Zweifelsohne ist der TSV 1860 München ein interessanter Verein mit einer interessanten Profifußball-Firma. Obwohl die Löwen in der Regel nur einmal pro Woche spielen, gibt es täglich Berichte rund um den TSV. Alles wird thematisiert. Das mag einerseits gut für den TSV sein, ist er doch im Focus der Öffentlichkeit und damit für Sponsoren interessant. Doch seien wir mal ehrlich. Es gibt Informationen, die sind nicht relevant. Zum aktuellen Zeitpunkt nicht oder sogar überhaupt nicht. Dennoch werden sie thematisiert. Das hat einen Grund: Clickbait-Journalismus. Ein Kommentar.

Die Corona-Krise, der Krieg in der Ukraine – das sind gleich zwei Themen die mich müde gemacht haben. Und deshalb dafür sorgten, dass ich in den vergangenen Wochen deutlich weniger geschrieben habe. Die Löwenwelt drehte sich dabei weiter. Und selbst nach zwei oder drei Tagen Pause stellte ich fest: sie dreht sich doch recht langsam. Ich habe mir alle Informationen nachträglich angeschaut. Die meisten Informationen sind nicht wirklich wichtig gewesen. Das mag gar nicht schlimm sein – die Löwen sind durchaus auch Unterhaltung. Aber viele Themen werden bis auf den letzten “Blutstropfen ausgesaugt”. Der Grund ist simpel. Es geht in manchen Fällen nicht um seriösen Journalismus sondern um klickbasierte Berichterstattung.

Methoden um Klicks zu erzeugen

Es gibt viele Methoden, um Klicks zu erzeugen. Übertreibungen oder gar Irreführung in den Überschriften, die falsche Versprechungen im Hinblick auf den Inhalt machen, oder wo die Überschrift gar nicht wirklich mit dem Inhalt übereinstimmt. Reine Teaser-Artikel ohne Inhalt. Provokationen aller Art. Mehrdeutige Aussagen in den Texten. Dämonisierung einzelner Gruppen oder Personen. Es gibt viele Wege. Den Content mit aller Kraft in den Mittelpunkt stellen, das ist das wesentliche Ziel. Jeder Klick zählt. Der Löwe, aber sicherlich auch der Bürger im allgemeinen, ist ein dankbares Opfer. Denn machen wir uns nichts vor, obwohl wir hinter einer reißerischen Schlagzeile kaum Inhalt erwarten, so klicken wir doch drauf.

Nicht denken wie ein Journalist, sondern wie ein Logarithmus

Es ist ein allgemein bekannter Tipp für Redaktionen. Man soll Texte in den sozialen Medien ausschließlich auf die messbare Reaktion des Publikums ausrichten, nicht auf deren Inhalt. Es geht alleine darum, wie oft die Nutzer reagieren. Das erhöht wiederum die Sichtbarkeit in anderen Timelines. Hand aufs Herz, wie oft hast du schon auf Facebook was mit hoher Erwartungshaltung angeklickt und warst dann vom Inhalt enttäuscht? Die Gefahr, dass man mehr so denkt wie ein Logarithmus, statt sich auf Inhalte zu konzentrieren, ist groß.

Clickbait und der TSV 1860 München

Wieviel Clickbaiting verträgt der TSV 1860 München? Es ist durchaus auffällig, dass öffentliche Personaldiskussionen oftmals auf journalistischen Artikeln aufbauen. Denn da wird auch schnell mal in Artikeln die Frage gestellt, wann XY nun endlich zurücktritt oder entlassen wird. Einige Leser nehmen das gerne auf. Ist der Gedanke einmal im Gehirn festgesetzt, lässt er sich dort kaum vertreiben. Und so wird auch vom geneigten Leser immer dann der Kopf des jeweiligen Funktionärs gefordert, wenn es mal nicht so richtig läuft. Das ist schädlich für das jeweilige Amt. Und schädlich für die jeweilige Person. Da bringt es auch kaum etwas, wenn sich der TSV selbst voll und ganz hinter die Person stellt. Der Gedanke ist im Kopf längst verankert. Und nicht nur Personaldiskussionen. Es geht um viele Themen, die gnadenlos auseinandergenommen werden. Und ist alles gesagt, findet man in jedem Fall noch einen Ex-Löwe, der alles thematisiert.

Kritik- und Kontrollfunktion statt Lobbyarbeit

Es ist die Aufgabe von Journalisten die Öffentlichkeit mit gesellschaftlich relevanten Informationen zu versorgen. Journalismus hat eine Kritik- und Kontrollfunktion für unsere Gesellschaft. Klickbasierter Journalismus ist jedoch eine immense Gefahr für die Seriosität. Das wirkt sich auch auf den TSV 1860 München und die handelnden Personen aus. Vor allem dann, wenn sogar noch Lobbyismus betrieben wird. Um Einfluss zu nehmen. Oder um Unruhe zu stiften.

Am Ende muss sich jeder Journalist oder auch Fanberichterstatter fragen, was seine Texte für Auswirkungen haben. Ständig Unruhe zu säen, weil es Klicks bringt, schafft keinen gesellschaftlichen Nutzen für die Löwen. Angriffe auf einzelne Personen und eindimensionale Sichtweisen helfen auch den Löwen nicht. Vielleicht würde sich der TSV 1860 in der kommenden Saison deutlich leichter tun, wenn man sich nicht ständig mit neuen medialen Baustellen beschäftigen und nicht ständig auf irgendwelche Behauptungen und Gerüchte reagieren müsste. Viele Pressekonferenzen oder Stellungnahmen könnte man sich schenken, wenn sich der eine oder andere Artikel aufs Wesentliche konzentrieren würde. Und wenn man nicht immer einen “Buh-Mann” oder “Prügelknaben” suchen würde. Manche sind ja die gesamte Saison durch das Angriffsziel. Zum Beispiel Günther Gorenzel.

Für mich persönlich ist das übrigens täglich ein Konflikt. Ich prüfe sehr wohl was ich schreibe und was ich veröffentliche. Nach bestem Wissen und Gewissen. Und oft muss ich dabei nicht nur prüfen, was ich aussagen möchte, sondern mich fragen, wie es beim Leser ankommt. Klickbasierte Artikel sind in jedem Fall für mich keine Option. Deshalb bin ich froh, dass das Löwenmagazin frei von klickbasierter Werbung ist. Auch Dank unserer zahlreichen Mitglieder und Unterstützer.

Eure Meinung ist gefragt

Ist klickbasierter Journalismus einfach völlig normal in der heutigen Zeit und nicht mehr wegzudenken? Seht ihr auch Gefahren, wenn es nur um Klicks und Leserzahlen geht, statt um Inhalte? Oder tut es den Löwen sogar gut, wenn alles thematisiert wird?


Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, der kann übrigens gerne Mitglied in der Löwenheimat Giesing werden, unserem Trägerverein. Ihr unterstützt unsere Arbeit jedoch auch damit, dass ihr Artikel selbst teilt, darüber diskutiert oder kommentiert.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Sechzgerflore

Wie sich Arik drückt, den Namen von OG zu nennen, fast schon putzig 😀

Ich lese überall, um mir eine Gesamtmeinung aus verschiedenen Quellen zu bilden.

Noch geht das ja, auch wenn der ein oder andere das wohl verbieten würde.

Man merkt halt, dass OG beim Boulevard gelernt hat.
Das ist zwar ab und an etwas “nervig”, weil er es manchmal mit seinen Headlines etwas übertreibt, aber ansonsten geht es absolut in Ordnung, weil man weiß, was man bekommt, wenn man sich darauf eingelassen hat. Auch menschlich ist OG meiner Erfahrung nach absolut in Ordnung. Ich finde vor allem die Meinung von sog. “Ex-Löwen” interessant, da diese oftmals ein ganz eigenes Meinungsbild zu Sechzig haben.

Da ich selbst aus der Medienbranche komme, habe ich im Zweifel lieber etwas “zu viele” Informationen und so up to date und sortiere mir diese Infos dann entsprechend selbst.

Dennoch jedem seins. Leben und leben lassen, solange es nicht meine Privatsphäre betrifft und oder unter die Gürtellinie geht.

So ist jeder frei in seinen Worten, Taten und Gedanken. Gerade in Zeiten wie diesen ein Gut, dass man nicht oft genug betonen kann.

Dennis

Ich informiere mich rund um 60 auch auf mehreren Informationsquellen. Az, tz, Bild, löwenmagazin, db24, sechzger.de etc…. Finde es persönlich auch wichtig mehrere Quellen hinzuziehen und überall steht auch wieder was neues, was woanders nicht steht. Wenn es ein gängiges Thema ist, welches überall zu lesen ist kann man dann alle Medien lesen und zu Rate ziehen und sich daraus sein eigenes Bild bzw seine eigene Meinung formen. Die eigene Meinung ist oftmals ein Mittelding aus allem.

neun30

wir bei neun30 sind auch sowas von überhaupt nicht clickbait orientiert. wir kennen alle unserer 10 hörer persönlich 😉

Löbmann

Ein richtig gut geschriebener Artikel von Arik.
Und natürlich zielt er auf dieblaue24, die ausschließlich vom Clickbaiting lebt.

Griss bietet nur noch selten überraschende News, keine aufwendige Recherche erkennbar. Journalismus? Sieht das so aus?

Hauptproblem: Griss ist leider kein unabhängiger Blogger.
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Es ist erschreckend, dass dieblaue24 im Kommentarbereich Pöbeleien duldet, solange der User im gewünschten Mainstream mitschwimmt.
Das diskutiere ich nicht, das kenne ich aus eigener Erfahrung.

Alex64

Clickbait-Journalismus ist ein Kind unserer Zeit. Leser braucht aber jeder, egal ob db24, LM oder sechzger. Oli Griss hat halt mit seiner Seite schon früh aufs richtige Pferd gesetzt und kann davon sicher gut leben. Man sollte aber nicht vergessen, das da auch jede Menge Arbeit dahinter steckt und Herr Griss praktisch rund um die Uhr in Sachen 60 unterwegs ist.
Jeder von uns kann doch selber entscheiden, welche Seiten er besucht oder wo er Kommentare hinterlässt.
Ich lese sowohl Artikel auf db24, als auch hier im LM oder bei sechzger.de und schreibe auch auf jeder dieser Seiten, mal mehr mal weniger, im Kommentarbereich.

1860Löwe

Ja jedem selber überlassen. Aber journalistische Standards sollten schon eingehalten werden. Gibt es da nicht auch einen Ehrenkodex?

Alex64

Jeder gibt in seinen Artikeln doch auch seine persönliche Meinung wieder. Journalist oder Redakteur ist übrigens keine vom Gesetzgeber geschützte Berufsbezeichnung. Redakteur aber zumindest ein Berufsbild.

thrueblue

Populisten zu bekämpfen ist mühsam, am ehesten gelingt das durch Bildung/Aufklärung. Hier leistet das Löwenmagazin wertvolle Arbeit, vor allem wenn gerne suggeriert wird, wir stünden finanziell rosig da und es fehle alleine am Willen und den Ambitionen. Ansonsten lebt der Blogger halt als ewig Gestriger komplett in der Vergangenheit, wahrscheinlich hat er sich in den 90er auch einfach selbst besser gefallen. Dass der Verein sowas duldet ist mir ein Rätsel, anderseits ist DB24 auch oft der einzige Fragensteller auf den PKs. Vielleicht kann man da auch fest einen Vertreter von Fanclubs hinschicken? Immer ein anderer Club? Dann kommen nicht so dumme Fragen und die Presse kann Dinge aufnehmen. Nur als Beispiel.

Rolö

Man könnte natürlich versuchen, ihn zu belangen aufgrund der ständigen Beleidigungen (und Schlimmerem) in seinem Kommentarbereich. Dies würde aber zu einem aufwändigen Rechtsstreit führen, dessen Ausgang bei der diesbezüglichen Rechtslage nicht sicher wäre. Das wäre wohl die negative Publicity nicht wert. Man hat ja vor einigen Jahren schon ein Vereinsausschlussverfahren eingeleitet, das aber nicht durchgezogen wurde und meiner Erinnerung nach in einer Art “Aussprache” vor dem Ehrenrat endete.
Zum anderen habe ich das dumpfe Gefühl, dass da jemand seine schützende Hand über ihn hält.

Andi_G

Wer ist/war denn der ehrenrat?
Das mit der schützenden Hand hat schonmal jemand zu mir gesagt. Aber wer sollte das denn sein und warum?

Kranzberg

Die schützende Hand hat ordentlich Power.

juergen

https://tsv1860.org/der-ehrenrat/

HI, bzw HAM und Toni die Axt als Ausführender hier in München

Andi_G

Danke

dennis312

Wollte man Oliver Griss vom Verein ausschließen?

Rolö

Siehe oben.

dennis312

Aufgrund der morddrohungen und dem Hass in den Kommentarspalten einerseits verständlich. Ich weiß aber nicht, wie das rechtlich aussieht im Hinblick auf Meinungsfreiheit. Wenn könnte man denke ich nur den Kommentarbereich belangen.

Rolö

Teils, teils. Zum einen sind natürlich die Verfasser der Kommentare für den Inhalt haftbar, zum anderen ist aber auch der Betreiber der Seite dafür verantwortlich, dass keine strafrechtlich relevanten Inhalte auf seiner Seite stehen bleiben. Wie lange er zum Beispiel zum Löschen solcher Inhalte brauchen darf und auch welche Inhalte gelöscht werden hätten müssen, das wäre wieder ein Streitpunkt.

dennis312

Da müsste man sich evtl noch etwas mehr mit dem Recht an sich befassen. Es ist halt seltsam auf db24, dass manche Kranke Kommentare stehen bleiben und bei 0815 Kommentaren der Löschzug durchfährt.

Rolö

Das ist halt der verqueren Sichtweise des Betreibers geschuldet.
Generell bleibt die Frage, ob man sich deswegen in langwierige und öffentlichkeitswirksame Streitereien einlassen möchte oder nicht. Anscheinend sind die Verantwortlichen bei 1860 (e.V.) zum Schluss gekommen, dass es sich nicht lohnt. Zumal, wie bereits angedeutet, es sein könnte, sag ich mal vorsichtig, dass Griss Fürsprecher auf Seiten des anderen Gesellschafters hat, auf dessen Kooperation man ja angewiesen ist, wenn man nicht den ganzen Laden in die Luft fliegen lassen möchte. Und das möchte auf Vereinsseite derzeit offenbar niemand.

dennis312

Ja, das Wohl des Vereines steht an 1. Stelle. Kann ich schon gut nachvollziehen. Ich bin sowieso ein Befürworter des Miteinanders anstatt des Gegeneinander, aber ist nicht so einfach alles wohl.

anteater

Na, da ist der Seitenbetreiber aber schon verantwortlich. Morddrohungen und, zumindest ab einem gewissen Grade, Hasskommentare, sind nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Es gab da beispielsweise neulich mal ein Urteil bezüglich, ich glaube, Frau Künast. Auch Facebook ist ja nun schon dazu verdonnert worden, gegen solche Kommentare vorzugehen.

Rolö

Ja, das ist richtig. Aber die Urteile verschiedener Gerichte gehen da auseinander. Außerdem löscht er solche Kommentare ja auch, wenn auch oft sehr spät. Und da müsste man wieder drum streiten, ob er sie nun rechtzeitig genug löscht oder nicht. Ein weites Feld für Anwälte und Gerichte…

dennis312

Ist allgemein ein Fluch unserer Zeit finde ich, dass einige denken das Internet sei ein rechtsfreier Raum! Bin im Beispiel Oliver Griss aber juristisch nicht gut genug informiert. In Deutschland gibt’s ja mittlerweile für alles Paragraphen und Absätze. Ich finde einen kritischen Blog gar nicht schlecht, wenn mans halt anders handhabt. Morddrohungen, Diffamierungen oder sonstige Beleidigungen verurteile ich aufs Übelste. Wichtig ist den Respekt untereinander nie zu verlieren. Andere Meinungen sind ja normal, deshalb sind wir alles nur Menschen.

Andi_G

Stimme dir voll und ganz zu, außer das sich mittlerweile viel mehr an den PKs beteiligen außer er.
Was mir absolut schleierhaft ist warum sich 60 das so gefallen lässt. Ich gehe sogar so weit, dass wenn es dieblaue24 nicht gäbe es auch keine hetzerei und Spaltung in der fanlandschaft gäbe. Der Blog hat, leider, so eine macht, dass er es genau das schafft was Arik in dem Beitrag beschreibt, nämlich Namen in die köpfe der Fans einzupflanzen und damit Stimmung zu machen. Aufklärung ist das A und O.
Ich fände es gut wenn man hier eine Art 1860-Wiki aufstellt um mit diesen ganzen Mythen aufzuräumen. Es gab auch mal auf Facebook eine Seite die hieß dieblaue24 watch, leider machen die auch nichts mehr.

Last edited 1 Monat her by Andi
Bine1860

Das Problem ist, viele wollen die Fakten gar nicht hören geschweige denn glauben. Da wirst dann schnell als Ewiggestriger, Fanboy, auf dem Holzweg oder “alles Schönreder” bezeichnet. Ich wurde sogar mal beschimpft, weil ich jemanden gesagt habe, dass man mit der AA große Verluste gemacht hat.

Andi_G

Ja wobei die Beispiele die du aufzählst typisch dieblaue24 bzw. deren (Fake?-)User sind. Hier oder auch in der aktuellen bergfestfolge wird ja auch kritisch mit 60 umgegangen, aber halt nicht so Assi wie beim Blog. Deine aufgezählten Wörter sind ja vom Blog geprägt und haben mit der Realität wenig zu tun. Ich glaube schon dass auch die Fans von 1860 an Fakten und Aufklärung interessiert sein können.

Schubi

Da is aber wieder mal einer mächtig angefressen, ob dem Erfolg von db24!!!
Peinlich!

Alex64

Das sind doch zwei komplett verschiedene Geschäftsmodelle.

Schubi

Jo, der eine will Geld, der andere die Meinungshoheit!
Der Beweggrund is doch völlig Wurscht!

Schubi

Freilich, deshalb wird ja jedes Thema von db24 sofort aufgegriffen und kommentiert…

Andi_G

Jedes Thema sofort aufgegriffen 🙈 das LM klärt an notwendigen Stellen nur auf. Es geht hier nicht um db24 vs. LM. Das LM hat vergangene Woche ziemlich wenig geschrieben.
BTW: ich wäre froh wenn es eine Seite gäbe die den Käse von db24 sofort aufgreift und richtig stellt, aber die Seite gibt es nicht…vielleicht mach ich mal eine…dieblaue23 oder dieweissblaue24 oder dieblöde24 oder so 😉

tsvmarc

Es gibt auf DB24 aber auch sehr gute sportliche Berichte. Deshalb ist sie unter anderem auch so erfolgreich. Der Betreiber des Blogs macht das ja Hauptberuflich und ist natürlich Omnipräsent. Der Wahrheitsgehalt lässt mitunter zu wünschen übrig. Das muss ich kritisieren. Das soll es aber auch jetzt von mir dazu gewesen sein.

anteater

Wenn dem so wäre, was ich nicht beurteilen kann, da ich db24 allein ob der unteridischen Diskussionskultur dort nicht besuche, dann hätte das noch lange nichts mit “Meinungshoheit” zu tun, sondern damit, ein ausgewogenes Bild herzustellen, da sonst dort (db24) eine Meinungshoheit entstünde. Und das wäre, soweit ich das beurteilen kann, nicht gut.

anteater

Quasi wie beim e.V. und bei der KGaA. Die eine Plattform ist mitgliederbasiert und -finanziert und nicht auf Gewinnerzielung ausgelegt, die andere Plattform ist werbe- bzw. clickbasiert und soll sehrwohl Gewinn erzielen. Na ja, die Hoffnung ist gering, dass an der Stelle der Unterschied er- und anerkannt wird, wenn es auf anderer Ebene schon nicht klappt.

Brunnthaler

Wieso soll da jemand angefressen sein? Also ich würde mein Geld nicht so verdienen wollen. Das ist doch nicht beneidenswert.

serkan

Kostenlos verfügbare Inhalte finanzieren sich über Klicks und Werbung. Clickbait-Journalismus ist die Folge. Wobei mich die Weigerung vieler Münchner Sportjournalisten, sich selbst einfachstes wirtschaftliches Grundlagenwissen draufzuschaffen, durchaus beeindruckt  😉 Das ist teilweise Wahnsinn. In kaum einem anderen Beruf wäre das möglich.

Last edited 1 Monat her by Serkan
Rolö

Man muss dazu sagen, dass die Sportjournalisten noch einmal eine ganz besondere Spezies unter den Journalisten darstellen. Außer bei Leuten wie Kistner, Seppelt und einigen anderen mit ihren Teams ist da die Auffassung von Journalismus oft ganz speziell. Das liegt auch daran, dass sehr oft der Sportfan zum Journalisten wird und es ihm dementsprechend an der professionellen Distanz und Reflektion zum Profibetrieb mangelt. Und man will ja auch den Verbands- und Vereinsfunktionären, Sponsoren und anderen Protagonisten des Profibetriebs, der einen füttert, und die man oft schon lange kennt, nicht ans Bein pinkeln. Wer will sich schon, selbst wenn er die Erkenntnis hat, dass vieles falsch läuft, mit Leuten anlegen, die durchaus die Macht haben, dass sie einem den Job kosten könnten? Noch dazu ist zu kritische Berichterstattung sehr oft von Verlagen oder Sendeanstalten gar nicht erwünscht, der Sport soll Unterhaltungsprodukt sein und nicht als gesellschaftliches und wirtschaftliches Phänomen mit seinen Schattenseiten betrachtet werden. Also: Lieber die Homestory über den tollen Sportler als die Geschichte über seine windigen Berater und halb- oder ganz kriminelles Geschäftsgebaren. Beispielhaft kann man hier die Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks sehen. Obwohl man Leute hätte, die durchaus auch anderes könnten wie Wolfgang Nadwornik, ist davon in der Vorzeigesendung “Blickpunkt Sport” nichts zu bemerken. Da werden Bayern München oder die aktuellen Wintersportstars abgefeiert als gäbe es kein Morgen, nicht einmal ansatzweise gibt es da kritische Fragen. Und selbst wenn es die mal gibt, werden die meist nichtssagenden, abwiegelnden Antworten von den Moderatoren mit einem Stoßseufzer der Erleichterung entgegengenommen, anstatt noch einmal nachzufragen.

serkan

Die Annahme, es wäre ein Problem und ursächlich für schlechte Qualität in den Medien, wenn “der Sportfan zum Journalisten wird und es ihm dementsprechend an der professionellen Distanz und Reflektion zum Profibetrieb mangelt”, höre ich öfter. Eine gängige These. Ich halte sie für falsch. Die besten und auch kritischsten Berichte lese ich häufig in Fanpublikationen oder fannahen Veröffentlichungen.

Last edited 20 Tage her by Serkan
anteater

Ach, vielleicht sollte einfach mal ein Industriekaufmann oder eine Industriekauffrau oder so zum Journalisten oder zur Journalistin umschulen. Solche Leute lernen in ihrer Ausbildung wirtschaftliches Grundlagenwissen.

drew60

Eines der größten Probleme des Vereins ist das Münchner Presse Umfeld. Es ist quasi nur der Boulevard in München pressent , eine seriöse Tageszeitung die neutrale Berichterstattung betreibt gibt es nicht . Das zweite Problem ist die große Erwartungshaltung einiger Fans die mit der Realität nichts zu tun , der Wunsch nach einem “großen” Stadion erfolgreicher Bundesliga Spiele und Derbys auf Augenhöhe und einem Starken Mann einem Wildmoser 2.0 einem macher der sagen hat und anschafft . Das alles gepart mit dem Münchner Sportboulevard ist absolutes Gift für unserem Verein. Aber noch schlimmer ist das wir einen Narzisstischen “Löwenfan” haben der mit seinem Blog versucht soviel Kohle zu machen wie es geht und seine persönlichen Krieg gegen Vorbildfunktions Träger im Verein zu führen. Griss ist Gift für 1860.

Andi_G

Das wäre mal wieder ein Artikel „zum oben anspinnen“.

Ich möchte kurz mal meine Erfahrungen mit dieblaue24 schildern.
Ich hab mich vor ein paar Wochen dort angemeldet und dachte ich könnte ein bisschen positiv entgegenwirken. Die ersten 10 Kommentare müssen dort ja genehmigt werden. Mit normalen Inhalten bin ich nicht weitergekommen, meine Kommentare wurden nicht genehmigt und wieder gelöscht. Auf Nachfrage hieß es „ich hätte keine Posts“. Hab dann ziemlich belangloses Zeugs gepostet sowas wie „sehe ich genauso“ usw. Dann hatte ich irgendwann 10 und konnte posten. Hab dann normale Posts geschrieben und versucht aufklärungsarbeit zu leisten. Das Ergebnis war, ich wurde übelst beleidigt und mir wurde gehirnwäsche von RR und pro1860 vorgeworfen. Ich hab das dann gemeldet, aber nur sporadisch wurde etwas gelöscht. Bei dieser Masse an Beleidigungen kommt er aber auch nicht hinterher. Kurz drauf später hab ich gebeten mich zu löschen, was dann unkommentiert geklappt hat.

Fazit ist eine absolut schreckliche Erfahrung, wie man mit Hass im Internet konfrontiert werden kann.

Dass dies die kgaa so unkommentiert stehen lässt und Herr griss weiterhin zu den PKs einlädt ist mir ein Rätsel.

OG ist gegen alles und jeden, die einzige Alternative war Biero und Schneider als Präsident. Gegen folgendes hetzt er, bleibt aber dann nicht mehr viel übrigen 60:

Reisinger, Gorenzel, Fauser, Seeböck, Grünwalder Stadion v.a. Sein pfosten , Schmidt, Ultras, LM, sechzger de, die „jungjournalisten“ vom Bergfest, die Alm, das NLZ.

Nur um Klicks zu bekommen.

Brunnthaler

Ja, so in etwa läuft es vermutlich ab. War bei mir ähnlich. War aber schon vor einem Jahr. Seitdem bin ich da nicht mehr.

Tsvmarc

Genau das darf nicht passieren. Deine ip ist mir bekannt.🥳

Andi_G

Wollte nur mal aufzeigen wie scheiße es dort ist und es ein reelles Beispiel von „Hass-spech“ im Internet ist, wovon oft die Rede in den Medien ist.

tsvmarc

Ich muss da eigentlich den Ball ganz flach halten. Aber ja, das kann und darf es eigentlich nicht sein.Das ist zu viel.

anteater

Vor kritischer Selbsterkenntnis kann man nur den Hut ziehen!

Wir sind sicher weiterhin nicht immer einer Meinung, aber ich finde die Entwicklung zur sachlichen Diskussion, die Du hier hingelegt hast, sehr bemerkenswert und erfreulich!

dennis312

Meine Meinungen im Sport gehen auch eher Richtung dem Marc seine und trotzdem kann ich dich sehr gut leiden 🙂 Der Respekt untereinander darf nie verloren gehen! Und nur weil man nicht immer dieselbe Meinung hat heißt es ja nicht, dass man was gegeneinander hat. Sehe ich zumindet so

Last edited 1 Monat her by Dennis312
anteater

Mir ging es weniger um den Inhalt, sondern um den Stil und das bekommen ja die allerallermeisten hier super hin.

dennis312

Stimmt 🙂

_Flin_

Beinahe wäre der TSV aufgestiegen. Dann passierte das Unglaubliche.

Lesen Sie weiter mit Schmu+

Last edited 1 Monat her by _Flin_
Brunnthaler

Guter Artikel. Mich nervt das auch ungemein. Aber das ist nicht nur im Fußball. Alle Themen. Schrecklich.

Snoopy.

Die Berichterstattung rund um den TSV ist streng genommen doch sehr umfangreich. Es gibt nicht wenige Seiten im Internet, die sich mit den Löwen beschäftigen. Das zeigt ja auch, dass der TSV immer noch eine gewisse Anziehungskraft hat, vielleicht sogar noch mehr als in den Zeiten von 2. Liga und dem ständigen finanziellen Überlebenskampf bis hin zum Abstieg. Viele haben diesen Abstieg vor 5 Jahren auch als einen Neubeginn gesehen, auch wenn sich der eine oder andere das vielleicht etwas anders vorgestellt hat.

Eine Internetseite zu betreiben kostet nicht nur Zeit, es kostet auch Geld. Von eventuellen Lizenzkosten für die Software, mit der die Seite gestaltet wird über die Kosten für die Domain bis hin zu Bildern, die es auch nicht umsonst gibt. Wenn man davon noch leben will oder muss, oder Redakteure bezahlen muss, dann bleibt einem ja nichts anderes übrig, als dafür zu sorgen, dass die Seite angeklickt wird, nach Möglichkeit nicht nur einmal am Tag sondern eher im Stundenbereich. Es ist irgendwie dann auch verständlich dass man aus einer Geschichte, die man in einer Meldung unterbringen könnte, einen Trilogie macht und, aus 5 gesprochenen Sätzen vier Artikel. Und das dann auch noch mit einer entsprechenden Überschrift.

Wenn ich dann noch eine Möglichkeit für Kommentare habe, dann profitiere ich im Grunde richtig davon. Wenn der Kommentar abgesendet wird, ist das in der Regel ein erneuter Seitenaufruf, die ganze Werbung, die am Ende mein Konto füllt, wir neu geladen. Aber auch, wenn die User in der Stunde 60 Mal auf die F5-Taste drücken (oder den Aktualisierungs-Button am Browser), um die neuesten Kommentare zu sehe, ist das ein Seitenaufruf. Und die Finanzierung mittels Werbung basiert im Grunde auf die Anzahl der Seitenaufrufe.

Wenn ich als Verfasser eines Artikels immer wieder suggeriere, dass diese oder jene Person der Grund ist, warum mein Traum von der Zukunft, der allerdings weit in der Vergangenheit liegt, nicht erfüllt bekomme, reichen auch nur Andeutungen, um entsprechende Seitenaufrufe zu generieren. Ob das dann am Ende der Wahrheit entspricht oder nur dem empfinden dessen, der schreibt, spielt dann keine Rolle mehr. Denn am Ende weiß ich, dass ich so meine Seitenaufrufe bekomme, die mir am Ende Geld einbringen. Und wie man auch hier auf dieser Seite sehen kann: spielt die Mannschaft gut, ist es relativ ruhig bei den Kommentaren. Spielt die Mannschaft schlecht, verliert sie oder spielt mehrmals nur unentschieden, schaut es anders aus. Da kann man dann kritisieren, denn das ist viel einfacher und geht besser, da kann man dann auch wieder auf einzelne Personen eindreschen.

Nur: am Ende bringt das den Verein auch nicht weiter, egal wie viele Klicks man generiert, egal welche berechtigte oder unberechtigte Kritik man an wen oder was auch immer ständig übt. Man kann nicht jede neue Saison die halbe Mannschaft austauschen, nur weil man mit der jetzigen nicht zufrieden ist. Oder ständig Trainer oder andere Führungskräfte austauschen, weil der Aufstieg sozusagen auf dem Haus ist. Das bringt auf die Dauer keinen Verein weiter, Beispiele gibt es genügend, wo man dachte, dass man mit viel Geld, ständig anderem Personal auf und neben dem Platz durch die Decke geht. Dem TSV ist so was schon mal zum Verhängnis geworden, da ist man – mit Beginn des Herrn Poschner als Sportdirektor ohne Plan – auch in eine Abwärtsspirale geraten, die man nicht mehr aufhalten konnten. Sportlich wie auch finanziell. Es gibt ein Zitat von einem gewissen George Santayana: „Wer die Vergangenheit vergisst, ist verdammt, sie zu wiederholen“.

siggi

Das Thema Sechzig begleitet mich seit meiner Kindheit, als ich mit meinem Vater 1967 auf der Trainerbank sitzend ein 0:3 erleben musste. Zwischendurch hatte ich den Fußball ganz aus den Augen und dem Sinn verloren. Seit vielen Jahren jedoch sauge ich ziemlich gierig alles auf, was mir zu Sechzig in die Finger bzw. vor die Augen kommt. Cookies schalte ich soweit möglich immer ab; auch wenn es mich jedesmal einige Klicks extra kostet.

Natürlich rege ich mich mal über diesen oder jenen Artikel auf – nicht nur bei OG – aber mittlerweile bin ich so gut informiert, dass ich erkenne, was Sinn macht oder eben nicht. Auch bei OG gibt es immer wieder einmal interessante Sachen zu lesen; das größere Übel sind dort die Kommentare, die ich in der Regel nicht beachte, manchmal jedoch überfliege, um dann gleich wieder die Seite zu verlassen. Seinen individuellen Hass auf Reisinger (und den e.V.?) muss man halt gelassen ausklammern.

Die „Klickköderei“ nervt mich eher im Hinblick auf die Manipulationsgefahr, wenn Leute, die mit dem jeweiligen Thema nicht so richtig vertraut sind, zu irrigen Annahmen verleitet werden. Ich kenne auch welche, die nur die Titelzeilen lesen und sich gar nicht die Mühe machen, nachzulesen, worum es tatsächlich geht. Wir werden lernen müssen, damit umzugehen, denn abschaffen werden wir es wohl leider nicht können.

Ines

Guter Artikel zu dem Thema, auch wenn man DB24 auch gleich beim Namen nennen könnte. Nur warum ist Griss damit so erfolgreich und hat auch wirklich sehr viele Löwenfans, ja auch das sind echte Löwenfans, die Ihm in vielen Punkten recht geben? Da wo DB24 mir zuviel hetzt und kritisiert und manche Themen aufbauscht ist das Loewenmagazin und sechzger.de m.M. noch zu sehr darauf bedacht vieles was m.M. !!! nach falsch läuft in ein gutes weissblaues Licht zu rücken. Das geschieht sicher aus Überzeugung, präsentiert aber nur einen (kleinen???) Teil der Fans. Viele Löwenfans sind angesichts der sportlichen Situation einfach müde und enttäuscht. Mein bester Freund ist 69 Jahre und mit Ihm habe ich seit Ewigkeiten zusammen eine Dauerkarte und er hat zu mir nach dem Spiel gegen Osnabrück gesagt, dass er mit der Vereinsführung und dieser sportlichen Leitung einen Aufstieg wohl nicht mehr sehen wird und das Griss wohl schon recht hat immer wieder den Stachel zu setzen….
Das gibt einem schon zu denken, wenn sogar ein ehemaliger Verächter dieses Blogs und vielleicht der treueste Löwenfan den ich kenne, er fährt immer noch fast zu jedem Auswärtstspiel, seine Meinung so ändert.
Die 3.Liga und diese permanente Enttäuschung halten viele nicht mehr aus und da trifft Griss mit seinen oft abscheulichen Artikel genau den Nerv!

Last edited 1 Monat her by Ines
3und6zger

Ich bin nicht der Meinung, dass es nur um db24 bin, kann das aber nicht beurteilen, weil im mich vor fast 4 Jahren angeödet von den Kommentaren abgewandt habe. Es geht aber auch z.B. um die AZ. Nachdem ich mir angewöhnt habe, jede Spieltags-PK auf löwen TV anzusehen- bzw. hören, kann man gut beobachten, wie aus dem PK-Inhalt von Do bis Sa ca. 2-4 Onlineartikel werden die mit einer entsprechenden Überschrift zu einem Thema der PK Zusatzinfo suggeriert, was dann aber nicht der Fall ist. Man könnte einen Bericht über die PK mit allen Themen machen, stellt aber 4 mit Einzelthemen der PK online. Daher habe ich mir angewöhnt, von Do bis Sa (Fr bis So) da nicht mehr hinzuschauen, die Info habe ich schon beim Original bekommen.

Widto

Sehr gut geschrieben

Bine1860

meiner Meinung nach blenden die Fans, die jetzt so “müde und enttäuscht” sind, einfach aus, dass Jahrzehnte lange Misswirtschaft und immense Schulden aufgrund zahlreichenr Hindernisse nicht innerhalb von ein paar Jahren egalisiert werden können und ein RR keinesfalls für Dinge vor 2017 verantwortlich ist. Die schimpfen auf die jetzige Vereinsführung und sportliche Leitung, aber haben selbst keine Lösung parat, die zum sofortigen Wiederaufstieg führen wird, ausser die selben Fehler (we need a new Sportchef) wieder zu machen. “Der Präsident muss halt mal auf den Tisch hauen, wie damals Wildmoser” aber die Konstellation ist halt jetzt eine komplett andere. Es gibt nunmal die Trennung von KGaA und ev und den unsäglichen Kooperationsvertrag und Hasan Ismaik.

OG trifft nicht den Nerv, er sieht alles komplett negativ, lässt Fakten weg (da sind wir wieder bie den o. g. Hindernissen) und macht grundsätzlich miese Stimmung und schadet damit 60 immens. Ausschließlich Betrieb und Stimmung gegen alles und jeden zu machen (berechtigte Kritik in allen Ehren, aber davon ist er meistens weit entfernt) ist einfach unsäglich mies.

Und natürlich ist die schweigende Mehrheit riesig und das Löwenmagazin und Sechzger.de repräsentieren nur einen kleinen Teil der Fans, sieht man ja bei den Mitgliederversammlungen.

Widto

Hier wird nur auf HI gehetzt, nein aber nein du tust es ja nicht, nur die anderen sind die Bösen

anteater

Gibt es mal ein Beispiel dafür, bitte?

Widto

Das liest du doch oben schon im Text, wenn du 1 und 1 zzsamnenzähken willst

anteater

In Ihrem Text finde ich da nichts und anderswo auch nicht.

Werden Sie doch mal konkret in Ihren Behauptungen, anstatt nur irgendwas rauszuhauen.

Ines

Ich geb Dir ja in Teilen sogar recht, aber warum ist d.M. der Grissblog dann so erfolgreich? Haben seine Leser alle keine Ahnung oder blenden die Vergangenheit aus?

Stefan_Kranzberg

Er hat 10 Jahre Vorsprung und die sehr gut genutzt.

dennis312

Ich finde es ist dennoch kein Battle zwischen Blogs bei 1860. Bzw. finde ich sollte es sowas nicht geben oder das Ziel sein. Ist aber nur meine Ansicht

Bine1860

Er hat sich über Jahre eine Reichweite erarbeitet und hat sich ja erst seit dem Abstieg und der “4” aus diversen Gründen aufs “Dagegenarbeiten” verlegt. Das ist aber ein längeres Thema und gehört nicht hier her. Wir vom Löwenmagazin sind unabhängig, nicht click basiert, bekommen kein Geld für Stimmungsmache und arbeiten alle ehrenamtlich, als Fan für Fans, neben unserer täglichen Arbeit.

Ines

Danach hatte ich dich zwar nicht gefragt, aber jeden der ehrenamtlich für Andere etwas bewegt, gehört mein Respekt und mein Dank, selbst wenn ich fast immer anderer Meinung bin als Ihr;). Um deine Antwort aber nicht falsch zu interpretieren, denkst du Griss Erfolg basiert seit der“4“ auf erfolgreich eine „falsche“ Wahrheit und/oder dir Abneigung gegen Reisinger &Co zu schüren?

Stefan_Kranzberg

Er betreibt halt Stimmungsmache im Sinne der HAM und blendet dabei bewusst aus, warum die Ismaik überhaupt notwendig wurde und dass eben dieser 2016/17 maßgablich für eine weitere wirtschaftliche Verschlechterung sorgte, die andere nun ausbaden müssen.

anteater

Und dieses Ausblenden scheint ansteckend zu sein.

Bine1860

Ich spreche halt lieber über das was wir tun, als über OG.

siggi

Hierfür – so zwischendurch einmal – ein herzliches Dankeschön!!!

Bine1860

Danke schön, gerne

dennis312

Es ist doch auch kein Wettbewerb DB24 gegen Löwenmagazin… Wer da bessere oder schlechtere Löwen sein sollen ist doch kindisch. Im Endeffekt sind wir alle weiß blau und da sollte man versuchen auf einen Nenner zu kommen. Dieses ewige Gegeneinander da ist doch nicht altersentsprechend…

Bine1860

Ganz genau, das ist auch in keinster Weise was wir wollen. Manchmal bedarf es halt leider eines Gewichts in die richtige Waagschale, dass das ganze nicht in nur noch cklickbait und Halbwahrheiten endet

dennis312

Habt ihr euch mit OG evtl mal zusammengesetzt? Oder ist soeas von beiden Parteien überhaupt erwünscht? Man kann ja anderer Meinung sein, aber dieser Hass muss ja nicht sein (wenn es Hass ist..).. Hass ist denke ich ein zu überspitzter Begriff und wird der Sache auch nicht gerecht, ich weiß aber nicht, wie ich es ausdrücken soll. Abneigung? Sei es drum, aber so ein klärendes Gespräch zwischen Parteien von db24 und dem Löwenmagazin wäre auch mal was gutes.

Stefan_Kranzberg

Den Versuch gab es des Öfteren.

dennis312

Schade, dass es nicht klappt. Finde ich etwas traurig. Dieses gegenseitige Angiften kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein. Aber wenn ihr den Versuch öfters schon gestartet habt und es erfolglos blieb kann man da vllt auch nichts machen. Schade drum

Bine1860

hatte ich dir schon erzählt, dass mein Versuch gescheitert ist.. genug der Aufmerksamkeit für OG, zurück zu unsrer großen Liebe 1860.

dennis312

Ist schade sowas… Aber ändern kann man es dann wohl nicht 🙂

dennis312

Nach ewig 3. Liga wird man müde. Ein großer Teil der 60 Fans will Fortschritt und der muss gewährleistet werden. Kenne einige 60 Fans auch rund um Stuttgart und die sind auch müde davon langsam. Es geht nur zusammen an einem Strang und geradeaus nach vorne.

dennis312

Würde lange dauern, Arik… Nach 13 Jahren bedeutungsloses Rumgekicke, wie wir es hatten bist da natürlich müde. Dass es nach einem Aufstieg die ersten 2-3 Saisons um den Klassenerhalt geht und ums Etablieren da ist ja klar. Natürlich musst dann aber auch irgendwann den nächsten Step machen in Richtung 1. Liga. Dass die Bäume nicht in Himmel wachsen weiß ich auch, eine Entwicklung sollte aber da sein. Dass es auch mal zurückgeht in der Entwicklung ist auch klar und Misserfolg gehört zu 60 ja auch irgendwie dazu. Aber nach Regen will man ja auch immer wieder auch Sonnenschein.

Stefan_Kranzberg

Nur blöd, dass das jeder andere Club auch möchte und die meisten davon finanziell bessere Voraussetzungen haben.

dennis312

Ja, wir haben ein etwas schwereres Los, aber ich bin dennoch zuversichtlich, dass wir es packen. Zumindest mal Kontinuität herrscht ja momentan. Man muss ja auch das Positive herausheben mal

Bine1860

definiere ewig! 60 war auch ewig in der Bayernliga, noch ewiger in Liga 2 mit dem Resultat immenser Verschuldung.

dennis312

In der Bayernliga hat mans damals dann aber nach oben gepackt.. Sogar bin in den Europapokal

Bine1860

Ja das hat aber auch gedauert, ich fand die letzten 2.Liga-Jahre in der AA wesentlich! schlimmer und ermüdender, als jetzt die 3. Liga. Trostlose Spiele vor 1000 Zuschauern in der riesigen Arena und wieder verloren..

Stefan_Kranzberg

Außerdem war das Mitte der 90er auch noch etwas leichter, als das versteckte Investorentum (Hoffenheim, Leipzig,…) noch nicht verbreitet war.

dennis312

Mag sein, am Ende des Tages zählen dennoch Erfolge und Aufstiege:) 1. Liga und GWS und wir wären beide zufrieden 😉

anteater

Da ist es wieder, das Anspruchsdenken.

Der 1. FC Magdeburg wird wohl wieder aufsteigen. Die haben nach der Wende 29 Jahre in der Dritt- oder Viertklassigkeit verbracht. Und eines in der Zweitklassigkeit. Wie müde müssen die dann eigentlich sein?

Oder Rot-Weiß Essen? Immerhin exakt gleich viele Deutsche Meisterschaften wie wir. Die sind jetzt 14 Jahre in der Viert- bzw. Fünftklassigkeit.

Ich bin müde von dem Anspruchsdenken.

Nach ewig 3. Liga wird man müde.

Definiere “ewig”. Wir sind jetzt die vierte Saison in der 3. Liga, einer Profiliga, die bundesweit ausgetragen wird. Man könnt sie auch 3. Bundesliga nennen. Ab 1982 waren wir neun Jahre am Stück in der Bayernliga, einer Amateurliga, und haben gegen “Größen” wie Fürstenfeldbruck, Lohof oder Weiden gespielt (soll nicht respektlos gegenüber diesen Klubs sein!).

Ein großer Teil der 60 Fans will

Vom Wollen allein wird halt nix. Dann sollen sie zusammenlegen und Herrn Ismaik ausbezahlen. Alternativ kann man halt die Gegebenheiten so akzeptieren, wie sie sind und das Beste draus machen. Oder sich halt anderweitig umschauen. Habe gehört, dass in Stuttgart höherklassig gespielt wird.

Linksblau

Sehr guter Beitrag. Ergänzend dazu: Die Bayernliga war damals die 3.Liga.
Die Strukturen haben sich seit damals deutlich verändert, in einer zweigeteilten zweiten Liga würden wir aktuell sich dabeisein.

Stefan_Kranzberg

Exakt so sehe ich das auch. Dieses völlig übersteigerte Anspruchsdenken ist bei 1860 doch einer der Hauptgründe allen Uebels! “Sechzig gehört in die Bundesliga”? Warum das denn? Weil man Gründungsmitglied war? Weil man Meister war?

dennis312

Hab da ne andere Meinung als du, sorry:) Respektiere aber natürlich deine Meinung :)… Stuttgart steigt evtl ab übrigens und Essen evtl auf (wenn Münster noch patzt).

anteater

Ich habe doch gar keine Meinung geäußert, außer vielleicht, dass hier ein gewisses Anspruchsdenken vorhanden zu sein scheint. Und dass ich dessen müde bin.

Du sprichst im vierten Jahr Profiliga von “ewig”. Du hättest wohl die Bayernliga damals nicht mitgemacht.

dennis312

Ich bin aufgewachsen mit 60 in der Bundesliga und genau diese Spiele sind das wofür viele 60 Fans brennen. Ich bin im Jahre 1992 geboren, da hab ich die Bayernliga Zeit tatsächlich nicht mitgemacht, hätte ich aber. Ich habe auch das Jahr Regionalliga mitgemacht und die Jahre 3. Liga jetzt. Es soll Leute geben (zugegeben, die sind nicht so mit dem Herz bei dem Verein dann finde ich), die machen 2 Jahre 3. Liga mit und verlieren dann das Interesse. So geschehen bei dem ein oder anderen KSC Fan, die man ja in Baden Württemberg auch kennt. Es geht nicht nur mir so, anteater. Umso länger man unten rumkrebst, desto mehr Leute verlieren das Interesse am Verein. Ist ein ganz normaler Prozess. Und wie du siehst bin ich ja zB immer noch hier 🙃 Habe bis zum heutigen Tage dem TSV trotz der biederen Zweitligajahre und dem momentanen Stillstand nie den Rücken gekehrt und das werde ich auch nie. Nur weil man seinen Verein vorwärts kommen sehen will heißt es nicht, dass man Erfolgsfan sei oder die Bayernliga Zeit nicht mitmachen würde. Ich habe übrigens so gut wie jedes Spiel von 60 in der Regionalliga verfolgt. Aber natürlich ist das Interesse an einem Spiel in der 1. Liga in Dortmund zum auswärts fahren höher als in Eltersdorf in der Regionalliga.

Last edited 1 Monat her by Dennis312
anteater

Immerhin bist Du dabei geblieben. Üblicher ist es ja eher, dass jene, die in der höchsten Spielklasse dazukommen, dann auch recht schnell wieder weg sind, wenn es bergab geht.

Teilweise kann ich beobachten, dass Leute sich von dem Hochglanzkommerzfußball mit seinen irrsinnigen Gehältern und Ablösesummen abwenden. Leider nicht in hinreichend großer Zahl, denn so wird dieses perverse, abgehobene System natürlich weitergehen. Brot und Spiele…

dennis312

Normal ist es andersrum, ja… Also dass die Fans erst kommen, wenn es empor geht. Bei union sind die. Mitgliederzahlen so explodiert, dass sie schon vor Hertha stehen bei der Anzahl an Mitgliedern. Ich liebe 1860 aber immer noch gleich.

siggi

Da du in diesem Jahr dann offensichtlich einen runden Geburtstag feierst, wünsche ich dir eine ausgelassene virusfreie Party. Alles Gute!

Snoopy.

Ich frag mich gerade, was diese Fans, die jetzt nach 4 Jahren in der 3. Liga wohl gemacht haben, als man 13 Jahre in der 2. Liga festgesteckt ist und es da auch keinen Fortschritt gegeben hat, mal abgesehen von den letzten 3 Jahren, in denen es mehr oder weniger steil nach unten ging.

Das war auch der Fortschritt, der gewährleistet werden musste, mit Barcelona-B Spieler und ähnlichem Zeugs.

dennis312

Die die ich kenne schimpfen nicht momentan. Die 60 Fans aus dem Raum Stuttgart, die ich kenne honorieren, dass man erstmal in die 3. Liga kam und finden den Fortschritt auch gut, dass man jetzt 3 Jahre lang oben mitgemischt hat. Jetzt wollen sie aber den nächsten Schritt gehen. Das Giesinger Bergfest hats heute eigtl optimal auf den Punkt gebracht. Die 13 Jahre 2. Liga in der bedeutungslosigkeit fanden sie übrigens natürlich ermüdend. Das waren ja teils sehr triste und erschreckende Spiele und da ging gar nichts voran. Deshalb ists ja so wichtig, dass wir nicht mehr so viel Leerlauf haben wie früher..

anteater

Ich checks echt nicht. Vor 18 Jahren hat Sechzig zuletzt in der Bundesliga gespielt, in der Nachkriegszeit, wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe, übrigens die meiste Zeit eben nicht (zumindest seit Gründung der Bundesliga).

Wie begründet man solches Anspruchsdenken? Klar wäre das schön, wenn Sechzig jedes Jahr um die Meisterschaft mitspielt, aber das war halt, bis auf ein ganz kleines Zeitfenster, nie die Realität.

Aber gut, ich sehe meine Mannschaft auch lieber Jahr für Jahr oben mitspielen, anstatt jedes Wochenende die Hucke voll zu bekommen.

dennis312

Man sieht ja, wie Union berlin, Freiburg oder Bochum die Hucke vollbekommen. Gute Arbeit wird (meistens) zum Glück belohnt.
Es hat nichts mit Anspruchsdenken, sondern mit der sportlichen Entwicklung und dem Fortschritt zu tun. Du kannst dir gerne das Giesinger Bergfest anhören, also den Podcast. Die 2 haben es top beschrieben und diese Wörter lassen sich auf sehr viele Löwenfans projizieren, darunter auch auf mich.

anteater

Habe ich mir ein Mal angehört und mich hat das leider nicht angefixt.

Es hat mit Anspruchsdenken zu tun, wenn man, in unserer Situation mit den ganzen Schulden und so fort, meint, dass wir unbedingt für Höheres berufen sind. Und dann bekommen manche unruhige Füße, wenn es nicht klappt. Dabei klappt es bei so unfassbar vielen Klubs nicht.

dennis312