Der TSV 1860 München möchte heuer aufsteigen. Dabei setzt man auf ein neues Sechzig. Wie viel hat das Sechzig von heute noch mit dem von 2017 gemeinsam? Ein Kommentar.

Fan-Fest – Köllner verspricht den Aufstieg“, titelte die tz München im Juli diesen Jahres. “Werden im nächsten Jahr im Mai etwas ganz Großes feiern“, so wird Köllner von liga3-online.de zitiert. Die anwesenden Fans jubelten. Feierten die große Präsentation der Mannschaft. Vor allem Michael Köllner schob sich dabei in den Mittelpunkt.

Vor seinem großen Auftritt beim Fanfest: Michael Köllner

Köllner hat seinen runderneuerten Kader bekommen

Bereits einen Monat vorher hatte er angekündigt mit “harter Arbeit” den runderneuerten Kader “zum großen Saisonziel Aufstieg” zu führen. “Wir haben hungrige Spieler gesucht, belastbare Spieler. Wir haben Spieler verpflichtet, die am Ende zur DNA der Löwen passen. Er selbst habe an der Kaderplanung aktiv mitgewirkt. Alles habe funktioniert. “Aufstiegsfavorit ohne wenn und aber”, titelte BR24 und schreibt: “Ein bisschen erinnert bei den Löwen derzeit alles etwas an das FC Bayern -´Mia-san-mia´ – nur eben in blau.” Kein anderer 1860-Trainer durfte wohl je so viel mitreden bei Neuverpflichtungen, schreibt der BR in diesem Artikel weiter. Köllner habe seine eigene Zukunft im Verein an die Bedingungen geknüpft, den Kader nach seinen Vorstellungen umbauen zu dürfen. Günther Gorenzel scheint ebenfalls zufrieden: “Die meisten von ihnen hätten auch in der 2. Liga unterschreiben können.”

Der “Hype” war ausgelöst. Die siegessicheren Löwen, die nun in jedes Spiel gewinnen, waren geboren. Und viele ließen sich von dieser Begeisterung treiben. Versuchte man auch nur annähernd etwas mehr Bescheidenheit einzufordern, wurde man rasch unterbrochen. In die Ecke derjenigen gestellt, die nicht aufsteigen wollen. Schon seltsam, wie viele diese immense Sehnsucht nach ganz großen Zielen haben. Ist im Grunde ja auch mit der Stadiondiskussion nichts anderes. Viel zu viel wird darüber gesprochen, ob man nun im Grünwalder Stadion auch Bundesliga spielen kann, oder nicht.

Begeisterung 2022 vs. Begeisterung 2017

Die “Begeisterung 2022”, hat die “Begeisterung 2017” nun fast vollständig abgelöst. Wir erinnern uns. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga haben die Löwen wieder zu sich gefunden. Sie haben ihre Wurzeln wiedergefunden, Giesing wiederbelebt. Bodenständig, authentisch. Mit regionalen Sponsoren. Doch Stück für Stück wollte man mehr. Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer brachte Augsburg Airways, einen Charter Broker für Privatflüge, als Sponsor. Mit Bierschneider holte er die dicken SUVs als Firmenfahrzeuge. Zur eigentlich gut durchdachten bürgerlichen Sechzger Wiesn lud Pfeifer Verena Kerth, die Ex-Freundin von Bayern Vorstand Oliver Kahn, ein. “Ihr habt den Knall immer noch nicht gehört!!!” ließen die Ultras verkünden und forderten: “Geschäftsführung und Marketing ab ins Dschungelcamp.” Die Hoffnung, dass man aus dem tiefen Fall in die Regionalliga etwas gelernt hat und der Hype 2017 ein neues Sechzig schafft, die schwand.

Die große Ankündigung nun endlich aufzusteigen, machte es nicht besser. Auch nicht die Lobeshymnen in Richtung Anthony Power, der sich ja bekanntermaßen ohnehin zu dem Zeitpunkt mehr mit Marketingstreitereien und Stadionbannern auseinandersetzte. Oder die Zurechtweisung von Fanportalen. Und auch aktuell brachte die BILD-Zeitung eine Thematik ans Licht. Die Löwen fahren im Winter in ein Luxus-Hotel in die Türkei, das wohl fast doppelt so viel kostet wie vergangene Saison. Präsident Robert Reisinger hat dies bereits kritisiert. Gespart wird bei den Löwen in jedem Fall nicht.

Entscheidungen auf sportlicher Ebene

Nun hat man drei Spiele hintereinander verloren. Unabhängig davon, dass das die Löwen aktuell auf den 5. Platz zurückwirft, waren einige Spiele nicht wirklich wie versprochen. Hungrige, belastbare Spieler hat man gesucht und gefunden. In den letzten Spielen waren sie aber nicht zu sehen. Mittlerweile hört man von den Rängen “Wir wollen euch kämpfen sehn!” Natürlich muss man sich nun hinterfragen. Köllner muss sich fragen, ob er eine Vertragsverlängerung über 2023 hinaus tatsächlich anstrebt. Ob er überhaupt aktuell weiter machen will. Er muss sich fragen, ob er die Löwen wieder auf Erfolgskurs bringen kann. Und ob die Mannschaft auch erreicht. Und die Geschäftsführung muss sich fragen, ob sie ihm dies dann auch abnimmt und weiter das Vertrauen in ihn setzt. Das sind keine einfachen Prozesse. Aber man muss sie, losgelöst von der Meinung der Fans und auch der Presse, angehen.

Helmut Kohl wäre stolz auf manche Protagonisten

Aber viel wichtiger ist, dass die Löwen das brüchige Gehäuse rund um den Profifußball angehen. Wenn es sportlich läuft, dann werden viele Fragen nicht gestellt oder gar verdrängt. Aber machen wir uns nichts vor. Ja, die Löwen wollen aufsteigen. Aber so viele Themen sind ungeklärt. Sie müssen jetzt angegangen werden. Manchmal hat man das Gefühl, man will den Aufstieg erzwingen und dann hoffen, dass sich das eine oder andere von selber löst. Oder man selbst dann vom Boot abspringen kann, als gefeierter Aufstiegsheld. Helmut Kohl wäre stolz auf so manchen Protagonisten – das “Aussitzen” scheint bei manchen Themen gut zu funktionieren.

Gutsherrenart an der Grünwalder Straße 114?

Mir persönlich ist es überhaupt nicht so wichtig, ob man nun aufsteigt oder nicht. Natürlich würde ich mich freuen, wenn es heuer klappt. Aber vor allem wünsche ich mir, dass man Perspektiven schafft. In allen Bereichen. Vom Nachwuchsleistungszentrum bis zu den Profis. Und vor allem sollte man sich vielleicht mal überlegen, ob der Geist von 2017 nicht wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte. Es ist durchaus die Frage, ob man dicke SUVs, Privatflüge und teure Trainingslager benötigt, während die Fans ihr mühsam erspartes Geld bei Spendenaktionen und Veranstaltungen in das Nachwuchsleistungszentrum stecken. Oder auf Rückzahlungen während Corona verzichteten. Ein bisschen hat das schon was von Mittelalter, wo die Gutsherren ihren Bauern jeden müden Kreuzeraus dem Hemd schüttelnden, um noch besseren Wein trinken zu können. Überall legen die Fans Hand an. Oder greifen in die eigene Tasche. So mancher Funktionär lässt sich dafür feiern. Diese Gutsherrenart spiegelt nicht den Geist von 2017 wieder.

Also vielleicht sollte man sich mal wieder auf die Grundtugenden konzentrieren. Auf den Boden der Tatsachen kommen und Sacharbeit leisten. Auf allen Ebenen. Dann schafft man zum einen die Rahmenbedingungen, egal für welche Liga. Und vielleicht auch den Aufstieg.


Titelbild: IMAGO / Ulrich Wagner

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tomandcherry

Dem Kommentar kann ich weitestgehend zustimmen.

“Mir persönlich ist es überhaupt nicht so wichtig, ob man nun aufsteigt oder nicht. Natürlich würde ich mich freuen, wenn es heuer klappt.”

So sehe ich das auch.

Und ich betone ausdrücklich, dass ich einer der Befürworter der “Angriff auf die Aufstiegsplätze 2022/23”-Aussagen war. Irgendwann muss man einfach klare Ziele definieren, die nicht wieder in “Erstmal den Klassenerhalt sichern, danach sehen wir weiter”-Blabla verwässert werden.

Allerdings war ich auch ein “Euphoriebremse-Treter”, als der “historisch einmalige Saisonauftakt” mit fünf Siegen in Folge abgefeiert wurde.

Denn mir war klar, dass bei (sehr) vielen Löwen-Fans jetzt eine Art von “Der Aufstieg ist doch fast schon eingetütet, die Saison eigentlich nur noch Formsache” angetriggert wird.

Und wer wirklich geglaubt hatte, dass 60 ab sofort locker und lässig jeden Gegner förmlichh an die Wand spielen und aus dem Stadion schießen würde, der war halt leider – wie so häufig in den vergangenen Jahrzehnten – einer schönen Momentaufnahme verfallen, die niemals die Realitäten abgebildet hatte.

60 hat einen wettbewerbsfähigen Kader mit guten Spielern. Den haben allerdings mindestens sechs, sieben andere Mannschaften ebenfalls. Und das mussten wir in einigen Partien gegen Aufstiegsaspiranten leidvoll anerkennen. Wenn ich mir u.a. die Partien von Elversberg in den Zusammenfassungen anschaue, dann wirkt das – und so ehrlich muss man sein – um einiges besser, als die zuletzt gezeigten Leistungen von 60. Wobei ich sicher bin, dass auch Elversberg nicht so ohne weiteres den 1. Platz bis zum Saisonende verteidigen wird. Die werden ebenfalls noch ihre sportliche Krise bekommen.

“Der Geist von 2017.”

War der wirklich so toll und so nachahmenswert?

Die Aufstiegseuphorie nach der dunkelsten Stunde der Löwen-Historie (“Doppel-Abstieg”), die in der erstmaligen Viertklassigkeit der ersten Mannschaft ihren Tiefpunkt fand, war selbstverständlich groß und durchaus angebracht. Das Rückspiel gegen Saarbrücken war ja schon ein Herzschlagfinale und das sich danach die Erleichterung in unglaubliche Jubelszenen entlud, mehr als nachvollziehbar.

Aaaber…

Bei allem Respekt und meiner absoluten Hochachtung vor Biero’s Engagement und Leistung, die ich ihm niemals vergessen werde, war schon erkennbar, wie limitiert er als Drittliga-Trainer war. Die Verpflichtung von M.K. m.E. folgerichtig. Zwei vierte Plätze in den beiden vergangenen Spielzeiten Beweis für die Konkurrenzfähigkeit unseres Kaders.

Ob es mit dem “runderneuerten Kader” diese Saison für das große Ziel Zweitligaaufstieg reichen wird? Keine Ahnung. Andere Vereine haben ebenfalls ambitionierte Ziele und keine schlechten Mannschaften.

In der 3. Liga sind es häufig nur sog. Kleinigkeiten, die über den (Nicht-)Auf-/Abstieg entscheiden.

Wer will M.K., G.G. oder R.R. daraus einen Strick drehen?

Ich bin weit davon entfernt, dass mir die Entwicklung der letzten Wochen gefällt.

Allerdings bin ich genauso weit davon entfernt, sofort wieder in die alten Verhaltensweisen zu verfallen, dass Personalwechsel einen 100 %-igen Erfolgskurs garantieren.

Dass man einem Trainer auch mal in sportlich schwächeren Phasen das Vertrauen aussprechen muss, ohne dabei gleich das erklärte Saisonziel einkassieren zu müssen, ist kein Wunschdenken meinerseits.

Auf der anderen Seite bin ich heute schon davon überzeugt, dass spätestens zum Saisonende die Wege des TSV 1860 und seines Chef-Trainers M.K. unterschiedliche Richtungen einschlagen werden.

An M.K.s Stelle würde ich selbst im Falle eines Zweitliga-Aufstiegs meinen Fokus auf neue Aufgaben außerhalb von München-Giesing richten.

Und wenn’s mit der Zweitliga-Rückkehr in dieser Saison nicht klappen sollte, wäre es m.E. sowieso unumgänglich, sich freundschaftlich zu trennen.

Also warten wir ab, wie M.K. und seine Jungs nach der unendlich langen Winterpause aus den Startblöcken kommen und ob andere Teams sich idealerweise ihre Krise für die Rückrunde aufgehoben haben.

Es ist nach wie vor alles möglich.

Erspart Euch selbst diese ständigen negativen Deja Vus und betrachtet das Glas nicht permanent als halb voll.

Die Zwischenbilanz ist gar nicht so schlecht, wie sie – nicht nur, aber auch – hier permanent dargestellt wird.

chemieloewe

Köllner hat seine geforderten Perspektiven mit den Neuzugängen+neuem Co-Trainer+neuem Fitnesstrainer bekommen, um diese Saison noch stärker das Ziel Aufstieg anzupeilen u. den Aufstieg zu schaffen. Perspektiven, die er inoffiziell zur Bedingung für seine Entscheidung gemacht hat, als Trainer bei 60 weiterzumachen. Danach war er überzeugt, den Kader zu haben, mit dem er den Aufstieg schafft u. hat das im Sommer vor der Saison mehrfach betont u. sogar den Aufstieg versprochen, was bei mir u. vielen Löwen sehr überheblich u. anmaßend u. rübekam. Köllner ist da so richtig vom Boden abgehoben u. hat Höhenflüge bekommen. Irgendwie war Köllner wie verwandelt u. anders. Eine mentale Wandlung u. Entwicklung, die ich nicht gut finde. Das, was wir am Anfang so sehr an ihm geschätzt haben – Ruhe; Freude ausstrahlendes Auftreten; Geduld; vereins(KGaA-)interne Neutralität u. Zurüvkhaltung; Bodenständigkeit; Bescheidenheit; Empathie; Wärme u. Nahbarkeit vermittelnde Freundlichkeit; sehr gute soziale u. menschliche Einstellung u. Werteauffassung…u.a. mehr verblassen immer mehr u. treten in den Hintergrund. Er wirkt seit Wochen zunehmend dünnhäutig, unzufrieden gereizt, nervös, hektisch u. unruhig, zuweilen verkrampft, ratlos, enttäuscht u. resigniert.

Michael Köllner hat sich entsprechend positioniert u. die zusätzlichen Spieler bekommen, die er wollte u. gefordert hat. Dementsprechend muss er auch liefern u. sein Versprechen einhalten. Das hat anfangs sehr gut funktioniert u. wir schwammen auf der Welle des Erfolges. Danach kam der Einbruch. Nun sieht es schon seit einiger Zeit immer düsterer aus, was die schlechten Ergenisse u. Leistungen zeigen. Ich denke, Köllner hat sich diese Saison übernommen, ist als Trainer bei uns über dem Zenit u. im Sinkflug, vielleicht auch erschöpft u. ausgebrannt. Ich glaube nicht, dass er den Aufstieg schafft. Nach der Winterpause wird er bestimmt nochmal eine Weile mit dem Schwung aus der Vorbereitung einigen Erfolg haben, denke ich. Aber dann, befürchte ich, wird es wieder zu Leistungs-Schwankungen u.-Einbrüchen kommen, zu Stagnation, häufigeren Misserfolgen u. Leistungsabfall, wie schon erlebt. Ich denke, MK hat fertig, ist langsam durch u. am Ende bei uns. Irgendwie habe ich such das Gefühl, dass er mit unserer Mannschaft, mit dem Kader u. einigen Spielern zunehmend nicht gut klarkommt u. er sich mit einigen sehr entscheidenden Dingen wie Taktik, Aufstellungen, Spielweise…ect zu häufig vercoucht. Vielleicht laufen da in seinem Training auch Dinge schief? Das ist stark anzunehmen? Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist ist eine zunehmende Diskrepanz zwischen Köllner u. Mannschaft, dass Köllner die Mannschaft immer weniger erreicht. Ich denke mittlerweile, ein Trainerwechsel wäre vielleicht eine gute u. richtige Entscheidung. Es muss vielleicht wieder ein frischer Wind u. neuer Schwung bei uns rein. Denn so wie in den letzten Wochen rutschen wir immer mehr nach unten ab.

Herr Köllner hat seit 3 Jahren die Chance als Trainer bei 60. Da er es diese Saison, wie es set längerem aussieht, wahrscheinlich kaum den Aufstieg schafft, sollte man sich rechtzeitig trennen, um mit einem neuen Trainer es neu zu versuchen das Ziel Aufstieg zu erreichen. So ist es nunmal überall im Fußball.

Last edited 17 Tage zuvor by Chemieloewe
Aymen1860

Wenn diese Saison der Aufstieg nicht klappt, dann ist das Thema fürs erst durch. Meine Meinung. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dann der Zuschauerschnitt wieder sinkt. Ohne Perspektive wird das Grünwalder nicht jedes Spiel ausverkauft sein und die Bereitschaft der Fans zur bedingungslosen Unterstützung wird sinken. Herr Köllner hat sich selber zurecht unter Druck gesetzt und nicht geliefert. Wenn jetzt Konsequenzen gezogen werden, haben wir evtl. in der Rückrunde noch eine Chance. Ich bin dafür, diese Saison alles zu versuchen um aufzusteigen. Herr Köllner hatte 3 Jahre Zeit und konnte relativ entspannt arbeiten, genutzt hat er die Zeit nicht. Eine Weiterentwicklung ist nicht zu erkennnen.

dennis312

Gut zusammengefasst. Ohne Perspektive verliert man auch die Lust. Ich wünsche dem Verein, dass er zeitnah in der 2. Liga spielt und eines Tages wieder erstklassig wird. Daran muss Tag und Nacht gearbeitet werden und nicht in der Weltgeschichte rumgeglotzt werden oder mit dem Finger in der Nase gebohrt werden. Bei uns ist man viel zu schnell zufrieden und malt sich alles schön, bis das Pulverfass wieder explodiert, weil wieder nichts geht.

Wie gesagt andere Vereine bekommen es auch hin ihren Club aufzubauen. Es ist alles kein Hexenwerk, wenn man Kompetenz im Verein hat. Genau das erwarte ich.

3 Jahre Zeit ohne Ertrag. Da gibt’s nichts zu lachen und nichts zu beschönigen. Und auch das Argument mit dem Etat lasse ich nicht gelten. Köllner hat alle Wunschspieler bekommen. Und es sind neben den taktischen Schwächen auch Schwächen im Kader zu erkennen. Ein 8er fehlt und auch die AV Positionen sind nicht optimal besetzt. Da bringt alles schön reden nichts.

uraltloewe

Es ist müßig, über die 1. Liga zu fabulieren.
Wenn ich die Leistungen dieser Saison (mit maximal zwei Ausnahmen) mit der Spielweise von Elversberg, Freiburg II, Dortmund II und im Vorjahr Magdeburg vergleiche, dann führt auch dieses Mal der Weg nicht in die 2. Liga.
Und sollte der Aufstieg durch irgendwelche glückliche Umstände doch gelingen, wird man dort mit diesem Kader zum Kanonenfutter werden.
Es wäre interessant zu wissen, wer von diesen Spielern tatsächlich ein ernst gemeintes Angebot aus Liga 2 hatte.

dennis312

Richtig, weil wir keine Leute am Werk haben, die es packen. Wenn ich die Entwicklung bei anderen Vereinen sehe… Kaiserslautern war vor nicht allzu langer Zeit vor dem Absturz in die Regionalliga. Jetzt stehen sie im Aufstiegskampf zur 1. Liga.

Bei anderen Vereinen wird an den richtigen Schrauben gedreht, bei uns sonnt man sich nach Siegen. Man steht ja auf Platz 2 etc…. Da muss nachgelegt werden anstatt Müll rauszureden. In Freiburg war anscheinend der Platz schuld. Komisch, dass die Freiburger Jungs sehr gut drauf spielen konnten. Mal ists der Wind mal der Platz mal irgendwas anderes. Liefern statt labern.

Aymen1860

Volle Zustimmung.

uraltloewe

Es ist müßig, ü

dennis312

Du sprichst davon, dass man Perspektiven schafft. Dann ists definitiv wichtig, dass das GWS oder eben ein Neubau tauglich ist für die 1. Bundesliga. Eine Perspektive schließt auch Aufstiege mit ein. Das gehört dazu zu einer Weiterentwicklung. Mit den anderen Punkten bin ich größtenteils deiner Meinung. Nur eine Frage hätte ich. Welche Saisonziele willst du im fünften Jahr 3. Liga ausgeben? Von Phrasen wie “Wir haben im Mai großes zu feiern” kommen wir nicht weiter, ja. Da braucht es harte Arbeit.

In die Ecke “Der will nicht aufsteigen” würde ich dich nicht stecken wollen. Nur ist mir das alles zu gleichgültig.

Und nur von regionalen Sponsoren werden wir die ersten 2 Ligen auch nicht mehr sehen. Es ist ein Mittelweg aus Bodenständigkeit (wo ich bei dir bin) und Weiterentwicklung. Dies schließt auch die Gewinnung größerer Sponsoren mit ein (die wir ja de facto gar nicht haben leider)

Tante Tornante

Wir sind doch Lichtjahre weg von einer eventuell möglichen Zugehörigkeit zur Bundesliga. Das Streben dorthin ist keine Perspektive sondern Wolkenkuckucksheim. Momentan sind wir noch nicht amal auf dem Relegationsplatz für ein Aufstiegsspiel zur 2. Liga.

dennis312

Doch genau das ist eine Perspektive. Dahinsiechen in der 3. Liga ist keine Perspektive. Dass es dauert ist klar. Der Verein macht des schon richtig mit der Zulassung für die Bundesliga und der Kapazität. Ohne Ziele und Ambitionen kann man auch 1860 3 anschauen des passt dann. Bisschen Ballehu

bluwe

genau, diese Großkotzigkeit “Wir planen ein 1. BL-Stadion mit > 30.000” ist doch für einen Drittligisten schon zum Scheitern verurteilt und passt auch zum Artikel der Gutsherrenart an der Grünwalderstraße 114.
Es kommt mir vor als man als Zweitligist aufgetreten ist wie eine Erstligist und ständig von den Arenabefürwortern vom möglichen internationalen Fußball gesprochen hat.
Die Perspektive muß erstmal 2. Liga sein und das ist ein machbarer aber noch ein weiter Weg!

dennis312

Wie kommst du auf diese Zahl, Bluwe? Mir persönlich reicht ein Stadion mit 25.000, das wirtschaftlich rentabel ist und die Zulassungsvoraussetzungen für die ersten 2 Ligen beinhaltet.

bluwe

die Zahl kannst auch weglassen – egal – das GWS hat momentan auch keine Zulassung für die BL2 hindert aber nicht an einer Qualifikation und genauso kann ein ausgebautes GWS entsprechend für die BL1 angepasst werden.

Aber, es ist genauso, die Stadt reicht den kleinen Finger, aber manche wollen dafür gleich die ganze Hand!
Und das jetzt als klammer Drittligist!!!!!!

Last edited 19 Tage zuvor by bluwe
dennis312

Mit Ausnahmegenehmigung könnte vieles gehen. Könnte. Das ist für mich aber keine Perspektive, sorry. Man redet immer von Perspektiven für den Verein schaffen, dann sollte man dem Verein auch eine geben. Das mit der Zulassung für Liga 1 ist nicht das einzige Problem. 18.000 sind wirtschaftlich gesehen im Vergleich zu 25.000 auch weitaus weniger rentabel.

Es bin nicht nur ich nicht einverstanden, sondern auch sehr viele andere 60 Fans nicht, die wieder 1. Liga sehen wollen UND 60 auch wirtschaftlich gesund aufstellen möchten. Zudem kommt man momentan ja kaum an Karten ran. Habs gegen Halle nur durch die freundliche Art eines Löwenfans geschafft,der mir Karten besorgt hat. Der Verein sieht es denke ich ähnlich wie ich. Reisinger hat mit seinem Fassungsvermögen im Bild Interview nicht ganz Unrecht.

25.000, Zulassung 1. Bundesliga, wirtschaftlich rentabel. Dann sofort machen. Das macht der Verein schon richtig so.

bluwe

erstmal den einen Schritt (2. Liga) machen und bodenständig bleiben, dann eine neue Perspektive bilden und nicht wieder Dinge fordern/machen in denen Sechzig soweit weg ist wie nochmal was!
Genau das ist mit dem durchaus interessanten Artikel gemeint.

Last edited 18 Tage zuvor by bluwe
dennis312

Zielgerichtetes Vorgehen beinhaltet für mich einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Ich fordere ja keine Champions League, we go to the top oder Augenhöhe mit Barca. Ich möchte nur die 1. Bundesliga noch erleben, bevor ich ins Grab falle und meinen Verein erfolgreich sehen. Sportlich wie auch wirtschaftlich und von der Reputation her. Dass dabei ein Schritt nach dem anderen gemacht werden muss ist klar. Aber die Schritte müssen halt auch eingeleitet werden. Momentan herrscht wieder an allen Baustellen Stillstand. Sportlich, Kapitalerhöhung, Stadion, Turnhalle….. Sehe nirgends Fortschritte. Das darf man dann schon zurecht kritisieren meiner Meinung nach.

dennis312

Genau deshalb spielen wir aber Fußball lieber Arik. Um den Verein mal wieder dahin zu führen, wo er mal war und in große Stadien wie nach Dortmund oder Gelsenkirchen zu fahren, nicht nach Havelse wehen Verl oder Zwickau. Ob wir das schaffen liegt nicht an mir, das liegt in den Händen des Vereines. Wie viel Kompetenz man sich ins Boot holt etc. Siehe Union, Freiburg, Heidenheim etc. Noch bin ich ja nicht soooo alt und mein größter Wunsch wäre es die 1. Bundesliga mit 1860 zu erleben. Hoffentlich nicht allzu spät, aber wir werden sehen.

Wenn du da nicht den Bäcker nebenan meinst müsste es in München genügend Möglichkeiten geben Sponsoren (kleinere, mittlere und größere) zu akquirieren. Dazu braucht man bisschen Geschick. Das alleine reicht aber nicht aus. Ich finde, dass Pfeifer einen guten Job macht. Allerdings sind ihm gewissermaßen in der 3. Liga die Hände gebunden. Attraktiv bist erst ab Liga 2.

Last edited 19 Tage zuvor by Dennis312
dennis312

Wenn ich mich nicht täusche ist München in Deutschland so ziemlich der wirtschaftlich stärkste Standort und wir haben auch einige Herrschaften, die man einbauen könnte. Aber das geht halt nur in Liga 1 und 2. Siehe Benny Lauth zB… Es ist ja positiv zu werten, daß Reisinger mit ihm Gespräche führt. Das finde ich gut. Alte Spieler auch mal mit ins Boot nehmen. Ein Versuch ist es wert. Nur muss der Stillstand auf sämtlichen Ebenen aufhören und man den Verein erfolgreich aufstellen.

Bine1860

Aber du wirst halt keinen finden, der in eine KGaA investiert, die zu 60% Ismaik gehört und hoch verschuldet ist. Und ein Hr. Lauth kann halt nicht finanziert werden.

dennis312

Ich glaube mit Lauth kann man reden Bine. Also ich weiß es natürlich nicht, aber ich schätze ihn so ein, dass er nur das Beste für den Verein will.

Bine1860

Wenn er nur das Beste wollen würde könnte er ja ehrenamtlich mal 1 Jahr beraten, müssen ja erstmal nicht viele Stunden sein. Aber wen will er bei was beraten, was meinst du ?

dennis312

Wäre ne gute Lösung meiner Meinung nach!

Ich denke da gibt’s mehrere Sparten, eigtl könnte er überall fungieren… Im NLZ, im erweiterten Co Trainer Bereich, neben GG bei den Wintertransfers mithelfen etc

Den kannst eigtl überall einbinden denke ich. Ein Versuch wäre es wert oder?

Bine1860

Ja macht er halt nicht und schon gar nicht umsonst. Was qualifiziert ihn denn auch dazu? Dass er ein guter Fussballer war?

dennis312

Fragen kostet nichts zumindest. Dadurch hat er zumindest Kontakte bei Spielertransfers und bei uns kommt mir die sportliche Kompetenz sowieso zu kurz. Mehr als scheitern wie jede Saison kanns ja nicht. Probieren geht über studieren.

Bine1860

Es ist immer schwer mir dir zu diskutieren da du die wichtigsten Dinge einfach ignorierst. Lauth will Geld und 60 kann ihn sich nicht leisten. Also kann man nix probieren

dennis312

Ich bin der Meinung, dass es da Wege gäbe. Wenn er Geld möchte käme es auch immer auf die Summe an.

Siggi

Sehr gut geschriebener Artikel und dabei noch aüßerst zurückhaltend ;-).
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich den Namen “Antony Power” schon seit einiger Zeit nicht mehr hören oder lesen musste. Das kann gerne so bleiben.