Die Delegierten des 33. ordentlichen DFB-Bundestags sprachen sich für eine sofortige Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft von Gerhard Schröder, Bundeskanzler a.D. der Bundesrepublik Deutschland, aus.

“Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hatten die beiden 1. DFB-Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Hans-Joachim Watzke Altbundeskanzler Schröder in der vergangenen Woche gebeten, auf seine Funktionen in russischen Staatskonzernen zu verzichten oder seine Ehrenmitgliedschaft im DFB niederzulegen”, erklärt der DFB. Der Bitte ist Schröder bislang nicht nachgekommen. Der DFB-Bundestag hat ihm daraufhin heute die Ehrenmitgliedschaft entzogen.

Rainer Koch und Hans-Joachim Watzke in einer gemeinsamen Erklärung: “Der völkerrechtswidrige Angriff auf die Ukraine ist durch nichts zu rechtfertigen. Wer sich aus Rücksicht auf persönliche Interessen nicht klar vom Krieg und seinem Aggressor distanziert, und darüber hinaus auch nicht die gebotenen geschäftlichen Konsequenzen zieht, teilt nicht die Werte des Fußballs und des Deutschen Fußball-Bundes. Gerhard Schröder kann somit nicht länger Ehrenmitglied unseres Verbandes sein, der sich für Verständigung zwischen den Menschen einsetzt und jede Form von Gewalt ablehnt. Dieses eindeutige Signal geht heute vom DFB-Bundestag aus. Wir erwarten auch nach Aberkennung seiner Ehrenmitgliedschaft weiter vom Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder, dass er seinen Einfluss geltend macht und sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für Frieden in der Ukraine einsetzt.”

Gerhard Schröder wurde im Dezember 2005 in Leipzig vom DFB-Bundestag zum Ehrenmitglied des DFB ernannt worden (siehe Titelbild).

Titelbild: IMAGO / Sven Simon

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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da-bianga

Dumme Frage, welche herausragenden Verdienste hatte denn Gerhard Schröder für den Deutschen Fußball denn, dass man ihm die Ehrenmitgliedschafft überhaupt verliehen hat?
Meine Eachtens hätte jeder Ehrenamtliche eines x-beliebigen Dorfvereins mehr Anrecht darauf.

Last edited 3 Monate her by da-bianga
Kai_aus_der_Kiste

Zitat: “…Wer sich aus Rücksicht auf persönliche Interessen nicht klar vom Krieg und seinem Aggressor distanziert, und darüber hinaus auch nicht die gebotenen geschäftlichen Konsequenzen zieht, teilt nicht die Werte des Fußballs und des Deutschen Fußball-Bundes…” damit ist einiges gesagt, und das ist leider nur die Spitze des Eisbergs, mögen einige führende deutsche Wirtschaftsunternehmen mit Verpflechtungen in die Politik dem DFB hier folgen! Klares Zeichen vom DFB, auch wenn dieser derzeit nicht wirklich solide nach außen hin wirkt, steht dann auf einem anderen Papier.

Aymen1860

Und dann gleich noch mit auf die Sanktionsliste der EU setzen …..

Drew60

Diesem Sozialverbrecher hätte man Längst die Deutsche Staatsbürgerschaft Entziehen sollen .