Die aktive Fanszene des FSV Zwickau wird morgen nicht nach München reisen. Der Grund ist ein Verbot der Staatsanwaltschaft München. Es geht um eine Zaunfahne des Fanclubs „Red Kaos“.

Die Staatsanwaltschaft München soll der Auffassung sein, dass das in griechischer Schriftart abgebildete „s“ im Schriftzug von „Red Kaos“ den Tatbestand „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erfülle (§ 86 a StGB).

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Unser FanTicker: https://loewenmagazin.de/fanticker-tsv-1860-muenchen-vs-fsv-zwickau/

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Günter Becher
Leser

Schon fast legendärer Unsinn. Gäbe wahrlich mehr als genug Ansatzpunkte, Rassismus und dergleichen beim Fussball anzuprangern. Wenn ich da mein T-Shirt „Kultstätte Grünwalderstadion“ anschaue – das ist halt im Schriftzug der 20er Jahre gehalten als das Stadion erbaut und hat mit dem, was ab 1933 passierte, nichts zu tun. Bin aber troťzdem schon darauf angesprochen worden, ob ich ein …. sei. Genau das Shirt ziehe ich morgen an.

anteater
Leser

Wenn Dich wieder jemand drauf anspricht, dann kannst Du entgegnen, dass es genau jene welche in den 1930ern waren, die die Frakturschrift abgeschafft haben. Aber es ist halt wie mit den Runen und Thors Hammer. Das braune Klientel bedient sich so gerne daran, dass jeder Normalo, der das in komplett anderem Kontext nutzt, gleich mal mitverdächtig ist. Noch banaler, als ich vor vielen Monden keinen Bock mehr auf meine wüsten, längeren Haare und auch keinen Bock auf Friseur hatte, habe ich mir kurzerhand eine Glatze geschnitten. Die eigene Familie hat mich einem Gesinnungstest unterzogen. Fand ich absurd.

Snoopy.
Leser

Ein wenig albern und fürchterlich übertrieben diese Entscheidung. Manchmal fragt man sich schon ob’s dem einen oder anderen bei der Staatsanwaltschaft langweilig ist und sie nichts besseres zu haben, als sich um so eine Belanglosigkeit zu kümmern.

Siggi
Leser

Häh? Ich habe mich als Kind schon gerne mit graphischen Schriften gepielt. Am liebsten hatte ich Schattenschriften gemalt, aber auch eckige Buchstaben wie bei Red Kaos sind dabei entstanden. Hier von Runen oder „Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ zu sprechen, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Eurasburger Ich weiß nicht, was du unter Runen verstehst, aber das hat nichts per se mit irgendwelcher Coleur oder Verfassungsfeindlichkeit zu tun: https://de.wikipedia.org/wiki/Runen

anteater
Leser

Na ja, das Problem ist halt schon, dass es gerade Personen am äußeren rechten Rand des politischen Spektrums sind, die sich der Runen bedienen und auch z.B. nordischer Symbole (Thors Hammer, z.B.). Zumindest fällte es bei diesen Leuten auf, weil sich manche davon gerne mal besonders auffällig verhalten. Das macht, leider, neutrale Nutzer gleich irgendwie suspekt. Das gilt ja auch für bestimmte Modelabel, die sich dann teilweise auch heftig dagegen wehren, Lonsdale zum Beispiel, Fred Perry auch, die haben mit den Rechten nichts zu schaffen, werden oder wurden aber massiv von diesen sozusagen missbraucht.
Nichtsdestotrotz tue ich mich schwer, einen Bezug zur Sigrune im Logo von Red Kaos zu erkennen.

Queeg
Leser

Das hier hat nicht nur nichrs mit Runen zu tun, sondern auch ebenso wenig einen Bezug zu „griechischer Schrift“ (griechisches Alphabet?). Ein Sigma sieht völlig anders aus.

Eurasburger
Leser

Danke an die Staatsanwaltschaft München!
Bin für jede Form von Freiheit für Fans und gegen Schikane, aber wer meint sich mit Runen zu „dekorieren“ verdient keine Solidarität!

Konterhoibe
Leser

Sogar die Löwenfans gegen Rechts haben klar gemacht das dieser Fanclub aus Zwickau nichts mit der Rechten Szene zu tun haben, eher das Gegenteil – wenn es sich Interessiert kannst du das auf Facebook nachlesen.

Runen im Allgemeinen sind im übrigen, wie du ja sicher auch weißt, weitaus Älter als die ganze Nazischeiße, das Braune Gesocks hat diese verwendet und leider definieren sie sich immer noch damit, was diesen Alten Zeichen einfach nicht gerecht wird. Dennoch, nicht gleich jede Rune hat etwas mit Nazis etc. zu tun.

anteater
Leser

Bekannterweise beobachte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten die sächsische und sachsen-anhaltinische Fanszene bzw. möglichen Überschneidungen mit der rechten Szene. In dem hier vorliegenden Fall bin ich mir absolut nicht sicher, ob das die beabsichtigte Verwendung der Sigrune ist. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Siegrune

Zwickau ist bezüglich der oben genannten möglichen Überschneidungen zumindest in den letzten Jahren vergleichsweise unauffällig. Auffälliger ist auf jeden Fall der CFC, das ging ja vor kurzem durch die Medien.

Wofür ich meine Hand ins Feuer lege ist, dass egal ob beim FSV, CFC, HFC, Aue ganz sicher auch weltanschaulich komplett unauffällige Menschen ins Stadion gehen, wobei mir speziell im Falle des CFC Personen persönlich bekannt sind, die seit den Vorkommnisse im Zuge des Ablebens des Herrn Haller nicht mehr zu ihrem Verein gehen, sondern wahllos Landesligaspiele anschauen.

Alexander Schlegel
Leser

Wir werdens verkraften … wink