Der Magenta-Sport Podcast 4zu3 ist in der Vergangenheit schon ein paar Mal mit überzogener Kritik an 1860 München aufgefallen. Diesmal wird von Magenta-Reporter Thomas Wagner das Verhalten von Löwenspieler Philipp Maier rund um die rote Karten im Spiel gegen Hoffenheim II heftig kritisiert.
Magenta-Sport veröffentlicht jeden Woche nach den Spieltagen einen Podcast, der die aktuelle Lage in der 3. Liga diskutiert. Christian Straßburger, Thomas Wagner, Yannick Bakic und Tobi Schäfer gehen dabei auch in Regelmäßigkeit auf den TSV 1860 München ein. Während Yannick Bakic und Tobi Schäfer strukturiert und sachlichen durchs Programm führen, sind Christian Straßburger und Thomas Wagner der emotionale Part des Podcasts. Wagner gibt sich dabei gerne als Löwensympathisant. Die Podcaster sprechen in Bezug auf den TSV 1860 auch gerne über Themen abseits des Sports. Vor allem Christian Straßburger gab in der Vergangenheit mehrere Geschichten zum Besten.
Straßburger und Hein Blöd
Als der TSV 1860 im Dezember 2023 auf Trainersuche war, poppte auch immer wieder der Name Tobias Schweinsteiger auf. Damaliger Löwenpräsident Robert Reisinger antwortete der neuen Osnabrücker Zeitung auf die Frage ob Schweinsteiger zu 1860 passen würde: „Ja, Tobias Schweinsteiger hat Stallgeruch, aber den Falschen“. Straßburger und seine Podcastkollegen kommentierten die Lage dann so.
„Passt irgendwie auch zum Führungsstil von Reisinger, der eigentlich nie was sagt und wenn er was sagt, dann oft was Falsches, das muss man auch mal so festhalten. (..) aber als Präsident muss ich irgendwann mal auch integrativ arbeiten. Man hat das Gefühl, das Thema ist da das Stadion, Hauptsache Grünwalder. Selbst wenn wir in der Bezirksoberliga spielen.“
Christian Straßburger beschrieb dann die Aussage von Reisinger: „Wenn du die Titanic fährst, dann stellst du am Liebsten noch Hein Blöd ans Steuer. Das beschreibt die Aussage ganz gut. Wie kann man sowas öffentlich äußern. Ein Verein wie 1860 München, und wir sehen ja wo die sportlich aktuell stehen, können froh sein wenn ein Trainer kommt wie Tobias Schweinsteiger (..) Gratulation zu so wenig Stil.“
Jetzt greift Robert Reisinger wieder vor, verbrennt im Grunde Tobi Schweinsteiger und blockiert damit auch so ein Stück weit den sportlichen Erfolg.“
Straßburger und der Greenkeeper
Den schlimmsten Moment der Journalistenlaufbahn von Christian Straßburger erlebte er natürlich bei den Löwen. Der Greenkeeper des Stadions, Angestellter der Stadt München, machte ihn darauf aufmerksam, dass er sich nicht an dem für Magenta zugewiesenen Bereich an der Seitenlinie aufhielt. Danach passierte nach Aussage Straßburgers Folgendes.
„Irgendwie ist da kein Wohlfühlgefühl zu spüren bei den Münchner Löwen. Du spürst ein Fremdeln und ein Kopfproblem vielleicht auch. Das war eine ganz komische Gemengelage. Ich muss sagen, ich hatte einen Abend, der war auch irgendwie verrückt. Du kommst da hin, wirst sozusagen 14-mal umgetöpfert. Es gibt ja keine Parkplätze. Ich musste dreimal das Auto umfahren, weil keiner weiß, wo wird geparkt. Und dann gehst du rein – und jetzt muss ich eine Situation erzählen. Ich komm rein und rede irgendwann mit Spielern. Da gibt es den Rasen, einen Zwischenrasen und eine Matte. Und wir standen auf dem Zwischenrasen – minutenlang. Auf einmal kommt einer richtig aggressiv und fragt mich, ob ich zu dem Verein gehöre. Ich habe gesagt: Nein, ich bin Kommentator bei Magenta. Er hat mich richtig angeschrien, ich solle bitte auf dieser Matte stehen. Dann habe ich gesagt: Ok, alles klar, aber kann man das nicht irgendwie normal (..) Und dann kommt der zu mir und baut sich vor mir auf, im Prinzip, als würde er mir eine Kopfnuss geben wollen. (..) Und dann hat er mich richtig beleidigt. (..) Es stehen auch Leute drumherum. Wir waren fassungslos und auch sprachlos. Dann habe ich zu ihm gesagt: Wie denken Sie, wie sie mit Leuten umgehen? Irgendwann hat er abgelassen, ist gegangen und wollte sich partout nicht auf ein respektvolles Gespräch einlassen. Mein Herz hat gerast. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Ihr kennt mich ja: Ich habe schon gewollt, dass er nochmal auf Augenhöhe kommt. Vom Verein, von den Mitarbeitern von 1860, die drumherum waren, gab’s gar nichts. Das war für mich der schlimmste Moment, den ich als Kommentator in einem Stadion erlebt habe und da bin ich, ehrlich gesagt, auch schwer enttäuscht von den Löwen beziehungsweise von diesem Typ sowieso. (..) Ich muss ganz ehrlich sein, da sollte man schon darauf achten, ob das in Zukunft einer sein sollte, der rund um die Münchner Löwen agieren sollte. Das ist höchstgradig peinlich.“
Straßburger und die nervigen Löwenfans
Christian Straßburger kommentierte das Spiel der Löwen gegen Hansa Rostock. Als Reporter ist er auch in den sozialen Medien vertreten und besitzt logischerweiße auch eine Mailadresse. Nach dem Spiel haben sich anscheinend einige Löwenfans bei ihm gemeldet. Er schildert die Situation so.
„Was mir da widerfahren ist, könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich habe auch E-Mails bekommen. Also wirkliche E-Mails. Wenn ich zu Hause bin, dann habe ich wahrscheinlich Post. (..) Ich habe auch eine Instagram-Nachricht von einer Frau bekommen. Vom Profilbild her ganz normal. Dann habe ich gedacht: Okay. Die schreibt mir so eine große Scheiße (..) die wollte mir wirklich klarmachen – und zwar auch in normalem Deutsch – dass ich gegen 1860 München bin. Ich wäre Rostock-Fan, so hätte ich auch das Spiel kommentiert. Sie meinte: Warum sagst du, das wäre kein Elfmeter (..) Ich habe dann irgendwann aufgehört zurückzuschreiben, weil ich gedacht habe: Was habt ihr eigentlich Ich habe ihr gesagt: Glaubst du wirklich, dass ich meinen Job ausübe, den ich immer machen wollte, mit dem ich meine Familie ernähre, dass ich irgendwo in ein Stadion gehe – und dann sage: Jetzt schauen wir mal, dass Mannschaft XY verlier? Ich sage es ganz klar: Mir ist dreckscheißegal, welche Mannschaft gewinnt oder verliert – in diesen 90 Minuten kommentiere ich ausschließlich dieses Spiel. (..) Ich kann diesen Leuten sagen: Geht mir nicht mehr auf den Sack mit so einer Scheiße. Ich habe die Schnauze voll. Ich antworte auch nicht mehr. Die sind alle gaga.“
Straßburger und Gernot Mang
Zu einem Interview von Löwenpräsident Gernot Mang, in dem er sich auch über einen ehemaligen Geschäftsführer der KgaA äußerte, hatte Christian Straßburger natürlich auch eine Meinung.
„Das Problem ist: Wenn es dann mal läuft, passiert irgendetwas. Dann hat der Präsident Interview-Ideen und die Löwen sind nur noch mit so einem Scheiß in den Schlagzeilen. (..) Zum Beispiel nachzutreten, gegen ehemalige Angestellte wie Christian Werner, das geht nicht. Müssen wir jetzt wirklich bei jedem Löwen-Präsidenten über Eignung sprechen? (..) Wenn es keine Erfahrung gibt, wie man als Präsident Interviews führt, dann muss man sich einen Berater holen. Überlege dir doch davor, wie du ein Interview gibst. So ist es nur eins: Hochnotpeinlich. Das ist nicht würdig für diesen großen Klub, für Sechzig München.“
Gernot Mang telefonierte dann darauf mit Straßburger, der in der darauffolgenden Podcastfolge Verständnis zeigte und sich entschuldigte.
Photo by Christof Koepsel/Getty Images for DFBcWagner und Philipp Maier
Im vergangenen Spiel gegen die TSG Hoffenheim II gab es in der 49. Minute die rote Karte gegenüber dem Hoffenheimer Luca Ehrlein. Er schubste Löwenverteidiger Philipp Maier. Maier fiel hin und hielt sich beide Hände vors Gesicht. Magenta-Reporter Thomas Wagner hat dazu eine eindeutige Meinung, die er recht scharf formuliert:
„Das ist einfach nur ganz ekelhaft, asozial und eine heulerische Scheiße kriege ich einen zu viel. Also ganz ehrlich, jeder weiß, wie ich zu den Löwen stehe. Ich will das aufsteigen. Das ist so bodenlos. So einen Spieler würde ich im nächsten Spiel als eigener Trainer nicht aufstellen. Würd sagen, pass auf, überlegst du mal, was du da für eine Scheiße gemacht hast. (..) Ach, das ist ja so peinlich, so jämmerlich. Also ganz ehrlich, fällt mir nichts mehr zu ein. (..) Aber sich irgendwo festzuhalten, wo du nie getroffen worden das ist einfach das Allerletzte und da sage ich ganz ehrlich, das mag jetzt populistisch klingen oder wie auch immer.Sowas gibt es beim Handball nicht. Das gibt es nicht beim Eishockey, das gibt es nur beim Fußball. (..) das ist einfach scheiße. Das will ich nicht sehen. Hochnot peinlich.“
Wie kommen bei Euch solche Aussagen von Journalisten über den TSV 1860 München an? Schreibt Eure Meinung zu Magenta-Sport und dem 4zu3-Podcast gerne in die Kommentare.


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