hain noch die rote Karte, nachdem er den Angriff der Löwen unterbinden wollte und Eric Weeger mit gestreckten Beinen umgrätschte. Der Schlusspfiff kam unmittelbar danach.

Was war denn los? Irgendwie musste man fast an die letzte Saison denken, denn die Löwen wirkten motivationsloser und planloser. Kommen sie jetzt schon mit der Rolle des Favoriten nicht klar?

Jungs – das war heute nix. Fünf. Setzen. Herr Bierofka übernehmen Sie, denn das können die Löwen schon besser. Es gibt noch viel zu tun.

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
tomandcherry
Leser

Solche Spiele kennen wir doch seit Jahren. Früher hießen die Gegner, gegen die wir uns blamierten Sandhausen, Heidenheim und Aue. Jetzt gehört halt der “Dorfclub” TSV Buchbach zu den Mannschaften, bei denen wir mit unserer ruhmreichen Vergangenheit noch zusätzliche Motivation herauskitzeln, um 120 % zu geben dieses “Spiel des Jahres” gegen die Großstädter zu gewinnen.
Meine Prognose für den weiteren Saisonverlauf: Das wird nicht die einzige Niederlage gegen vermeintliche Underdogs bleiben. Im Gegenteil. Ich persönlich rechne mit noch einigen “Watschn” von Gegnern, die von der “Papierform” eigentlich kein Problem darstellen sollten. Das ist halt Regionalliga-Fußball und da zählt kein Name, keine Vergangenheit und kein Schönheitspreis.

Queeg
Gast
Queeg

Korrekturlesen hätte diesem Beitrag gutgetan.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Schon gegen Burghausen war zu sehen dass sich die Löwen schwer tun.
Es fehlen die spielerische Lösungsansätze.
Der Gegner ist zumeist hochmotiviert, denn es ist dass jeweilige “Spiel des Jahres” für ihn.
Man kann fast sagen, auch wenn man es nicht hören möchte, wir sind der FCB der 4. Liga, der ständig gejagte sozusagen.
Eine Rolle die wir schnellstens annehmen und selbstbewusst ausfüllen sollten.
Der Gegner darf keine Chance wittern, im Gegenteil er sollte mit der Einstellung, gegen den Primus der Liga darf man schon verlieren, ins Spiel gehen.
Dafür müssen wir viel dominanter auftreten und offensiv deutlich zielstrebiger agieren.
Den Konkurrenzkampf darf man von meiner Seite ruhig etwas stärker anheizen (ein Mo Awata wär hier bei 2 erzielten Treffern bei der II Mannschaft eine Alternative), Auswechslungen gern auch früher (Halbzeit) um Zeichen zu setzen.
Niemand sollte zufrieden sein und meinen “Das Ding” in Liga 4 schon geschaukelt zu bekommen.
Noch ist es für Panikmache zu früh aber man sollte die Zeichen erkennen und die Zügel etwas strafer ziehen.