Gerd Klaus: Wenigstens Chance wahren und 2. Platz erobern

PresseFür Unruhe sorgte die Aussage von Gerd Klaus, dem Trainer der Schweinfurter, dass man auch damit rechnen müsse, dass die Löwen keine Lizenz bekommen und man somit doch aufsteigen könne. Die Aussage, die er gegenüber der Mainpost getätigt hat, ist durchaus unverschämt. Viele erkennen aber auch, dass er nun einfach wenigstens ein wenig Hoffnung machen möchte. Wenn die Mannschaft nicht kämpft, dann wird es auch mit dem zweiten Platz nichts. Denn Ingolstadt II ist bereits an Gerd Klaus und seiner Mannschaft vorbei gezogen. Der Tenor, der sportlich eigentlich ein Desaster ist: „Wenigstens die Chance wahren und den zweiten Platz erobern!“ Im Grunde sportlich gesehen eine Bankrott-Erklärung.

Fauser: „Daran arbeiten wir!“

Markus FauserDie Abendzeitung hat bei Markus Fauser nachgefragt. Der Tenor ist klar: Man plant sportlich wie auch finanziell auch für die 3. Liga. Bereits vor Wochen hat der Geschäftsführer gesagt, dass man für die kommenden zwei Jahre die Finanzierung gesichert hat. Auch im Falle eines Aufstiegs. Und der wird herbeigesehnt, auch wenn man „tunlichst vermeiden“ sollte „zusätzlich Druck aufzubauen“, wie Fauser der Abendzeitung erklärt. Weiter sagt der Geschäftsführer: „Wir denken immer in Szenarien: Was passiert im Falle des Aufstiegs? Was passiert, wenn wir es nicht schaffen? Was ist jeweils sportlich wie finanziell vonnöten? Daran arbeiten wir.“ Alles andere würde auch sicherlich nicht dem Berufsbild von Markus Fauser entsprechen. Viele haben immer noch nicht verstanden, dass Fauser ein Unternehmens-Sanierer ist. Er wird diesen Platz nicht räumen, wenn nicht klare Verhältnisse für eine Zukunft geschaffen worden sind. Es wäre für ihn und sein Unternehmen kein gutes Bild, wenn der TSV 1860 München zwar aufsteigen würde, dann aber die Gelder fehlen.

Diskussionskultur oder Verschwörungstheorie?

Und dennoch gibt es zahlreiche Diskussionen unter den Fans. Ausgelöst von einem Schweinfurter Trainer, was schon ein wenig ironisch ist. Ob es sogar geplant ist, beim Konkurrenten für Unfrieden zu sorgen, darüber kann man nur mutmaßen. Fakt ist, dass Schweinfurt sportlich wohl kaum mehr in der Lage ist gegen die Löwen anzukommen. Da müssen dann vereinspolitische Hoffnungen herhalten.

Es ist erstaunlich, dass manche Fans noch immer glauben, dass der Geschäftsführer und das Präsidium sich nicht nur einen Nichtaufstieg herbeisehnen, sondern sogar darauf hinarbeiten.

Schade ist, dass manche ihren Einfluss nutzen und dieses Denken sogar forcieren. Das schadet dem Verein, der bei weitem wichtigere Aufgaben hat als sich im Internet täglich zu rechtfertigen. Manche Sekte könnte sich von der Beharrlichkeit einiger Verschwörungstheoretiker eine Scheibe abschneiden.

Transparenz fehlt – dennoch haben wir ein gutes Gefühl

Auch wir vom Löwenmagazin warten auf Antworten. Aber der Verein ist keine Soap, bei der man jede Woche auf eine neue Folge hoffen kann. Mit der Transparenz ist es immer noch so eine Sache im Verein. Dennoch sind wir sicher, dass mit Hochdruck alle Optionen und Szenarien durchgeplant werden. Und vor allem wissen wir, dass keiner ein Verbleib in der Regionalliga erzwingen möchte.

Als Fans müssen wir vor allem das tun, was wir am Besten können: Die Mannschaft nach vorne schreien. Im Gespräch mit Christian Köppel haben wir erfahren, wie wichtig das dem Team ist. Und wir sollten weder Christian Köppel noch die anderen der Mannschaft in diesem Bereich enttäuschen. Das Auswärtsspiel in Augsburg kann also getrost kommen. Schon lange hatten wir keine derart breite und vor allem geschlossene gemeinsame Kurve. Wir sollten dies nutzen und den Süden der WWK-Arena zum Kochen bringen.

Abendzeitung: „Wir bauen den Verein wieder neu auf“: Die Fauser-Pläne

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Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Ich habe das ähnlich oft in diversen Gruppen erlebt.

Meistens sind es immer die gleichen 1-2 „Fans“, die bewusst oder unbewusst solche Unwahrheiten streuen.
Von Fakten lassen Sie sich selten beeindrucken, sie sind auf ihrer Mission und das hat dann schon was (wie du richtig schreibst) sektenartiges.

Auf Dauer sind die Diskussionen mit ihnen müssig, man hat gar den Eindruck sie wünschen sich schlechtes für den Verein herbei, damit ihre abstrusen Thesen endlich bestätigt werden.

Du hattest ja vor einigen Wochen einen interessanten Beitrag zu dem Thema („dieblaue24 Kommentare“).
Ich denke es gibt immer noch viele die den Versprechungen Ismaik hinterher trauern und sich nur schwer damit abfinden können, dass jetzt realistische, kleinere Brötchen gebacken werden.
Dass man diese Fans wieder mit ins gemeinsame Boot bekommt, wird eine schwierige Aufgabe.