Diskussionen über die Finanzen des TSV 1860 München? Aber doch bitte nicht zu Unzeiten, hört man immer wieder. Aber gibt es überhaupt einen günstigen Zeitpunkt? Dass über die Perspektiven der kommenden Saison diskutiert wird, ist völlig normal. Die Gesellschafter des TSV 1860 München haben es längst verpasst, frühzeitig Klarheit zu schaffen.

Ein Kommentar

In den vergangenen Tagen waren die Wirtschaftsprüfer im Haus des TSV 1860 München. Seit dem Doppelabstieg müssen die Löwen eine positive Fortführungsprognose für die kommenden zwei Jahre vorweisen können. Laut der Süddeutschen Zeitung droht dem TSV 1860 fehlende Liquidität. Zwischen zwei und vier Millionen Euro könnten den Löwen bis zum Ende des aktuellen Kalenderjahres fehlen (vgl. SZ vom 13. Juni 2020). Das ist eine immense Summe. Die vor allem auch dafür sorgt, dass man bei der Etatplanung noch keinen Schritt vorangekommen ist.

Wege aus der Krise

Es bedarf an Wegen aus der Krise. Eine weitere Verschuldung der Profifußball-Gesellschaft kommt für das Präsidium nicht in Frage. Erforderliche Mittel müssen laut dem Präsidium aus Sponsoring, TV-Geldern, Transfers, Ticketing oder Gesellschaftermitteln kommen (vgl. Präsidium vom 20. Mai 2019). Für die kommende Saison braucht man sinnvolle Lösungen, die eine wirtschaftliche Perspektive bieten. Die Sponsoren, Fans und der Verein (eV) mit seinen Mitgliedern haben ihren finanziellen Anteil zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise bereits geleistet. Das Präsidium würde sich freuen, wenn HAM International sich ebenfalls entschließen würde, „zeitnah einen wirksamen Beitrag zu leisten“ (vgl. Präsidium vom 8. Juni 2020).

Die Frage, die sich dabei viele stellen: Was erwartet das Präsidium von Hasan Ismaik und über was wird nun tatsächlich verhandelt? Was versteht man unter einem „wirksamen Beitrag“ und in welcher Form soll dieser geleistet werden? Die Etatplanung müsste baldmöglichst vom Aufsichtsrat beschlossen werden, darüber hinausgehende Finanzthemen wie eine Insolvenz, eine Kapitalerhöhung oder eine Grundschuld auf die Geschäftsstelle in der Gesellschaftersammlung. Also zusammen mit Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik. Viel Zeit bleibt nicht.

Insolvenz für Ismaik kein Thema

Viele Fans fragen sich, ob es nicht sinnvoll wäre, nun in die Insolvenz zu gehen. So wie der 1. FC Kaiserslautern. Der möchte sich in Eigenverwaltung mit einem Insolvenzplan aus der Krise ziehen. Nach Informationen des SWR hat der FCK eine „positive Fortführungsprognose“ und könnte auf dieser Grundlage vor dem Insolvenzgericht nachweisen, dass er auch künftig wieder in der Lage sein wird, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. „Nie waren die Voraussetzungen für überschuldete Profi-Vereine besser, sich mit einer Insolvenz zu sanieren“, schreibt der SWR. Der Gesetzgeber hat das Insolvenzrecht vorübergehend gelockert und der DFB Strafen im Hinblick auf Punktabzug in dieser Saison teilweise ausgesetzt (vgl. SWR vom 14.06.2020). „Mit mir wird es keine Insolvenz geben“, betonte jedoch Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik immer wieder. Im Grunde hat er es tatsächlich in der Hand, denn mindestens die Hälfte aller Gläubiger muss dem Plan einer eigenverwalteten Insolvenz zustimmen.

Kapitalerhöhung wird schwierig

Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. brachte bereits vor über einem Jahr eine mögliche Kapitalerhöhung ins Spiel. Auch Hasan Ismaik sprach sich für eine Kapitalerhöhung aus. Allerdings will man als HAM International nicht die Mehrheit abgeben. Das betonte Saki Stimoniaris in einem Interview explizit (vgl, db24 vom 20.11.2019). Eine klare Dreiteilung der Anteile wird es also auf jedem Fall nicht geben.

Der TSV München von 1860 e.V. verkündete, dass man die Verhandlungen seriös hinter verschlossenen Türen führen wolle. Die Vertreter des e.V. sind Karl-Christian Bay und Vize-Präsident Heinz Schmidt. Ob man einen Schritt weiter gekommen ist, ist öffentlich nicht bekannt. Und das ist erst mal auch ganz gut so. Allerdings drängt die Zeit. Und es reicht eben nicht nur ein Handschlag zwischen e.V.-Vertretern und Vertretern von HAM International. Die Mitglieder müssen einer Kapitalerhöhung mit 75 Prozent zustimmen. HAM International scheint wohl keine Anteile abgeben zu wollen. Eine Wertminderung der Anteile ginge dabei dann höchstwahrscheinlich zu Lasten des TSV München von 1860 e.V. und seiner Mitglieder. Auch im Hinblick auf den Kooperationsvertrag bleiben Fragen offen. Der Vertrag vom 30.05.2011 steht in der Kritik. Im Falle eines dritten Gesellschafters müsste er in großem Umfang überarbeitet werden.

Eine Grundschuld auf die Geschäftsstelle

Eine Lösung, die im Raum steht, ist eine Grundschuld auf die Geschäftsstelle. Man sei bereits mit der Stadt in Verhandlung, meint die Süddeutsche Zeitung. Es steht dabei ein Tausch von Sicherheiten im Raum. Hauptsponsor „die Bayerische“ verzichtet auf die Sicherheit für ihr 2017 gegebenes Darlehen und wird stattdessen als Gläubiger im Grundbuch der Geschäfsstelle eingetragen (vgl. SZ vom 13. Juni 2020). Ob die Löwen damit wirklich flüssig werden und sich dies positiv auf die Kaderplanung auswirkt? Vermutlich ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine finanzielle Gesundung ist damit wohl kaum möglich. Im Grunde erholen sich die Löwen seit Jahren nicht. Sie werden immer wieder am Leben erhalten. Zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel, trifft es am Ehesten.

Lösungen werden erwartet

Die kommende Woche scheint im Bereich der Finanzen wohl eine der wichtigsten Wochen überhaupt zu sein. Der neue Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer wird Michael Scharold beerben. Der Aufsichtsrat muss dringend tagen. Die aktuelle Saison geht zu Ende. Und es bedarf Lösungen.

Auch interessant zum Thema Kapitalerhöhung und Finanzen: Viele Häuptlinge, wenig Indianer

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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baumi
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baumi (@littlejoe)
6 Tage her

Für mich als finanztechnischen Laien stellen sich folgende Fragen. Die 114 wird mit Erbbaurecht genutzt welches vom EV an die KGaA übertragen wurde. Die Stadt hat damals zugestimmt die Nutzungsrechte an die KGaA zu übertragen. Mit Sicherheit gab es damals Bedingungen im Bezug auf die Nutzung. Generell sollte es kein Problem sein eine Grundschuld einzutragen. Jedoch gibt es sicherlich ein Problem bei einer möglichen Nutzungsänderung. Welches Interesse sollte die Bayerische an einer Grundschuld haben ohne bei Fälligkeit das Grundstück anderweitig zu vermarkten? Welche Kapitalgesellschaft kann als Sicherheit ein Grundstück beleihen mit dem man im Forderungsfall einen Sportverein als Mieter vorweisen… Read more »

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
7 Tage her

Der e.V. sollte u. dürfte keinesfalls jetzt einen Folgevertrag mit Ismaik zum 2017er Vertrag unterschreiben, weiß jetzt nicht, wie der gleich hieß(?), der auch die Hauptursache für das Scheitern des Hoppenantrages zur Kooperationsvertragskündigung mit Ismaik darstellte, solange Ismaik nicht auf eine vom e.V. dringend u. schnellstmöglich an HAM/Ismaik zu stellende Forderung über einen Schuldenschnitt durch Kreditschuldenerlaß von 90%, einschließlich einer kürzeren Entscheidungsinfristsetzung, eingeht u. zustimmt. Allerdings, an eine Zustimmung Ismaiks glaubt wohl keiner, seine Zustimmung ist eher nicht zu erwarten. @Arik Steen, vielleicht kannst Du u. andere Wissende bitte diesen Hintergrund etwas beleuchten, wie lange der Vertrag von 2017 läuft,… Read more »

Last edited 7 Tage her by Chemieloewe
Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
7 Tage her

Keine Ahnung worauf man wartet. Ich nehme aber stark an, auf ein Zeichen aus Abu Dhabi. Der Kapitalbedarf dürfte längst berechnet sein.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
7 Tage her

Ismaik wird abwarten, wie die Saison für die Mannschaft endet, bevor er seine Forderungen für seinen Beitrag stellt. Falls er noch einen Beitrag leisten kann. Das Problem mit der Perspektive für die kommende Saison oder Zukunft hat man jedes Jahr und es hängt jedes Jahr immer nur an einer Person um eine frühzeitig Klarheit zu schaffen.

Martin Oppermann
Gast
Martin Oppermann (@guest_46285)
7 Tage her
Reply to  Snoopy.

An dem super Präsidenten. Der ist in der falschen Straße..

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
6 Tage her

Du wolltest wohl sagen: an den vielen Präsidenten.
Oder hast du die ganzen Jahre mit Ismaik nicht mitbekommen (wollen)?

anteater
Leser
anteater (@anteater)
6 Tage her

Aha. Weil? Falsche Straße? Säbener Straße? Kann es sein, dass Sie „Fußball München“ in eine Suchmaschine eingegeben haben, und versehentlich bei uns gelandet sind? Sie wollten sicher zu den Roten, richtig? Oder gar zu Wacker?

swaltl
Leser
swaltl (@swaltl)
7 Tage her

Gerade jetzt würde es viel bringen, wenn der e.V. die U19 und U21 übernehmen könnte. Anscheinend hat der e.V. keine großen finanziellen Probleme durch Corona und so könnte man die KGaA immerhin um ca. 700.000 Euro entlasten. Damit sollte man doch zumindest mal die Verträge mit Berzel und Mölders verlängern können. Eigentlich könnte man das ganze auch vertraglich regeln, dass die beiden Mannschaften nur für fünf Jahre oder bis zum Aufstieg der Profis in die zweite Liga übertragen werden. Damit müsste Ismaik keine Angst haben, dass dadurch seine Anteile weniger wert wären. Und wenn die KGaA die U21 komplett anmeldet… Read more »

nofan
Gast
nofan (@guest_46265)
7 Tage her
Reply to  swaltl

War es nicht so, dass der Verein im letzten Jahr bereits die Kosten für das gesamte NLZ übernommen hat und dennoch ein Verlust von ca. 2 Millionen € prognostiziert wurde? Wenn dem so wäre, hat die TSV KGaA ein Strukturdefizit, was bei Normalverlauf auch für 2020/21 auszugleichen wäre. Dazu hätte der Verein abermals die Gesamtkosten des NLZ ausgleichen müssen.

Insoweit sehe ich aus dieser Option keine Möglichkeit, finanzielle Mittel für den Kader zu generieren.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
7 Tage her
Reply to  swaltl

Im Falle eines Aufstiegs müsste dann aber auch geregelt werden, dass der Mehrheitsgesellschafter den e.V. dann entschädigt für die mehrjährige Übernahme der Kosten…

1860 forever
Leser
1860 forever (@1860forever)
7 Tage her

Na dann hoffen wir mal, dass sich alle darauf besinnen zum Wohl von Sechzig zu agieren und sonst nichts. Damit es nicht wieder bis eine Woche vor Ende der Transferperiode eine Hängepartie wird.

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
7 Tage her
Reply to  1860 forever

Dein Wort in Gottes Gehörgang 😎

Konstruktives erwarte ich zwar nichts von der HAM… aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

#ohneHasan

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
7 Tage her
Reply to  1860 forever

„…sich alle darauf besinnen zum Wohl von Sechzig zu agieren und sonst nichts.“ Daran glaube ich keine Sekunde. Was wäre denn das Wohl von Sechzig?

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
7 Tage her
Reply to  1860 forever

Das wird mit Ismaik leider immer so weitergehen, daß notwendige Entscheidungen bis zur letzten Minute von Ismaik hinausgezögert werden, um Druck für seine Forderungen, welche auch immer, aufzubauen, außer der e.V. lässt Ismaik machen was er will, wie unter Peter Cassalette. Wozu das führt, wissen wir ja inzwischen, in die sichere Katastrophe…

nofan
Gast
nofan (@guest_46259)
7 Tage her

Auf db24 wird zum gleichen Thema gerade gefragt:

„Wie reagiert das Präsidium um Robert Reisinger? Welchen Plan haben sie in der Schublade?“

Wieso eigentlich wird immer davon ausgegangen, dass das Vereinspräsidium die Lösung kreieren muss? Worin ist deren alleinige Verantwortung begründet?

Stehen nicht vielmehr die KGaA-Geschäftsführer und der Mehrheitsgesellschafter in der Pflicht?

anteater
Leser
anteater (@anteater)
7 Tage her
Reply to  nofan

Stehen nicht vielmehr die KGaA-Geschäftsführer und der Mehrheitsgesellschafter in der Pflicht?

Ist so, ja. Wird man in der Breite bei db24 aber nie kapieren, obwohl das so auf dem Niveau von 1+1 ist. Bitter.

Loewenaufsteiger
Leser
Loewenaufsteiger (@loewenaufsteiger)
6 Tage her
Reply to  anteater

Da geht es doch nicht ums Kapieren. Die machen halt Politik, ganz einfach! Griss kapiert das schon alles. Die BILD kapiert auch alles, aber kreiert jeden Tag reißerische Headlines!

anteater
Leser
anteater (@anteater)
6 Tage her

Dummheit wäre halt entschuldbar gewesen… 😉

Aber wie sieht es mit den Followern dort aus? Machen die sich auch selbst was vor oder glauben die die Lügen?

Last edited 6 Tage her by anteater
Loewenaufsteiger
Leser
Loewenaufsteiger (@loewenaufsteiger)
6 Tage her
Reply to  anteater

Naja, hier wie dort gibt es weniger bemittelte Menschen, die sowohl auf der einen wie auch auf der anderen Seite alles glauben und eben solche, die kritisch sind und irgendwo in der Mitte schweben. Denn das Leben ist nun mal nicht schwarz und weiß. Alles Schattierungen von grau 😉

nofan
Gast
nofan (@guest_46297)
6 Tage her
Reply to  anteater

Wäre es nicht auch hier sinnvoll, solche elementaren Informationen immer mal wieder zu erläutern, damit „Zugänge“ die Zusammenhänge erfahren?

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
7 Tage her
Reply to  nofan

Ja, für alles, was schräg u. schief liegt, ist bei #############* u. seinem Gefolge das e.V.-Präsidium, der e.V.-Verwaltungsrat u. sonstige Entscheidungsträger des e.V., besonders natürlich u. zuallererst der Präsident Robert Reisinger verantwortlich u. werden als die großen Buhmänner konstruiert, verunglimpft, beschimpft, beleidigt u. denunziert, fernab von Wahrheit, Respekt u. Anstand. Das kennen wir schon in unendlich unerträglichem Maße von diesem Medium. Deshalb, kein Klick für diesen heillosen Hetzblog DummBrühe24!!!

* geändert, da Beleidigung

nofan
Gast
nofan (@guest_46258)
7 Tage her

Ein Aufstieg in die 2. Bundesliga wäre sicherlich ein übergroßer sportlicher Erfolg, ein Traum. Würde das aber zu einem finanziellen Erfolg führen, der mehr ist, als „Zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel?“ Wohl kaum. Es ist kein Verein der 2. Bundesliga bekannt, der Gewinne erzielt, die dazu führen könnten, mehr als 60 Millionen € Schulden in absehbarer Zeit abzubauen, auf denen die TSV KGaA hängt. Also würde die KGaA auch kaum von den Schulden runterkommen. Und was ist, wenn Gewinne erzielt werden? Vermutlich entfällt dann die Verlustübernahme durch das Genussrechtskapital und die Zinsen müssen an HAM gezahlt… Read more »

Reinhard Friedl
Gast
Reinhard Friedl (@guest_46257)
7 Tage her

Die Thematik sehr gut zusammengefasst. Jetzt müssen mittel- bis langfristige Lösungen her oder Insolvenz.

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
7 Tage her

Reinhard, dass ist das erste Mal, dass ich von Dir lese, dass Insolvenz eine Option ist 👍😀🦁
Ich würde den Weg sofort mitgehen, um den Kredithai loszuwerden…

#ELiL
#ohneHasan

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
7 Tage her

Wäre auch mit dabei.

HHeinz
Leser
HHeinz (@hheinz)
7 Tage her

Bei einer Insolvenz übernehmen bei nicht erfolgreicher Sanierung doch in der Regel die Gläubiger das Ruder (sofern diese das wollen)!?

Die KGaA wäre vermutlich anschließend tatsächlich spürbar entschuldet, aber Herr Ismaik könnte danach im Gegenzug auch die überwiegende Mehrheit der KGaA Anteile halten, während der e.V. seine 40% fast vollständig verlieren dürfte. Im übrigen ohne dass eine Mitgliederversammlung daran etwas ändern könnte.

Ich bin nicht pauschal gegen eine Insolvenz, frage mich nur was diejenigen erreichen wollen die diese einfordern.

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
7 Tage her
Reply to  HHeinz

#ohneHasan
… den unsäglichen Kredithai loswerden 😎🦁🦁🦁

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
7 Tage her
Reply to  HHeinz

Angenommen HI würde „das Ruder übernehmen“, was passiert dann mit 50+1? Vermutlich ist das Ganze extrem kompliziert, andernfalls wäre vielleicht Frau Hoppens Antrag (längst) umgesetzt worden. Das ist jetzt nur eine Vermutung.

HHeinz
Leser
HHeinz (@hheinz)
7 Tage her
Reply to  Siggi

Während des Insolvenzverfahrens ist 50+1 meiner Kenntnis nach außer Kraft, zumindest sofern ein externe(r) InsolvenzverwalterIn bestellt wird.
Sollte das Sanierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen sein bekäme der e.V. vermutlich über 50+1 wieder Zugriff. Allerdings kann man vorher ja einiges an vollendeten Tatsachen schaffen.
Am Chemnitzer FC kann man aktuell auch sehen dass sich so ein Verfahren hinziehen kann.
So richtig das Ruder übernehmen kann Herr Ismaik also nicht und falls er finanziell wirklich angeschlagen ist stellt sich auch die Frage ob er das überhaupt will. Ich behaupte mal das käme ihm gerade eventuell ungelegen bzw. er würde dann evtl. schnell verkaufen.

Last edited 7 Tage her by HHeinz
Bine1860
Redakteur
Bine1860 (@bine1860)
6 Tage her
Reply to  HHeinz

Gesellschafterdarlehn etc.. sind auf jeden Fall die nachrangisten. Wird oder kann die KGaA nicht saniert werden (hier bliebe die Anteilverteilung ja dieselbe) dann wird sie abgewickelt. Das hieße Ismaik und der Ev haben nix mehr, weil die KGaA weg ist…

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
7 Tage her

Es stellt sich für mich die Frage, ob es weiterhin sinnvoll ist, jährlich das „Kasperl-Theater“ zu spielen, wie kann die neue Saison begangen werden und kann eine schlagkräftige Mannschaft aufgestellt werden. Oder aber man geht die unkalkulierbaren Risiken einer Insolvenz ein. Was mir schwer im Magen liegt ist der Passus im Kooperationsvertrag, dass der e.V. keine Mannschaft in den Lizenzligen stellen darf. Dies gilt ausschließlich auch, bei einer Insolvenz der KGaA. Auf der anderen Seite hat Ismaik so oft gegen den Kooperationsvertrag verstoßen, dass es als offen bezeichnet werden kann, wie Gerichte hier wohl bei Klagen entscheiden könnten. Deshalb muss… Read more »

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
7 Tage her

Na dann los…
Das unkalkulierbare Risiko kennen wir doch seit ca 2011 😷

#ohneHasan

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
7 Tage her

der e.V. keine Mannschaft in den Lizenzligen stellen darf.

Ist dieser Passus zeitlich begrenzt oder gilt das für die Unendlichkeit und noch viel weiter?
Wie schaut es mit der Lizenz selbst aus? Die Spiellizenz geht ja nur an einen e.V. und nicht an die Kapitalgesellschaft. Kann man dann sozusagen als e.V. sagen: nein, du bekommst von uns die Spiellizenz nicht?

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
7 Tage her
Reply to  Snoopy.

Der TSV 1860 e.V. verpflichtet sich gegenüber HAM rechtsverbindlich, unwiderruflich und bindend für die Dauer des Kooperationsvertrages. Allerdings gegenüber dem DFB/BFV hat natürlich der e.V. die Spiellizenz, die eben an die KGaA weitergeleitet wurde. Daher wird wohl der BFV nichts dagegen haben, sofern der e.V. eine Mannschaft melden würde. Was der e.V. mit der HAM geregelt hat, wird den BFV nur zweitrangig interessieren. Allerdings wird HAM (Ismaik) dann wohl den e.V. auf Schadenersatz verklagen und wie hier die Gerichtsentscheidung ausfallen wird, steht wohl in den Sternen. Und das könnte wohl den gesamten e.V. gefährden.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
7 Tage her

Ich bin da vielleicht etwas naiv, aber hat man nicht eine GmbH, die Geschäftsführungs-GmbH, die als Komplementär fungiert? Wenn ich das rechtlich noch richtig im Kopf habe, was ich mal vor langer Zeit gelernt habe, dann ist doch dieser Komplementär voll und gänzlich haftbar. Ist doch im Grunde ein Schutzschild vor dem e.V. der ja eigentlich mit der KGaA nichts zu tun hat. Und auf welchen Schaden will er klagen? Den von ihm (Ismaik) selbst verursachten? 🙂 Wenn die Dauer (keine Mannschaft in Lizenzliga) auf die Existenz des Kooperationsvertrages begrenzt ist und die KGaA aus dem Register gestrichen ist, ist… Read more »

Bine1860
Redakteur
Bine1860 (@bine1860)
6 Tage her
Reply to  Snoopy.

sehe ich genauso, Snoopy. Ich denke es muss das Risiko eingegangen werden, mit ordentlichen Anwälten sollte das Risiko nicht soo hoch sein, zumal ja auch Ismaik zB da erst mal beweisen muss, dass er die Sanierunsvereinbarung eingehalten hat und wie.. Ich denke er verstößt auch selber gegen den Kooperationsvertrag…

HHeinz
Leser
HHeinz (@hheinz)
7 Tage her

Ich bin optimistisch dass man diesen Passus rausklagen könnte denn er schränkt die Rechte des Vereins meiner Meinung nach zu sehr ein. Erst recht wenn die KGaA nicht mehr spielbetriebsfähig wäre.
Zumindest solange der e.V: eine KGaA Insolvenz nicht mutwilllig herbeigeführt hat.

Last edited 7 Tage her by HHeinz
anteater
Leser
anteater (@anteater)
7 Tage her

Auf die mittel- bis langfristige Lösung warten wir doch eh jedes Jahr. Da wird immer nur exakt so viel getan, dass das Schiff nicht sinkt, die Schlagseite bleibt und das Leck auch.