Die Löwen haben erstmals seit Oktober 2017 ein Heimspiel im Grünwalder Stadion verloren. Die Partie gegen den KFC Uerdingen 05 endete 0:1. 

Nach dem Unentschieden in Osnabrück veränderte Trainer Daniel Bierofka die Startelf auf zwei Positionen. Karger und Lex wurden durch Kindsvater und Willsch ersetzt.

Die 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion sahen zu Beginn eine ausgeglichene Partie.

Bereits in der 18. Minute hatte Stefan Aigner seine größte Chance in diesem Spiel. Nach einer Sechzig-Ecke konterten die Uerdinger. Kefkir spielte auf Ex-Löwe Beister, der den Ball im Strafraum auf Aigner legte, doch der starke Kindsvater war zurückgelaufen und konnte vor Aigner gerade noch klären.

In der 32. Minute hatten die Löwen ihre erste große Gelegenheit. Die Verteidigung der Uerdinger ließ einen Abschlag von Löwen-Keeper Bonmann durch. Grimaldi lief auf Vollath zu und versuchte, den Ball über den Keeper zu lupfen. Der Ball landete allerdings nicht im Tor, sondern im Seitenaus.

Kurz vor der Halbzeit hatte der TSV 1860 doppelt Pech. Steinhart schoss aus der Distanz auf das Uerdinger Tor, doch der Ball traf nur den Querbalken. Von dort landete er bei Mölders, dessen Schuss wieder an der Latte scheiterte.

Die Löwen hatten in der ersten Halbzeit in Summe mehr Torchancen als der Gast.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Löwen das Ruder. In der 71. Minute hatte wieder Grimaldi eine Großchance. Der Neuzugang schoss aus 18 Metern auf das Tor, doch der Ball wurde noch ins Toraus abgefälscht.

Kurz vor Schluss wollten die Löwen den Siegtreffer erzielen und drehten nochmal auf. Es ergaben sich immer wieder Kontermöglichkeiten für beide Teams.

In der 92. Minute kassierten die Löwen das bittere Gegentor. Kefkir spielte auf Ibrahimaj, der von der Löwen-Abwehr nicht konsequent angegriffen wurde. So konnte er unbedrängt aus 17 Metern ins rechte untere Toreck einlochen.

Die Löwen haben in diesem Spiel zu viele Torchancen liegengelassen, was durch die Uerdinger eiskalt in der Nachspielzeit bestraft wurde.

Die Löwen konnten in vier Spielen in der 3. Liga vier Punkte sammeln, während die Uerdinger durch den heutigen Sieg in der Blitztabelle auf Platz 1 kletterten.

1860-Aufstellung: Bonmann – Paul, Weber, Lorenz, Steinhart – Wein, Moll – Willsch (ab 73. Karger), Kindsvater (ab 81. Lex) – Mölders (ab 81. Bekiroglu), Grimaldi

Im zweiten Sonntagsspiel in Liga 3 gewannen die Würzburger Kickers gegen Energie Cottbus mit 3:1.

Am Mittwoch geht es für die Mannschaft von Trainer Daniel Bierofka im Toto-Pokal weiter. In Heimstetten treffen die Löwen auf den SV Dornach (15. August 2018, 18:30 Uhr, sporttotal.tv überträgt das Spiel im Livestream).

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BruckbergerLoewe
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Die Abwehr ist unser Pferdefuss, vor allem die rechte Seite,da muss sich Biero was einfallen lassen.Lassen sich teilweise ausspielen wie eine Schülermannschaft.
Vorne benötigt Mölders mal eine Pause.
Kindsvater eine absolute Bereicherung !

tomandcherry
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Zweimal bitteres Lehrgeld bezahlen müssen, in Osnabrück zwei Punkte verschenkt, heute einen.

Wenn man sich jetzt schnellstens darauf einstellt, dass das Spiel auch in der 90. + x. Minute noch nicht beendet sein muss, sondern erst dann, wenn der Schiri abgepfiffen hat, wird‘s hoffentlich bald den nächsten Dreier für die Münchner Löwen geben.

Geschenke brauchen wir in Zukunft jedenfalls keine mehr zu verteilen.

RheumaKai
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Aua. Das tut weh.
Mund abputzen und weiter kämpfen!

Alexander Schlegel
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War ein sehr guter Auftritt unserer Mannschaft und einfach nur Pech zum Schluss. Kindsvater brachte doch einigen Schwung, auch wenn er für meinen Geschmack nicht so oft den Abschluss suchen musste, Mölders dagegen war heute schwach und hatte kaum Bindung zum Spiel.

Was ich auch nicht so ganz verstanden habe: warum hat Wein so viele Standards gespielt und es nicht Steinhart überlassen? Die von Wein waren nahezu alle schwach getreten, die von Steinhart dagegen oft gefährlich.

Ansonsten: Mund abwischen, es kommen auch wieder andere Zeiten, wo in der 93. mal für uns einer rein geht.

Landshuter Löwe
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Konnte das Drama es leider nur am Ticker verfolgen, gehofft und gebangt, und dann heute wie am Mittwoch diese kleine Katastrophe am Schluss. Die müssen doch es endlich schaffen, die letzten wenigen Minuten ohne Nackenschlag zu überstehen. Es ist traurig, dass sich die Mannschaft, trotz ansehnlicher Leistung, wieder nicht belohnt hat. So, ich geh jetzt in den Keller …