Der TSV 1860 München tritt in vielen Bereichen auf der Stelle. Aus meiner persönlichen Sicht hat das vor allem mit einer Tatsache zu tun: die Löwen wollen nicht polarisieren, sondern medial bei schwierigen Themen möglichst unter dem Radar fliegen. Man hat die Samthandschuhe ausgepackt und streichelt den Giesinger Frieden, als wäre er die heilige Bibel. “Störfaktoren” wie Kritik versucht man auszublenden oder einzudämmen, statt ihnen zu begegnen und sich zu stellen. Ein Kommentar zur aktuellen Lage.

“Vom Winde verweht” so titelt der TSV 1860 München seinen eigenen Sportbericht nach dem Spiel des TSV 1860 München gegen Waldhof Mannheim. Zumindest das Budget für den Kader des TSV und für den Film dürfte in etwa gleich sein. Das Ergebnis ist es nicht. Und hinter dem Faktor “Wind” darf man sich ohnehin nicht verstecken. Tut man aber irgendwie. Weil, es klingt romantisch. Vor allem die inviduellen Fehler in der ersten Halbzeit waren jedoch der Grund für das Endergebnis. Eine positive Serie, wie jüngst angekündigt, gibt es momentan noch nicht. Die Leistung gegen Waldhof war ein Schlag ins Gesicht. Vor allem für diejenigen, die trotz wehendem Wind auf den Rängen die Mannschaft anfeuerten. Und sich tierisch darüber ärgerten, dass man einer derart arroganten Mannschaft wie Waldhof Mannheim die Bühne überließ.

Es muss etwas geschehen. Und zwar auf vielen Ebenen. Man muss vor allem eines: die Samthandschuhe ausziehen. Auf den Tisch hauen und Klartext sprechen. Aber irgendwie hat man das Gefühl, dass die Löwen vor allem eines nicht haben: Alpha-Tiere. Zwar wirkt es nach außen so, als gäbe es viele Häuptlinge und wenig Indianer, weil jeder sich immer als großes Ganzes des TSV 1860 München sieht. Inklusive Mediatoren oder sonst irgendwelchen eigentlich Außenstehenden. Aber im Endeffekt ist jeder eben nur ein Indianer. Und duckt sich, wenn es mal einen medialen Pfeilhagel gibt.

Auf dem Platz zum Beispiel. Eine Hierarchie ist dort nicht zu erkennen. Als sich Keanu Staude den Ball nimmt und sich am Elfmeterpunkt zurecht legt, sind alle auf den Rängen verwundert. Warum er? Nun, die Antwort ist vielleicht einfacher als gedacht. Nicht weil er “Verantwortung übernommen” hat, so wie Michael Köllner später in der Pressekonferenz erklärt, sondern weil es irgendwie keine Hierachie gibt. Und weil nicht klar ist: Wer hat denn nun Verantwortung und in welchem Bereich? Ein Gruppe benötigt starke Bezugspersonen. Führungsspieler, Trainer oder Betreuer und Manager. Bei den Löwen, so scheint es, besteht eine Diskrepanz im Hinblick auf die Wahrnehmung wo sich welcher Spieler in der Mannschaftshierarchie befindet. Vor allem muss man sich dabei fragen, wo Sascha Mölders ist? Er ist der erfahrenste und älteste Spieler. Um ihn ist es allerdings ruhig geworden. Medial ist stattdessen wohl Richard Neudecker in den Vordergrund gerückt. Er sprach vor dem Spiel gegen Waldhof von einer “wegweisenden Woche” und er war es, der in der VIP-Alm den Spieltag ausklingen ließ. “Wir haben die erste Halbzeit komplett verpennt, wir haben miserabel gespielt”, so meint Richie kritisch. Es sieht so aus, als würde er den Häuptling spielen. Machen wir uns nichts vor, er ist ein netter Kerl. Aber ob ihm die Alpha-Rolle liegt?

Den Löwen fehlt es an Führung. Und an polarisierenden Charaktern. Ja, mir ist bewusst, dass viele Fans eigentlich die Schnauze voll haben von polarisierenden Einzelpersonen. Weil das oft schief ging bei den Löwen. Aber es sind eben einzelne individuelle Charaktere wie Boris Becker im Tennis, Franziska van Almsick im Schwimmen oder Magdalena Neuner im Biathlon, die Medienvertreter bedienten und das Verhältnis zwischen Medien, Wirtschaft, Sport und Pubilikum stabilisierten. Vergangenes Jahr war es Sascha Mölders, der zumindest ein wenig diese medienbedienende Rolle übernahm. Was nachher sogar in einem eigenen Merchandising sichtbar wurde, aber danach die eigentliche Rolle vermissen ließ. Oder auch Michael Köllner, der scherzend und mahnend ein gewisses Enterainment bot. Mittlerweile wirkt er frustriert, nachdenklich, entschuldigend, erklärend.

Man versteckt man sich hinter einem scheinbar entwicklungsorientierten Fußball-Klub, der sich nur schleppend entwickelt. Einige Fans verlieren dabei das Interesse. Sponsoren kommen aktuell zwar immer noch dazu, weil die Ruhe vermeintlich gut tut, aber auch das hat seine Grenzen, wenn es nicht vorwärts geht. Die Medien hauen auf die Löwen ohnehin nicht mehr drauf.

Auch in der Geschäftsführung der KGaA gibt es nicht so wirklich eine klare Ordnung, so scheint es nach außen. Bringt man mal von außen Kritik an, dann spricht man seitens der Verantwortlichen immer nur vom Team. Vom Gemeinsam. Dass man das intern im “kleinen Team” besprechen muss und sich dann meldet. Macht man oft dann nicht. Der Teamgedanke ist ja schön und gut. Aber bei den Löwen benötigt es vor allem Entscheider. Man kann über alles reden, am Ende muss stets jemand eine Entscheidung treffen und gegebenenfalls dafür auch die Verantwortung übernehmen. Stattdessen sind die Löwen bemüht, nicht nur das immer wiederkehrende “Gemeinsam” zu unterstreichen, sondern auch die Medien dahingehend zu lenken. Bitte ja nicht über den Gesellschafter berichten, bitte bloß nicht erwähnen, dass man eigentlich überhaupt keinen direkten Kontakt zu Hasan Ismaik hat. Muss das jetzt sein, dass ihr erwähnt, wie wenig Spenden aus der Weihnachtstrikot-Aktion herauskommen? Man will ja den Giesinger Frieden nicht gefährden. Und vor allem denjenigen nicht, mit dem man aktuell keinen direkten Kontakt hat. Derjenige, der übrigens aktuell herzlich wenig Samthandschuhe anhat, wenn er bei seinen politischen Aktivitäten im arabischen Raum kritisiert wird. Da schreibt er unter Kommentare auch gerne mal, dass seine Kritiker irregeführte naive Lügner sind. Und das ist noch harmlos.

Dass wieder bis zum Jahresende Darlehen umgewandelt werden müssen, dass man Entscheidungen im Hinblick auf die Erbpacht treffen muss, ja das wird dann einfach eben nicht thematisiert. Jüngst meinte ein Mediator der Löwen zu mir, er hätte die Print-Medien im Griff und die würden einsehen, dass es nur gemeinsam geht und man nicht ständig einen einzelnen Gesellschafter thematisieren muss. Ich dachte erst, dass sei ein Witz. Ich kenne keine Zeitung die sich da auch nur annähernd etwas vorschreiben lässt. Nun ja, vielleicht haben die Print-Medien einfach auch das Interesse ein Stück weit verloren. Es geht eben nichts vorwärts. Und die Löwen polarisieren nicht – sondern bieten hie und da mal einen Sack Reis an, der an der Grünwalder Straße umfällt.

Wir Fans wollen vor allem eines. Einen leidenschaftlichen Fußball. Ganz egal ist es mir natürlich nicht, ob man nun 2:0 gewinnt oder mit der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Herzblut “nur” ein Unentschieden raus holt. Aber ich will Kampfgeist sehen. Und das muss eben im gesamten Profifußball-Klub gelebt und erarbeitet werden.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Patschok Helmut
Patschok Helmut (@guest_62927)
Gast
1 Monat her

Ich hätte voriges Jahr einfach Baa verpflichtet, das wäre ein Organisator und chef der Hintermannschaft dann könnte das geseiere mit schuldzuweisungen aufhören da er die Verantwortung übernimmt und nicht mit einer Hintermannschaft die bei jedem Angriff wie die Hühner in der Gegend rumlaufen, daher die vielen Gegentore obwohl der beste Torwart der Liga drinsteht, kann mich erinnern für den haben wir keinen Platz, Souveränität ist anscheinend nicht gefragt

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Patschok Helmut
1 Monat her

Wenn man ihn denn bekommen hätte und ihn sich leisten könnte..

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Gibt’s in Liga 3 nicht auch ne Regel, dass Bürger, welche der EU nicht angehören nicht spielberechtigt sind? Oder bin ich da falsch informiert?

Ansonsten Top Mann. Gutes Niveau und immer voll bei der Sache gewesen.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Ja da war oder ist auch was mit nicht EU Spielern, aber sein Marktwert 2020 war 950.000 Euro…

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Habe gerade mal auf transfermarkt. de geschaut.. Momentan würde er bei 500.000 rum liegen, wenn das repräsentativ ist. Müsste auf jedenfall ablösefrei sein und uns gehaltsmäßig entgegenkommen. Wohlgefühlt hat er sich bei 60 ja laut ihm. Schwer loszueisen bei der momentanen Lage. So einer würde den Haufen da hinten aber stabilisieren und man hätte auch vorne bei Standards mal mehr Gefahr

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Patschok Helmut
1 Monat her

Abdoulaye Ba gehörte auch zu meinen lieblingsspielern.. Hat viel mitgebracht, was man als IV braucht

serkan
serkan(@serkan)
Leser
1 Monat her

Also da sind mir dann doch zu viele Themen miteinander vermengt.

thrueblue
thrueblue(@thrueblue)
Leser
1 Monat her

Ich denke, der TSV funktionierte immer gut als Antithese, in Abgrenzung und hinter seiner Wagenburg verschanzt. Als Harmonieverein / oder als „Oxymoron“ funktionieren wir frühestens, wenn wir auch strukturell ganz wo anders stehen.
Solange sind wir der Verein der klaren Worte, nicht immer korrekt, aber aus vollem Herzen. Mit dieser Extradosis Weichspüler geht doch unser ganzer Antrieb verloren. Ach wenn man nur Biero und Köllner kreuzen könnte…

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Thrueblue
1 Monat her

Musste bei deinem letzten Satz etwas schmunzeln:)er verbirgt aber sehr viel wahres.. Die Mischung hätte was

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Thrueblue
1 Monat her

Na ja, die vermeintliche Harmonie ist ja fast schon eine Zwangsmaßnahme in Hinblick auf die Situation mit Herrn Ismaik.

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62865)
Gast
1 Monat her

1860% Zustimmung. Ich weiß, dass der Name hier nicht gerne gelesen wird, aber der letzte wirkliche Entscheider war KHW. Klar, hat er auch falsche Entscheidungen getroffen, aber dazu hat er auch in aller Regel gestanden. Weiterhin war KHW vor allem in Kombi mit WL das, was der Autor vermisst, polarisierend. Die Medien haben sich um die Aussagen der beiden gerissen und wehe, der eine war nicht der gleichen Meinung, wie der andere.

Aktuell sehe ich beim Staff vor allem Gorenzel und Jan Mauersberger.
Während Gorenzel ja nirgends anecken möchte (mir reicht es schon, wenn ich ihn jeden (Heim)-Spieltag wie versteinert von Anfang bis Ende auf der Bank sitzen sehe) ist Mauersberger ein Harmoniebolzen par excellence, sei es beim Löwenradio oder in seinem Podcast.

Was die Spieler betrifft, frage ich mich auch schon seit einiger Zeit, warum Sascha seine Ruhrpott-Klappe nicht mehr so einsetzt wie letzte Saison. Gerade dieser Menschenschlag ist doch normalerweise bekannt dafür, Tacheles zu reden. Mich beschleicht das Gefühl, dass intern der Haussegen ziemlich schief hängt, was man um den Kreis zu schließen natürlich nicht kommunizieren will, obwohl es nötig wäre…

So oder so, es bleibt einmal mehr spannend bei den Löwen…

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

Mir fehlen im Leben allgemein “Typen”.. Egal in welchem Bereich. Seitdem Gottschalk nicht mehr da ist juckt keinen Mensch wetten dass mehr, seitdem raab nicht mehr da ist schaut keiner mehr Schlag den raab oder jetzt schlag den Star oder wie es heißt.. Seitdem undertaker, hulk hogan und so Nicht mehr da ist juckt keinen mehr wrestling. Mike Tyson verbindet man ewig mit dem Boxen, Schuhmacher mit der Formel 1 oder Helmut Kohl mit der Politik. Mittlerweile hast nur noch glattgebuegelte, welche den Einheitsbrei runterreden und ihre eigene Meinung, warum auch immer nicht vertreten.

Um den Sprung zum Fußball nochmal zu machen, da ists ja dasselbe. Echte Typen sind ausgestorben. Menschen ala Großkreutz oder mölders rar geworden, wenn nicht sogar ausgestorben. Sagt man eine Meinung, die nicht den der anderen angehört wirst zerrupft (vor allem medial). Joshua Kimmich war da so ein Beispiel. Im Fußball bin ich mir sicher, dass man sich an Typen wie assauer, meyer vorfelder, basler oder so ewig erinnern wird. Auch KHW war ein Typ. Bin ihm dankbar für das was er mit 60 erreicht hat. Was mir auch sauer aufstößt sind die Fehler danach. Über hoeneß kann man auch halten, was man will, aber rein sportlich gesehen hat er vieles richtig gemacht.

Heißt jetzt nicht, dass ich die Form oder die Ausübung von Leuten wie den genannten immer gut finde. Aber sie entscheiden auch Sachen. Vielleicht verderben zu viele Köche manchmal doch den Brei

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62875)
Gast
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Stimme deine Ausführungen vollkommen zu.
Ich erlebe es selbst regelmäßig, dass sich andere von mir abwenden, da ich eine Meinung habe und diese auch vertrete und zu ihr stehe.
Leider wird einem in der heutigen Zeit, so etwas, viel zu schnell als “Egoismus” oder gar “Narzissmus” ausgelegt, ohne dass sich die betreffenden Personen dieser Begrifflichkeiten überhaupt bewusst sind.
So kommt es, dass ich mir in gewissen Kreisen mittlerweile sehr wohl überlege, was ich sage. Dennoch lasse ich mich von solchen Leuten nicht beeinflussen, sondern ordne Gegebenheiten entsprechend ein.

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

Ja, man wird definitiv sehr schnell angefeindet, in ein Licht gerückt oder eine Ecke gestellt, das habe ich die letzten Jahre auch bemerkt. Egal ob es um Politik, Fußball oder sonstiges geht. Es gibt sehr viel schwarz weiß denken mittlerweile und eine Konversation ist mit manchen unmöglich. Daher kommt evtl auch der gesellschaftliche Werteverfall oder das Aussterben der Persönlichkeiten. Man muss sich rechtfertigen oder anfeinden lassen. Finde ich schade sowas

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Sehr weit gefasstes Verständnis von “Typen”, wenn da Gottschalk, Schumacher und Kohl reinfallen. Aus meiner Sicht sind/waren das schon eher glattgebügelte Personalien. Der Erdmann, der ist ein Typ.

Großkreutz, nun ja, vielleicht nicht die Art von Typ, die man braucht, oder? Vollassi.

Klaus Schlappner war auch ein Typ und bei aller Ablehnung seines Vereins, Paul Breitner. Der war sehr offen und interessiert, hat sich damals auch mal die Kommune 1 angeschaut, finde ich gut.

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  anteater
1 Monat her

Bei Großkreutz scheiden sich etwas die Geister immer. Viele sehen ihn wie du als Vollassi. Kann ich auf der einen Seite auch verstehen. Ich fands immer amüsant ihn spielen zu sehen. Was man ihm zugute halten muss ist, dass er bei seinen Stationen immer alles gab. Der ein oder andere Lautsprecher tut einer Mannschaft gut denke ich.

Ja,Breitner oder Netzer sind absolute Typen, die man auch in Erinnerung behalten wird. Dennis erdmann ist sicherlich auch so jemand.

Gottschalk, Schuhmacher und Konsorten sind jetzt sicherlich nicht die Typen, wie ein Breitner oder Netzer, aber sie standen für einen Zweig wie Formel 1 oder das Showbusiness. Hatten Charisma und im Falle Gottschalks die Gabe Menschen mitzunehmen und zu begeistern. Diesr Wiedererkennungsfaktor fehlt mir bei einigen heutzutage.

serkan
serkan(@serkan)
Leser
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Eine (Gedanken-)Welt in der Gottschalk, Hogan, Wildmoser und Kohl als Typen gelten, wirkt auf mich ziemlich seltsam. Bist du in einer verspäteten Midlife-Crisis?  😉 

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Serkan
1 Monat her

Heute 29 geworden lieber Serkan:) man wird älter 😂 Beste Zeiten leider auch schon um… Aber ich hoffe man schenkt mir noch einige schöne Jahre 🙂

Vllt wird ja Corona eines Tages besser

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Alles Gute zum Geburtstag 🎂🍻  Dennis312

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Vielen lieben Dank dir! 😊 Vielleicht kommen wir in Zukunft trotz unterschiedlichen Meinungen in manchen Dingen besser miteinander klar:)

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

Wobei die Konstellation unter KHW ja, bis er die KGaA abgespalten hat, eine komplett andere war. Und dann isser grossenwahnsinnig geworden und es ging abwärts..

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62876)
Gast
Reply to  Bine1860
1 Monat her

…inwiefern war es bis zur Abspaltung anders?
Wie hinlänglich bekannt wurde KHW von den “Machern” aus der Säbener und dem Rathaus entsprechend unter Druck gesetzt und als willfähriger Erfüllungsgehilfe für die AA benutzt. Da er alles alleine geregelt hat, war es für jene ein leichtes ihn über den Tisch zu ziehen. Der Rest ist bekannt.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

KHW hat alles alleine entschieden, es gab keine 2 Gesellschafter, etc. Das ganze System Ev und KGaA war anders

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62891)
Gast
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Ich habe gedacht, die KGaA gab es damals noch gar nicht, hattest du geschrieben…

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

Ja schrieb ich doch, es war noch anders

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

dass er über den Tisch gezogen wurde sehe ich anders, er wollte sich unbedingt über den Tisch ziehen lassen, hat sich schon bei der WM neben Beckenbauer sitzen sehen usw.. Wie ich schon sagte grossenwahnsinnig und alle Warnungen in den Wind geschossen und es besser gewusst ..

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Gab gute und schlechte Seiten an KHW… Arik hat in seinem Bericht unabhängig von KHW die Probleme von 1860 echt gut beschrieben. Es braucht Entscheider.

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62890)
Gast
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Richtig. Vorbei ist vorbei, wenngleich ich KHW als Mensch sehr geschätzt habe. Jetzt braucht es ebensolche Leute die mal auf den Tisch hauen und klare Kante zeigen…

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

Du ich bin da bei dir. Ich mag KHW alleine deshalb, weil er mit unserem Verein etwas gerissen hat. Die Fehler danach sehe ich auch. Aber ich bin ein dankbarer Mensch und man muss erstmal was reißen und erreichen. Schade genug, dass man sich wegen einem Wildmoser oder Reisinger in Foren so fetzen muss, wie es bei 60 ist.

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62898)
Gast
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Ganz genau…

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62892)
Gast
Reply to  Bine1860
1 Monat her

…wie immer alles Ansichts und Interpretationssache.

leo1
leo1(@leo1)
Leser
1 Monat her

Wieso sind die Mannheimer eine arrogante Mannschaft? Ist mir persönlich so nicht aufgefallen.

Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
1 Monat her

Es ist schon ein Armutszeugnis, wenn man es seit Jahren nicht schafft, einen direkten Kontakt zwischen den beiden Hauptgesellschaftern auf die Reihe zu bringen. Da stellt sich einem schon die Frage: wer will nicht auf den anderen zugehen bzw. wer will auf den anderen nicht eingehen. Dabei wäre es vielleicht nicht die schlechteste Idee, wenn man sich mal direkt miteinander unterhalten könnte, nicht nur über Mittelsmänner. Muss ja nicht gleiche eine männerfreundschaftliche Bootsfahrt sein.

In einem Team zu arbeiten hat schon auch seine Vorteile, wenn jeder seine Meinung, seine Ideen einbringen kann. Brainstormin sozusagen, einfach mal drauf los. Ist für mich schon die bessere Methode, als wenn einer allein das sagen hat und alle andere nur damit bemüht sind, den Wünschen zu entsprechen. Wie im Fußball selbst, funktioniert es nur, wenn alle Rädchen ineinander greifen, die von einem Haupträdchen angetrieben werden. Das Problem könnte allerdings sein, dass wir zwei Hauptantriebe haben könnten, die Seite e.V. und die Seite Ismaik, wobei wir dann wieder in die “alte Zeiten” zurück kommen, mit Hauen, Stechen, Prügeln. So was bringt einen dann auch nur bedingt weiter, wenn überhaupt.

Der eine ist vom anderen abhängig, ob man das jetzt für Gut befindet oder nicht. Oder aus Fansicht gesehen, ob man den jetzigen Weg oder den Weg eines Ismaik für besser hält. Schlussendlich geht es – in Bezug auf die KGaA gesehen – auch nur Gemeinsam. Wobei die Frage, ob das wirklich ein Gemeinsam ist, wenn man keinen direkten Kontakt untereinander hat. Das Verhältnis gleicht einer Zwangsehe, bei der man verheiratet wurde, ohne einander zu kennen, zu verstehen oder gar zu lieben, aus der man nicht mehr (oder einfach) ohne Schaden heraus kommen kann.

Diese öffentliche Ruhe ist in meinen Augen jedenfalls schon besser, als die Schlammschlachten, die man in der Vergangenheit hatte. Wenn es jetzt sportlich gesehen noch etwas besser laufen würde, wäre alles sozusagen in Butter. Wenn es jetzt sportlich auch noch bergauf gehen würde, wären alle zufrieden, aber hier stagniert es, wenn es nicht rückläufig ist. Über die möglichen Gründe hat man hier schon genügend diskutiert, am Ende liegt es aber an der Mannschaft, an dem Trainerteam und der sportlichen Leitung hierfür Lösungen in dem wirtschaflichen Rahmen, den man hat, zu finden.

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62866)
Gast
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

“Das Problem könnte allerdings sein, dass wir zwei Hauptantriebe haben könnten, die Seite e.V. und die Seite Ismaik, wobei wir dann wieder in die “alte Zeiten” zurück kommen”. – Deine Theorie ist nicht ganz falsch, haben sich beiden Seiten ja zu diesen Dingen auch nie wirklich offen und ehrlich miteinander ausgesprochen…

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

Als Antrieb würde ich Ismaik jetzt nicht bezeichnen, nichtmal der Power hat noch Kontakt zu ihm, er ist einfach nicht erreichbar.

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dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Na, ob er nicht erreichbar ist können wir nur mutmaßen. Sind Spekulationen, die man erahnen kann. Gibt da aber für uns fans keine Einsichten drüber. Wie es genau ist können wir nicht beurteilen. Bin da immer vorsichtig

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Dennis312
1 Monat her

Das ist keine Mutmaßung..

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62899)
Gast
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Okay, das ist mir neu. D.h. er hat sich komplett abgekapselt? Das wäre sehr merkwürdig, wenngleich ich weiß, dass er es in seiner Heimat gerade nicht so leicht hat. Hat denn Reisinger mal versucht Kontakt aufzunehmen?

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_62937)
Gast
Reply to  arik
1 Monat her

Okay besten Dank für die Information. Sehr seltsam das alles…

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
1 Monat her

Ich glaube, die Oberen, die Führung e.V.+KGaA wollen nach dem ganzen Rummel u. Schlachten um den Sechzgerausbau u. der sportlichen Magerkost, den sportlichen Problemen bis in den Januar jetzt einfach keine Unruhe mehr aufkommen lassen. Vielleicht richtig??? Ich denke, wir sollten bei den ganzen Problemen, einschließlich der Probleme durch Corona, Ruhe, Besonnenheit u. Geduld walten lassen u. abwarten, wie sich die Lage unserer Mannschaft bis nach der Winterpause, bis ca. Ende Januar entwickelt. Dann sollte aber spätestens Zwischenbilanz gezogen werden u. in der Sportführung mit der Trainerschaft schonungslos über Probleme, Ursachen u. Konsequenzen, Lösungen u. Entscheidungen nachgedacht, diskutiert u. danach gehandelt werden. Sollten wir sportlich allerdings in den nächsten Spielen katastrophal abstürzen, müsste das alles natürlich sofort passieren. Ansonsten würde ich jetzt in den nächsten Wochen bis in das nächste Jahr hinein, so bis ca. Mitte Januar, keine großen Diskussionen entfachen, die für zusätzliche Unruhe sorgen. Das ist meine Meinung. Jetzt bloß nicht durchdrehen!!! Vereinsintern notwendige Dinge ohne öffentliches Aufsehen in Ruhe regeln, finde ich gut. Jedoch, wenn Dinge schief laufen, nicht geregelt o. versäumt werden, z.B. fristgerechte Darlehensumwandlung, gehören die auf den Tisch u. dürfen nicht verschwiegen werden!

andi
andi(@andi)
Leser
1 Monat her

Wow so ein guter Kommentar. Pinnt ihn doch im. Newsbereich oben ran, ich hab den nur durch die löwengrube entdeckt. Er ist echt lesenswert

thrueblue
thrueblue(@thrueblue)
Leser
1 Monat her

Sehr guter Kommentar, da kommt einiges hervorgekehrt, was ich zwar gefühlt habe aber keine Worte dafür fand. Genauso ist es. Wenn von Seiten der Gesellschafter keine Impulse kommen, hat es der Trainer auch nicht einfach. Zudem das Verletzungspech, ein glückloser Mölders…Michael Köllner hat sich auch ein paar mal vercoacht, irgendwie wirkt er zur Zeit verkopft. Die Abwehr dicht kriegen, hinter 5er Kette mit Routiniers, Löwentugende an den Tag legen. Glanzloses 1:0… Klingt immer einfach…

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
1 Monat her

Guter Kommentar. Trifft den Nagel in den allermeisten Passagen auf den Punkt wie ich finde. Dass es stillstand gibt überall merken ja die meisten. Nur wie kann man den auf den verschiedenen Ebenen durchbrechen und wer nimmt in welchem Bereich egal ob Stadion, sportlich etc das Heft des Handels in die Hand?

Andreas Steininger
Andreas Steininger (@guest_62787)
Gast
1 Monat her

Eines steht doch zu 100prozent fest an der schwachen leistung der mannschaft,dem stillstand in sachen umbau des stadions,dem stillstand des wichtigen turnhallenbaus, der verfehlten einkaufspolitik usw usw usw……. ist h. Ismaik schuld. Das muss doch allen klar sein. Wer denn sonst?

tomandcherry
tomandcherry(@tomandcherry)
Leser
Reply to  Andreas Steininger
1 Monat her

Ironie oder einfach nur irgendwas geschrieben, damit die Diskussion anspringt?

Heinz Schuldes
Heinz Schuldes (@guest_62900)
Gast
Reply to  Andreas Steininger
1 Monat her

Die schwache Leistung der Mannschaft haben in erster Linie die Herren Kölner (falsches Training) und Gorenzel (falsche Einkaufspolitik) zu verantworten. In Sachen Stadionumbau hätte Herr Reisinger als Präsident viel früher tätig werden müssen! Der Verein muß Herrn Ismaik dankbar sein, denn ohne ihn wären die 60er längst aus dem Profifußball verschwunden.

Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
Reply to  Heinz Schuldes
1 Monat her

Falsche Training? Da hat wohl einer die Zeit, jeden Tag am Trainingsgelände zu sein und das zu verfolgen und beurteilen zu können. Könntest ja dann deine Vorschläge mal dem Trainer unterbreiten. Und viel früher in Sachen Stadionumbau geht nicht, denn das ist Thema seit 3,4 Jahren. Und jetzt mal die Überlegung, wie lange Reisinger im Amt ist.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Heinz Schuldes
1 Monat her

Ich glaube nicht, dass 60 ohne Ismaik aus dem Profifußball verschwunden wäre. Klar wäre man 2011 insolvent gewesen und hätte in die Regionalliga absteigen müssen. Wo man dann aber bis heute wieder wäre isr reine Mutmaßung und es könnte sehr wohl auch die 2.Liga und schuldenfrei sein..

united-sixties
united-sixties(@richard-ostermeiergmail-com)
Bekannter Leser
1 Monat her

Sehr richtig dieser Kommentar mit dem Hinweis auf einen doch eher seltsamen Burgfrieden. Umwandlung, Fortführungsprognose und Erbpachtneuregelung zum Neubau der Halle usw. stehen genauso weiter an wie die künftige Kaderplanung und Auslaufen des GF-Vertrags von Gorenzel. Stillstand oder Fortschritt ?