MMA vereint gemischte Kampfkünste aus Striking, Grappling und Bodenkampf in einem einzigen Regelwerk. Dieser Artikel erklärt, was hinter dem Sport steckt, wie er entstanden ist und warum er für Anfänger genauso zugänglich ist wie für ambitionierte Wettkämpfer.

Das Wichtigste zu MMA auf einen Blick

  • MMA steht für Mixed Martial Arts und kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten: Standkampf (z. B. Muay Thai, Boxen, Kickboxen) mit Grappling (z. B. Ringen, Brazilian Jiu Jitsu, Judo).
  • Mixed Martial Arts ist ein moderner Vollkontaktsport mit klaren Regeln, Gewichtsklassen und medizinischen Kontrollen; kein unkontrollierter Straßenkampf, sondern ein regulierter Sport.
  • Einsteiger in Deutschland, Österreich und der Schweiz können ohne Vorerfahrung mit dem Training beginnen. Viele Gyms bieten Probetrainings und Anfängerkurse an.
  • Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist der größte MMA-Veranstalter weltweit, doch auch internationale Verbände wie die IMMAF und weitere Mixed Martial Arts Federations strukturieren den Sport auf Amateur- und Profiebene.
  • Dieser Artikel deckt Geschichte, Regeln, Training, Sicherheit und aktuelle Entwicklungen ab, darunter Social Media und die globale Expansion der Sportart.

Was ist MMA (Mixed Martial Arts) genau?

MMA (Mixed Martial Arts) ist ein Vollkontakt-Kampfsport, bei dem AthletenInnen sowohl im Stand als auch am Boden kämpfen. Unterteilt wird grob in Striking, Grappling und Bodenkampf:

  • Striking umfasst Schläge, Tritte und Clinch-Kontrolle.
  • Grappling beinhaltet Clincharbeit, Takedowns und Bodenarbeit.
  • Wechsel zwischen Stand- und Bodenkampf, was den Sport von einzelnen Disziplinen wie reinem Boxen oder reinem Ringen unterscheidet.

Der Kampfsport ist ein offenes System, das Techniken aus mehreren Kampfstilen unter einem Regelwerk zusammenführt: Schlagtechniken aus Boxen und Thaiboxen, Tritte und Knie aus Kickboxen und Muay Thai, Würfe aus Judo und Wrestling sowie Hebel und Würgegriffe aus Brazilian Jiu Jitsu. Ground and Pound verbindet Wrestling und Striking im Bodenkampf. Ein MMA Kämpfer muss in mehreren Disziplinen trainieren und viel abdecken, um auf jede Situation vorbereitet zu sein.

Das Ziel im Kampf ist der sportliche Sieg: durch Knockout (KO), Aufgabe (Submission), technischen Knockout (TKO) oder Punktrichterentscheid. Der Begriff „Ultimate Fighting“ wird umgangssprachlich oft für MMA verwendet, bezeichnet aber keine eigene Sportart.

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist eine konkrete Organisation, gegründet 1993 in den USA. MMA ist kein unkontrollierter Straßenkampf, sondern ein regulierter Sport. Kämpfe finden im Käfig (Octagon) oder Ring statt und werden von Schiedsrichtern und Ringärzten überwacht.

Welche Kampfsportarten kommen bei MMA zum Einsatz?

In der Praxis bilden Boxen, Muay Thai oder Kickboxen für den Standkampf, Ringen für die Kontrolle sowie BJJ für den Bodenkampf meist die wichtigsten Grundlagen. Entscheidend ist nicht die reine Beherrschung einer einzelnen Disziplin, sondern der Übergang zwischen Standkampf, Clinch und Bodenkampf.

Theoretisch können folgende Disziplinen zum Einsatz kommen:

KampfsportartTypische TechnikenBedeutung im MMA
BoxenGeraden, Haken, Uppercuts, MeidbewegungenPräzises und schnelles Schlagen im Stand
Muay ThaiKniestöße, Ellbogen, Tritte, ClinchNahkampf, Clinch-Kontrolle und Angriffe mit acht Kontaktpunkten
KickboxenFausttechniken, Tritte, KombinationenVielseitiger Standkampf mit hoher Schlagdistanz
KarateGerade Schläge, Tritte, Distanzwechsel, BeweglichkeitUnorthodoxe Winkel, schnelle Konter und Distanzkontrolle
TaekwondoSchnelle und hohe Tritte, Dreh- und SprungtritteÜberraschende Beintechniken und Angriffe aus großer Distanz
RingenTakedowns, Würfe, Clinch, Druck an der KäfigwandGegner zu Boden bringen und Positionen kontrollieren
JudoWürfe, Beinfeger, GriffkontrolleEffektive Würfe und Übergänge aus dem Clinch
Brasilianisches Jiu-Jitsu (BJJ)Hebel, Würgegriffe, Guard, BodenkontrolleSubmission-Techniken und Kontrolle am Boden
SamboWürfe, Beinhebel, Takedowns, BodenkampfKombination aus Ringen und Submission-Techniken
Luta LivreBodenkampf, Hebel, WürgegriffeSubmission-orientierter Kampf ohne traditionelles Gi
CapoeiraUngewöhnliche Tritte, Ausweichbewegungen, DrehungenUnberechenbare Angriffe und kreative Bewegungsmuster
Krav MagaSelbstverteidigungstechniken, Schlag- und TrittserienEinzelne Elemente können ergänzend trainiert werden, spielen im professionellen MMA aber meist eine geringere Rolle

Geschichte von MMA: Von Pankration bis UFC

MMA vereinigt verschiedene Kampfsportarten.

Die Wurzeln von MMA reichen bis in die Antike zurück. Pankration, ein Vollkontaktkampf im antiken Griechenland, erlaubte fast alle Formen von Schlägen, Tritten und Grappling. Parallel dazu entwickelten sich in Asien Kampfkünste wie Catch Wrestling und verschiedene Formen des Ringens, die den Bodenkampf und Würfe betonten.

Im 20. Jahrhundert etablierte sich in Brasilien Vale Tudo als ein Format mit wenigen Regeln und ohne Gewichtsklassen. Vale Tudo war ein früher Vorläufer von MMA. Die Gracie-Familie machte Brazilian Jiu Jitsu international bekannt und zeigte, dass ein technisch versierter Kämpfer auf der Matte auch physisch überlegene Gegner besiegen kann. MMA entstand in den 80er- und 90er-Jahren als eigenständige Sportart. In Japan gründeten sich Organisationen wie Shooto (1985) und Pancrase (1993), die früh Regeln, Handschuhe und Gewichtsklassen einführten.

Die UFC wurde 1993 gegründet und revolutionierte MMA. Bei UFC 1 am 12. November 1993 gab es noch keine Gewichtsklassen. Erst ab UFC 12 im Jahr 1997 wurden erste klare Divisionen eingeführt. Im Laufe der 2000er Jahre übernahm die UFC Organisationen wie PRIDE FC, WEC und Strikeforce. Durch diese Fusionen und die Einführung der Unified Rules wurde die UFC zur global führenden Promotion, die MMA weltweit populär machte.

Legenden prägten diese Geschichte: Anderson Silva hält den Rekord für die längste Siegesserie in der UFC mit 16 Siegen. Georges St-Pierre verteidigte seinen Titel in der UFC neunmal in Folge. Khabib Nurmagomedov beendete seine Karriere ungeschlagen mit einer Bilanz von 29-0. Jon Jones gilt als einer der dominantesten Kämpfer in der Geschichte des MMA.

Grundlegende Stile im MMA: Striking, Grappling & Clinch

MMA benötigt eine Kombination aus verschiedenen Kampfstilen für den Erfolg. Ein Kämpfer, der nur boxt, wird am Boden Probleme bekommen. Wer nur ringt, riskiert im Stand ausgeknockt zu werden. Moderne Kämpfer brauchen ein hybrides Skillset über alle Distanzen hinweg.

Striking liefert die Werkzeuge für den Standkampf. Boxen bildet die Basis mit Jab, Cross und Uppercut. Kickboxen erweitert das Arsenal um Lowkicks und Highkicks. Muay Thai bringt Knie, Ellbogen und den Clinch hinzu, der im Nahkampf Kontrolle und kurze Schlagkombinationen ermöglicht.

Grappling deckt alles ab, was mit Körperkontrolle zu tun hat. Wrestling ist entscheidend für Takedowns und die Kontrolle am Boden. Brazilian Jiu Jitsu liefert Submissions wie Armbar und Rear Naked Choke. Judo bringt Würfe und Hüfttechniken. Ringen und Werfen entscheiden oft darüber, ob ein Kampf im Stand oder am Boden stattfindet.

Clincharbeit verbindet Striking und Grappling. Im Muay-Thai-Clinch werden Kniestöße gesetzt, im Ringer-Clinch wird der Gegner an die Käfigwand gedrückt. Clinchen an der Wand dient auch dem Aufstehen aus schlechter Position.

Gut zu wissen: Viele Kämpfer kommen aus traditionellen Disziplinen wie Karate, Taekwondo oder Sambo und bringen spezielle Kicks oder Würfe mit, die in bestimmten Kampfstilen überraschen.

Regeln, Gewichtsklassen und Ablauf eines Kampfs

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Die Kämpfe folgen klaren Vorgaben und Regeln. Die modernen Regeln des MMA sind stark durch die Unified Rules of Mixed Martial Arts standardisiert. Dieses Regelwerk definiert erlaubte Techniken, Rundenzahl und Siegbedingungen. MMA vereint verschiedene Kampfsportarten in einem Regelwerk, das für alle Beteiligten Sicherheit und Fairness gewährleistet.

Die Gewichtsklassen im Profibereich gliedern sich wie folgt:

Gewichtsklasse

Obergrenze

Strohgewicht

52,2 kg (115 lb)

Fliegengewicht

56,7 kg (125 lb)

Bantamgewicht

61,2 kg (135 lb)

Federgewicht

65,8 kg (145 lb)

Leichtgewicht

70,3 kg (155 lb)

Weltergewicht

77,1 kg (170 lb)

Mittelgewicht

83,9 kg (185 lb)

Halbschwergewicht

93,0 kg (205 lb)

Schwergewicht

120,2 kg (265 lb)

Ein normaler MMA-Kampf dauert üblicherweise drei Runden à fünf Minuten. Titelkämpfe gehen über fünf Runden à fünf Minuten. Amateurkämpfe sind kürzer, oft drei Runden à drei Minuten. Es gibt Gewichtsklassen und medizinische Kontrollen, die vor, während und nach jedem Kampf durchgeführt werden.

Erlaubte Techniken umfassen Schläge, Tritte, Knie, Ellbogen, Würfe, Clinch, Bodenkampf und Submissions. Verbotene Techniken im MMA sind unter anderem Augenstiche, Beißen und Kopfstöße. Auch Schläge in den Hinterkopf und Angriffe auf den Kehlkopf sind untersagt. Schiedsrichter sorgen für die Einhaltung der Regeln im MMA.

Ein Kampf kann durch Knockout oder Submission entschieden werden. Weitere Siegbedingungen: TKO (Abbruch durch Referee, Arzt oder Ecke), Punktrichterentscheid (unanimous oder split decision), technischer Entscheid oder Disqualifikation.

Sicherheit, Risiken und Schutz

Das alte Image als Bloodsport (Blutsport) oder unkontrollierte Brutalität hat mit der Realität wenig zu tun. MMA als Vollkontakt-Sport birgt Verletzungsrisiken, doch nach Einführung der Unified Rules 2009 sank die Quote schwerwiegender Vorfälle. Gemessene Verletzungsraten in Wettkämpfen liegen zwischen 23,6 und 54,5 Verletzungen pro 100 Kämpfer-Expositionen. Dominierend sind Weichteilverletzungen: Prellungen, Schnitte, blaue Flecken. Kopf und Hals betreffen 29,5 bis 75,9 Prozent aller dokumentierten Verletzungen.

Schutzmaßnahmen im Wettkampf:

  • Ärztliche Voruntersuchung vor jedem Kampf
  • Ringarzt und Cutman im Käfig
  • Abbruchrecht durch Referee bei Gefährdung
  • Medizinische Sperrfristen nach Knockouts
  • Ärztliche Nachuntersuchungen

Die International Mixed Martial Arts Federation (IMMAF) und weitere Verbände setzen für den Amateurbereich zusätzliche Sicherheitsregeln um. Für Jugendliche gelten besondere Einschränkungen: kein voller Kopfkontakt, kürzere Runden, stärkere Schutzausrüstung.

Ausrüstung im Training ist unverzichtbar: Mundschutz, Tiefschutz, Schienbeinschoner und 7 bis 10 oz Sparringshandschuhe gehören zur Grundausstattung. Bei Amateurwettkämpfen für Jugendliche kommt oft ein Kopfschutz hinzu. Laufende Forschung untersucht Langzeitfolgen wie Gehirnerschütterungen, wobei Datenlücken bei Frauen und Trainingsverletzungen (im Gegensatz zu Wettkampfverletzungen) bestehen.

Training: Vom ersten Probetraining bis zum Wettkampf

Wer ein passendes Gym sucht, gibt „MMA Training“ plus den eigenen Stadtnamen in eine Suchmaschine ein. Probetrainings sind in den meisten Gyms kostenlos. Achten Sie auf: Trainerqualifikation (Wettkampferfahrung, Ausbildungsnachweis), respektvolle Atmosphäre, strukturierter Trainingsplan und kontrolliertes Sparring.

Eine typische Trainingseinheit sieht so aus:

  1. Warm-up: Seilspringen, Mobilität, leichte Technikdrills
  2. Technikblock: Striking oder Grappling isoliert, dann in Kombination
  3. Sparring: kontrollierte Intensität, abgestimmt auf das Erfahrungslevel
  4. Kraft und Kondition: Zirkeltraining, Intervalle, Core-Arbeit

MMA erfordert Training in mehreren Disziplinen wie Striking und Grappling. Anfänger erlernen Grundlagen aus Boxen oder Muay Thai und Brazilian Jiu Jitsu oder Ringen parallel, bevor fortgeschrittene Übergänge trainiert werden. Anfänger starten oft mit bequemer Sportkleidung im Training; spezielle Ausrüstung wird nach und nach ergänzt.

Bei regelmäßigem Training dauert mehrere Jahre bis zur Wettkampffähigkeit. Für Einsteiger ohne Vorerfahrung in anderen Kampfsportarten vergehen 1 bis 3 Jahre intensives Training, bis ein erster Amateurkampf realistisch ist.

Heimtraining ergänzt das Gym: Schattenboxen, Seilspringen, Mobility-Übungen, Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht, Technikarbeit am Sandsack oder Grappling Dummy. Dieses Heimtraining ersetzt nicht die Matte und den Partner, hilft aber bei Ausdauer und Bewegungsautomatisierung.

Fitnessanforderungen: Kondition, Kraft & Technik

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MMA stellt hohe Anforderungen an Ausdauer, Explosivkraft, Beweglichkeit und Koordination. Die spezielle „MMA-Ausdauer“ unterscheidet sich von reinem Joggen: wiederholte Hochintensitätsphasen (10 bis 30 Sekunden Vollgas bei einem Takedown-Versuch oder Schlagkombination) wechseln sich mit Phasen kontrollierter Bewegung und Erholung ab, vergleichbar mit Intervallbelastung.

Krafttraining gehört zum Alltag von Profis: Kniebeugen, Kreuzheben, Klimmzüge und Rudern bauen Ganzkörperkraft auf. Core-Stabilität ist entscheidend für Würfe, Takedowns und Bodenkontrolle. Plyometrische Übungen (Sprünge, Medizinball-Würfe) entwickeln Explosivität.

Technik und „Fight IQ“ zählen oft mehr als reine Muskelmasse. Conor McGregor war der erste UFC-Kämpfer, der zwei Titel gleichzeitig hielt, obwohl er in keiner Gewichtsklasse der physisch stärkste war. Sein Timing und seine Distanzkontrolle machten den Unterschied.

Regeneration wird unterschätzt: Schlaf, Ernährung, Mobility-Arbeit (Foam Roller, Yoga) und Ruhetage nach intensivem Sparring verhindern Überlastungsverletzungen. Ohne gezielte Erholung stagnieren Fortschritte.

Organisationen & Verbände: Vom Amateurverband bis zur UFC

Die UFC ist der größte Mixed Martial Arts Veranstalter weltweit und fungiert als Marktführer der Welt im Bereich Profi-MMA. Daneben existieren Bellator (USA), Professional Fighters League (PFL), ONE Championship (Asien) und zahlreiche regionale Veranstalter, die Veranstaltungen in Europa und Lateinamerika organisieren.

Im Amateurbereich strukturiert die IMMAF (gegründet am 29. Februar 2012) den internationalen Sport. Nationale Verbände in Europa und Asien setzen deren Regeln um oder adaptieren sie. Als Dachverband arbeitet die IMMAF an der Anerkennung durch das IOC und wurde bereits von der WADA anerkannt, ein Schritt Richtung olympischen Spielen. Die GEMMAF und andere nationale Föderationen koordinieren den Sport auf Landesebene.

Amateur-MMA unterscheidet sich vom Profibereich durch kürzere Runden, strengere Sicherheitsauflagen, Schutzkleidung und keinen oder geringen finanziellen Anreiz. Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Athleten. Der Übergang zum Profi erfordert den Aufbau einer Kampfstatistik (Record), oft über nationale Meisterschaften und Amateurturniere, bevor größere Promotions Interesse zeigen.

Mixed Martial Arts ist in Deutschland seit den 2010er Jahren anerkannt. Die rechtliche Situation variiert von Land zu Land; Frankreich etwa hat Veranstaltungen erst kürzlich legalisiert. Der Trend geht weltweit Richtung Regulierung und Anerkennung als legitimer Kampfsport. MMA Kämpfer verdienen heute deutlich besser als früher, vor allem in der UFC, wo Top-Kämpfer sechsstellige Gagen pro Kampf erhalten.

MMA weltweit: Frauen, neue Märkte und Social Media

Seit den 2010er Jahren hat sich MMA von den USA über Brasilien und Europa bis nach Russland, China und Afrika ausgebreitet. Laut dem IMMAF-Bericht „This Is Sport“ (November 2025) beteiligen sich über 150.000 Athleten in 64 Ländern wettkampfbezogen am Amateur-MMA.

Der Aufstieg des Frauen-MMA ist eine der prägenden Entwicklungen. Ronda Rousey wurde im November 2012 als erste Frau von der UFC unter Vertrag genommen. Ihr Kampf gegen Liz Carmouche am 23. Februar 2013 bei UFC 157 war der erste Frauenkampf in der UFC-Geschichte. Amanda Nunes war die erste Frau, die gleichzeitig zwei UFC-Titel in unterschiedlichen Gewichtsklassen hielt. Valentina Shevchenko und Joanna Jędrzejczyk prägten weitere Divisionen.

Social Media hat die Verbreitung beschleunigt. YouTube, Instagram und TikTok verbreiten Highlights, Trainingsclips und Technikanalysen in Echtzeit auf der ganzen Welt. Viele Gyms nutzen ihre Social-Media-Kanäle, um Techniktipps, Einblicke hinter die Kulissen und Trainingspläne zu teilen; ein direkter Anknüpfungspunkt für Anfänger.

Aktuelle Entwicklungen: Der Kampfsport gehört seit Mitte der 2020er Jahre bei Multisport-Events wie den Asienspielen zum Programm. Die Diskussion über eine künftige olympische Anerkennung läuft; die IMMAF treibt diesen Prozess aktiv voran.

MMA als Lifestyle: Selbstverteidigung, Mindset und Alltagstransfer

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Für viele Trainierende bedeutet Mixed Martial Arts keine Profikarriere, sondern Fitness, Selbstverteidigung und persönliches Wachstum. Das Zusammenspiel aus Brazilian Jiu Jitsu, Ringen und Striking vermittelt praktische Selbstverteidigungsfähigkeiten. Viele Gyms legen Wert auf Deeskalation als ersten Schritt, nicht auf Angriff.

MMA fördert Disziplin, Respekt und mentale Stärke. Wer regelmäßig trainiert, lernt, mit Niederlagen umzugehen, Angst zu kontrollieren und Trainingspartner mit Respekt zu behandeln. Diese Erfahrungen übertragen sich auf Beruf, Studium und Privatleben: Zielsetzung, Stressmanagement durch körperliche Belastung und Teamarbeit im Gym sind direkte Parallelen.

Die Sportart wirkt als Ganzkörpertraining, das Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination verbindet. Es ist ein langfristiger Lernprozess mit körperlichen und mentalen Benefits für unterschiedlichste Altersgruppen.

Zusammenfassung

Mixed Martial Arts ist ein moderner Vollkontaktsport, der Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Muay Thai, Ringen und Brazilian Jiu Jitsu kombiniert. Der Sport umfasst Striking, Grappling und Bodenkampf und zeichnet sich durch ein klares Regelwerk mit Gewichtsklassen und medizinischen Kontrollen aus. MMA entstand aus historischen Kampfsportarten wie Pankration und Vale Tudo und wurde mit der Gründung der UFC 1993 weltweit populär.

MMA ist keine Trendsportart, die jeder aufgreifen kann. KämpferInnen müssen ein vielseitiges Training in mehreren Disziplinen absolvieren, um sowohl im Stand als auch am Boden erfolgreich zu sein. Die Kämpfe dauern meist drei Runden à fünf Minuten und können durch Knockout, Aufgabe oder Punktrichterentscheid entschieden werden. Sicherheit und Schutzmaßnahmen sind wichtige Bestandteile des Sports, der heute professionell organisiert und global anerkannt ist.

In Deutschland ist MMA seit den 2010er Jahren anerkannt und erfreut sich wachsender Beliebtheit mit zahlreichen Gyms und Veranstaltungen. MMA fördert neben körperlicher Fitness auch Disziplin, mentale Stärke und Respekt. Es ist für Männer und Frauen jeden Alters geeignet und bietet sowohl Wettkampfsportlern als auch Freizeitsportlern vielfältige Möglichkeiten.

FAQ – Häufige Fragen zu MMA

  1. Ab welchem Alter kann man mit MMA Training beginnen?

    Die meisten MMA Anbieter haben Kurse ab 12 oder 14 Jahren an. Einige haben auch Kinderklassen ab etwa 8 Jahren mit angepassten Regeln: kein Vollkontakt, Fokus auf Koordination und Technik aus Ringen, Brazilian Jiu Jitsu oder Muay Thai. Erwachsene können im Prinzip in jedem Alter einsteigen, sofern eine ärztliche Abklärung keine Kontraindikationen ergibt.

  2. Ist MMA für Frauen geeignet oder eher ein Männersport?

    MMA ist geschlechtsneutral. Weltweit gibt es zahlreiche erfolgreiche Kämpferinnen, und die UFC hat seit 2013 offizielle Frauendivisionen. Viele Gyms bieten Frauen-Only-Klassen oder gemischte Einheiten mit angepasster Intensität. MMA Training stärkt Selbstvertrauen, Fitness und Selbstverteidigungsfähigkeiten unabhängig vom Geschlecht.

  3. Wie oft sollte man pro Woche trainieren, wenn man Fortschritte machen möchte?

    Anfänger profitieren von 2 bis 3 Einheiten pro Woche, um eine Technikbasis aufzubauen und Gelenke an die Belastung zu gewöhnen. Wer Richtung Wettkämpfe trainiert, steigert auf 4 bis 6 Einheiten: eine Mischung aus Technik, Sparring, Kraft und Kondition. Regenerationstage sind dabei genauso wichtig wie die Trainingseinheiten selbst.

  4. Brauche ich Vorkenntnisse in Boxen, Muay Thai oder Jiu Jitsu, um mit MMA anzufangen?

    Vorerfahrung beschleunigt den Fortschritt, ist aber keine Voraussetzung. Die meisten Gyms bieten Einsteigerklassen, in denen Grundlagen aller relevanten Kampfsportarten systematisch vermittelt werden. Wer bereits eine Form von Kampfsport betrieben hat, bringt Bewegungserfahrung mit; wer komplett neu ist, lernt von Grund auf.

  5. Wie teuer ist MMA im Vergleich zu anderen Sportarten?

    MMA Training kostet in Deutschland zwischen 50 und 100 Euro monatlich bei vereinsähnlichen Strukturen. Kommerzielle Gyms mit breitem Kursangebot liegen bei 80 bis 225 Euro monatlich, abhängig von Standort und Vertragsdauer. Die Grundausrüstung (Handschuhe, Mundschutz, Tiefschutz, Schienbeinschoner) kostet einmalig etwa 100 bis 200 Euro. Viele Studios bieten Einsteigerpakete oder Ratenmodelle an.

Tommy Kleinen

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