Am vergangenen Donnerstag war in der Sechzger Alm die Vorstellungsrunde für Verwaltungsratskandidaten. Das Präsidium blieb der Veranstaltung fern. Eine Interview-Anfrage der Sendung “Blickpunkt Sport” lehnte Präsident Reisinger ebenfalls ab.
Es ist Wahlkampf auf Giesings Höhen. Es geht vor allem um den Verwaltungsrat. Am 16. Juni 2024 findet dazu die Mitgliederversammlung statt. Unterstützung durch das Präsidium bekommen im Wahlkampf weder die amtierenden Verwaltungsräte, noch andere Kandidaten. Das Präsidium hält sich zurück. Und das zurecht.
Der Verwaltungsrat entscheidet über die Anzahl der Präsidiumsmitglieder. Außerdem kann der Verwaltungsrat jederzeit einen dritten Vizepräsidenten während der aktuellen Amtszeit einsetzen, wenn zuvor zwei Vizepräsidenten festgelegt wurden. Zudem werden der Mitgliederversammlung die Präsidiumsmitglieder durch den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Das nächste Mal ist das im Sommer 2025. Die wesentliche Aufgabe während der Amtszeit ist ebenfalls klar. Das Gremium überwacht das Präsidiums in dessen “Geschäftsführung und in der Wahrnehmung seiner Vereinsaufgaben im eV”. Ihm stehen “dazu uneingeschränkte Prüfungs- und Kontrollrechte” zu.
Dass sich das Präsidium bei diesem Wahlkampf also zurückhält und keine Interviews gibt, ist der Logik geschuldet. Vor allem dann, wenn zwei Kandidaten sich proaktiv beim BR gemeldet haben. Es wäre doch sehr verwirrend, wenn das Präsidium sich über Kandidaten äußert, die später Prüfungs- und Kontrollrechte auf das eigene Amt ausüben.