Fallschirmspringen wird manchmal auch als Skydiving bezeichnet und gehört zu den außergewöhnlichsten Möglichkeiten, einen freien Fall aus mehreren tausend Metern Höhe zu erleben. Ein Tandemsprung macht den Einstieg vergleichsweise unkompliziert: Passagier und Tandempilot sind über ein speziell für zwei Personen konstruiertes Fallschirmsystem verbunden. Wer aus dem Erlebnis langfristig einen Sport machen möchte, kann anschließend eine Ausbildung zum selbstständigen Fallschirmspringer beginnen.
Doch wie teuer ist ein Fallschirmsprung? Wie sicher ist Fallschirmspringen? Welche Kleidung wird benötigt? Wie lange dauert ein Tandemsprung? Was passiert bei schlechtem Wetter? Und worauf sollte bei der Auswahl eines Anbieters tatsächlich geachtet werden?
Dieser Guide beantwortet diese Fragen ausführlich und betrachtet neben dem eigentlichen Erlebnis auch Sicherheitsstandards, Vorbereitung, Kosten, Wetter, Technik, Ausbildung und die Unterschiede zwischen einem Tandemsprung und einer kompletten Fallschirmausbildung.
Fallschirmspringen auf einen Blick
- Tandemsprung: Beim klassischen Einstieg springt eine Person gemeinsam mit einem speziell dafür qualifizierten Tandempiloten aus einem Flugzeug. Beide sind während des Sprungs miteinander verbunden.
- Absprunghöhe: Ein typischer Tandemsprung findet aus etwa 3.000 bis 4.000 Metern statt.
- Freifall: Bei einem Sprung aus 3.000 bis 4.000 Metern sind ungefähr 50 Sekunden freier Fall möglich; abhängig von Höhe und Bedingungen kann die tatsächliche Dauer variieren.
- Schirmfahrt: Beim Tandemsprung wird der Fallschirm laut DFV typischerweise in etwa 1.500 Metern Höhe geöffnet.
- Kosten: Aktuelle Preislisten deutscher Anbieter (z.B. Pullout Skydive, die auf ihrer offiziellen Webseite ihren Sprungplatz über Hessen und dem Rhein-Main Gebiet angeben) zeigen für einen einfachen Tandemsprung häufig eine Größenordnung von etwa 230 bis 280 Euro. Foto- und Videopakete können den Preis deutlich erhöhen. Die konkrete Summe hängt von Sprunghöhe, Standort, Wochentag, Anbieter und Zusatzleistungen ab.
- Vorkenntnisse: Für einen Tandemsprung sind grundsätzlich keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich; der Ablauf wird vor dem Sprung erklärt.
- Wetter: Wind, Wolken, Gewitter oder andere ungünstige Bedingungen können dazu führen, dass ein Sprung verschoben wird. Das ist kein ungewöhnlicher Sonderfall, sondern Teil der sicherheitsorientierten Planung.
- Fallschirmspringen als Sport: Wer selbstständig springen möchte, benötigt eine entsprechende Ausbildung und Lizenz. Der DFV beschreibt die Ausbildung über AFF-Level und die anschließende Prüfung.
Was ist Fallschirmspringen?

Beim Fallschirmspringen wird ein Flugzeug in einer bestimmten Höhe verlassen und anschließend ein Fallschirm eingesetzt, um den kontrollierten Sinkflug zur Erde zu ermöglichen. Der entscheidende Unterschied zum bloßen „Fallen“ besteht darin, dass der Springer während des gesamten Ablaufs verschiedene sicherheitsrelevante Aufgaben und Verfahren beherrschen muss, um schlussendlich sicher am Zielpunkt zu landen.
Wie läuft ein Tandemsprung ab?
Beim Tandemspringen übernimmt der qualifizierte Tandempilot, oft auch als Tandemmaster bezeichnet, die wesentlichen Aufgaben. Der Passagier kann sich dadurch auf die Körperhaltung, die Wahrnehmung des freien Falls und das Erlebnis konzentrieren.
Ein typischer Ablauf besteht aus mehreren klar getrennten Phasen:
- Vorbereitung am Boden: Anmeldung, Einweisung, Anlegen der Ausrüstung und Besprechung des Ablaufs.
- Flugzeugaufstieg: Passagier und Tandempilot fliegen gemeinsam zur vorgesehenen Absetzhöhe.
- Absprung: Das Tandempaar verlässt das Flugzeug.
- Freifall: Das Tandempaar fällt mit hoher Geschwindigkeit, während der Luftstrom die Körperhaltung beeinflusst.
- Schirmöffnung: Das Fallschirmsystem wird geöffnet.
- Schirmfahrt: Unter dem geöffneten Schirm folgt eine deutlich ruhigere Phase.
- Landung: Der Tandempilot steuert das System zum vorgesehenen Landeplatz.
Der Deutsche Fallschirmsport Verband beschreibt bei einem typischen Tandemsprung aus 3.000 bis 4.000 Metern rund 50 Sekunden freien Fall und anschließend ungefähr fünf Minuten Fallschirmfahrt. Diese Werte sind Orientierungswerte und keine Garantie für jeden einzelnen Sprung.
Was ist ein Tandempilot?
Ein Tandempilot verfügt über eine spezielle Qualifikation für die Durchführung von Tandemsprüngen. Für Tandemsprünge gibt es eigene Qualifikations- und Ausbildungsanforderungen. Der DFV führt entsprechende Unterlagen für Tandempiloten, darunter Ausbildungs- und Prüfungsnachweise. Das ist ein wichtiger Qualitätsaspekt bei der Auswahl eines Anbieters.
Interessierte sollten daher nicht nur nach dem Preis fragen, sondern beispielsweise darauf achten:
- Welcher Verband beziehungsweise welche Organisation steht hinter dem Ausbildungsbetrieb?
- Welche Qualifikationen besitzen die Tandempiloten?
- Welche Ausrüstung wird verwendet?
- Wie transparent sind Teilnahmebedingungen?
- Wie wird mit Wetterverschiebungen umgegangen?
- Welche Informationen werden vor der Buchung bereitgestellt?
- Sind Zusatzkosten transparent angegeben?
Der DFV verweist für Tandemsprünge auf seine Mitgliedsvereine und Ausbildungszentren.
Tandemsprung oder Fallschirmspringen lernen?

Diese beiden Begriffe werden häufig gleichgesetzt, bezeichnen aber unterschiedliche Dinge.
Tandemsprung: Fallschirmspringen als Erlebnis
Ein Tandemsprung ist für Menschen gedacht, die einen Fallschirmsprung erleben möchten, ohne vorher eine umfangreiche Ausbildung absolvieren zu müssen.
Der Passagier wird mit einem Tandempiloten verbunden. Das eingesetzte Fallschirmsystem ist für zwei Personen ausgelegt. Der DFV weist darauf hin, dass für einen Tandemsprung grundsätzlich keine spezielle Vorkenntnis und kein ärztliches Attest erforderlich sind, gleichzeitig aber körperliche Eignung und die jeweiligen Vorgaben des Anbieters berücksichtigt werden müssen.
AFF-Ausbildung – Fallschirmspringen als Sport
Wer nicht nur einen einzelnen Fallschirmsprung erleben, sondern später selbstständig springen möchte, benötigt eine entsprechende Ausbildung.
Ein verbreiteter Ausbildungsweg ist die AFF-Ausbildung (Accelerated Free Fall). Dabei werden die notwendigen Fähigkeiten für das eigenständige Fallschirmspringen Schritt für Schritt vermittelt. Die Ausbildung umfasst mehrere Leistungsstufen und führt über weitere Ausbildungsschritte zur Prüfung für die entsprechende Fallschirmsprunglizenz.
Ein wichtiger Unterschied lautet daher:
| Tandemsprung | AFF-Ausbildung |
|---|---|
| Erlebnisorientierter Einstieg | Ausbildung zum selbstständigen Springer |
| Tandempilot übernimmt die wesentlichen Aufgaben | Schüler erlernt die Verfahren selbst |
| Keine umfangreiche Vorerfahrung notwendig | Theorie und praktische Ausbildung erforderlich |
| Ein einzelner Sprung möglich | Mehrere Ausbildungsstufen |
| Kein eigener Fallschirmschein erforderlich | Ziel ist eine Fallschirmsprunglizenz |
| Geeignet, um Fallschirmspringen kennenzulernen | Geeignet für den dauerhaften Einstieg in den Sport |
Ein Tandemsprung kann somit ein erster Kontakt mit dem Fallschirmsport sein, muss aber nicht automatisch der erste Schritt einer Ausbildung sein.
Die Details zur Ausbildung, den einzelnen Stufen und den Kosten erklären wir weiter unten ausführlich.
Welche Voraussetzungen gelten für einen Tandemsprung?
Es gibt keine einheitliche Zahl, die für jeden Anbieter in Deutschland gleichermaßen gilt.
Der DFV nennt als Orientierung unter anderem eine gewisse körperliche Fitness, mindestens 12 Jahre und ein Körpergewicht von nicht mehr als 95 Kilogramm. Gleichzeitig weist der Verband darauf hin, dass außerhalb dieser Richtwerte im Gespräch mit dem jeweiligen Anbieter unter bestimmten Voraussetzungen andere Lösungen möglich sein können.
Das aktuelle Ausbildungshandbuch des DFV beschreibt die Thematik differenzierter. Dort werden unter anderem Körpergröße, Gewicht, körperliche Belastbarkeit und die Leistungsfähigkeit des Tandempiloten berücksichtigt. Als Erfahrungswerte werden für Passagiere ungefähr 40 bis 95 Kilogramm genannt; Abweichungen können im Einzelfall möglich sein.
Einzelne Anbieter setzen wiederum eigene Grenzen. TandemFun nennt beispielsweise 90 Kilogramm als maximales Körpergewicht und ein Mindestalter von zehn Jahren in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Das gilt bei Alter und Gewicht
Vor der Buchung sollten die konkreten Teilnahmebedingungen des gewählten Sprungzentrums geprüft werden.
Besonders relevant sind:
- Alter,
- Körpergewicht inklusive Kleidung,
- Körpergröße,
- körperliche Beweglichkeit,
- mögliche Herz-Kreislauf-Probleme,
- Blutdruck,
- orthopädische Einschränkungen,
- Schwangerschaft,
- frühere Verletzungen,
- mögliche gesundheitliche Besonderheiten.
Bestimmte Vorerkrankungen oder körperliche Einschränkungen können gegen einen Sprung sprechen oder eine individuelle Abklärung erforderlich machen.
Gesundheitliche Voraussetzungen
Für einen Tandemsprung ist grundsätzlich keine spezielle sportmedizinische Untersuchung erforderlich. Wichtig ist jedoch, dass man gesundheitlich in der Lage ist, den Sprung sicher mitzumachen. Der Deutsche Fallschirmsportverband (DFV) weist auf die erforderliche körperliche und psychische Belastbarkeit hin. Ein ärztliches Tauglichkeitsattest ist für Tandemgäste nicht grundsätzlich vorgeschrieben, kann im Einzelfall aber verlangt werden.
Bei bestehenden gesundheitlichen Beschwerden oder nach Verletzungen und Operationen sollte der geplante Tandemsprung vorsorglich mit dem Arzt und dem jeweiligen Anbieter besprochen werden. Das gilt insbesondere dann, wenn Beschwerden die körperliche Belastbarkeit oder Beweglichkeit einschränken. Ob ein Sprung möglich ist, hängt letztlich von der individuellen Situation und den Vorgaben des jeweiligen Anbieters ab.
Fallschirmspringen trotz Höhenangst?
Höhenangst ist kein ungewöhnliches Thema vor einem Fallschirmsprung. Interessant ist, dass die Wahrnehmung aus großer Höhe nicht zwangsläufig der Situation entspricht, die am Boden bei einem Blick von einem hohen Gebäude entsteht. Im Flugzeug gibt es zunächst eine räumliche Distanz zur Erde. Nach dem Absprung verändert sich die Wahrnehmung erneut.
Trotzdem sollte Höhenangst nicht bagatellisiert werden. Wer bereits bei der Vorstellung eines Sprungs starke körperliche Reaktionen erlebt, sollte dies bei der Buchung beziehungsweise vor dem Sprung offen ansprechen und gemeinsam mit dem Anbieter klären, ob die Teilnahme sinnvoll ist.
Was passiert, wenn man kurz vor dem Sprung Angst bekommt?
Nervosität vor einem Tandemsprung ist normal. Der Ablauf wird vor dem Start ausführlich erklärt, und der Tandempilot begleitet den Passagier durch die einzelnen Schritte. Wer sich unmittelbar vor dem Absprung nicht mehr in der Lage sieht zu springen, sollte dies offen ansprechen und nicht versuchen, die Situation zu überspielen. Die Stornobedingungen und Möglichkeiten einer Terminverschiebung können in der Regel den Geschäftsbedingungen der einzelnen Anbieter entnommen werden und sollten bereits im Voraus abgeklärt werden.
Vorbereitung auf den Tandemsprung

Eine gute Vorbereitung beginnt nicht erst am Flugplatz. Körperlich sind keine besonderen sportlichen Voraussetzungen erforderlich – ausreichend Schlaf, eine normale Mahlzeit und eine gute Flüssigkeitszufuhr schaffen eine solide Grundlage für den Sprungtag. Auch mental hilft es, mit Ruhe und einer positiven Erwartung an das Erlebnis heranzugehen: Aufregung und Nervosität sind völlig normal und gehören für viele zum Tandemsprung dazu.
Am Tag vor dem Fallschirmsprung
Einige Anbieter haben konkrete Vorgaben und weisen beispielsweise darauf hin, dass in den 24 Stunden vor dem Sprung kein Alkohol getrunken und kein Tauchgang absolviert werden soll.
Daraus ergibt sich eine praktische Vorbereitung:
- ausreichend schlafen,
- Alkohol vermeiden,
- keine unnötigen körperlichen Belastungen einplanen,
- Wetter- und Terminstatus kontrollieren,
- ausreichend Zeit für die Anreise einplanen,
- Teilnahmebedingungen nochmals prüfen.
Am Sprungtag
Ein typischer Ablauf sieht ungefähr so aus:
- Anmeldung: Persönliche Daten und Buchungsunterlagen werden geprüft.
- Einweisung: Der Tandempilot erklärt die wesentlichen Abläufe.
- Ausrüstung: Gurtzeug und weitere Ausrüstung werden angepasst.
- Warten auf den Flug: Je nach Flugplatz und Wetter kann es zu Wartezeiten kommen.
- Boarding: Das Tandempaar steigt gemeinsam mit den anderen Springern in das Flugzeug.
- Aufstieg: Während des Steigflugs werden die letzten Vorbereitungen getroffen.
- Absprung: Der eigentliche Fallschirmsprung beginnt.
- Freifall: Die typische Phase des freien Falls folgt.
- Schirmfahrt: Nach der Öffnung wird es deutlich ruhiger.
- Landung: Der Tandempilot steuert das Paar zurück zum Landeplatz.
Welche Kleidung eignet sich zum Fallschirmspringen?
Beim Fallschirmspringen ist praktische Kleidung wesentlich wichtiger als ein tolles Outfit.
Empfehlenswert sind:
- bequeme Sportkleidung,
- lange Hose (z.B. Jogginghose) bei kühlerem Wetter,
- enganliegende, aber nicht einschränkende Kleidung,
- stabile Sportschuhe,
- keine offenen Schuhe,
- keine hohen Absätze,
- keine losen Gegenstände.
Fallschirmsportclubs empfehlen in der Regel bequeme Kleidung und Sportschuhe; ein Overall wird in den meisten Fällen bereitgestellt, was man aber vorher abklären sollte. Sandalen und Wanderschuhe mit Ösen werden ausdrücklich ausgeschlossen.
Brille oder Kontaktlinsen sind grundsätzlich nicht automatisch ein Ausschlusskriterium. Tipp: Rechtzeitig abklären, ob eine brillentaugliche Sprungbrille zum Überziehen bereitgestellt wird.
Wie fühlt sich ein Fallschirmsprung an?

Der freie Fall
Der freie Fall ist für viele Menschen der ungewöhnlichste Teil des Fallschirmspringens. Die Vorstellung „aus einem Flugzeug zu fallen“ führt häufig zu einem falschen mentalen Bild. Während des freien Falls liegt der Körper nicht einfach passiv in der Luft. Der Springer spürt den Luftstrom und muss eine bestimmte Körperhaltung einnehmen.
Beim Tandemsprung übernimmt der Tandempilot die Kontrolle über das System. Der Passagier erhält dennoch Hinweise zur Körperposition.
Typischerweise wird empfohlen:
- den Körper entsprechend der Einweisung zu positionieren,
- die Beine nach Anleitung zu halten,
- die Arme in der vorgesehenen Position zu führen,
- nicht eigenständig am Gurtzeug oder Fallschirmsystem zu manipulieren,
- Anweisungen des Tandempiloten unmittelbar umzusetzen.
Die subjektive Wahrnehmung des freien Falls ist individuell. Manche Menschen erleben zunächst einen starken Adrenalinschub, andere nehmen vor allem den Wind und die Geschwindigkeit wahr. Wieder andere empfinden die anschließende Schirmfahrt als den emotional eindrucksvolleren Teil.
Eine wichtige Erkenntnis aus der praktischen Erfahrung: Der Fallschirmsprung besteht nicht nur aus dem freien Fall. Die Schirmfahrt, der Blick auf die Landschaft, die Orientierung über dem Landeplatz und die Landung bilden einen wesentlichen Teil des gesamten Erlebnisses.
Entscheidend ist deshalb nicht die Suche nach einem einzigen „Sicherheitsfeature“, sondern die Qualität des gesamten Systems aus Mensch, Material, Ausbildung, Wartung und Verfahren.
Die Schirmfahrt
Nach der Öffnung des Fallschirms verändert sich die Situation fundamental. Während des freien Falls dominiert der Luftstrom. Unter dem geöffneten Fallschirm entsteht dagegen ein kontrollierter Flugzustand.
Das hat mehrere Konsequenzen:
- Unter dem geöffneten Fallschirm wird der Sinkflug stark abgebremst und das System geht in einen kontrollierten Flug über.
- Der Luftstrom verändert sich.
- Kommunikation wird wesentlich einfacher.
- Die Umgebung kann bewusst wahrgenommen werden.
- Der Tandempilot kann den Schirm steuern.
- Die Landung wird vorbereitet.
Genau deshalb sollte ein Fallschirmsprung aus 4.000 Metern nicht einfach nur mit rund einer Minute „Fallen“ gleichgesetzt werden. Das Erlebnis umfasst wesentlich mehr: Aufstieg, Absprung, freien Fall, Fallschirmflug und Landung.
Wie landet man bei einem Tandemsprung?
Die Landung wird vom Tandempiloten vorbereitet und durchgeführt. Je nach verwendeter Technik und örtlichen Bedingungen wird das Tandempaar dabei entsprechend angewiesen, die Beine beziehungsweise Körperhaltung für die Landung einzunehmen. Der Tandempilot steuert den Fallschirm zum vorgesehenen Landebereich und übernimmt die wesentlichen Aufgaben bei der Landung. Die detaillierte Anleitung gehört zu der ausführlichen Einweisung vor Ort.
Was viele beim ersten Tandemsprung unterschätzen
Bei der Vorbereitung auf einen Tandemsprung konzentriert sich die Aufmerksamkeit häufig fast vollständig auf den freien Fall.
In der tatsächlichen Erlebnisstruktur spielen aber auch andere Phasen eine große Rolle:
- das Warten auf den Start,
- der Aufstieg im Flugzeug,
- die zunehmende Höhe,
- die Vorbereitung an der Tür,
- der Moment des Absprungs,
- die Wahrnehmung des Luftstroms,
- die Öffnung des Fallschirms,
- die anschließende Ruhe unter dem Schirm,
- der Blick auf die Landschaft.
Gerade die Schirmfahrt wird vor der ersten Erfahrung häufig unterschätzt.
Ein weiterer Punkt ist die Zeitwahrnehmung. Eine rund 50 Sekunden lange Freifallphase kann subjektiv wesentlich länger oder kürzer wirken. Daher sind exakte Erfahrungswerte einzelner Personen nicht ohne Weiteres auf andere Springer übertragbar.
Wie sicher ist Fallschirmspringen?

Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es?
Sicherheit ist beim Fallschirmspringen keine einzelne technische Eigenschaft, sondern das Ergebnis mehrerer miteinander verbundener Sicherheitsbarrieren.
Dazu gehören unter anderem:
- qualifizierte Tandempiloten,
- geeignete und gewartete Fallschirmsysteme,
- standardisierte Verfahren,
- Wetterbeobachtung,
- Einweisung des Passagiers,
- Notfallverfahren,
- geeignete Auswahl und Anpassung der Ausrüstung,
- kontrollierte Abläufe am Flugplatz.
Für Tandempiloten bestehen eigene Qualifikations- und Ausbildungsanforderungen.
Was ist ein AAD?
Moderne Fallschirmsysteme können mit einem Automatic Activation Device (AAD) ausgestattet sein. Dabei handelt es sich um ein ein automatisches Öffnungssystem bzw. Sicherheitssystem, das bestimmte Flugparameter überwacht und unter festgelegten Bedingungen automatisch eine Auslösung des Reservefallschirms einleiten kann.
Ein AAD ersetzt jedoch weder einen ausgebildeten Fallschirmspringer noch die übrigen Sicherheitsverfahren. Es ist eine zusätzliche Sicherheitsebene.
Was passiert bei einer Fehlfunktion?
Beim Fallschirmspringen wird zwischen Haupt- und Reserveschirm unterschieden. Der normale Ablauf sieht vor, dass der Hauptschirm nach der vorgesehenen Freifallphase geöffnet wird. Bei einem Tandemsprung wird der Hauptschirm vom Tandemmaster ausgelöst. Dabei sorgt ein kleiner Hilfsschirm, der sogenannte Drogue, während des Freifalls für eine kontrollierte Fluglage und unterstützt anschließend den Öffnungsvorgang des Hauptschirms.
Nach der Öffnung wird kontrolliert, ob der Fallschirm ordnungsgemäß entfaltet ist und sich kontrolliert steuern lässt. Die konkreten Kontroll- und Notfallverfahren sind Bestandteil der jeweiligen Ausbildung und hängen vom eingesetzten System ab. Sollte der Hauptschirm nicht ordnungsgemäß funktionieren, stehen festgelegte Notfallverfahren zur Verfügung; zusätzlich ist ein Reserveschirm vorhanden.
Die Kontrolle des Fallschirms ist deshalb ein zentraler Bestandteil der professionellen Fallschirmausbildung. Sie stellt sicher, dass nach der Öffnung nicht nur ein sichtbarer Fallschirm vorhanden ist, sondern ein kontrollierter und funktionsfähiger Flugzustand erreicht wird.
Kleine fachliche Anmerkung: „Drogue“ wird beim Fallschirmspringen meist als Stabilisierungsschirm bzw. Hilfsschirm bezeichnet. Er ist nicht dasselbe wie der eigentliche Hauptfallschirm.
Ein professioneller Fallschirmsport basiert auf dem Prinzip mehrerer Sicherheitsstufen. Das bedeutet: Nicht eine einzelne Vorrichtung soll jedes Problem lösen. Stattdessen existieren verschiedene Verfahren und technische Systeme für unterschiedliche Situationen.
Zum Fallschirmsystem gehören typischerweise:
- Hauptfallschirm,
- Reservefallschirm,
- Gurtzeug,
- Verbindungssystem,
- Auslöse- beziehungsweise Öffnungssysteme,
- je nach System ein automatisches Aktivierungssystem.
Beim Tandemsprung übernimmt der qualifizierte Tandempilot die wesentlichen Aufgaben während des Sprungs. Das aktuelle Handbuch des Deutscher Fallschirmsport Verband e.V. beschreibt außerdem, dass Tandempiloten auf besondere Situationen wie Übelkeit, Erbrechen, Ohnmacht oder Kreislaufschwäche vorbereitet sein müssen.
Diese Perspektive ist wichtig: Sicherheit im Fallschirmsport entsteht aus Redundanz, Training, Wartung, Verfahren und Entscheidungsprozessen.
Was passiert bei schlechtem Wetter?

Welche Wetterbedingungen sind entscheidend?
Fallschirmspringen ist stark vom Wetter abhängig.
Kritische Faktoren können beispielsweise sein:
- zu starker Wind,
- Gewitter,
- ungünstige Wolkenbedingungen,
- schlechte Sicht,
- andere meteorologische Bedingungen,
- betriebliche Einschränkungen am Flugplatz.
Ein Sprung kann deshalb verschoben werden, obwohl am Boden zunächst scheinbar gutes Wetter herrscht. In der Regel wird bei wetterbedingtem Ausfall ein neuer Termin vereinbart. Das ist bei der Planung eines Tandemsprungs besonders wichtig: Wer eine weite Anreise, Hotelübernachtung oder einen festen Rückflug plant, sollte unbedingt einen zeitlichen Puffer einbauen.
Die Wartezeit gehört zum Fallschirmspringen dazu. Ein Termin um 10 Uhr bedeutet nicht zwangsläufig, dass um 10:05 Uhr das Flugzeug startet.
Fallschirmspringen bei Wind: Warum Wind wichtiger ist als Sonnenschein
Ein häufiger Denkfehler lautet: „Wenn die Sonne scheint, kann gesprungen werden.“ Für Fallschirmspringer ist Sonnenschein allein kein ausreichendes Kriterium. Entscheidend ist unter anderem, wie stark und aus welcher Richtung der Wind weht und welche Bedingungen in den verschiedenen Höhen vorliegen.
Ein wolkenloser Tag kann deshalb ungeeignet sein, während ein optisch weniger perfekter Tag durchaus brauchbare Bedingungen bieten kann. Die endgültige Entscheidung liegt bei den verantwortlichen Fachleuten vor Ort.
Wie hoch ist ein Fallschirmsprung und wie lange dauert der freie Fall?
Bei einem klassischen Tandemsprung liegt die Absprunghöhe häufig bei 3.000 bis 4.000 Metern. Dieser Bereich wird allgemein von Sportverbänden als typisch bezeichnet. Je höher der Absprung, desto länger kann grundsätzlich die Freifallphase sein.
| Absprunghöhe | Mögliche Bedeutung |
|---|---|
| ca. 3.000 m | klassischer Tandemsprung |
| ca. 4.000 m | häufige Tandemsprunghöhe mit längerer Freifallphase |
| 5.000 m und mehr | spezielle Angebote, nicht überall verfügbar |
Dabei sollte nicht allein die Höhe verglichen werden. Ein Anbieter mit 4.000 Metern ist nicht automatisch mit einem anderen Anbieter mit 4.000 Metern identisch, weil auch Flugzeugtyp, tatsächliche Absetzhöhe, Wetter, Ablauf und Zusatzleistungen eine Rolle spielen.
Bei einem Tandemsprung aus etwa 3.000 bis 4.000 Metern nimmt man ungefähr 50 Sekunden freien Fall an. Je nach Sprunghöhe und Bedingungen kann die Dauer abweichen. Für die Erwartungshaltung ist daher eine Größenordnung sinnvoller als eine auf die Sekunde genaue Aussage.
Bei Angeboten sollte deshalb geprüft werden:
- tatsächliche Absprunghöhe,
- beworbene Freifallzeit,
- ob die Höhe ungefähr oder garantiert angegeben wird,
- ob die Freifallzeit auf theoretischen oder praktischen Werten basiert.
Was kostet ein Fallschirmsprung?
Die Frage „Was kostet ein Fallschirmsprung?“ lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Die aktuell von mir geprüften Preisbeispiele mehrerer deutscher Anbieter liegen für einfache Tandemsprünge aus rund 4.000 Metern derzeit bei etwa 250 bis 280 Euro. Beispielsweise nennt der Fallschirmsportclub Mannheim auf der offiziellen Webseite für 2026 250 Euro, das Fallschirmsportzentrum Saar listet einen Sprung mit dem Tandemfallschirm in seiner aktuellen Preisliste mit 265 Euro und PARANODON gibt im Ticketshop 259 Euro im Vorverkauf beziehungsweise 279 Euro vor Ort an. Andere Anbieter liegen darunter oder darüber.
Welche Kosten können zusätzlich entstehen?
| Kostenpunkt | Typische Größenordnung bzw. Bedeutung |
|---|---|
| Tandemsprung | häufig etwa 230–280 € |
| Video | je nach Anbieter zusätzlicher Aufpreis |
| Fotos | häufig separat buchbar |
| Foto + Video | teurer als die reine Sprungleistung |
| AFF-Schnupperkurs | häufig mehrere hundert Euro |
| AFF-Komplettkurs | aktuell häufig etwa 1.900–2.100 € für das jeweilige Basispaket. Bis zur vollständigen Lizenz können weitere Kosten entstehen. |
| Wiederholungssprünge | zusätzliche Kosten, falls ein Ausbildungslevel wiederholt werden muss |
| Anreise | abhängig vom Flugplatz |
| Unterkunft | relevant bei weiter entferntem Sprungzentrum |
Die konkreten Preise unterscheiden sich erheblich. Es lohnt sich möglicherweise, trotz der längeren Anfahrt ein weiter entferntes Sprungzentrum auszusuchen, wenn das Paket insgesamt günstiger ist.
Wichtig: Ein günstiger Einstiegspreis ist nicht automatisch der Endpreis. Vor der Buchung sollte geprüft werden, ob Foto- oder Videomaterial, Versicherungsleistungen, Vereins- oder Mitgliedsgebühren, Anfahrten, Zuschläge oder besondere Flugleistungen separat berechnet werden.
Fallschirmspringen mit Foto und Video
Foto- und Videomaterial kann das Erlebnis dokumentieren, ist aber nicht für jeden gleich wichtig.
Beim Kauf sollte unterschieden werden zwischen:
Handkamera:
Der Tandempilot trägt beziehungsweise führt eine kleine Kamera und kann damit bestimmte Momente des Sprungs aufnehmen.
Außenkamera:
Ein zusätzlicher Kameraspringer begleitet den Fallschirmflug und filmt aus verschiedenen Perspektiven.
Letztere Variante ermöglicht häufig spektakulärere Aufnahmen, ist aber naturgemäß mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Wer Wert auf Erinnerungsbilder legt, sollte vorab prüfen, ob die angebotenen Bilder tatsächlich im gewünschten Umfang enthalten sind und wann beziehungsweise in welchem Format die Dateien bereitgestellt werden.
Warum sind Foto und Video oft relativ teuer?
Beim Tandemsprung ist eine Außenkamera nicht einfach eine stationäre Kamera am Boden. Für professionelle Außenaufnahmen muss ein weiterer Fallschirmspringer den Sprung begleiten.
Das erklärt einen Teil des Aufpreises: Es handelt sich um einen zusätzlichen fliegenden Kameramenschen mit eigener Ausbildung, eigener Ausrüstung und zusätzlichem organisatorischem Aufwand.
Einige Anbieter verwenden dagegen eine am Tandempiloten befestigte Kamera. Diese Varianten sind zwar häufig günstiger, liefern aber eine andere Perspektive als eine Aufnahme durch einen separaten Kameraspringer.
Zusatzleistungen können einen großen Unterschied machen
Aktuelle Preisbeispiele verschiedener deutscher Anbieter zeigen, dass die aktuellen Preise je nach Anbieter und Leistungsumfang deutlich auseinanderreichen. Beispiele aus 2026 liegen für einfache Tandemsprünge bei 250 Euro in Mannheim, 265 Euro im Fallschirmsportzentrum Saar und 259 beziehungsweise 279 Euro bei PARANODON. Ein Preisvergleich kann sich also lohnen. Dabei sollte man aber immer den kompletten Leistungsumfang berücksichtigen und die Anfahrt sowie mögliche Übernachtungskosten in die Endpreis-Berechnung einbeziehen.
Beim Fallschirmsportzentrum Saar steigt aktuell der Preis von 265 Euro für den Tandemsprung auf 415 Euro für das Paket mit Video und Fotos. Der eigentliche Sprungpreis ist deshalb nur eine Kennzahl unter mehreren. Je nach Umfang der Zusatzleistungen kann der Gesamtpreis deutlich steigen.
Worauf sollte man bei einem Anbieter achten?
Checkliste für die Anbieterauswahl
Ein seriöser Anbieter zeichnet sich nicht primär durch spektakuläre Werbefotos oder den niedrigsten Preis aus.
Aussagekräftiger sind nachvollziehbare Informationen zu:
- Voraussetzungen: Alter, Gewicht, Körpergröße und mögliche gesundheitliche Einschränkungen sollten vor der Buchung transparent beschrieben werden.
- Sicherheitsorganisation: Informationen zu Ausbildung, Tandempiloten, Ausrüstung und Verfahren sollten verfügbar sein.
- Preisstruktur: Der Gesamtpreis sollte nachvollziehbar sein. Insbesondere Foto, Video, höhere Sprunghöhen oder Standortzuschläge sollten nicht erst unmittelbar vor dem Sprung auftauchen.
- Wetterregelung: Eine seriöse Buchung erklärt, was bei ungeeignetem Wetter passiert.
- Realistische Kommunikation: Da Fallschirmsprünge von den Wetterbedingungen abhängig sind, sollten Aussagen zu einer Durchführung bei jedem Wetter besonders kritisch geprüft werden.
- Fachliche Zugehörigkeit: Bei der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb kann die Orientierung an den Mitgliedsvereinen und Ausbildungsbetrieben des Deutschen Fallschirmsportverbands hilfreich sein.
Fallschirmspringen als Geschenk
Ein Tandemsprung wird häufig als Erlebnisgeschenk gekauft. Dafür eignet sich ein Fallschirmsprung grundsätzlich gut, allerdings sollte bei einem Gutschein berücksichtigt werden, dass der Beschenkte möglicherweise:
- nicht innerhalb der Gewichtsgrenzen liegt,
- eine relevante körperliche Einschränkung besitzt,
- unter starker Höhenangst leidet,
- nicht an den verfügbaren Terminen teilnehmen kann,
- eine weite Anreise zum Sprungplatz benötigt.
Ein flexibler Gutschein mit ausreichend langer Gültigkeit kann daher praktischer sein als eine starre Terminbuchung.
Beim Kauf eines Fallschirmsprung-Gutscheins sollte man folgende Punkte berücksichtigen:
- Gültigkeit: Wie lange ist ein Fallschirmsprung-Gutschein gültig?
- Anreise: Wie viel Zeit sollte zusätzlich eingeplant werden?
- Ausrüstung: Was wird gestellt?
- Gesundheit: Gibt es besondere Voraussetzungen?
- Zahlung: Welche Zahlungsarten sind vor Ort möglich?
Diese Punkte sind wesentlich aussagekräftiger als die Frage, welcher Anbieter lediglich den niedrigsten Einstiegspreis bewirbt.
Fallschirmspringen lernen – wie funktioniert die Ausbildung?
AFF-Ausbildung
Die AFF-Ausbildung umfasst sieben aufeinander aufbauende Leistungsstufen. Werden diese erfolgreich absolviert, kann anschließend die weitere Ausbildung bis zur Prüfungsreife fortgesetzt werden. Für die praktische Prüfungsreife einer Lizenz mit manueller Auslösung nennt der DFV aktuell mindestens 23 Sprünge. Anschließend folgen theoretische und praktische Prüfungen für den entsprechenden Luftfahrerschein.
Was lernt man in einer Fallschirmausbildung?
Eine vollständige Fallschirmausbildung umfasst weit mehr als „aus dem Flugzeug springen“.
Dazu gehören beispielsweise:
- Verhalten am Boden,
- Materialkunde,
- Fallschirmaufbau,
- Körperposition im freien Fall,
- Höhenbewusstsein,
- Schirmkontrolle,
- Notfallverfahren,
- Landeverfahren,
- meteorologische Grundlagen,
- Luftraum- und Sicherheitsregeln,
- praktische Sprungplanung.
Das macht einen entscheidenden Unterschied zwischen einem Erlebnis-Tandemsprung und dem Fallschirmspringen als Sport.
Wie teuer ist die Ausbildung zum Fallschirmspringer?
Die Ausbildung ist wesentlich umfangreicher als ein Tandemsprung. Aktuelle Preisbeispiele zeigen für AFF-Ausbildungen bereits rund 1.900 bis 2.100 Euro für bestimmte Basispakete beziehungsweise Komplettkurse. Beim Fallschirmsportclub Mannheim kostet die AFF-Ausbildung 2026 beispielsweise 1.899 Euro; das Fallschirmsportzentrum Saar nennt 2.100 Euro für Level 1–7. Bei PARANODON wird für 2026 ein AFF-Basiskurs für 1.995 Euro ausgewiesen.
Wichtig: Ausbildungskosten sind nicht zwangsläufig mit den gesamten Kosten bis zur fertigen Lizenz gleichzusetzen.
Bei den reinen Kosten für die Fallschirmspringer-Ausbildung bleibt es aber meist nicht. Zusätzliche Ausgaben können entstehen durch:
- Wiederholungssprünge,
- weitere Sprungtickets,
- Vereinsmitgliedschaft,
- Ausrüstung,
- Lehrerkosten,
- Prüfungsgebühren,
- ärztliche Untersuchungen,
- Anreise und Unterkunft.
Warum sind Wiederholungssprünge wichtig?
Falls ein Ausbildungslevel nicht ausreichend sicher beherrscht wird, kann eine Wiederholung erforderlich sein. Das ist kein „Fehlschlag“, sondern Teil eines sicherheitsorientierten Ausbildungssystems. Wiederholungssprünge geben die Möglichkeit, einzelne Abläufe zu festigen und Sicherheit in den erforderlichen Fertigkeiten zu gewinnen. So wird sichergestellt, dass die nächsten Ausbildungsschritte auf einer stabilen und verlässlichen Grundlage aufbauen.
Kann man nach einem Tandemsprung direkt alleine springen?
Nein, ein Tandemsprung ersetzt keine entsprechende Ausbildung. Ein Tandemsprung vermittelt zwar einen ersten Eindruck vom freien Fall, ersetzt aber nicht die Ausbildung zum selbstständigen Fallschirmspringer. Der DFV stellt ausdrücklich klar, dass ein Tandemsprung keine Voraussetzung für die spätere Ausbildung ist. Wer selbstständig springen möchte, muss die entsprechenden Ausbildungsstufen und Prüfungen absolvieren.
So geht Skydiving – Erklärvideo
Häufige Fragen zum Fallschirmspringen (FAQ)
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Wie lange dauert ein Tandemsprung?
Der eigentliche Ablauf umfasst deutlich mehr als die Freifallzeit. Der Aufstieg im Flugzeug, Vorbereitung, Freifall, Schirmfahrt und Landung bilden zusammen das Gesamterlebnis. Der Deutsche Fallschirmsportverband (DFV) nennt für den freien Fall etwa 50 Sekunden und für die anschließende Schirmfahrt ungefähr fünf Minuten als typische Größenordnung.
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Wie viel kostet ein Tandemflug aus dem Flugzeug?
Je nach Anbieter, Höhe und Zusatzleistungen häufig etwa 230 bis 280 Euro für einen einfachen Tandemsprung. Foto- und Videopakete können den Gesamtpreis deutlich erhöhen.
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Ab welchem Alter ist Fallschirmspringen möglich?
Das hängt von Anbieter und konkreten Voraussetzungen ab. Es gibt keine einzige Altersgrenze, die für alle Tandemsprünge gleichermaßen gilt. Manche Anbieter nennen für typische Tandemsprünge mindestens 12 Jahre als Orientierung, während einzelne Fallschirmflug-Schulen andere Grenzen festlegen.
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Welche Voraussetzungen muss man für einen Fallschirmsprung erfüllen?
Für einen Fallschirmsprung sollte grundsätzlich eine ausreichende körperliche Belastbarkeit und Fitness vorhanden sein. Bestimmte gesundheitliche Einschränkungen, insbesondere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Wirbelsäule oder des Bewegungsapparates, können gegen einen Sprung sprechen oder eine vorherige ärztliche Abklärung erforderlich machen. Auch Schwangerschaft oder akute Erkrankungen sind in der Regel Ausschlussgründe. Bei bestehenden Vorerkrankungen sollte vor der Buchung geklärt werden, ob ein Tandemsprung medizinisch vertretbar ist. Grundsätzlich sind keine besonderen sportlichen Fähigkeiten erforderlich. Eine normale körperliche Fitness und Beweglichkeit reichen in der Regel aus, um die erforderlichen Bewegungen während des Sprungs ausführen zu können.
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Was sollte man zu einem Tandemsprung anziehen?
Für einen Tandemsprung eignet sich bequeme, dem Wetter angepasste Kleidung, die ausreichend Bewegungsfreiheit bietet. Festes, geschlossenes Schuhwerk ist empfehlenswert. Auf offene Schuhe, Wanderstiefel mit Ösen, hohe Absätze und sehr lockere Kleidungsstücke sollte verzichtet werden.
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Wie schwer darf man für einen Tandemsprung sein?
Hier gelten verschiedene Anbieter- und Systemgrenzen. Der DFV nennt für Tandemsprünge als Orientierung etwa 40 bis 95 Kilogramm. Dabei handelt es sich nicht um eine für alle Anbieter verbindliche Grenze. Einzelne Sprungzentren können eigene beziehungsweise strengere Vorgaben haben.
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Wie wird ein Fallschirm beim Tandemsprung geöffnet?
Nach der vorgesehenen Freifallphase wird der Hauptfallschirm vom Tandemmaster ausgelöst. Ein kleiner Hilfsschirm unterstützt dabei den Öffnungsvorgang und sorgt während des Freifalls für eine stabile Fluglage. Nach der Öffnung wird der Fallschirm kontrolliert, bevor die Schirmfahrt und anschließend die Landung erfolgen.
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Was passiert, wenn sich der Hauptfallschirm nicht richtig öffnet?
Für den Fall einer Fehlfunktion gibt es festgelegte Notfallverfahren und einen separaten Reserveschirm. Tandemmaster sind speziell für den Umgang mit solchen Situationen ausgebildet und führen die erforderlichen Maßnahmen nach den geltenden Verfahren durch. Die entsprechende Ausrüstung und regelmäßige Kontrollen sind zentrale Bestandteile des Sicherheitssystems beim Fallschirmspringen.
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Braucht man für einen Tandemsprung einen Fallschirmschein?
Nein. Ein Tandemsprung wird gemeinsam mit einem qualifizierten Tandempiloten durchgeführt. Eine Ausbildung zur selbstständigen Teilnahme am Fallschirmsport ist dafür nicht erforderlich.
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