Der TSV 1860 München kann mit einer Finanzspritze des Bundes rechnen. Damit soll der Wegfall von Zuschauereinnahmen kompensiert werden. Den Spieler-Etat erhöhen kann der TSV 1860 München damit freilich nicht. Dafür werden allerdings die Not-Darlehen von Ismaik weniger benötigt.

Der Aufsichtsrat des TSV 1860 München hat für die kommende Saison vorgesorgt. Sollte es zum Wegbruch von Sponsorengeldern oder weniger Zuschauereinnahmen kommen, könnte die Geschäftsführung des TSV 1860 München auf ein Not-Darlehenspaket von HAM International zugreifen. Bis zu 6 Millionen Euro. Damit retteten die beiden Gesellschafter gemeinsam die KGaA vor der Insolvenz.

Werden Zuschauer zugelassen oder Fans kaufen Geisterspieltickets, wird die Wahrscheinlichkeit geringer, dass diese Not-Darlehen abgerufen werden müssen. Gleiches gilt nun auch für das Hilfspaket des Bundes. Der Bund hat eine Zahlung von 200 Millionen Euro Nothilfe verabschiedet. Um fehlende Zuschauereinnahmen bei professionellen Ligen zu kompensieren. Auch der TSV kann maximal 80 Prozent der bisherigen Einnahmen aus Kartenverkäufen geltend machen. Gedeckelt ist das Hilfspaket pro Verein auf 800.000 Euro. Diese Summe könnte in jedem Fall schon einmal die 6 Millionen aus dem Finanzpaket verringern. Statt aus der Schatulle von HAM International fließt damit also erstmal ein Teil aus der Kasse des Bundes.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
1 1 vote
Article Rating
5 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
1 Monat her

Warum behauptet Gorenzel eigentlich, Hasan hätte „wieder sehr sehr tief in die Tasche gegriffen“? (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=qngYoYJa2CA ab Min. 1.40) Hätte Hasan die Summe als Sponsoring eingebracht, wäre Gorenzels Aussage korrekt! Dann dürfte Ismaik sich dafür zu Recht abfeiern lassen. Es ist aber nicht mehr als ein Notfallkredit. Der Verein und die Dauerkartenverzichterklärer handeln nicht mit Krediten, sondern packen im Gegensatz dazu ihren Anteil cash auf den Tisch. Das wird als selbstverständlich angesehen. Darauf könnte z.B. die AZ mal hinweisen. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist Hasan das Rohr zu polieren.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
1 Monat her

Im Bezug auf die Beurteilung des Not-Darlehenspakates von HAM bzw. Ismaik gerne ein Verweis auf eine (sinngemäße) Aussage von Otto Steiner während eines Fernseh-Interviews im Jahr 2013. Seine Behauptung:

Ismaik fordert (wie auch jetzt) laufend den Aufstieg. Wenn es allerdings um Mittel für das Budget geht, begnügt er sich mit Leistungen, die bestenfalls für den Klassenerhalt reichen.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her

Dafür werden allerdings die Not-Darlehen von Ismaik weniger benötigt.

Jetzt spart schon der Steuerzahler (m/w/d) dem Herrn Ismaik Geld. Wie nett wir doch sind.

Um fehlende Zuschauereinnahmen bei professionellen Ligen zu kompensieren.

Dabei haben die Klubs in den professionellen Ligen da ganz andere Möglichkeiten.

Ich sah neulich ein Interview mit einem Verantwortlichen des VfB Auerbach (Regionalliga Nordost, solide geführter Klub). Die haben einen Zuschauerschnitt von 666 (lt. transfermarkt.de) und der Verantwortliche meinte, dass die davon die Fahrtkosten zu den Auswärtsspielen finanzieren (die RL NO ist ja von der Fläche her recht groß, praktisch die gesamte ehemalige DDR, da ergeben sich schon viele längere Strecken).

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  anteater

Sehr richtig, mein lieber  anteater ! 60-KGaA, wie wäre es denn, mal nebenbei, noch viel mehr bei den internen Ausgaben zu sparen, soweit sinnvoll möglich??? Ja, auch z.B. bei den Personalkosten, damit meine ich die Spitzenverdiener(!!!!) GG….&Co. o. den zu großen u. damit teuren Profikader u. nicht den Platz-u. Zeugwart, den Hausmeister, Busfahrer, die Mitarbeiter, die eh schon sicher kein so üppiges Einkommen haben. Aber auch alle sonstigen Ausgaben gehören auf den Prüfstand!

Außerdem sollten u. müssen die entsprechenden KGaA-Mitarbeiter, allen voran M.-N. Pfeifer u. GG, gerade jetzt unsere vorhandenen Sponsoren „bei der Stange halten“, einen intensiven partnerischen Kontakt pflegen u. dazu, trotz aller gegenwärtigen Widrigkeiten, versuchen sollten neue Sponsoren zu finden u. zu generieren, die vielleicht auch konkrete Teilkosten übernehmen. In diesem Zusammenhang sollte auch HAM/HI zu ganz konkreten, sachbezogenen Kostensponsoring freundlich u. höflich aufgefordert, „gebeten“ werden! Denn, es könnte ja ein vorhandener o. potentieller Sponsor auf die Idee kommen, zu fragen, was denn die Gesellschafter so gespendet haben!? Da wäre es maximal schlecht bis „tödlich“ kontraproduktiv, wenn die KGaA sagen müsste, ja, der e.V. sponsert dem gesamten Nachwuchs, einschließlich des NLZ, HAM/HI ist allerdings mit „0“ Spende, ja, vielleicht noch schlimmer, mit Minus dabei, siehe dazu einen kürzlichen Kommentar @Reiner Friedel. Also, HI/HAM, geben sie, wie unser e.V., unseren Sponsoren, auch um Neue zu gewinnen, ein gutes Beispiel u. Ansporn, mit einem umfangreichen, größeren Sponsoring ein gutes Beispiel u. einen großen Ansporn u. gehen so als Großsponsor mit unserem e.V. diesbezüglich voran!!! Man sollte HAM/HI eben mal konkret höflich fragen, auffordern u. bitten! Wäre sehr gespannt, was da so kommt….!?

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

Korrektur/Ergänzung: ….siehe auch den Kommentar von  Reinhard Friedl unter „Das Fundament ist gelegt….“.

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe