Der TSV 1860 München gestaltet sich neu. Erstmals kann Trainer Michael Köllner bei der Erstellung des Kaders mitwirken. Und schon jetzt kann man sehen: Man scheint auf Nachhaltigkeit zu setzen. Mit der Löwen-Jugend.

Kaderplanung unter Daniel Bierofka

Während des vergangenen Sommertrainingslagers kam es beim TSV 1860 München zu Unruhe. Der Kader spiele maximal im Abstiegskampf mit, so die Grundstimmung. Aaron Berzel durch private Gönner fremdfinanziert. Timo Gebhart und Prince Owusu übernahm Hasan Ismaik. Die große Gefahr dabei: Es war unklar, ob diese drei Spieler nun wirklich in das Mannschaftskonzept der sportlichen Führung passen oder eben nur „Geschenke“ waren, die man dankbar annahm. Denn unabhängig von der Spielerqualität muss vor allem das Profil des Spielers in die Vorstellung des Trainers passen. Dabei passierte vor allem auch eins: Der Kader wurde enorm groß.

Kaderplanung unter Michael Köllner

Die Planung für die kommende Saison wirkt anders. 3 Millionen Euro beträgt der Spieleretat. Und die sportliche Führung scheint genau mit diesem Etat auch wirklich zu planen. Für viele sieht es so aus, als würde man aus der Not eine Tugend machen. Und gezwungenermaßen auf die eigene Jugend setzen. Auf die Gefahr hin, dass man manchem Talent nicht genügend Zeit gibt. Wäre da nicht Michael Köllner. Der in der vergangenen Saison mit einem vorhandenen Kader arbeiten musste, aber früh zu erkennen gab, dass er die Löwen für Talente attraktiver machen will. Der von Anfang an die Jugend im Blick hatte. Nun stehen wir vor der ersten Saison, in der Köllner von Anfang an den Kader mitplanen kann. Mit einem durchaus akzeptablen Etat. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Köllner genau umsetzt, was er angedeutet hat. Und dass er nicht nur auf die Jugend setzt, sondern vor allem Wege und Perspektiven aufzeigt. Wichtig ist das vor allem für die Nachhaltigkeit. Talente müssen erkennen, dass es sich lohnt, bei den Löwen zu spielen. Dass Sechzig ein Sprungbrett in die Profi-Karriere sein kann.

Die bisherige Kaderplanung macht mehr als Hoffnung. Gestandene Spieler wie Mölders, Moll, Lex oder Erdmann haben auf ihren Positionen potentielle Alpha-Rollen. Mit Wein, Willsch, Steinhart, Belkahia und Hiller hat man weitere bisherige Stammspieler. Die Seele der Mannschaft geht somit nicht verloren. Mit Tallig hat man zudem die Lücke im offensiven Mittelfeld gefüllt. Für nachrückende Talente eine gute Basis, um sich integrieren zu lassen und mitzuwachsen. Mag sein, dass das eine oder andere Talent noch zu jung ist. Michael Köllner wird das beachten müssen und darf niemand verheizen. Ihm wird jedoch genau an diesem Punkt seine Erfahrung in der Nachwuchsarbeit dienlich sein. Michael Köllner und die aktuelle Entwicklung der Mannschaft könnte der Grundstock für zukünftigen Erfolg werden.

In der Presse werden auch einige Nachwuchsspieler noch thematisiert, die folgen könnten. Darunter Marco Mannhardt und Ahanna Agbowo aus der U19. Beide sind 18 Jahre alt. Mannhardt hat noch ein Jahr lang einen Vertrag, Agbowo müsste verlängert werden. Mit Milos Cocic und Lorenz Knöferl könnten irgendwann zwei noch jüngere Talente nachrücken. Vertraglich gebunden sind sie ohnehin für die kommende Saison. Ebenfalls noch eine Option wäre der bereits 21-jährige Matthew Durrans. Sein Vertrag läuft allerdings aus.

Und Neuverpflichtungen? Ein möglicher externer Spieler wäre durchaus noch in der Innenverteidigung vorstellbar. Grundsätzlich scheint man auf einem guten Weg zu sein. Die Fans können sich auf eine spannende Saison freuen. Zudem benötigt man noch einen Zehner.

Mögliche Mannschaft und Spielpositionen

Aktuell bekannte Verträge

fett = gesetzt / kursiv = potentieller Nachwuchs

Sascha MöldersSturm35 Jahre30.06.2021
Stefan LexSturm30 Jahre30.06.2022
Fabian GreilingerSturm19 Jahre30.06.2021
Johann Ngounou DjayoSturm19 Jahre30.06.2022
Matthew DurransSturm21 Jahre30.06.2020
Lorenz KnöferlSturm17 Jahre30.06.2022
Milos CocicSturm17 Jahre30.06.2022
Erik TalligMittelfeld20 Jahrenicht bekannt
Quirin MollMittelfeld29 Jahre30.06.2021
Daniel WeinMittelfeld26 Jahre30.06.2021
Dennis DresselMittelfeld21 Jahre30.06.2021
Ahanna Francis AgbowoMittelfeld18 Jahre30.06.2020
Marco MannhardtMittelfeld18 Jahre30.06.2021
Phillipp SteinhartAbwehr28 Jahre30.06.2021
Marius WillschAbwehr29 Jahre30.06.2023
Leon KlassenAbwehr20 Jahre30.06.2021
Maxim GreslerAbwehr17 Jahre30.06.2023
Dennis ErdmannAbwehr29 Jahre30.06.2021
Semi BelkahiaAbwehr21 Jahre30.06.2021
Niklas LangAbwehr18 Jahre30.06.2022
Marco HillerTor23 Jahre30.06.2022
Tom KretzschmarTor21 Jahre30.06.2021
(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Blue Power
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Blue Power (@blue-power)
17 Tage her

Ich glaube wir sind auf einem sehr guten Weg, dank Michael Kölner.
Ich hatte ja vor einigen Wochen noch Bedenken, da sich nichts getan hatte und wir nur über Abgänge wie z.B. Aron Berzel gelesen hatten.
Jetzt verfliegen diese Bedenken aber nach und nach. Ich denke auch, dass der Etat in dieser Saison reichen wird.

Last edited 17 Tage her by Blue Power
_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
18 Tage her

Dieser eingeschlagene Weg ist in meinen Augen Mittel und langfristig alternativlos. Jungen Spielern zeigen, dass man 1860 eine Profikarriere starten kann. Dadurch auch attraktiv sein für junge Spieler. Eine Ausbildung der Spitzenklasse haben. Und dann frühzeitig die jungen Spieler, die auf oder nahe am Profiniveau sind, heranführen und einsetzen.

Absteigen darf man halt nicht. Und man muss auch geeignete Nachwuchstalente haben und von sich überzeugen. Und diese dann auch halten.

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
19 Tage her

Es hätte auch alles ganz anders kommen können, nach dem Doppelabstieg. Jugend runterfahren auf Sparflamme und alles Geld mit Vollgas in die 1. Mannschaft pumpen. Uerdingen bsw. macht das so und andere in der 3. Liga auch. Ponomarew kann beim KFC schalten und walten wie er will. Investorenbefürwortern gefällt das. Zum Glück haben sich bei 1860 Kräfte durchgesetzt, die anders denken.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
19 Tage her
Reply to  Serkan

…u. wir sollten alles daran setzen, daß das auch so bleibt, daß Ismsik nicht machen kann, was er gerade will, wie 2016/17! Entweder gemeinsam wirtschaftlich vernünftig u. nachhaltig o. gar nicht bzw. notwendige wirtschaftliche Vernunft per 50+1 durchdrücken, wenn der Grölfaz sich querstellt, ansonsten riskiert HI die Insolvenz, das dürfte ihm langsam klargeworden sein. Und das will er ja nun gleich garnicht.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
19 Tage her

Jedem dürfte klar sein, dass man auch Lehrgeld bezahlen wird, wenn man den Nachwuchs nach oben holt, dass es kein „fehlerfreies“ Spiel geben wird. Gerade wenn man vermehrt auf die eigene Jugend setzt. Der Anfang könnte etwas holprig werden, aber es wird sich auszahlen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Viele finanzielle Möglichkeiten hat man nicht und braucht es im Moment auch nicht. Auch wenn das dem einen oder anderen nicht gefallen mag und der Sündenbock jetzt schon feststeht: das wird mittelfristig das Konzept sein, mit der die KGaA Geld verdienen wird. Den Nachwuchs ausbilden, heran führen und dann von den Erlösen profitieren. Die Mittel dazu sind vorhanden, vom NLZ bis zum Trainer der 1. Mannschaft.

Ob auf dem Transfermarkt, der bis Oktober geöffnet hat, noch was geht, wird man sehen. Auf Basis der Leihe kann man sicherlich noch nachlegen. Ich gehe nicht davon aus, dass noch viele externe Spieler fix verpflichtet werden (max. 2), geschweige denn ausgelöst werden, wie z.B. ein Tim Rieder. Der ein oder andere aus dem Nachwuchsbereich wird noch dazu kommen.

Die Generalprobe zur Saison wird am ersten Septemberwochenende stattfinden, wenn das Toto-Pokalfinale abgehalten wird. Sollte Würzburg der Gegner sein, von dem ich eigentlich ausgehe, kann man hier schon mal auch ein wenig mit dem Nachwuchs „experimentieren“, qualifiziert wäre man für den DFB-Pokal (morgen die Auslosung) auf jeden Fall.

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
19 Tage her
Reply to  Snoopy.

Alles schön und gut, das Konzept „Den Nachwuchs ausbilden, heran führen und dann von den Erlösen profitieren“ geht aber nur solange gut, bis man nicht in die RL absteigt. Baut man auf zu viele junge unerfahrene Spieler könnte es in Liga 3 schnell eng werden, da die Konkurrenz das oben genannte Konzept eher nicht ausführen wird. Da werden eher sogar alte Spieler, die bereits erste und zweite Bundesliga gespielt haben, verpflichtet.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
19 Tage her
Reply to  Eglinger Bua

Warten wir mal ab, was die Konkurrenz macht. Haching z.B. hat auch schon angekündigt, dass es eine Verjüngung des Kaders gibt. Und ob sich jeder dieser 3. Ligisten es sich leisten kann, alte Spieler zu verpflichten wird man sehen. Wobei alte und erfahrene Spieler auch keine Garantie sind.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
19 Tage her
Reply to  Snoopy.

…genau,  Snoopy. , siehe Uerdingen…☝️😉

anteater
Leser
anteater (@anteater)
19 Tage her
Reply to  Snoopy.

Wenn das mit den jungen Spielern die Runde macht, dann werden kurz vor Ende des Transferfensters noch etliche gestandene Profis für vergleichsweise kleines Geld zu haben sein. Hoffentlich verschießt die Geschäftsführung nicht schon vorher unser ganzes Pulver…

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
19 Tage her
Reply to  anteater

Meinst du jetzt mit „kleines Geld“ den Unterhalt oder Ablöse?

anteater
Leser
anteater (@anteater)
18 Tage her
Reply to  Snoopy.

Unterhalt. In der 3. Liga zahlt so gut wie niemand Ablösesummen.

Die Pandemie ist überall. Heißt, dass vertragslose Spieler jetzt nicht einfach ins Ausland wechseln können, um ihr Gehaltsniveau zu halten. Also müssen dann Abstriche beim Gehalt gemacht werden. So stelle ich mir das in etwa vor.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
19 Tage her
Reply to  Snoopy.

Wenn auch die da oben den Gürtel enger schnallen müssen, dann könnte man im Zweifel sogar Augsburg zu einer Vertragsauflösung bewegen. Wobei ich nicht sehe, dass wir auf Rieders Position jetzt den größten Handlungsdruck haben.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
19 Tage her
Reply to  anteater

Bin mir da nicht so sicher. Rieder hat auf sich aufmerksam gemacht, nicht nur in der 3. Liga. Wenn Augsburg den Gürtel enger schnallen müsste und für Rieder noch von einem anderen Verein Ablöse bekommen sollte, werden sie wohl auf das Geld nicht verzichten.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
18 Tage her
Reply to  Snoopy.

Das müssten dann aber ein Zweitligist sein oder Krefeld (wer sonst zahlt in der 3. Liga Ablösen?).

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
18 Tage her
Reply to  anteater

„nicht nur in der 3. Liga“
….
🙂

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
18 Tage her
Reply to  Snoopy.

Theoretisch gesehen müssten die Kader in der 2. Liga und 3. Liga qualitativ sogar besser als vor Corona werden. Es gibt nach wie vor die gleiche Anzahl an Profispieler und die gleiche Anzahl an Profimannschaften. Wenn jetzt die Mannschaften in der 1. Liga ihre Kader abspecken müssen, dann spühlt es diese aussortieren Spieler in die unteren Ligen.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
18 Tage her
Reply to  Eglinger Bua

Ist nicht gesagt.
Du hast in der 3. Liga ja auch noch die Beschränkung mit dem Alter (23. Lebensjahr). Vier Spieler sind da verplichtend für die 1. Mannschaften.

Dazu müssen die Mannschaften in der 3. Liga halt auch abspecken und das mehr als in den Ligen darüber. Ein Nachwuchsspieler ist vermutlich immer noch billiger, als ein „altgedienter Hase“, der vielleicht noch eine Familie zu ernähren hat.

Wenn aussortierte noch einen laufenden Vertrag haben, wird das eh nicht ohne Ablöse gehen, gerade wenn es finanziell enger wird. Kein Verein wird da einen Spieler „herschenken“, eher vielleicht ausleihen, wenn man keine Ablöse bekommen sollte oder den Spieler keine haben will.

Aber das ist alles rein spekulativ gesehen.

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
18 Tage her
Reply to  Snoopy.

„Wenn aussortierte noch einen laufenden Vertrag haben“, werden sie nicht für deutlich weniger Geld in einer tieferen Liga spielen…
Bei den Gehaltsunterschieden zwischen den Ligen würde ich gerade wegen Corona auch den Berthold machen…

#ELiL

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
19 Tage her

Danke, lieber  ArikSteen , toller Beicht u. prima Übersicht zum aktuellen Kaderstand. Bei Eric Tallig meinst Du doch eher, dass er die Lücke schließen soll, die der Abgang von Efkan Bekiroglu hinterlassen hat u. weniger Timo Gebhart? Egal, gute Entwicklung, wie auch ich meine. 👍💙🦁💙✌😉👟⚽️😎

Last edited 19 Tage her by Chemieloewe
HHeinz
Leser
HHeinz (@hheinz)
19 Tage her

Toller Artikel, nur das Belkahia Stammspieler war finde ich dann doch etwas zu optimistisch dargestellt.
Ich hoffe man schafft es mit dem Trainer noch um 1 Jahr zu verlängern und es wäre sicherlich auch noch Platz für 2 Spieler in der Liste.Und der Oliver Beer darf jetzt dann ruhig auch mal nach Köln fahren.

Aymen1860
Leser
Aymen1860 (@aymen1860)
19 Tage her

Seit Jahren das erste Mal, dass ich das Gefühl habe, diesmal wird in Ruhe und mit Verstand ein Kader geplant.
Man schaut welche finanziellen Möglichkeiten vorhanden sind, welche Spieler man hat und plant daraus inklusive Neuverpflichtungen einen hoffentlich zukunftsfähigen Kader.
Zusätzlich haben wir momentan einen Trainer, der nicht schon vor Saisonstart die Fähigkeit der eigenen Mannschaft herabwürdigt.
Bin optimistisch, was den Kader für die nächste Saison angeht. Unter den gegebenen finanziellen Möglichkeiten natürlich.

Queeg
Leser
Queeg (@queeg)
19 Tage her

Das ist alles nur Makulatur, wenn es nicht gelingt, die talentierten Jugendspieler im Verein zu halten. Das wir dazu nicht mehr in der Lage sind, beweist die Personalie Andreas Hirtlreiter.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
19 Tage her
Reply to  Queeg

Lieber  Queeg , es sind doch einige Nachwuchstalente ins Profiteam nachgerückt, warum dann gleich wieder so pessimistisch??? Aus jedem(!!!) Verein wechseln junge Nachwuchstslente in andere Vereine, um in der Profikarriere schneller vorwärts zu kommen, das ist verständlich u. logische Konsequenz, also völlig normale Realität im Fußballalltagsgeschäft. Klar bin auch ich traurig, wenn Talente wie Joel Niemann u.a. weggehen. Aber es bleiben ja auch Einige u. schaffen bei uns den Sprung zu den Profis, wie die letzten Nachwuchsprofiverträge, wie mit Lang…u.a. zeigen. Also, die Durchlässigkeit vom Nachwuchs zu den Profis verbessert sich bei uns zusehends. Dazu kommen auch noch neue Nachwuchstalente zu uns, wie jetzt Eric Tallig o. früher Greilinger..u.a. . Wir können, wie alle anderen Vereine auch, nicht alle Nachwuchstalente behalten, gerade auch, wenn höherkkassige Vereine anklopfen, das ist doch klar. Wach bleiben u. frühzeitig sehr gute Talente mit längerfristigen Verträgen ausstatten, müssen wir natürlich schon, soweit sportlich u. finanziell machbar, um sie an uns zu binden u. bei Wechseln Ablösegelder zu generieren. Aber bei Allen schafft man es eben nicht. 😉☝️💙🦁💙✌

Last edited 19 Tage her by Chemieloewe
Queeg
Leser
Queeg (@queeg)
19 Tage her
Reply to  Chemieloewe

Das Problem ist nicht, dass Bundesligisten unsere Jungprofis verpflichten. Dagegen könnten wir nicht einmal als Zweitligist etwas machen.

Das Problem ist vielmehr, dass ein Ligakonkurrent einen vielversprechenden Juniorenspieler abwerben kann und dass man bei objektiver Betrachtung der Fakten die Entscheidung des Spielers sogar nachvollziehen kann.

Tallig ist übrigens zwar noch jung, aber kein Juniorenspieler mehr und Greilinger ist schon einige Jahre bei uns.

Christoph Nadler
Leser
Christoph Nadler (@derloewe)
19 Tage her
Reply to  Queeg

Cocic und Knöferl sind 1 Klasse besser als Hirtlreiter!

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
19 Tage her
Reply to  Queeg

Also ein 17jähriger beweist, dass man dazu nicht in der Lage ist?
Etwas weit hergeholt.

Rolandoz
Leser
Rolandoz (@rolandoz)
19 Tage her

Sieht doch ganz ordentlich aus – aber einen IV brauchen wir dringend noch.
Auf der rechten Abwehrseite brauchen wir ebenfalls ein Back-Up (Ist eine Paul-Verlängerung vom Tisch oder befinden wir uns hier in Verhandlungen?) und auch im Sturm würde ich noch nachlegen.
Rieder wäre schön – aber nicht zwingend erforderlich

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
19 Tage her
Reply to  Rolandoz

Sturm Pflicht

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
19 Tage her

Auch hier passt wieder: https://tsv1860.org/2019/09/09/haeufig-gestellte-fragen-zum-profifussball/

„#16: Wie geht es mit dem Fußball-Nachwuchs beim TSV 1860 München weiter?
Die Nachwuchsausbildung wird bei den Löwen immer einen sehr hohen Stellenwert haben. Das entspricht dem langjährigen Selbstverständnis unseres Klubs. (…) Der Verein investiert heute mit Unterstützung seiner Mitglieder und Förderer mehr Geld als jemals zuvor in die Ausbildung seiner Talente. Die Rückkehr mit den B- und A-Junioren in die Bundesliga ist ein klar formuliertes Ziel. Im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München wird mit großem Engagement gearbeitet. Auch die hohe Durchlässigkeit in die Profimannschaft ist weiter kennzeichnend für den Fußball bei den Löwen und wird es bleiben. (…)“

Was im Artikel als „Zukunftvision Jugend“ bezeichnet wird, ist kein Zufall oder Notprogramm, sondern konzeptionell so gewollt und vom Präsidium gefordert. Auch das gehört zu seinen Verdiensten um den Verein.

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
19 Tage her

Schön, dass es mittlerweile – aus der Not geboren – auch bei den Verantwortlichen angekommen ist, dass mittel- und langfristig nur die Stärkung des eigenen Nachwuchses mit der realistischen Option auf die Verwirklichung einer Profi-Karriere Früchte tragen wird.

Die seit Jahrzehnten praktizierte „Hire & Fire“-Transferpolitik sollte ein für allemal erledigt sein.

Was natürlich nicht für wirklich sinnvolle Verstärkungen von anderen Vereinen gilt, sofern man ein vernünftiges „Preis-/Leistungsverhältnis“ erzielen, bzw. ablösefreie „Unterschiedsspieler“ zu 60 holen kann.

Aber diese sinnlose Geldverschwendung für irgendwelche (ausländischen) Kicker, die den Verein TSV 1860 München wohl noch niemals vorher in ihrem Leben gehört haben und sich hier nur einen überdurchschnittlichen Verdienst erhoffen, muss gezwungenermaßen beendet werden.

Talente aus dem NLZ durch gezielte Förderung und behutsame Aufbauarbeit an die Schwelle zur Profi-Mannschaft heranführen, bei entsprechendem fußballerischen Können in die erste Mannschaft integrieren und hoffentlich irgendwann mit diesen Jungs aufsteigen oder zumindest durch Transfererlöse finanziell davon profitieren.

Das wäre noch ein weiß-blauer Traum von mir, dass 60 innerhalb der nächsten Jahre mit einer Truppe „echter (Nachwuchs-)Löwen“ in die 2. Liga zurückkehrt.

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
19 Tage her
Reply to  tomandcherry

Wahre Worte 😀🦁😀

… da müsste fast Weber gehalten werden

anteater
Leser
anteater (@anteater)
19 Tage her
Reply to  tomandcherry

bzw. ablösefreie „Unterschiedsspieler“ zu 60 holen kann

Ich höre Dich wohl! Jederzeit stehe ich zur Verfügung. Im Unterschied zu mir wirkt Sascha jung und schlank sowie Erdmann moderat und von ausgeglichenem, kompromissbereiten Naturell, freilich noch Steinhart solide und schnell mit guter Übersicht. Mehr Unterschied in einem Spieler wirst Du nicht finden.

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
19 Tage her
Reply to  anteater

… dann aber bitte mit Deinem Künstlernamen 🤣🤣🤣🤣

Sonst hab ich vor dem Spiel schon nen Knoten in der Zunge

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
19 Tage her
Reply to  anteater

Wenn ich im Shop kaufen würde, wäre das Trikot jetzt schon bestellt 😉

anteater
Leser
anteater (@anteater)
19 Tage her

😂
Danke, das ist ja fast der Ehre zu viel. Ich würde auch jedes Trikot von Hand signieren.

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
19 Tage her

Das man auf eigene Talente aus der Jugend setzt, kann ich grundsätzlich nur befürworten. Zudem MK echt gute Entwicklungsarbeit leisten kann. Was mich aber dann schon sehr stark verwundert, ist die Tatsache, dass unsere U19 nur Bayernliga spielt und von einem möglichen Aufstieg 20 Punkte entfernt war. Mein Kenntnisstand ist der, dass selbst in den insgesamt drei regionalen U 19 Bundesliga-Staffeln, nur maximal 2-3 Spieler pro Jahrgang später Profifußballer werden. Wie schaut die Quote dann mit Spielern aus, die Bayernliga spielen?

Ergänzung:
Extrem wichtig war natürlich der Aufstieg der U17 in die Bundesliga. Man muss halt dann versuchen, die dortigen größten Talente schneller als üblich an die Herrenmannschaft heranzuführen. Oder man schafft vlt nächstes Jahr den Aufstieg mit der U19.

Last edited 19 Tage her by Eglinger Bua
anteater
Leser
anteater (@anteater)
19 Tage her

Also, ob wirklich jede vakante Position jetzt adäquat mit einem Spieler aus dem eigenen Nachwuchs besetzt werden kann, wage ich zu bezweifeln. Und halte das zudem für eine sehr riskante Strategie. Allerdings komme ich mit meiner Pi*Daumen Abschätzung darauf, dass wir durchaus noch einen Krachtransfer erwarten können und die ein oder andere Position mit gestandenen Drittligaprofis besetzen werden. Gerade durch das Auslaufen vieler Verträge sind ja auch Mittel frei geworden. Ziereis, zum Beispiel hatten wir von Regensburg geholt, aus der 2. BL. Der wird jetzt nicht für € 50.000 bei uns gespielt haben, oder?

Dennis
Gast
Dennis (@guest_47984)
19 Tage her

Sorry Herr steen, aber der Artikel ist absoluter nonsens in manchen Punkten … akzeptabler Etat als 60 München wenn man extern nur tallig verpflichten kann? Und in jedem anderen Medium steht, dass es keine 3 mio sind
Beim Rest gebe ich ihnen recht … Herr Köllner ist n guter Trainer und kann gut mit jungen Leuten
Aber der Etat ist meiner Meinung nach ein Witz wenn man um den Aufstieg mitspielen will.. aber darf jeder seine Meinung dazu haben

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
19 Tage her
Reply to  Dennis

Lasst uns doch einfach mal überraschen. Mal schauen was bei rauskommt. Mal was anderes……………😉

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
19 Tage her
Reply to  Dennis

Also zu sagen „ist Nonsens in manchen Punkten“ ist total sinnfrei. Was genau soll denn Nonsens sein? Woher soll denn deiner Meinung nach ein akzeptabler Etat herkommen? Woher nimmst du, dass man nur Tallig verpflichten kann? Ich wäre dir echt dankbar, wenn du nicht nur Parolen raushauen würdest sondern auch Argumente

anteater
Leser
anteater (@anteater)
19 Tage her
Reply to  Dennis

aber der Artikel ist absoluter nonsens

Mal davon abgesehen, dass „nonsens“ groß geschrieben werden muss, ist es natürlich fatal, wenn man in einem Diskussionforum direkt mit einer Herabwürdigung beginnt. Dadurch zeigt man lediglich, dass man an einer sachlichen Diskussion keinerlei Interesse hat.

Entsprechend dünn fällt dann auch der weitere Kommentar aus:

wenn man extern nur tallig verpflichten kann

Wer, außer Ihnen, sagt denn, dass das so ist? Selbst unter regulären Bedingungen (ohne grassierende Pandemie) hätte das Transferfenster noch fast 40 Tage geöffnet. Üblicherweise sind wird dort gerade an den letzten 2 Tagen aktiv.

wenn man um den Aufstieg mitspielen will

Die Grundsicherung, die Herr Ismaik zugesichert hat, ist nun einem von ihm so aufgesetzt und konstruiert, dass sie nur diesen Etat zulässt. Meiner Meinung nach bzw. mein Rückschluss aus Ihrer These und Herrn Ismaiks Grundsicherungskonzept wäre also, dass er höchstselbst keinerlei Interesse daran hat, um den Aufstieg mitzuspielen.
Wobei ich es tatsächlich für möglich halte, dass er eben noch Geld nachschießt, denn es dürfte kein Zufall sein, dass die Grundsicherung so konstruiert wurde, dass nur er allein und niemand anderes als Retter und Gönner auftreten kann.

DaBianga
Leser
DaBianga (@dabianga)
19 Tage her
Reply to  Dennis

Bist du Dieter Hallervorden?
Seine Sendung habe ich früher gerne im Fernsehn angeschaut. Du erweckst dieses Format wieder zum Leben.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
19 Tage her
Reply to  Dennis

Dennis

Hallo OG,

Nonsens dürfte nur der Inhalt Ihres Beitrags sein, denn Sie erläutern nicht, nach welchem Maßstab sich darstellt, was kein „Witz-Etat“ ist.

Nochmals: Unterhaching hatte für die Saison 2018/19 einen Gesamtetat (einschließlich Verwaltung, Trainer, NLZ) von 3,1 Millionen €. Die TSV KGaA plant für 2020/21 nur für Spieler bereits drei Millionen € ein. Und Haching wollte und hat um den Aufstieg mitgespielt.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
19 Tage her
Reply to  Dennis

…einfach Realitätsverlust, @Dennis, schauen Sie sich mal bitte andere 3.-Ligavereine an…! 😉☝️

Christoph Nadler
Leser
Christoph Nadler (@derloewe)
19 Tage her
Reply to  Chemieloewe

Kennst Du die Budgets der anderen Vereine?

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
19 Tage her

Man kann sich die vom letzten Jahr anschauen und ja wohl stark davon ausgehen, daß die diese Saison ähnlich odrr niedriger sind..

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
18 Tage her
Reply to  Dennis

Der 1860 e. V. hat sich gemeinsam mit Anteilseigner/Kreditgeber, Sponsoren und Partnern darauf verständigt, wie der Etat aussehen soll. Der Verein ist bereits überschuldet. Eine Kapitalerhöhung durch Verkauf weiterer Anteile wird von den momentanen Anteileignern abgelehnt.

Also ist der Etat so wie er ist. Alle haben sich drauf geeinigt. Der Verein/die KGaA sind handlungsfähig, frühzeitig aufgestellt, und können in einem Umfeld der Unsicherheit die in der 3.Liga üblichen Verträge mit freien Spielern unterzeichnen.

Ist doch alles super. Und über junge Spieler die Gesamtqualität und den Wert des Kaders zu erhöhen, ist langfristig sowieso der einzige Weg. Es sei denn, wir finden einen Mäzen, der das Geld in den Verein reinbuttert – wie ein Hopp oder evtl. auch Mateschitz – und es nicht nur herleiht.

Aber ja… Man wundert sich schon immer wieder, wo bei 60 eigentlich das Geld hinverschwindet. Z. B. Die Ausbildungsvergütungen für Weigl etc.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
18 Tage her
Reply to  _Flin_

Das Problem sind die hohen Gesamtkosten der KGaA. Die Transfererlöse (2 Mio davon) wurden 2017 als Sicherheit für ein Darlehen verpfändet (von Fauser), das benötigt wurde um die Lizenz zu erhalten. Der Rest ging ins Budget der KGaA. Man leistet sich 2 GF etc.. Ich hab mal gelesen 11 1 Mio pro Saison nur Kosten, die müssen erstmal reinkommen, zumal man ja auch fast keine Einnahmen aus dem Merchandising hat.

harie
Gast
harie (@guest_48082)
18 Tage her
Reply to  Dennis

Das kommt einfach daher, dass diese „alle Medien“ voneinander abschreiben.
Das Spielerbudget ist 3 Mio. Quelle ist der Sport-GF selbst. Es ist damit höher als die von DB24 erfundenen 2,4 Mio, aber auch niedriger als letzte Saison. Denn das Budget lag ja durch die Zuzahlungen bei ca. 3,5 Mio . Deshalb trifft auch die Aussage von Gorenzel zu, gegenüber 19/20 ein reduziertes Budget zu haben.
Aus diesem Grund ist das keineswegs Nonsens, im Gegensatz zu den wilden Spekulationen auf DB24.

Last edited 18 Tage her by harie
bluwe
Leser
bluwe (@bluwe)
17 Tage her
Reply to  Dennis

Nochmals für Dich zur Erinnerung, welch „bedeutende Rolle“ hier das Geld spielt:

  • Der VfL Osnabrück ist mit einem geplanten Sparetat von 3,0 Mio. in der Saison 2018/19 als Meister in die 2. BL aufgestiegen.
  • Ist das letzte Zweitligajahr von Sechzig schon wieder vergessen?