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„50+1 abschaffen“ – 1860-Fanshop-Chef Valentino Pusnava unterstützt Bayern-Präsident Herbert Hainer

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Präsident des FC Bayern Herbert Hainer forderte vor Kurzem bei „t-online“ die 50+1-Regel abzuschaffen. Valentino Pusnava, der beim TSV 1860 verantwortlich für die Fanshops ist, findet unterstützende und lobende Worte auf dem Business-Portal LinkedIn für die Sichtweise Heiners.

Merchandising-Boss Valentino Pusnava schwärmt seit Neuestem für Bayern-Präsident Herbert Hainer. Auf den Portal LinkedIn schreibt er, er „hatte das Privileg, Herbert Hainer während meiner Zeit bei adidas kennenzulernen“. Heiner sei „eine Führungspersönlichkeit, die genau versteht, was im heutigen Profisport wirklich zählt.“

Pusnava verlinkt in seinem Post einen Artikel, indem Heiner bei „t-online“ die Abschaffung der 50+1-Regel fordert. „Ich bin der festen Überzeugung, dass ’50 plus 1′ abgeschafft werden und jeder Verein selbst entscheiden sollte“, so Heiner. Durch die aktuelle Prüfung der Regel durch das Bundeskartellamt, die die Rechtmäßigkeit von Ausnahmen bei Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg überprüft, erhofft sich der Bayernpräsident mehr „Dynamik“ in der Diskussion rund um 50+1. Der „t-online“-Artikel spannt dann, den mittlerweile bekannten Bogen zur englischen Premiere League und den angeblichen Nachteil der Bundesliga. Heiner fordert, dass die Bundesliga „attraktiver werden“ muss, vor allem im Hinblick auf die Auslandsvermarktung und den Fernsehgeldern.

Für Valentino Pusnava trifft Heiners Sichtweise „den Kern“, wenn es um die „Bedeutung von Investoren im Fußball“ geht. „Ohne gezielte Investitionen droht der Bundesliga der Anschluss zu verlieren – nicht an Leidenschaft oder Tradition, sondern an Wettbewerbsfähigkeit und internationaler Attraktivität.“ Es sei „höchste Zeit, dass wir in Deutschland erkennen: Ohne Investoren gibt es keine nachhaltige Zukunft für unsere Liga.“

brentford v aston villa premier leaguePhoto by Richard Pelham/Getty Imagesc

Leidenschaft und Tradition

Unsere redaktionellen Meinung nach, nutzt Pusnava damit das mittlerweile überstrapazierte Narrativ, der englische Fussball sei durch seine Milliardenschweren Investitionen viel besser, viel erfolgreicher und viel attraktiver. Oberflächlich betrachtet, kann man das sogar so sehen. Schaut man etwas genauer hin, hat der englische Fussball in den letzten Jahren genau das verloren, was den deutschen Fussball so attraktiv macht. Leidenschaft und Tradition. Eine Fankultur, die in Europa einzigartig ist und Vereine die noch immer von den eigenen Mitgliedern gestaltet werden können. Gerade der TSV 1860 gilt in Deutschland als das Negativbeispiel für Investoren im deutschen Profifussball. Vor dem Hintergrund, dass in England die gelebte Fankultur durch zu hohe Ticketpreise praktisch tot ist, ignoriert Pusnava genauso, wie dass englische Traditionsvereine von außen zerstört wurden. Birmingham City gehört zum Beispiel mittlerweile zu Teilen dem dem mehrmaligen Super-Bowl Gewinner Tom Brady. Manchester City gehört größtenteils der Herrscherfamilie von Abu Dhabi mit Sohn Mansour Bin Zayed Al Nahyan. Bei Arsenal London finanziert der US-Geschäftsmann Stan Kroenke, bei Manchester United die US-Unternehmerfamilie Glazer oder der Saudiarabische Staatsfond bei Newcastle United. In England ist Fussball mittlerweile zum reinen Investmentgeschäft für Superreiche verkommen. Von Multi-Club-Strategien ganz zu schweigen. Einbindung der Mitglieder Fehlanzeige. Es gibt noch unzählige weitere Beispiele. Claudia Schiffer ist vor Kurzem übrigens beim FC Brentford eingestiegen. Der Kern des Fussballs ist mit Sicherheit nicht die Bedeutung von Investoren. Fussball gehört den Fans. Ohne Fans gibt es keine nachhaltige Zukunft für den Fussball. Wer beim TSV 1860 München, mit dieser nun fünfzehnjährigen Investorenodyssee sich für den Fall von 50+1 einsetzt, kommt an den Fans nicht vorbei. Vor allem nicht mit unterstützenden Worthülsen für den FC Bayern.

LinkedIn-Post von Valentino Pusnava

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Screenshot LinkedIn, Sonntag 01.03.2026, ca. 14.30 Uhr

https://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern-muenchen/id_101147616/fc-bayern-praesident-herbert-hainer-fordert-die-abschaffung-von-50-1.html

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